Kreuzfahrt zartbitter

 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 3. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. Januar 2019
  • |
  • 344 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7481-6190-5 (ISBN)
 
Elena freut sich auf dich, du allein darfst dich bei ihr unterhaken, die Kabine mit ihr teilen und diese wunderschöne Urlaubsreise in den hohen Norden mit ihr genießen, die auch gleichzeitig eine Reise durch Elenas Leben ist. Erlebe eine Kreuzfahrt mit berauschend schönen Momenten, aber auch mit allen tragischen Begebenheiten rund um Elenas Leben.
Es ist eine Reise, die dich zugleich tief in Elenas Gedankenwelt führt, sie wird sich mental vollkommen nackt vor dir machen, dir einen unbegrenzten Einblick in ihr Leben, ihre Psyche, ihre Ängste, Träume und Wünsche geben.
Elena verlässt ihr unerträgliches Leben, um sich für zwei Wochen unter die Lebenden, die in freudiger Urlaubsstimmung befindlichen Kreuzfahrtgäste zu begeben, sich wieder zu spüren, zu sich zu kommen, um eine Reise der Genüsse anzutreten und bis zum Ende der Kreuzfahrt zu einer Entscheidung zu gelangen: Sein oder Nichtsein.

"KREUZFAHRT zartbitter" ist eine Mischung aus einem Roman, also einer frei erfundenen Erzählung, und Erlebnissen, die aus der Wirklichkeit stammen, was dieses Buch zu einem sehr authentischen Leseerlebnis macht. Selbst einige von Elenas unglaublichen Träumen stammen von einer von Depressionen und Ängsten betroffenen Person und wurden direkt in den Nächten dokumentiert und zur Verfügung gestellt. Du wirst Elena als reellen Menschen empfinden, ihr so nahe kommen, als ob sie deine beste Freundin wäre.

Komm mit zu den überwältigenden Fjorden Norwegens, lasse dich verzaubern vom sanften Rauschen des Meeres, beeindrucken von der schönen Natur, dem Leben an Bord und lasse dich von der Leidenschaft infizieren, auf diese angenehme Art die Welt zu entdecken.
Ob es die Eindrücke von Hamburgs Industriehafen bei Nacht sind, die vielfältigen Kreationen des Lichts beim Auslaufen aus Invergordon, die Aussicht in luftiger Höhe am Bug der Marena beim Einfahren in den Geirangerfjord mit seinen majestätischen Bergen und beeindruckenden Wasserfällen, die nächtliche Neptuntaufe am Arctic Circle, die unvergesslichen Sonnenuntergänge oder die vielen Erlebnisse an Bord, ich bin sicher, dass ich dir ein sehr bemerkenswertes und interessantes Buch anbieten kann.
Hallo, darf ich auch etwas dazu sagen?
Ich bin es, Elena! Ich freue mich schon auf deine Gesellschaft, bitte begleite mich. Herzlichen Dank dafür!
3. Auflage
  • Deutsch
  • 0,66 MB
978-3-7481-6190-5 (9783748161905)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Riccardo H. Wood wohnt in Deutschland / Bayern und schreibt unter Pseudonym.
Bereits sein erstes Buch "Lenas Hölle" wurde zum Verkaufserfolg und hält sich nun schon seit Jahren in der Liste "Meist verkauft" des Verlags epubli.
Mit "KREUZFAHRT zartbitter", einem Reality Roman, betrat der Autor abermals Neuland.

Autorenhomepage: www.riccardo-h-wood.de

Kapitel 1: Aufbruch zu unbekannten Ufern


Tag 1: Anreise Hamburg

Ich sitze gerade im ICE, Fahrtrichtung Würzburg. Es ist Ende Juni, Samstag, kurz vor Acht und obwohl ich es gewohnt bin früh aufzustehen steckt mir die Müdigkeit noch in den Knochen. Kein Wunder, dass ich am laufenden Band gähnen muss. Es ist meine erste Kreuzfahrt, die mich erwartet, weshalb ich innerlich etwas aufgewühlt bin. Die Entscheidung was ich in den Koffer packe fiel mir nicht leicht. Ja, zugegeben, was Unschlüssigkeit betrifft kann ich das Klischee der Frau voll bedienen. Im Kaufhaus zehn Kleidungsstücke anprobieren, drei mit nach Hause nehmen, sie vor dem Spiegel erneut prüfen um sie am nächsten Tag allesamt wieder zurückzugeben. Vielleicht wirst du jetzt den Kopf schütteln, aber ich kann nun mal nicht über meinen Schatten springen. Am Ende habe ich mich wegen der Schlepperei für Minimalismus entschieden, also in erster Linie Zwiebellook. So bin ich mit wenigen Kleidungsstücken für jegliche Wetterlage gerüstet.

Nachdem ich mehrmals checke ob ich nichts vergessen habe, meine Fahrkarte, der Pass, meine Reiseunterlagen und die Kreditkarte auch wirklich da sind, lehne ich mich entspannt zurück. Na ja, es war zumindest ein Versuch, ich bin alles andere als relaxt, denn die Nervosität und mein pochender Puls haben mich deutlich im Griff. Früher war das anders, war ich viel cooler, aber seit meiner Krankheit ist mein Selbstbewusstsein auf die Größe einer Haselnuss geschrumpft, was die Nervosität im Gegenzug steigen lässt. Ich kontrolliere alles tausend Mal, weil ich ganz sicher gehen möchte dass ich das Schiff nicht verpasse.

Ich versuche erneut zu entspannen und atme mehrmals tief durch, Nase ein, Mund aus, Nase ein, Mund aus, währenddessen sich mein Blick das erste Mal nach außen richtet. Stell dir vor, du sitzt gerade jetzt direkt neben mir, in freudiger Erwartung auf eine schöne Reise, in deren Verlauf du mich nach und nach kennenlernen und vielleicht auch ein Stück weit verstehen kannst. Du wirst alles hautnah miterleben und an meinen Gedanken und Gefühlen teilhaben, versprochen.

Von Aschaffenburg aus fahren wir - man kann fast sagen gleiten wir - am Main entlang, der eher aussieht wie ein ruhiger, stiller, nicht endender See als ein fließendes Gewässer. Hin und wieder schweben feuchte, grauweiße Nebelschwaden vermeintlich völlig schwerelos über der Wasseroberfläche, so, als ob sie den Gesetzen der Schwerkraft nicht gehorchen müssten, was mich auf schönes Wetter hoffen lässt. Es fährt sich entspannt und ruhig, ich bin überrascht wie angenehm das Reisen mit der Bahn sein kann. Mehrere kleine, verschlafene Orte, tiefgrüne, dichte Wälder, einzelne lichte Baumgruppen und üppige, sattgrüne Wiesen auf sanften Hügeln fliegen in hohem Tempo vorbei, bis mir fast schwindelig wird.

Der freundliche Kellner reicht Kaffee, der mir als Wachmacher dienen soll. Ich rieche intensiv daran, um den köstlichen, aromatischen Duft aufzusaugen, den es gratis zum Trinkgenuss dazu gibt. Im Moment klammere ich mich an jeden Genuss der meine Tage bereichern kann. Vielleicht magst du dir auch eine Tasse Kaffee holen, ich warte gerne auf dich.

Darf ich fortfahren? Meine Wohnung habe ich ganz ordentlich verlassen, alle verderblichen Lebensmittel sind aufgebraucht, das war mir wichtig, denn ich bin nicht sicher wer die Wohnung als nächstes betreten wird.

Jetzt packe ich mein Tomaten-Mozzarella-Brötchen aus, ein riesiges Teil, welches ich vor der Abfahrt teuer erstanden habe. Mist, verdammt, ich hasse diese weiße Pampe die sie auf den Belag gespritzt haben, die schon beim ersten Bissen zwischen den Hälften herausgequollen ist und bereits einen hässlichen Fleck auf meiner frisch gewaschenen Jeans hinterlassen hat noch bevor ich an Bord komme. Schmeckt ansonsten aber sehr lecker, schade, ich kann dir leider nichts anbieten. Gerade während ich mir das letzte Stück gierig in den Mund stopfe und versuche, meine klebrigen Finger erfolglos an der Serviette abzuputzen, wird der Bahnhof Würzburg aus einem krächzenden Lautsprecher angekündigt und schon kurz darauf quietschen die Bremsen, was meinen Puls sogleich in die Höhe schnellen lässt.

Verdammt, das ging aber rasch, hätte wohl nicht so viel mit dir quatschen sollen. Mit einem Anflug von Panik schnappe ich Jacke und Trolley um durch den schmalen, mir unendlich lang erscheinenden Gang hindurch in Richtung Tür zu hasten. Immer wieder stoße ich an die zwischen den Sitzen geparkten und in den Gang hineinragenden Trolleys anderer Fahrgäste. "Entschuldigung", jetzt habe ich noch den Fuß eines Reisenden überfahren, gut dass ich nicht so viel eingepackt habe. Der Rest meines Kaffees steht noch im Abteil, aber es hätte schlimmer kommen können. Wenigstens du kannst in Ruhe austrinken.

Mein Aufenthalt im Bahnhof Würzburg beträgt circa eine Stunde, extra lang, weil ich ein Mensch bin der auf Sicherheit bedacht ist und mir bei der Buchung sieben Minuten zum Umsteigen einfach zu kurz vorkamen. Auf der Anzeigetafel kann ich allerdings erkennen, dass ich das locker geschafft hätte, aber nun habe ich Zugbindung und muss warten.

Ich streife umher wie eine streunende Katze, ohne Ziel, während ich fast jede Minute auf meine Uhr schaue damit ich mich rechtzeitig auf den Weg zum Bahnsteig machen kann. Ich stöbere durch dutzende von bunten Zeitschriften, ohne mich wirklich dafür zu interessieren, durchforste Tische mit kuscheligen, süßen Plüschtieren und lasse meinen Appetit vom Duft frisch gebackener Brötchen und Croissants anregen. Aber auf dem Schiff gibt es sicher auch viele Köstlichkeiten und ich möchte mir nicht schon jetzt den Magen bis zum Anschlag vollstopfen. Trotzdem kann ich nicht widerstehen und kaufe mir ein verdammt verführerisch riechendes, frisch gebackenes Croissant, sozusagen als Notration für alle Fälle, denn es gilt noch circa dreieinhalb Stunden Fahrt zu überbrücken.

Schon eine Viertelstunde früher stehe ich oben auf dem ungemütlichen, zugigen Bahnsteig, um den Anschluss ja nicht zu verpassen und anhand der Anzeigetafel mehrmals zu überprüfen ob ich mich am richtigen Gleis befinde. Ich kann nicht widerstehen, das Croissant muss dran glauben, denn es riecht sogar durch die Tüte hindurch und ruft: "beiß mich." Ja, natürlich trieft es vor Fett, das kann ich schon an der durchgeweichten Serviette erkennen, aber es schmeckt einfach göttlich.

Sorry wenn ich dir schon wieder Appetit mache. Gegenüber erblicke ich die steil aufragenden fränkischen Weinberge, deren Rebstöcke wie mit dem Lineal gezogen in exakt parallel verlaufenden grünen Linien bergab verlaufen. Sie lassen mich sofort an ein gutes, kühles und fruchtiges Glas Bacchus denken, dessen leichte Säure schon beim Gedanken daran ein Prickeln in meinem Gaumen und ein Will-ich-haben-Gefühl in meinem Gehirn auslöst, das ich nicht so einfach verdrängen kann.

Die Wagennummer zwei, in dem sich mein reservierter Platz befindet, rauscht an mir vorbei. Mist, egal, einfach erst mal einsteigen. Nach gefühlt zwanzig Minuten erreiche ich gehetzt und mit von Schweißperlen übersäter Stirn den richtigen Waggon und somit auch den gebuchten Sitzplatz. Meinen Trolley hieve ich mit Unterstützung eines freundlichen Herrn ganz oben in die Gepäckablage, runter kommen sie alle, denke ich schon etwas weiter. Hoffentlich hält meine Deo durch, nicht dass ich bereits beim Einchecken müffele. Ich bin wohl der einzige dumme Fahrgast der an der falschen Stelle stand. Vermutlich gibt es irgendwo Orientierungshilfen am Bahnsteig, hab ganz vergessen mich zu informieren.

Mit einem tiefen Seufzer lasse ich mich in den Sitz fallen, Hauptsache ich bin da. Geschafft, jetzt muss ich nicht mehr umsteigen, jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Meine Sitznachbarin regt mich auf, scheint andauernd auf meinen Fleck zu schielen, wenn alle Stricke reißen schneide ich den einfach raus und zerfleddere den Stoff etwas, das fällt heutzutage weniger auf als Flecken, die bis jetzt noch keine Mode waren. Im Geiste strecke ich ihr die Zunge raus wie eine freche Göre und nun verordne ich mir wieder ein paar tiefe Atemzüge, Nase ein, Mund aus, es tut gut, ich entspanne etwas.

Eventuelle Verspätungen nicht mit eingerechnet haben wir nun gut drei Stunden Zeit bis zum nächsten Ziel, dem Hamburger Hauptbahnhof. Die Zeit werde ich nutzen um ein wenig mit dir zu plaudern, um dir zumindest ein grobes Bild von mir zu geben. Ich bin fünfundvierzig Jahre jung, ein Meter fünfundsiebzig groß, schlank, aber nicht dünn. Mit meinem Körper, auch mit dem was ich an weiblichen Attributen zu bieten habe, bin ich nach wie vor zufrieden, ohne dass ich damit angeben möchte. Mein Haupt zieren volle, brünette, bis über die Schulter reichende Haare, die ich wie heute meist offen trage. Meine Augen beschrieb mein Exmann als warm, rehbraun und unwiderstehlich. Nun weißt du es schon, ich bin geschieden. Kinder die darunter leiden müssten habe ich keine, was die Sache sicherlich etwas einfacher macht.

Natürlich war es ein weiterer schwerer Schlag für mich als mir Frank offenbarte dass er mich verlassen...

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