MARCO POLO Reiseführer Singapur

Reisen mit Insider-Tipps. Inkl. kostenloser Touren-App
 
 
MAIRDUMONT (Verlag)
  • 13. Auflage
  • |
  • erschienen am 19. August 2020
  • |
  • 148 Seiten
 
E-Book | ePUB ohne DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-575-41622-3 (ISBN)
 

MARCO POLO E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck!

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E-Book basiert auf: 13. Auflage 2020

MARCO POLO Reiseführer Singapur - Die Stadt, die sich immer neu erfindet Singapur ist vielfältig: Window Shopping auf der Orchard Road, wilde Tiere beobachten in Mandai, Luxus der Kolonialzeit genießen im Raffles Hotel - all das ist möglich, ohne die Metropole zu verlassen!

Doch was tun bei Monsun? Wo gibt es das leckerste Streetfood? Der MARCO POLO Reiseführer beantwortet übersichtlich und kompetent alle wichtigen Fragen zu deinem Singapur Urlaub:
Das Beste zuerst: Sightseeing Highlights und MARCO POLO Insider-Tipps für den Städtetrip mit Kindern, für Low- Budget oder für schlechtes Wetter Erkundungstouren zu den spannendsten Stadtvierteln und Ausflugszielen - schnell und unkompliziert mit dem praktischen Stadtplan zum Ausklappen Highlight-Karten zur schnellen Orientierung: die schönsten Sehenswürdigkeiten und Tipps zum Shoppen & Stöbern, Essen & Trinken, Ausgehen & Feiern MARCO POLO Erlebnistouren: Ausflüge und Stadtrundgänge für Neugierige, Genießer, Architekturfans und für Familien - mit Karte oder kostenloser App!
Maximal einfach: Reisen mit Insider-Tipps und Erlebnistouren von MARCO POLO

Pralles Großstadtleben oder entspanntes Bummeln: Wenn du die Welt erkundest, ist der MARCO POLO Reiseführer dein Begleiter. Darin findest du alles, was du für deinen Urlaub brauchst: Wissenswertes zum Reiseziel, Tipps für Übernachtungen und Restaurants, Infos zur Anreise und zum ÖPNV. Lass dir Zeit, denn mit deinem MARCO POLO Reiseführer verpasst du garantiert keine der vielen Sehenswürdigkeiten Singapurs!
  • Deutsch
  • Ostfildern
  • |
  • Deutschland
  • 100,00 MB
978-3-575-41622-3 (9783575416223)
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Eigentlich liebt sie ja das Allgäu. Die Berge. Aber dann kam der Mann. Und mit ihm das Jobangebot. Aus den geplanten fünf wurden für Sabine und Christoph Hein bislang 19 Jahre Singapur. Die Insel bietet unendliche Abwechslung. Und Menschen aus aller Welt. Über sie, ihre Stadt und die Region zu schreiben ist für beide längst Beruf. Aus der Ärztin wurde eine Reisebuchautorin, er ist Korrespondent der F. A.Z.
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Gut zu wissen: Die Basics für deinen Städtetrip Spickzettel Englisch Singapur-Feeling Travel Pursuit Register & Impressum Bloß nicht!

So tickt Singapur


© mauritius: I. Ahmed

Eine Frage der Hingabe: Gläubiger beim hinduistischen Thaipusam-Festival

Entdecke Singapur


© huber-images: R. Schmid

Dass Singapur auch eine echt asiatische Metropole ist, zeigen Viertel wie Chinatown

Asien für Anfänger? Steriler Häuserhaufen ohne Gesicht, ohne Seele gar? Wohl kaum eine Stadt in Südostasien ist so klischeebeladen wie Singapur: Kaugummiverbot, Dauer-Einkaufen und der Singapore Sling heißen die Vorurteile. All das gibt es. Das wahre Singapur aber sieht ganz anders aus und birgt unendlich viele Geheimnisse, die es zu entdecken gilt.

Asia Light in der Stadt, die sich immer wieder neu erfindet


Mit - fast allem - hast du ja recht. Shop around the clock heißt das Gebot in Singapur, die Drinks unter Tropenbäumen sind wirklich verlockend, und, ja, der Stadtstaat wird recht streng geführt. Vor allem aber ist Singapur insofern "Asia light", als es Europäern leicht macht, sich schnell wohl zu fühlen. Nirgends sonst wirst du es so einfach haben, Asien praktisch ohne Risiko kennenzulernen. Die Singapurer warten auf dich! Diese Stadt häutet sich immer wieder. Aus der Insel, die sich mit eiserner Disziplin von der verlotterten Hafenstadt über die Kolonialmetropole zum Zentrum Südostasiens hocharbeitete, ist eine Weltstadt geworden. Schon auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt tauchst du ein in eine andere Welt: Palmen! Links das glitzernde Meer! Und jede Brücke ist mit Bougainvilleen bepflanzt. Ständig bietet Singapur Neues: Die Boliden röhren im Nachtrennen der Formel?1. Zwei Kasinos warten darauf, dir einen aufregenden Abend im Spielerparadies zu bescheren. Es gibt atemberaubende Museen, Spitzenrestaurants und geheime Imbissperlen, und der Freizeitpark von Universal Studios lässt nicht nur Kinder staunen.

Sich dem Luxus hingeben


Singapur kannst du problemlos auf eigene Faust erkunden. Jeder hier spricht Englisch, und jeder ist bemüht, Touristen gegenüber freundlich aufzutreten. Kein Wunder also, dass mehr als 18 Mio. Besucher alljährlich in das Tropenparadies kommen, allein 350?000 davon aus Deutschland, Tendenz steigend. Hier bieten die Hotels noch Service und die Pagen helfen beim Koffertragen, hier kannst du noch koloniales Flair genießen. Und dich einem Luxus hingeben, wie du ihn in Europa kaum finden wirst - von den schönsten Spas bis zu den supermodernen Boutiquen. Von 10 bis 22 Uhr klingeln in Singapur sieben Tage die Woche die Kassen der Shoppingmalls. Nicht nur Shopaholics geht das Herz über. Luxusgüter aus aller Welt, aber auch Überraschungen aus Asien auf allen Märkten - klar packt man da die Tüten voll.

Toleranz ist das oberste Gebot


Und Singapur bietet noch viel mehr. Die Vielvölkerstadt mit ihren 76 Prozent Chinesen, 15 Prozent Malaien und sieben Prozent Indern ist nämlich sehr wohl eine echte asiatische Metropole. Tolerant leben Buddhisten, Moslems, Hindus und Christen nebeneinander. Zwei Feiertage wurden aus jeder Religion bestimmt, die jeweils inselweit gelten. Deshalb - und weil es den Umsatz hebt - feiern hier Hindus Weihnachten, Christen das Chinesische Neujahrsfest und Muslime das hinduistische Lichterfest Deepavali.

Beim Bummel durch Stadtteile wie Chinatown oder Little India schaust du hinter die modern-westlichen Fassaden der Metropole, die Singapur auf den ersten Blick zu prägen scheinen. Bis heute wird der Alltag in den Vierteln von den Traditionen der jeweiligen Heimatländer bestimmt. Wag dich ruhig ins Getümmel der Märkte Chinatowns, in die drückende Schwüle Little Indias - es gibt so viel zu entdecken! In leuchtend bunten Saris erledigen Frauen in Little India ihre Einkäufe, in Chinatown sind meist ältere Frauen im bequemen China-Look unterwegs. Manche tragen noch die buntgemusterten Anzüge aus Polyester, die an einen Pyjama erinnern. Entzückend sehen die malaiischen Kinder aus, wenn sie herausgeputzt in ihren kleinen Seidenanzügen auf dem Weg in die Moschee sind.

Die Tempel fast aller Religionen stehen auch dir offen. Die Gerüche, die Glocken, die Gesänge der Priester - schnell tauchst du in eine völlig fremde Welt ein. Beim Bummel durch Chinatown steigt dir nicht nur in den chinesischen Tempeln, sondern auch an vielen Ecken des Viertels der Duft von Räucherstäbchen in die Nase: Auf kleinen Altärchen haben Gläubige die glühenden Sticks in bunte Früchte gesteckt.

Essen als Lebenshaltung


Hast du nach dem ersten Erkunden der Stadt Hunger? Der Rentner im Feinrippunterhemd und die Geschäftsfrau im edlen Kostüm treffen sich mittags beim hawker stall, den Essmärkten, um die Ecke - der Platz dazwischen kann deiner sein. Denn die Liebe zum Essen vereint in dieser Stadt alle: Junge wie Alte, Reiche wie Arme, Chinesen, Malaien und Inder. Gerne erklären dir deine Nachbarn am Nebentisch die teils exotisch wirkenden Gerichte: die indischen Curries, die brennend scharfe Chili Crab oder die Laksa, eine orange-rote Nudelsuppe, die schon dank der Kokosmilch nach Tropen schmeckt. Scheu braucht in Singapur keiner zu haben: Hier ist alles sauber und wird von den Behörden überprüft.

Konzentration des Kapitals


Aber auch die glitzernde Stadt kann sich nur leisten, was sie zuvor verdient. Singapur ist ein internationales Finanz- und Wirtschaftszentrum und versteht sich völlig zu Recht als hub, als Dreh- und Angelpunkt der Region, von dem aus nicht nur die unmittelbaren Nachbarn Indonesien und Malaysia profitieren, sondern Südostasien insgesamt. Nirgends sonst auf der Welt leben so viele Millionäre und Milliardäre auf so engem Raum - kein Wunder, dass die Motoren der Ferraris oder Lamborghinis in den Häuserschluchten dröhnen. Mehr als zwei Drittel aller Waren, die Europa nach Südostasien schickt, werden über Singapurs imposanten Containerhafen in die umliegenden Länder verschifft.

Das hat Singapur nur erreicht, weil es sich eine stabile Ordnung verliehen hat. Von ihr profitieren auch die Gäste der Stadt. Deshalb kannst du dich auch noch spätabends auf einen Spaziergang in der kühleren Tropennacht machen - keine Gefahr lauert, kein Überfall droht. Die Partei People's Action Party (PAP) lenkt, begleitet von staatstreuen Medien, eine Regierung, die so lange behütend ist, wie niemand den Konsens in Frage stellt. Die Partei des so autokratischen wie charismatischen Staatsgründers Lee Kuan Yew, auf dessen Bilder du immer wieder in der Stadt stoßen wirst, macht es freilich jeder Opposition schwer.

Doch hat inzwischen ein bemerkenswerter Öffnungsprozess eingesetzt. Singapur soll zu einem Zentrum für Asien heranwachsen, in dem Manager der ausländischen Konzerne ihren Sitz haben, Forschungs- und Entwicklungszentren ihren Platz finden und Spitzenuniversitäten Studenten der Region formen. Trotz dieser spürbaren Öffnung herrscht nicht die gleiche Freiheit wie in Europa: Gewerkschaften sind zu Regierungsinstrumenten umfunktioniert, Medien werden zensiert, es gibt keine Versammlungsfreiheit. Dennoch: Die Mehrheit der Bevölkerung ist mit ihrer Regierung zufrieden, auch wenn die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Was Singapur auch für die Bürger umliegender Länder so anziehend macht, erkennen Gäste der Stadt schnell: Krankenhäuser bieten jeden Service - auch dir, sollte dir ein Malheur passieren. Die Kriminalitätsrate ist niedrig, und der soziale Wohnungsbau verschafft den Bürgern Sicherheit.

Handel als Lebenselixier


Doch auch die Vergangenheit des so modernen Singapurs fesselt und steckt voller Anekdoten - sie ist so aufregend wie ein Krimi, so bunt wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht: Singa Pura, Löwenstadt, taufte ihr Entdecker, der indische Prinz Nila Utama, Ende des 13. Jhs. dieses Küstendorf, nachdem ihm ein imposantes Wesen im dichten Tropenwald erschienen war, das er für einen Löwen hielt. "Singa" ist das Sanskrit-Wort für Löwe. Der Brite Sir Thomas Stamford Raffles, der im Januar 1819 dort landete, erkannte die strategische Lage des Orts an der Malakka-Seestraße. Raffles kaufte die Insel für die britische East India Company. Indische Sträflinge rodeten den malariaverseuchten Dschungel, bauten Straßen und Kanäle. Chinesische Kulis schleppten Elfenbein und Gewürze, Tee, Seide, Edelhölzer und Opium, später auch Zinn und Kautschuk in die Lagerhäuser. 1911 lebten schon 250?000 Menschen in Singapur; sie gehörten 48 Ethnien an. Die meisten kamen aus dem Süden Chinas, viele aus Indonesien, Malaysia und Indien.

Der Merlion wacht über alle


Für die britischen Kolonialherren war Singapur ein äußerst wichtiger Stützpunkt - von der Seeseite her uneinnehmbar für jeden Angreifer. Doch die Japaner, die während des Zweiten Weltkriegs Asien unter ihre Kontrolle zu bringen versuchten, benutzten bei ihrem Eroberungszug - Fahrräder! Sie radelten die Malaiische Halbinsel hinunter und eroberten das von dieser Seite ungeschützte Singapur am 15. Februar 1942. Die folgenden dreieinhalb Jahre bis zur Kapitulation am 21. August 1945 herrschten die japanischen Streitkräfte mit äußerster Brutalität. Danach kamen die Briten zurück, Singapur wurde Kronkolonie.

Wahrzeichen der Stadt wurde das Fabeltier, das Prinz Nila Utama einst sah, der Merlion mit seinem Löwenhaupt über dem Fischschwanz. Als Standbild grüßt er dich heute auf Sentosa, an der Marina Bay und in jedem Souvenirladen. Nimm dir doch einen mit nach Hause - als...

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