Made in Germany

 
 
Heyne Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. Juni 2011
  • |
  • 288 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-56048-5 (ISBN)
 
Da guckst du!

Ranjid, Hakan oder Francesco - Kaya Yanar ist der Mann, der keinen Pass braucht. Er ist Araber, Türke, Deutscher, Inder, Russe und Italiener in einer Person. Mühelos schlüpft er in die unterschiedlichsten Rollen und karikiert die kleinen und großen Schwächen der Nationalitäten. Ob türkischer Türsteher, indischer Taxifahrer oder italienischer Kleinkrimineller: Alle könnten Freunde von Kaya sein, die ihn durchs Leben begleiten - und durch sein erstes Buch. Mit Made in Germany präsentiert Kaya Yanar seinen ganzen Kosmos voller schräger Figuren, witziger Geschichten und abenteuerlicher Gags über Deutschland und den Rest der Welt!

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Heyne
  • 85,09 MB
978-3-641-56048-5 (9783641560485)
3641560489 (3641560489)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Inhalt [Seite 6]
2 - Vorwort [Seite 9]
3 - KAPITEL 1 Eltern [Seite 12]
4 - KAPITEL 2 Schule [Seite 28]
5 - KAPITEL 3 Sprache [Seite 48]
6 - KAPITEL 4 Körper [Seite 62]
7 - KAPITEL 5 Tiere [Seite 82]
8 - KAPITEL 6 Autos [Seite 102]
9 - KAPITEL 7 Essen und Trinken [Seite 120]
10 - KAPITEL 8 Rausch [Seite 146]
11 - KAPITEL 9 Feste und Rituale [Seite 164]
12 - KAPITEL 10 Gesetze [Seite 194]
13 - KAPITEL 11 Natur [Seite 208]
14 - KAPITEL 12 Urlaub [Seite 232]
15 - KAPITEL 13 Nightlife [Seite 246]
16 - KAPITEL 14 Sex [Seite 272]
"Kapitel 11 Naur (S. 207-208)

„Natur ist gut – Silikon aber auch!”
Francesco

Natur Stadtkinder erlernen in ihrem Umfeld eigenartige Fähigkeiten. Das müssen sie auch, sonst kommen sie buchstäblich unter die Räder. Ich komme aus Frankfurt. Ich bin Stadtkind. Ich habe die Regeln der Großstadt früh verinnerlicht: Mit zwei Jahren wusste ich genau, was auf den Sperrmüll gehört und was nicht. Mit drei Jahren konnte ich ohne elterliche Hilfe eine fünfspurige Straße überqueren. Mit vier Jahren gelang es mir, sämtliche Hunderassen anhand ihrer Haufen auseinanderzuhalten. So etwas lernt man nur in der Großstadt. Automatisch. In Frankfurt kann das jeder. Aber was man in der Großstadt nicht automatisch lernt, ist der Respekt vor der Natur. Auch ich musste mir diesen Respekt mühsam aneignen.

Als Kind hatte ich diesen Respekt noch nicht. Ich habe zum Beispiel wie andere Kinder auch im Park meinen Müll einfach in die Gegend geworfen. Eines Tages sagte meine Mutter zu mir: „Kaya, hör auf deine Mutter: Du sollst deine Abfälle nicht einfach auf die Wiese schmeißen – dafür gibt es doch Mülleimer!” Also habe ich versucht, es so zu machen, wie meine Mutter es von mir erwartete und habe die Mülleimer auf die Wiese geschleudert!

Das war natürlich auch nicht richtig. Aber ich habe nach und nach kapiert, dass Abfälle nicht einfach in die Landschaft geschmissen werden sollen. Heute weiß ich: Wir sind es unserer Erde schuldig, behutsam mit ihr umzugehen – sonst laufen wir Gefahr, dass die gute alte Erde meinen Vater zitiert: „Wenn ihr mich kaputt macht, mach ich euch kaputt!” Gott sei Dank hat sich bei vielen Menschen die Einstellung zur Natur geändert. Als ich noch ein Kind war, Mitte bis Ende der 70er Jahre, war es in Deutschland beispielsweise völlig normal, seinen Müll im Wald abzuladen. Es war zwar verboten, aber trotzdem normal.

Der Pessimist sagte: „Eine Schande – der Wald ist voller Abfall.” Der Optimist sagte: „Wie herrlich: Auf der Mülldeponie leben Rehe!” Im Herbst kam es vor, dass sich mitten im Wald Pilzesucher und Sperrmüllsammler gegenseitig den Weg abschnitten! Es lagen so viele verrottete Kühlschränke und Waschmaschinen im Wald, dass viele Rehe schon mit zwei Jahren lesen konnten – aber nur die Worte „Miele” und „Bosch”! Wenn man mitten im Wald einem ungepflegten zottelbärtigen Kauz begegnete, dann war das nicht Rübezahl, sondern einer der Ludolfs auf der Suche nach einem Anlasser für einen 84er-Kadett! Heute wissen wir, dass die Natur unseren Dreck nicht unbegrenzt aufnehmen kann.

Darum gehen wir vorsichtiger mit unseren Ressourcen um. Die Wälder sind deutlich sauberer als vor 20 Jahren. Im Rhein kann man wieder schwimmen, ohne danach vor lauter Chemikalien im Dunklen zu leuchten. Und wer heute noch so richtig schädliche Abgase einatmen will, der muss raus aus den Umweltzonen der Innenstädte und sich auf dem Land hinter einen alten ungefilterten Diesel- Trecker stellen."

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