Übergewicht und seine seelischen Ursachen

Wie Sie Schuldgefühle überwinden und dauerhaft schlank werden
 
Doris Wolf (Autor)
 
Graefe und Unzer Verlag
1. Auflage | erschienen am 30. September 2011 | 144 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8338-2545-3 (ISBN)
 
Diäten sind keine Lösung für Gewichtsprobleme. Im Gegenteil, sie sind der sichere Weg zu dauerhaftem Übergewicht. Die Psychotherapeutin Doris Wolf zeigt in diesem Ratgeber, wie seelisches Befinden und Essverhalten zusammenhängen, wie das Wunschgewicht ohne qualvolle Selbstkasteiung erreicht werden kann und wie Übergewichtige aus dem unseligen Teufelskreis 'Diät - Fressanfall - Schuldgefühle - Zunehmen' aussteigen können. Damit es wieder möglich wird, ohne Stress und stattdessen genussvoll und mit Freude zu essen.

Dr. Doris Wolf arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Psychotherapeutin in eigener Praxis mit Schwerpunkt auf Gesprächs- und Verhaltenstherapie. Ihre Erfahrungen aus der praktischen Tätigkeit gibt sie auf Vorträgen, in Radio- und Fernsehauftritten, Zeitschriften und vor allem in psychologischen Ratgebern weiter. Als Expertin für wissenschaftlich fundiertes, aber leicht verständliches Fachwissen werden ihre Ausführungen gerne von Psychotherapeuten, Selbsthilfegruppen und Kliniken eingesetzt.
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Diäten: Echte Hilfe
oder Dickmacher?


Wie schön, Sie sind auf dem Weg zu mehr Genuss und Freude in Ihrem Leben! Ja, Sie haben richtig gelesen. Ich möchte Ihnen einen Weg aufzeigen, wie Sie mit mehr Genuss essen und dennoch Ihr Wunschgewicht erreichen UND halten können.

Kennen Sie die Erfahrung,

  • ständig darüber nachzudenken, was Sie essen dürfen und was nicht, um nicht zuzunehmen?
  • beim Erscheinen jeder neuen Diät zu hoffen, jetzt DIE ideale Lösung für Ihr Übergewicht gefunden zu haben?
  • sich wochenlang mit Eiern, Kartoffeln oder gar nur Wasser zu begnügen, Abführmittel und Appetitzügler zu schlucken, um danach doch wieder zuzunehmen?
  • einen Salatteller zu essen, während andere ein saftiges Steak mit Pommes frites genießen?
  • nachts heimlich an den Kühlschrank zu schleichen, um das zu essen, was Sie sich tagsüber eisern verboten haben?
  • in einem Fressanfall wahllos alles in sich hineinzuschlingen, um danach voller Groll und Schuldgefühle über das eigene Fehlverhalten zurückzubleiben?
  • permanent mit einem Gefühl des Versagens umherzulaufen?

Wenn Sie nur einige der aufgezählten Fragen bejahen können, dann haben Sie bereits mit der Wirksamkeit und den Folgen von Diäten Bekanntschaft gemacht. All die oben genannten Erfahrungen zeigen deutlich: DIÄTEN WIRKEN NICHT. Bestenfalls helfen sie Ihnen, kurzfristig an Gewicht zu verlieren. Diäten sind jedoch keine dauerhafte und schon gar keine gesunde Strategie, um Ihr Wunschgewicht zu halten.

Was läuft bei Diäten verkehrt?


Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass nur eine von 200 Personen durch eine Diät erreicht, was sie erreichen möchte: nämlich abzunehmen und das Gewicht zu halten. Diäten gehen davon aus, dass die Art und die Menge der Nahrungsmittel das Hauptproblem der Übergewichtigen sind. Demnach muss der Einzelne nur weniger oder kalorienarme statt kalorienhaltige Speisen essen und schon ist das Problem Übergewicht gelöst.

Wer von dieser einfachen Annahme ausgeht, lässt die psychische Komponente völlig außer Acht. Deshalb sind Diäten in Wirklichkeit sogar die beste Methode, Gewicht zu gewinnen. Denn Diäten machen selbst aus relativ normalen Essern Menschen, die Angst vor dem Essen haben. Das Essen wird zum Feind Nummer Eins im Leben und sie geraten in einen verhängnisvollen Teufelskreis, der sie gar nicht zum Abnehmen führen kann.

Der klassische Teufelskreis

Vor Beginn der Diät essen Übergewichtige üblicherweise noch einmal alles, was sie in Zukunft nicht mehr essen dürfen.

Sie essen quasi ihre Henkersmahlzeit. Dann beginnen sie, das Essen in »du darfst«- und »du darfst nicht«-Kategorien einzuteilen. Was zählt, sind die Anzahl der Kalorien und ob es die Diät erlaubt. Ihre ersten Gedanken beim Aufwachen am Morgen sind: »Wie kämpfe ich heute dagegen an, nichts zu essen, was mich dick macht?« All ihre Gedanken kreisen um das Essen. Essen sie kalorienarmes »erlaubtes« Essen, haben sie häufig kaum Genuss und Befriedigung.

Deshalb essen sie dann meist doppelt soviel davon. Gleichzeitig denken sie permanent an »du darfst nicht«-Speisen und kämpfen gegen ihr Verlangen an. In den ersten Tagen gewinnen sie den Kampf. Dann fangen sie an zu schummeln, bis sie schließlich einen Fressanfall bekommen und alles »Verbotene« schnell und in Übermengen in sich hineinstopfen. Sie essen, um das Versäumte aufzuholen und einen Vorrat anzulegen. Während dieses Anfalls und danach empfinden sie Schuldgefühle und Groll gegen sich selbst. Genussvolles Essen ist nicht möglich.

Nach dem Fressanfall sehen sich Übergewichtige als Versager und nehmen sich vor, noch mehr Kontrolle über ihr Essverhalten auszuüben. Sie kennen nur die Diät oder das zwanghafte Essen, bei dem sie sich ohne jegliche Kontrolle erleben.

Das Problem der Diäten ist, dass andere bestimmen, was, wie viel und wann Sie etwas essen sollen. Die Diät wird zu einem Konstrukt, das Macht über Ihr Leben hat. Sie lernen, dass Sie sich nicht auf Ihren Körper und Ihre Kontrolle verlassen können. Aber was wissen Diät-Experten schon, wann und worauf Sie gerade heute Appetit haben?

Die Diät-Mentalität


In unserer Gesellschaft werden Diäten häufig als das einzige Mittel angesehen, um abzunehmen. Es existieren ganz charakteristische Einstellungen gegenüber Diäten, die ich als Diät-Mentalität bezeichnen möchte. Diese Einstellungen halten Übergewichtige davon ab, ihr Gewicht auf Dauer zu reduzieren und führen dazu, dass sie sich als Versager fühlen.

Klassische Einstellungen gegenüber Diäten

Einige klassische Einstellungen zu Diäten habe ich im Folgenden aufgeführt. Überprüfen Sie, ob Sie auch Ihre Einstellungen darunter entdecken:

1. »BESTIMMTE SPEISEN MACHEN FETT. DESHALB MUSS ICH SIE MEIDEN. NUR KALORIENARME SPEISEN SIND GUT UND ERLAUBT.«

Wenn Sie so denken, übersehen Sie, dass die Speisen nicht das eigentliche Problem sind, sondern die Art, wie Sie sie essen. Jede Speise kann mit der Zeit zu Übergewicht führen, wenn sie in Unmengen gegessen wird, oder wenn man isst, obwohl man keinen Hunger hat. Im Grunde ist eine Speise als solche weder gut noch schlecht.

2. »DICK ZU SEIN IST SCHLECHT UND DÜNN ZU SEIN GUT. ERST WENN ICH DÜNN BIN, BIN ICH LIEBENSWERT, ATTRAKTIV UND ERFOLGREICH.«

Diese Einstellung verführt Sie dazu, eine Diät zu machen, um dünn und attraktiv zu werden. Sie mögen sich nicht, wie Sie sind und können sich erst dann akzeptieren, wenn Sie dünn sind. Wiederholte Misserfolge führen dazu, dass Sie sich immer weiter selbst abwerten und ablehnen. Sich solange abzulehnen, bis man dünn ist, ist meist eine Garantie dick zu bleiben. Selbstablehnung führt nämlich zu Anspannung und Unzufriedenheit, und diese wiederum führen bei Übergewichtigen meist dazu zu viel zu essen.

Es ist gesünder nichts zu hoffen
und das Mögliche zu schaffen, als zu schwärmen und nichts zu tun.

[ Gottfried Keller | schweizerischer Schriftsteller, 1819–1890 ]

3. »ANDERE WISSEN BESSER ALS ICH, WAS ICH ESSEN DARF.«

Wenn Sie so denken, geben Sie den Diät-Experten Macht über Ihr Essverhalten und gleichzeitig auch die Verantwortung für Ihren Erfolg oder Misserfolg ab. Sie gehen nach der Diät und nicht nach dem, was Ihnen schmeckt. Tatsächlich sind jedoch Sie allein dafür verantwortlich, was in Ihren Mund gelangt. Sie allein sind also auch für Erfolg und Misserfolg verantwortlich.

4. »ICH BIN EIN VERSAGER.«

Die meiste Zeit verbringen Sie damit, sich mit dem Essen zu beschäftigen; was Sie essen dürfen, was nicht, wie viel Sie heute zu-/abnehmen, wie viele Kalorien im Essen enthalten sind und so weiter. Sie beginnen, sich selbst zu hassen, weil Sie nach jeder Diät wieder zunehmen. Wenn Sie eine Diät befolgen, passiert meist der folgende, immer wiederkehrende Kreislauf:

5. »ICH MUSS MICH SELBST KASTEIEN, ANDERS GEHT’S NICHT.«

Sie sind der Meinung, dass Sie nicht das essen dürfen, was Sie gerne essen möchten. Sie glauben, dass Abnehmen nur durch Selbstverzicht und Bestrafung möglich ist.

Jede Selbstkasteiung führt jedoch zwangsläufig zu Fressanfällen und Rebellion. Erst wenn Sie sich uneingeschränkt alle Speisen erlauben, werden Sie erfolgreich und dauerhaft Gewicht verlieren.

6. »JE SCHNELLER, DESTO BESSER!«

Sie sind der Meinung, eine Diät muss schnell zum Erfolg führen. Wenn Sie erst einmal abgenommen haben, dann löst sich jedes Problem von selbst. In Wirklichkeit jedoch ist jede Blitz-Diät schädlich für den Organismus. Solche Schlankheitskuren führen hinterher meist zu erhöhtem Übergewicht. Außerdem ist ein Rückfall vorprogrammiert, wenn Sie sich die Ursachen Ihres Übergewichts nicht bewusst machen.

7. »DAS GEWICHT IST DAS PROBLEM, SONST HABE ICH KEINS.«

Wenn Sie diese Einstellung haben, werden Sie von einer Diät zur anderen wechseln. Günstigstenfalls werden Sie während der Diät abnehmen. Nach Ende der Diät werden Sie jedoch alles oder sogar noch mehr zunehmen. Denn in Wirklichkeit ist nicht Ihr Gewicht das Hauptproblem. Es geht vielmehr darum, sich die Ursachen, die hinter Ihrem Essverhalten stecken, bewusst zu machen. Warum essen Sie in Situationen, in denen natürlich schlanke Menschen nicht zum Essen greifen?

8. »ICH HALTE EINE ZEITLANG DIÄT, BIS ICH SCHLANK BIN, DANN KANN ICH WIEDER NORMAL ESSEN.«

Diese Einstellung führt zwangsläufig zum Misserfolg, denn normal zu essen bedeutet für Übergewichtige, alles zu tun, um wieder zuzunehmen. Normal zu essen bedeutet für sie, in Situationen zu essen, in denen natürlich schlanke Menschen nicht essen. Es bedeutet, mehr zu essen, als der Körper benötigt.

Verantwortung für sich selbst übernehmen


Die »wahre« Diät, die...

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