Differenzielle Rezeption, transaktionale Medienwirkungen und die Bewertung öffentlicher Kommunikationsmedien

Methodologische Betrachtungen zur TV-Programmforschung
 
 
Herbert von Halem Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 4. April 2017
  • |
  • 128 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86962-254-5 (ISBN)
 
Medieninhaltsanalysen stehen in der Kritik, die Rezeptionsweisen des Publikums in ihrer Methodik, Kategoriebildung und Dateninterpretation nicht ausreichend zu beachten. Diese Arbeit prüft anhand des Beispiels TV-Programmanalyse, inwiefern Urteile von Rezipienten und darauf abstellende Bewertungssysteme eine geeignete Alternative zur traditionell inhaltsanalytisch angelegten Medienqualitätsforschung sind. Bezug genommen wird auf neuere Erkenntnisse aus der differenziellen Rezeptionsforschung sowie auf jenen Zweig der Wirkungsforschung, der von Vorstellungen von einem Kognitionszyklus und vom Verstehen als Interaktion ausgeht. Die Analyse belegt, dass Medienangebot und Medienrezeption verbundene Phänomene sind und daher unabhängig voneinander keine Erklärungen liefern. Als Vorschlag lässt sich ableiten, die klassische Inhaltsanalyse gemäß dem Modell von differenzieller Rezeption in Richtung einer rezipiententypenspezifischen Inhaltsanalyse weiterzuentwickeln.
  • Deutsch
  • Köln
  • |
  • Deutschland
  • 2,48 MB
978-3-86962-254-5 (9783869622545)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Jens Woelke, Dr. habil., ist Privatdozent und Akademischer Oberrat mit ständigen Lehraufgaben am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Einleitung: TV-Programmanalyse als Medienqualitätsanalyse
1. Forschungsfeld >Medienqualität<
1.1 Diskursfelder der Medienqualitätsforschung
1.1.1 Debatte um die Akteure der Medienqualitätsanalyse
1.1.2 Debatte um die Dimensionen von Medienqualität
1.1.3 Debatte um das Bezugssystem von Qualitätsanalyse
1.2 Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus der Forschung zu Medienqualität
1.3 Alternative Ansätze einer rezipientenorientierten Forschung zu Medienqualität
1.4 Fazit der Synopse der Medienqualitätsforschung und Forschungsfragen
2. Zuschreibungen, Rezeptionsweisen und Medienwirkung als Maßstab von Medienqualität
2.1 Perspektiven der Rezeptions-, Aneignungs- und Wirkungsforschung
2.2 Individuell, situational, transaktional - Erkenntnisse der Forschung zu Medienwirkungen
2.2.1 Rezeption ist situational und/oder dispositional differenziert
2.2.2 Medienwirkung ist zyklisch und transaktional bestimmt
2.2.3 Methodologische Herausforderungen und Erkenntnisse aus der Annahme von Rezeption als Kognitionszyklus unter Transaktionsbedingungen
2.3 Kommunikation über die Rezeption und (erlebte) Wirkung von Medienangeboten ist medienreferenziell
2.4 Rezipientenurteile zur Medienqualität in der Perspektive von differenzieller Rezeptions- und transaktionaler Wirkungsforschung
2.5 Zuschreibungen, Rezeptionsweisen und Medienwirkung als Indikatoren für Medienqualität - ein Fazit
3. >Qualität< von Fernsehangeboten >messen< - Zur Methodologie inhaltsanalytisch orientierter TV-Programmforschung
3.1 Programmanalyse als Vergleich mit quasi-experimentellem Ansatz
3.2 Programmanalysen als mehrstufige Analyse struktureller und inhaltlicher Vielfalt
3.3 Unterscheidung und Bewertung gesellschaftlicher Erzählprogramme und Berichterstattungsformen in der TV-Programmforschung
3.3.1 Analyse der strukturellen Vielfalt (1): Unterscheidung von Fernsehprogrammen nach Basiselementen
3.3.2 Analyse der strukturellen Vielfalt (2): Einteilung von redaktionellen Sendungen nach Programmsparten und Sendungsformaten
3.3.3 Analyse der inhaltlichen Vielfalt: Unterscheidung von Beiträgen in fernsehpublizistischen Sendungen/im Nonfictionangebot
3.3.4 Wertung der Erhebungsmodelle von IFEM und GöfaK vor dem Hintergrund geänderter Programmrealität und der Befunde über Rezeption und Wirkung
3.4 Entwicklungsperspektiven für die inhaltsanalytisch orientierte TV-Programmforschung
4. Fazit
5. Literatur

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