Palliativpflege

 
 
Urban & Fischer (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 27. April 2014
  • |
  • 320 Seiten
 
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978-3-437-16860-4 (ISBN)
 

Palliativpflege - einfühlsam, kompetent, praxisorientiert

Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten, stellt Pflegende und Angehörige täglich vor große Herausforderungen. Palliativpflege behandelt alle wesentlichen Aspekte der Begleitung und Pflege sterbender Menschen. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage: 'Wie kann geholfen werden?'. Dieses Buch gibt Antworten - es vermittelt pflegerisches Fachwissen für einen einfühlsamen und kompetenten Umgang mit Schmerzen, Schlafstörungen, Dermatologischen Störungen, Müdigkeit und Schwäche, Kachexie, Atemnot, Appetitlosigkeit, Demenz, Trauer und weiteren Pflegeproblemen palliativer Patienten. Das erfahrene, interdisziplinäre Autorenteam gibt praxisnahe Tipps zu Arbeitstechniken, z.B. Positionierung und Mobilisation, Mundpflege, Wundversorgung, Ernährung und Infusionen.

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • 9,63 MB
978-3-437-16860-4 (9783437168604)
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Front Cover [Seite 1]
2 - Palliativpflege [Seite 3]
3 - Copyright [Seite 4]
4 - Vorwort [Seite 5]
5 - Abkürzungen [Seite 6]
6 - Abbildungsnachweis [Seite 7]
7 - Inhaltsverzeichnis [Seite 8]
8 - KAPITEL 1 - Arbeiten in der Palliativpflege [Seite 12]
8.1 - 1.1 Palliativmedizinische Strukturen [Seite 13]
8.2 - 1.2 Arbeiten in der ambulanten Palliativpflege [Seite 19]
8.3 - 1.3 Entscheidungen in der palliativen Versorgung [Seite 31]
8.4 - 1.4 Kommunikation mit dem Patienten [Seite 33]
8.5 - 1.5 Kommunikation mit Angehörigen [Seite 45]
8.6 - 1.6 Sterben und Tod, Riten und Religionen [Seite 50]
9 - KAPITEL 2 - Arbeitstechniken in der Palliativpflege [Seite 54]
9.1 - 2.1 Positionierung und Mobilisation [Seite 55]
9.2 - 2.2 Mundtrockenheit und Mundpflege [Seite 61]
9.3 - 2.3 Palliative Wundversorgung [Seite 66]
9.4 - 2.4 Tracheostomaversorgung [Seite 82]
9.5 - 2.5 Enterostomaversorgung [Seite 85]
9.6 - 2.6 Medikamentengabe [Seite 91]
9.7 - 2.7 Subkutane Injektion [Seite 95]
9.8 - 2.8 Venöser Zugang, Port, Perfusor [Seite 97]
9.9 - 2.9 Magensonde legen [Seite 100]
9.10 - 2.10 Sondenernährung [Seite 102]
9.11 - 2.11 Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) [Seite 104]
9.12 - 2.12 Umgang mit Verstorbenen [Seite 106]
10 - KAPITEL 3 - Probleme in der Palliativpflege [Seite 110]
10.1 - 3.1 Schmerzen [Seite 112]
10.2 - 3.2 Dermatologische Störungen [Seite 127]
10.3 - 3.3 Thromboseprophylaxe [Seite 136]
10.4 - 3.4 Schlafstörungen [Seite 139]
10.5 - 3.5 Müdigkeit und Schwäche [Seite 144]
10.6 - 3.6 Kachexie [Seite 149]
10.7 - 3.7 Atemnot (Dyspnoe) und Husten [Seite 151]
10.8 - 3.8 Appetitmangel [Seite 157]
10.9 - 3.9 Übelkeit und Erbrechen [Seite 162]
10.10 - 3.10 Obstipation [Seite 166]
10.11 - 3.11 Aszites [Seite 171]
10.12 - 3.12 Darmverschluss (Ileus) [Seite 177]
10.13 - 3.13 Harnabflussstörungen und Urogenitalsymptome [Seite 179]
10.14 - 3.14 Depression [Seite 188]
10.15 - 3.15 Demenz [Seite 191]
10.16 - 3.16 Delir [Seite 195]
10.17 - 3.17 Ernährungs- und Hydrierungsprobleme im Endstadium [Seite 197]
10.18 - 3.18 Sterbewunsch, Sterbehilfe und Euthanasie [Seite 201]
10.19 - 3.19 Suizidalität [Seite 205]
10.20 - 3.20 Trauer [Seite 207]
10.21 - 3.21 Notfälle in der Palliativpflege [Seite 211]
11 - Register [Seite 218]
Kapitel 2

Arbeitstechniken in der Palliativpflege


2.1. Positionierung und Mobilisation 

2.1.1. Durchführung von Positionswechseln 

2.1.2. Durchführung der Mobilisation 

2.2. Mundtrockenheit und Mundpflege 

2.2.1. Durchführung 

2.3. Palliative Wundversorgung 

2.3.1. Physiologie der Wundheilung 

2.3.2. Beschwerden und Komplikationen 

2.3.3. Wundversorgung 

2.3.4. Dekubitusversorgung 

2.4. Tracheostomaversorgung 

2.4.1. Anatomie und Physiologie 

2.4.2. Durchführung 

2.5. Enterostomaversorgung 

2.5.1. Anatomische und physiologische Grundlagen 

2.5.2. Beschwerden und Komplikationen 

2.5.3. Stomasysteme 

2.5.4. Durchführung 

2.6. Medikamentengabe 

2.6.1. Durchführung 

2.7. Subkutane Injektion 

2.7.1. Durchführung 

2.8. Venöser Zugang, Port, Perfusor 

2.8.1. Umgang mit Infusionen 

2.8.2. Port (implantierter Venenkatheter) 

2.8.3. Perfusoren und PCA-Pumpen 

2.9. Magensonde legen 

2.10. Sondenernährung 

2.11. Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) 

2.11.1. Beschwerden und Komplikationen 

2.11.2. Wie kann geholfen werden? 

2.12. Umgang mit Verstorbenen 

2.12.1. Anatomische und physiologische Grundlagen 

2.12.2. Wie kann geholfen werden? 

2.1 Positionierung und Mobilisation


In der palliativen Situation ist bei der Positionierung das Maß der Dinge das Wohlbefinden des Patienten. Ein Positionswechsel hat hier nicht mehr die primäre Bedeutung, ein Wundliegen zu verhindern, sondern eher die Funktion z. B. Blickkontakte zu ermöglichen oder den Patienten auf etwas Schönes schauen zu lassen.

Aber natürlich gibt es je nach Krankheitsbild viele Positionen, die unangenehm sind oder Schmerzen bereiten. Hier kommen dann sehr wohl die klassischen Lagerungsprinzipien aus der Pflege zur Anwendung: Druckentlastung, Linderung einer Atemnot, Ruhigstellung und Stützung (bei Paresen oder pathologischen Frakturen), Kontrakturprophylaxe durch behutsame Mobilisationen, Verringerung von Spastik (durch behutsames Durchbewegen), basale Stimulation.

2.1.1 Durchführung von Positionswechseln


• Denken Sie so oft wie möglich an eine ergonomische Arbeitsweise. Am besten ist es, wenn Sie Hilfspersonen hinzubitten können, um den Patienten und auch Ihren Rücken zu schonen.

• Arbeiten Sie nach Möglichkeit eng mit Physiotherapeuten zusammen, und lassen Sie sich von ihnen beraten.

• Wenn ein Pflegebett vorhanden ist, stellen Sie es sich auf die für Sie optimale Arbeitshöhe ein.

• Sprechen Sie nach Möglichkeit alle Handgriffe mit dem Patienten ab. „Überfallen“ Sie den Patienten nicht und führen Sie keine plötzlichen Lagewechsel durch. Berücksichtigen Sie stets den Wunsch des Patienten und lagern Sie ihn nicht ohne sein Einverständnis neu.

• Helfen Sie dem Patienten, die optimale Position im Bett zu finden. Dieses ist eine ganz individuelle Angelegenheit. Umso wichtiger ist es, sich auf die Wünsche und Vorlieben des Patienten einzulassen. Viele pflegebedürftige Menschen haben Schwierigkeiten damit, sich selbst in die gewünschte Lage zu bringen. Achten Sie einmal selbst darauf, wie oft Sie beim Sitzen oder Liegen das Bedürfnis verspüren, ihre Position zu verändern. Selbst im Schlaf wird unbewusst in regelmäßigen Abständen eine andere Haltung eingenommen. Versuchen Sie, durch diese Einsicht ein Gefühl für das Bedürfnis des Patienten nach einem Lagewechsel zu bekommen. Setzen Sie ggf. Kissen (nur so viel wie nötig) zur besseren Positionierung des Patienten ein.

• Bettgitter dürfen nur in Absprache mit dem Patienten und den Angehörigen verwendet werden. Am besten ist es, wenn es in dieser Hinsicht eine (frühzeitig erstellte) schriftliche Willenserklärung des Patienten gibt, bevor er nur mehr über eine eingeschränkte Bewusstseinslage verfügt oder sehr verwirrt ist und nicht mehr selbst einwilligen kann.

• Wenn möglich sollten die Angehörigen bei den Positionierungen miteinbezogen werden, z. B. bei der Mikrolagerung (s. u.).

• Bei starken Schmerzen sollten der Zeitpunkt der Schmerzmittelgabe oder der Einsatz der Bedarfsmedikation so auf die Positionswechselintervalle abgestimmt werden, dass die Lagerungsprozedur möglichst auf dem Höhepunkt der Analgesie erfolgt.

• Sollte es absehbar sein, dass eine neue Liegestätte oder ein Pflegebett erforderlich wird, sollte diese Veränderung nicht unnötig weit hinausgeschoben, sondern eher frühzeitig angegangen werden, damit der Patient nach der nötigen Eingewöhnungszeit auch wirklich noch davon profitieren kann.

• Setzen Sie die Mikrolagerung ein (s. u.).

• Legen Sie sich Positionierungshilfen nach Bedarf zurecht:

– Decken

– Kissen

– Polster

– Handtücher

– Weichlagerungsmatratze

– Antidekubitusmatratze (Kontraindikation: Knochenmetastasen)

– Ggf. Bettbogen

– Handrollen.

MERKE

Die ehemals verbreiteten Felle und Fellschuhe konnten ihren Nutzen nicht unter Beweis stellen und werden heute nicht mehr verwendet.

• Vor jedem Positionswechsel sollten Sie das Bett leer räumen und sich orientieren, welche Kissen für die Positionierung überhaupt erforderlich sind.

• Wenige, aber gut eingesetzte Hilfsmittel lassen einen eher den Überblick behalten und verhindern unsinnige Positionierungen. Zu viele Kissen unter dem Kopf können z. B. leicht zu einer übermäßigen Beugung des Halses führen, wodurch Wirbel- und Nackenschmerzen entstehen können.

• Bei einer vorhandenen, guten Antidekubitusmatratze sollen keine zusätzlichen Positionierungshilfen eingesetzt werden, da die Wirkung dadurch wieder zunichte gemacht werden kann.

• Die Positionierung richtet sich nach den Wünschen des Patienten, wobei es eine Gratwanderung sein kann, dabei gleichzeitig das Dekubitusrisiko so gering wie möglich zu halten.

• Zur Vermeidung einer Spitzfußbildung sollte eine Fußstütze eingesetzt werden und Druck auf den Fuß durch die Bettdecke vermieden werden.

• Die Beine sollten in Rückenlage leicht gespreizt sein, damit die Innenknöchel nicht auf- oder aneinander liegen, was zu schwer heilenden Druckstellen führen kann.

• Zur Nahrungsaufnahme wird der Patient im Oberkörper aufgerichtet.

• Patienten, die das Pflegebett gar nicht verlassen können und sich nicht selbstständig drehen, müssen nach spätestens zwei Stunden umgelagert werden, allerdings ist dieses Ziel selbst bei Mithilfe der Angehörigen oft nur schwer zu erreichen.

• Das Greifen eines zusammengerollten Gästetuchs oder eines Gummiballs hilft, die Beweglichkeit der Finger zu trainieren und zu erhalten. Diese Position darf jedoch nicht dauerhaft belassen werden.

• Kleidung und Socken dürfen nicht einengend...

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