Aristoteles "Nikomachische Ethik"

 
 
wbg Academic in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) (Verlag)
  • 3. Auflage
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  • erschienen am 7. Februar 2014
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  • 280 Seiten
 
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978-3-534-26239-7 (ISBN)
 
Die >Nikomachische Ethik< des Aristoteles stellt einen der Grundtexte der abendländischen Philosophie dar, der erstmals eine umfassende ethische und handlungstheoretische Begrifflichkeit entwickelt und alle zentralen Themen der praktischen Philosophie behandelt. Der Ausgangspunkt, in den alle diese Themen eingebaut sind, ist die Frage nach dem Glück oder guten Leben, mit der die Abhandlung beginnt und zu der sie am Ende zurückkehrt.
Die Werkinterpretation macht den schwierigen Text insbesondere für Studierende zugänglich, die noch nicht mit der antiken Begrifflichkeit vertraut sind. Dazu stellt sie jeweils am Anfang und am Schluss eines Kapitels die großen Linien heraus, erläutert die zahlreichen Termini, die Aristoteles geprägt hat, in ihrer Bedeutung und vergleicht sie mit unseren heutigen Begriffen. Ein Personen- und Begriffsregister, eine Konkordanz der wichtigsten Begriffe sowie eine ausführliche Bibliographie steigern die Benutzbarkeit des Bandes zusätzlich.
3., bibliografisch erweiterte Auflage
  • Deutsch
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  • Deutschland
  • Für höhere Schule und Studium
  • 3,54 MB
978-3-534-26239-7 (9783534262397)
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Ursula Wolf, geb. 1951, Professorin für Philosophie mit Schwerpunkt Ethik an der Universität Mannheim.
  • Intro
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  • Vorwort
  • Einleitung
  • 1. Problemhintergrund
  • 2. Art und Einordnung des Textes
  • 3. Inhaltliche Gliederung
  • I. Das Gut für den Menschen (Buch I)
  • 1. Ziel, Gut, bestes Gut, eudaimonia (I 1-5)
  • a) Ziel und Gut (1094a1-18)
  • b) Letztes Ziel und bestes Gut (1094a18-b11)
  • c) Die eudaimonia als das beste Gut (I 2-5)
  • (i) Die Einführung des eudaimonia-Begriffs
  • (ii) Die drei wichtigsten Lebensformen
  • (iii) Die Kritik an Platons Idee des Guten
  • (iv) Die eudaimonia erfüllt die Anforderungen, die der Begriff des besten Guts enthält
  • 2. Die eudaimonia als Tätigkeit gemäß der arete (I 6 und 13)
  • a) Die Begriffe ergon und arete (1097b22-27, 1098a8-12)
  • b) Ergon und arete des Menschen
  • (i) Die Frage nach dem ergon des Menschen
  • (ii) Das Gut des Menschen als Leben der Vernunftbetätigung gemäß der arete
  • c) Die Arten der menschlichen arete (I 13)
  • 3. Tätigkeit gemäß der arete und übliche eudaimonia-Vorstellung
  • a) Bestätigungen der entwickelten eudaimonia-Konzeption (I 8-9)
  • b) Probleme für die entwickelte eudaimonia-Konzeption (I 10-11)
  • (i) Wie entsteht die eudaimonia?
  • (ii) Wann kann man jemanden eudaimon nennen?
  • c) Abschließende Aussage zum Verhältnis von arete und eudaimonia (I 12)
  • 4. Zusammenfassung
  • II. Ethische Methode
  • 1. Hintergrund der Methodenfrage
  • 2. Die angemessene Genauigkeit der Ethik (1094b11-95a11, 1098a20-33, 1102a23-26)
  • a) Genauigkeit relativ zum Gegenstand
  • b) Genauigkeit relativ zum Erkenntnisinteresse
  • c) Grad der Genauigkeit der Ethik
  • 3. Die Verfahren der Ethik (1095a31-b8,1098a33-b8, 1103b26-1104a11, 1145b2-7, 1172b3-7)
  • a) Wissenschaftliche Erklärung
  • b) Dialektik
  • c) Methoden der Anwendung
  • III. Die ethische arete (II-IV 15)
  • 1. Die Entstehung der ethischen arete (II 1 und 3)
  • a) Entstehung der ethischen arete durch Gewohnheit (II 1)
  • b) Ein scheinbares Paradox (II 3)
  • 2. Die Definition der arete der Gattung nach (II 4)
  • a) Die ethische arete als hexis
  • b) Zum Begriff des Affekts
  • 3. Die Definition der arete der Spezies nach (II 2, II 5, II 6 bis 1107a8)
  • a) Allgemeine Bedeutung der Mitte (1106a26-b16)
  • b) Die ethische arete als eine Mitte (mesotes) (1106b16- 1107a8, II 2)
  • 4. Die einzelnen aretai
  • a) Liste der verschiedenen aretai und kakiai (II 7)
  • b) Tapferkeit und Verhalten zum Zorn
  • (i) Der Handlungsbereich der Tapferkeit
  • (ii) Die Tapferkeit als eine mesotes
  • (iii) Die Bedeutung des kalon
  • (iv) Tapferkeit im erweiterten Sinn
  • (v) Zorn
  • c) Mäßigkeit (III 13-15)
  • d) Die aretai im Umgang mit Geld und Ehre
  • 5. Zusammenfassung und Bewertung
  • IV. Gerechtigkeit (Buch V)
  • 1. Thema und Methode (V 1)
  • 2. Die Unterscheidung zwischen Gerechtigkeit im allgemeinen und im speziellen Sinn (V 2)
  • 3. Die Gerechtigkeit im allgemeinen Sinn (V 3)
  • a) Das Gerechte als das Gesetzliche (1129b11-25)
  • b) Die Gerechtigkeit als die vollständige arete, sofern sie auf andere bezogen ist (1129b25-1130a13)
  • 4. Die Gerechtigkeit im speziellen Sinn. Existenz und Einteilung (V 4-5)
  • a) Nachweis der Existenz einer speziellen arete der Gerechtigkeit (V 4)
  • b) Unterteilung der Gerechtigkeit im engeren Sinn (V 5)
  • 5. Gerechtigkeit im Verteilen (1131a10-1131b24)
  • a) Die Art der Gleichheitsrelation bei der gerechten Verteilung (1131a15-b24)
  • b) Erläuterung der proportionalen Gleichheit 1131a29-b24)
  • c) Exkurs: Politische Gerechtigkeit (1134a24-1135a15, Politik III 9-13)
  • 6. Gerechtigkeit des Ausgleichens (V 7 ab 1131b25 und V 8)
  • a) Gerechtigkeit desAusgleichens im unwillentlichen Rechtsverkehr (1131b25-1132a6)
  • b) Die Reziprozität (V 8)
  • (i) Zurückweisung einer Konzeption der schlichten Wiedervergeltung
  • (ii) Exkurs über den Warentausch
  • 7. Billigkeit (V 14)
  • 8. Zusammenfassung (V 9). Ethik und Moral
  • V. Hekousion und prohairesis
  • 1. Der Begriff des Willentlichen (hekousion) (III 1-3)
  • a) Die Bedingung des Zwangs (1110a1-b17)
  • b) Die Bedingung der Unwissenheit (III 2)
  • c) Positive Bestimmung des hekousion (III 3)
  • d) Zusammenfassung und Bewertung
  • 2. Prohairesis und Überlegung (III 4-6)
  • a) Abgrenzung der prohairesis von verwandten Phänomenen (III 4)
  • b) Bestimmung der prohairesis (III 5)
  • (i) Die Überlegung bezieht sich auf das uns Mögliche
  • (ii) Die Überlegung betrifft nicht die Ziele, sondern die Wege zum Ziel
  • (iii) Definition der prohairesis
  • c) Der Zielbezug des Wünschens (III 6)
  • d) Zusammenfassung: Der Mensch als Bewegursache und das Zustandekommen ethischer Handlungen
  • (i) Zielursache
  • (ii) Überlegung
  • (iii) Bewegursache
  • 3. Fragen der Zurechnung (III 7)
  • a) Präzisierung der Kriterien der Unabsichtlichkeit
  • b) Sind wir für unseren Charakter verantwortlich?
  • c) Zusammenfassende Bewertung
  • VI. Phronesis (Buch VI)
  • 1. Einbettung und Einteilungen
  • a) Einbettung (VI 1 und VI 2 bis 1139a3)
  • b) Einteilung und Art der intellektuellen aretai (VI 21139a3-18, VI 31139b14-18)
  • 2. Die dianoetischen aretai (VI 3-7)
  • a) sophia
  • (i) episteme und nous
  • (ii) Weisheit
  • b) phronesis
  • (i) hexis meta logou poietike und hexis meta logou praktike D
  • (ii) phronesis
  • 3. Die Rolle der phronesis im guten Handeln (Teile von VI 2, 5, 8-12)
  • a) Phronesis, bouleusis und prohairesis (1139b5-9, 1141b8- 14, 1141b23-1142a10)
  • b) Der Bezug der phronesis auf Einzelnes und Allgemeines
  • 4. Das Verhältnis von ethischer arete, sophia und phronesis (VI 13)
  • a) Die Gründe, aus denen der Nutzen der intellektuellen aretai fraglich scheint (1143b19-36)
  • b) Drei Argumente für den Wert der intellektuellen aretai (1144a1-11)
  • c) Die Rolle der phronesis im ethisch guten Handeln (1144a11-145a6)
  • (i) Der Beitrag der phronesis zur guten Handlung
  • (ii) Die Fähigkeit der deinotes (Gewandtheit, Geschicklichkeit)
  • (iii) Die natürliche arete D
  • (iv) Abhebung gegen die intellek-tualistische Auffassung der ethischen arete durch Sokrates
  • (v) Die Einheit der aretai
  • d) Das Verhältnis von phronesis und sophia (1145a2-11)
  • 5. Zusammenfassung
  • VII. Unbeherrschtheit (akrasia) (VII 1-11)
  • 1. Die drei Arten der Verfehlung der arete (VII 1)
  • 2. Die Meinungen und Aporien bezüglich der Beherrschtheit und Unbeherrschtheit (VII 2-4)
  • a) Die Meinungen (VII 2)
  • b) Die Aporien (VII 3)
  • c) Zusammenfassung der Fragen und Plan der Untersuchung (VII 4)
  • 3. Die Lösung der Aporie um das ethischeWissen (VII 3, 5, 8-9, 11)
  • a) Exposition der Schwierigkeiten (1145b21-1146a9, 1146b24-31)
  • b) Besitz und Gebrauch von Wissen
  • (i) Stufen von Wissen
  • (ii) Besitz und Gebrauch des Wissens mit Bezug auf die zweite Prämisse der Überlegung
  • (iii) Zwischenergebnis
  • c) Die "naturwissenschaftliche" Erklärung der akrasia (1147a24-b9)
  • d) Zusammenfassung (1147b9-19)
  • e) Ergänzungen (VII 8-11)
  • 4. Gegenstandsbereich (VII 6-7)
  • a) Unbeherrschtheit im eigentlichen und im übertragenen Sinn (1147b20-1148b14)
  • b) Die Bewertung der verschiedenen Arten der Unbeherrschtheit (VII 7)
  • 5. Zusammenfassung
  • VIII. Die Lustabhandlungen (VII 12-15 und X 1-5)
  • 1. Die erste Lustabhandlung (VII 12-15)
  • a) Die Unterscheidung zwischen sinnlicher Lust und Lust an Tätigkeiten
  • b) Die Bewertung der verschiedenen Arten der Lust (1152b10f., 20-22, 1153a17-20, 1154a7-b19)
  • c) Tätigkeitslust und eudaimonia (1153b1-1154a7)
  • d) Zusammenfassung
  • 2. Die zweite Lustabhandlung (X 1-5)
  • a) Die Meinungen über die Lust (X 1-2)
  • b) Definition der Lust (X 3-4)
  • (i) Die Lust als Tätigkeit
  • (ii) Die Art der Tätigkeitslust
  • 3. Zusammenfassung und Vergleich der beiden Lustabhandlun gen
  • IX. Freundschaft (VIII und IX)
  • 1. Definition und Arten der persönlichen Freundschaft (VIII 2-VIII 10)
  • a) Allgemeine Bestimmung der Freundschaft (1155b17- 1156a5)
  • b) Die drei Arten der Freundschaft aufgrund des Guten, des Angenehmen und des Nützlichen (VIII 3-7)
  • (i) Die Freundschaft aufgrund des Angenehmen und des Nützlichen
  • (ii) Die Struktur der Freundschaft im vollkommenen Sinn
  • (iii) Vergleich der eigentlichen Freundschaft mit den mangelhaften Formen der Freundschaft
  • (iv) Die Personalität der eigentlichen Freundschaft. Ist Freundschaft eine arete?
  • c) Verschiedene Arten der Freundschaft im Hinblick auf die Gleichheit (1156a16-1157b5, VIII 8-10)
  • 2. Politische Freundschaft (VIII 11-IX 3)
  • a) Die Konstitution der politischen Freundschaft
  • (i) Die Vernetzung kleiner Gemeinschaften
  • (ii) Die Eintracht der Bürger
  • b) Gerechter Austausch in der Freundschaft (VIII 15-IX 1)
  • c) Gemeinschaften verschiedener Nähe und Ferne. Moralische Konflikte (1160a3-8, IX 2)
  • 3. Freundschaft und Selbstbeziehung (IX 4, IX 7-12)
  • a) Der begriffliche Zusammenhang von Freundschaft und Selbstübereinstimmung (IX 4)
  • b) Die Erklärung der gleichen und der ungleichen Freundschaft (IX 7 und 9)
  • (i) Warum die Überlegenen die Schwächeren lieben
  • (ii) Brauchen die Glücklichen Freunde?
  • 4. Zusammenfassung
  • X. Die beiden Arten der eudaimonia (X 6-9)
  • 1. Der Tätigkeitscharakter der eudaimonia und der Ausschluss des Angenehmen (X 6)
  • a) Der Tätigkeitscharakter der eudaimonia (X 6 bis 1176b10)
  • b) Ausschluss der Vergnügungen (1176b10-1177a11)
  • 2. Die beiden Formen der eudaimonia (1177a12-18, 1178a9-23)
  • a) Die theoria als Tätigkeit des nous (1177a12-18)
  • b) Das Leben in der Ausübung der ethischen arete 1178a 9-23)
  • 3. Erläuterung des Lebens der theoria (1178b7-32, 1177b26- 1178a8)
  • 4. Vergleichende Bewertung der beiden Formen der eudaimonia (1177a18-1177b15, X 8-9)
  • a) Vergleich im Hinblick auf die Zielhaftigkeit (1177b4-15)
  • b) Vergleich im Hinblick auf die Autarkie (1178a23-b7)
  • 5. Das Verhältnis der beiden Formen der eudaimonia
  • a) Die Perspektive des Philosophen
  • b) Die Perspektive des Politikers
  • 6. Zusammenfassung
  • Konkordanz der Übersetzungsäquivalente
  • Literatur
  • Register
  • [Informationen zum Buch]
  • [Informationen zur Autorin]
»Ein klarer, zuverlässiger und kritischer Begleiter zur Lektüre.« Bulletin des Schweizerischen Altphilologenverbandes

»W. gliedert und erläutert den Argumentationsgang, sie erklärt zentrale Begriffe, nennt Interpretationsprobleme und zeigt Lösungswege auf ... W. bietet einerseits einen klaren und hilfreichen Kommentar zu weiten Teilen der >Nikomachischen Ethik<. Andererseits versucht sie, vor allem in den >Zusammenfassungen<, eine eigene Interpretation der ethischen Konzeption des Aristoteles zu liefern und zu verteidigen. Gerade dieser Versuch macht ihr Buch lesenswert.« Zeitschrift für Philosophische Forschung

»Ursula Wolf legt hier eine beeindruckend tief greifende und differenzierte Textanalyse der Nikomachischen Ethik vor ... eine äußerst sorgfältige Darstellung und Interpretation, auf die man gerne zugreifen wird.« Deutsche Zeitschrift für Philosophie

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