Made in Germany

 
 
Heyne Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Juli 2011
  • |
  • 288 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06048-0 (ISBN)
 
Da guckst du!

Ranjid, Hakan oder Francesco - Kaya Yanar ist der Mann, der keinen Pass braucht. Er ist Araber, Türke, Deutscher, Inder, Russe und Italiener in einer Person. Mühelos schlüpft er in die unterschiedlichsten Rollen und karikiert die kleinen und großen Schwächen der Nationalitäten. Ob türkischer Türsteher, indischer Taxifahrer oder italienischer Kleinkrimineller: Alle könnten Freunde von Kaya sein, die ihn durchs Leben begleiten - und durch sein erstes Buch. Mit Made in Germany präsentiert Kaya Yanar seinen ganzen Kosmos voller schräger Figuren, witziger Geschichten und abenteuerlicher Gags über Deutschland und den Rest der Welt!

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Heyne
  • Breite: 135 mm
  • 6,88 MB
978-3-641-06048-0 (9783641060480)
3641060486 (3641060486)
weitere Ausgaben werden ermittelt
KAPITEL 5 Tiere (S. 45-46)

Obwohl ich in Deutschland geboren wurde, bin ich kein typischer Deutscher. Das fängt schon bei meinem Namen an: „Kaya” liegt in der deutschen Vornamenstatistik weit hinter „Horst”, „Günther” und „Manfred”. Selbst „Adolf”, „Bonifazius-Elvis” und „Blödmann” sind häufiger. Aber in anderer Hinsicht bin ich so deutsch, wie man nur deutsch sein kann: Ich liebe Tiere! Und das ist deutscher als Autowaschen, Fußball und Liegestuhlreservierung zusammen! Die Deutschen lieben ihre Haustiere über alles! Über 23 Millionen Haustiere leben in unserem Land! 23 Millionen ist eine enorme Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass Tiere für ihre Halter viel Arbeit und Kosten bedeuten:

Sie kotzen in Autos, kacken auf Teppiche und verwüsten den Garten – insofern sind sie ein perfekter Kinderersatz! Mit dem Unterschied, dass die Tiere irgendwann eingeschläfert werden, während die Kinder ihren Eltern noch bis ins Rentenalter auf der Tasche liegen! Obwohl ich in Deutschland geboren wurde, bin ich kein typischer Deutscher. Das fängt schon bei meinem Namen an: „Kaya” liegt in der deutschen Vornamenstatistik weit hinter „Horst”, „Günther” und „Manfred”. Selbst „Adolf”, „Bonifazius-Elvis” und „Blödmann” sind häufiger. Aber in anderer Hinsicht bin ich so deutsch, wie man nur deutsch sein kann:

Ich liebe Tiere! Und das ist deutscher als Autowaschen, Fußball und Liegestuhlreservierung zusammen! Die Deutschen lieben ihre Haustiere über alles! Über 23 Millionen Haustiere leben in unserem Land! 23 Millionen ist eine enorme Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass Tiere für ihre Halter viel Arbeit und Kosten bedeuten: Sie kotzen in Autos, kacken auf Teppiche und verwüsten den Garten – insofern sind sie ein perfekter Kinderersatz! Mit dem Unterschied, dass die Tiere irgendwann eingeschläfert werden, während die Kinder ihren Eltern noch bis ins Rentenalter auf der Tasche liegen!

Aber auch Tiere kosten Geld. 2009 haben die Deutschen über 3,6 Milliarden Euro für Heimtierbedarf ausgegeben, davon allein 2,7 Milliarden Euro für Tier-Fertignahrung. Im Vergleich zu den 600 Milliarden Euro, die für Babynahrung ausgegeben werden, mag das zwar wenig klingen, aber dafür gehen die Babys zwischendurch auch nicht auf Mäusejagd oder bekommen Pizzaränder, Kartoffelschalen und abgelaufene Fleischwurst verfüttert. Die Deutschen lieben ihre Tiere so sehr, dass sie es hin und wieder auch übertreiben. Zum Beispiel gibt es in jeder größeren Stadt spezielle Hundefriseure.

Der „Groomer” (so die internationale Bezeichnung für den Hundefriseur) ist zwar noch kein offizieller Ausbildungsberuf, aber der Hunde-Figaro muss trotzdem über spezielle Fähigkeiten verfügen. Das Haareschneiden selbst funktioniert zwar genauso wie beim Menschen (zumindest was Menschen wie Tony Marshall betrifft), aber alle anderen Dienstleistungen sind speziell auf die Vierbeiner ausgerichtet: Die Klatschthemen drehen sich nicht um Brad Pitt und Angelina Jolie, sondern darum, dass Lassie angeblich eine Affäre mit einem Drogenspürhund vom Frankfurter Flughafen hat; Friseur und Kunde haben dieselben guten Erfahrungen in Sachen „Sex von hinten”; und auf der Straße vor dem Hundesalon sind die Besitzer angebunden: „Wir müssen leider draußen bleiben”.

Es gibt sogar spezielle Hundepsychiater. Ich kann mir gut vorstellen, was da abgeht. Der verstörte Labrador-Rüde schüttet beim Hundepsychiater sein Herz aus, und der Seelenklempner sagt: „Ich kann zwar verstehen, dass Sie ein Trauma haben, weil Sie in Ihrer Kindheit immer von den Katzen aus der Nachbarschaft gehänselt worden sind – aber das ist noch lange kein Grund meine Behandlungscouch vollzukacken!”

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