The Bush Doctrine Revisited

Eine Untersuchung der Auswirkungen der Bush-Doktrin auf das geltende Völkerrecht
 
 
Nomos (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. Juni 2018
  • |
  • 477 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8452-8747-8 (ISBN)
 
Die Bush-Doktrin war seit ihrer Veröffentlichung als US-amerikanische Sicherheitsstrategie nach dem 11. September 2001 völkerrechtlich umstritten. Mehr als ein Jahrzehnt später geht diese Arbeit der Frage nach, ob die Bush-Doktrin zu einem Wandel des Völkerrechts geführt hat.
Einzelne Elemente der Bush-Doktrin - wie ihr Anspruch auf präemptive Selbstverteidigung und neue Zurechnungskriterien bei Gewaltausübungen von privaten Akteuren - gehörten nicht zum damals geltenden Völkerrecht. Bei ihrer Untersuchung der Staatenpraxis vor und nach dem 11. September 2001 weist die Autorin auch nach, dass die Bush-Doktrin nicht als "Erfindung" der Bush-Administration gelten kann, sondern dass auch andere US-Administrationen und weitere Staaten ähnliche Argumente verwendet haben.
Peggy Wittke gehört seit 1998 dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin an und leitet die Model United Nations/Model European Union Programme der FU.
  • Deutsch
  • Baden-Baden
  • |
  • Deutschland
  • 2,08 MB
978-3-8452-8747-8 (9783845287478)
10.5771/9783845287478
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  • Cover
  • 1. Kapitel - Einleitung
  • I. Fragestellung und Gang der Untersuchung
  • II. Antizipative, präventive und präemptive Selbstverteidigung
  • 2. Kapitel - Völkergewohnheitsrecht
  • I. Entstehung von Völkergewohnheitsrecht
  • 1. Allgemeine Übung
  • 2. Rechtsüberzeugung (opinio iuris)
  • II. Nachweis von Völkergewohnheitsrecht
  • III. Entstehung von neuem Völkergewohnheitsrecht und ius cogens
  • IV. Bindungswirkung des Völkergewohnheitsrechts
  • V. Zusammenfassung
  • 3. Kapitel - Die Bush-Doktrin
  • I. Einführung
  • II. Frühere US-Regierungen
  • 1. Reagan-Administration (1981-1989)
  • 2. Bush (sen.)-Administration (1989-1993)
  • 3. Clinton-Administration (1993-2001)
  • III. Bush-Administration (2001-2009)
  • 1. 11. September 2001
  • 2. Antwort der USA
  • 3. National Security Strategy 2002
  • 4. National Security Strategies 2006 und 2008
  • IV. Obama-Administration (seit 2009)
  • 1. National Security Strategy 2010
  • 2. Ende des "War On Terrorism"?
  • 3. National Security Strategy 2015
  • V. Ergebnis
  • 4. Kapitel - Geltendes Völkerrecht vor 9/11
  • I. Das völkerrechtliche Gewaltverbot
  • 1. Entstehungsgeschichte
  • 2. Das Gewaltverbot in der Charta der Vereinten Nationen
  • 2.1 Definition von Gewalt
  • 2.2 Indirekte Aggression durch bewaffnete Gruppen und Kriterien der Zurechnung
  • 2.3 Art der Förderung
  • 2.3.1 Praxis des Sicherheitsrats
  • 2.3.2 Der Sicherheitsrat und internationaler Terrorismus
  • 2.3.3 Ergebnis
  • 3. Das Gewaltverbot im Völkergewohnheitsrecht
  • II. Ausnahmen vom Gewaltverbot
  • 1. Befugnisse des Sicherheitsrats nach Kapitel VII UN-Charta
  • 2. Die Feindstaatenklauseln
  • 3. Recht auf Selbstverteidigung
  • 3.1 Artikel 51 UN-Charta
  • 3.1.1 Bewaffneter Angriff
  • 3.1.2 Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
  • 3.1.3 Benachrichtigung des Sicherheitsrats
  • 3.1.4 Umfang und Dauer der Selbstverteidigung
  • 3.1.5 Notwendigkeit eines Verteidigungswillens
  • 3.2 Das Selbstverteidigungsrecht im Völkergewohnheitsrecht
  • 3.3 Zwischenergebnis
  • 3.4 Präventive Selbstverteidigung
  • 3.5 Selbstverteidigung gegen Non-State Actors
  • 3.6 Intervention zur Rettung eigener Staatsbürger im Ausland
  • 3.6.1 Staatlich bedingte Gefahrenlagen
  • 3.6.2 Terroristisch bedingte Gefahrenlagen
  • 5. Kapitel - Staatenpraxis vor 9/11
  • I. Fallgruppe Bedrohung durch Staaten
  • 1. Suezkrise (1951)
  • 2. Krise um die Föderation Süd-Arabien (1964)
  • 3. Tongkin Zwischenfall (1964)
  • 4. USA vs. Libyen (1986)
  • 5. USA vs. Irak (1993)
  • 6. Libyen - Lieferung von F-15 Kampfflugzeugen an Israel (1998)
  • 7. Zwischenergebnis
  • II. Fallgruppe Internationaler Terrorismus
  • 1. Israel vs. Libanon (1968)
  • 2. Portugal vs. Sambia, Senegal und Guinea (1969)
  • 3. Südafrika vs. die "front-line" Staaten (1976-1987)
  • 4. Israel vs. Tunesien (1985)
  • 5. Türkei - Angriffe auf die PKK im Irak (1995-1997)
  • 6. Iran - Angriffe auf die MEK im Irak (1993-1999)
  • 7. USA vs. Afghanistan und Sudan (1998)
  • 8. Zwischenergebnis
  • III. Fallgruppe Nukleare Bedrohung
  • 1. Israel - Zerstörung des irakischen Reaktors Osirak (1981)
  • 1.1 Reaktionen im Sicherheitsrat
  • 1.2 Reaktionen in der Generalversammlung
  • 2. Zwischenergebnis
  • IV. Ergebnis
  • 6. Kapitel - 9/11
  • I. Unmittelbare Reaktionen der Staatengemeinschaft auf die Anschläge
  • 1. Vereinte Nationen
  • 2. NATO, andere regionale Organisationen und einzelne Staaten
  • 3. Deutschland
  • 4. Resolution des UN-Sicherheitsrats 1373 (2001)
  • 5. Operation Enduring Freedom
  • 6. Zwischenergebnis
  • II. 9/11 in der Völkerrechtsliteratur
  • III. Ergebnis
  • 7. Kapitel - Staatenpraxis nach 9/11
  • I. Fallgruppe Bedrohung durch Staaten
  • 1. USA vs. Irak - Operation Iraqi Freedom (2003)
  • 1.1 OIF als Testfall der Bush-Doktrin
  • 1.2 Internationale Reaktionen auf OIF
  • 1.2.1 Staaten
  • 1.2.2 "The Fork in the Road"
  • 1.2.3 Das High Level Panel on Threats, Challenges and Change (2004) und der World Summit (2005)
  • 1.2.4 Völkerrechtsliteratur
  • 2. Indien vs. Pakistan (2003 und 2008)
  • 2.1 Nadimarg-Massaker
  • 2.2 Anschläge von Mumbai
  • 3. Zwischenergebnis
  • II. Fallgruppe Internationaler Terrorismus
  • 1. USA - Operation Enduring Freedom (2001-2014) und Operation Freedom's Sentinel (seit 2015)
  • 1.1 Ausdehnung von OEF
  • 1.2 "Tornado-Urteil" des Bundesverfassungsgerichts
  • 1.3 OEF und der UN-Sicherheitsrat
  • 1.4 Operation Freedom's Sentinel
  • 2. Georgien vs. Russische Föderation (2002)
  • 3. Israel vs. Syrien (2003)
  • 4. USA - Drohnenangriffe in Pakistan und Yemen (seit 2004)
  • 5. Israel vs. Libanon (2006)
  • 6. Türkei - Angriffe auf die PKK im Irak (2007-2008)
  • 7. Kolumbien vs. Ecuador (2008)
  • 8. Al-Shabaab/Somalia (seit 2010)
  • 8.1 Somalia - "The Burbur"
  • 8.2 Kenia: Operation Linda Nchi (2011)
  • 8.3 Äthiopien vs. Eritrea (2012)
  • 9. USA - Angriff auf Osama Bin Laden in Pakistan (2011)
  • 10. Israel vs. Sudan (2012)
  • 11. Israel vs. Syrien (2013)
  • 12. Operation Inherent Resolve - US-geführte Angriffe auf ISIL im Irak und Syrien (seit 2014)
  • 12.1 Islamic State in Iraq and the Levant
  • 12.2 Global Coalition To Counter ISIL
  • 12.3 Ausdehnung der Bekämpfung von ISIL nach Syrien
  • 12.4 Syrischer Protest
  • 12.5 Resolution des Sicherheitsrats 2249 (2015)
  • 13. Türkei - Angriffe auf ISIL und die PKK im Irak (2015)
  • 14. Zwischenergebnis
  • III. Fallgruppe Nukleare Bedrohung
  • 1. Israel - Zerstörung des syrischen Reaktors al-Kibar (2007)
  • 2. Iran
  • 3. Zwischenergebnis
  • 8. Kapitel - Rechtsprechung des IGH nach 9/11
  • I. Non-State Actors und Zurechnungskriterien
  • 1. Wall-Gutachten (2004)
  • 2. Armed Activities-Fall (2005)
  • 3. Bosnian Genocide-Fall (2007)
  • II. Präventive Selbstverteidigung
  • 1. Oil Platforms-Fall (2003)
  • 2. Armed Activities-Fall (2005)
  • III. Gewaltsamer Regierungswechsel
  • IV. Ergebnis
  • 9. Kapitel - Auswirkungen der Bush-Doktrin auf das Völkerrecht
  • I. Das Recht auf Selbstverteidigung und die "Harboring"-Doktrin
  • 1. Angriffe von Non-State Actors als bewaffnete Angriffe
  • 2. Das Problem der Zurechnung
  • 2.1 Eine niedrigere Zurechnungsschwelle?
  • 2.1.1 "Unable or unwilling"
  • 2.1.2 Auswirkung auf die "Rettung eigener Staatsangehöriger"
  • 2.2 Aufgabe des Zurechnungserfordernisses?
  • 2.3 Eigene Stellungnahme
  • 2.3.1 Staatenpraxis und das "Harboring"-Kriterium
  • Sicherheitsrat
  • Generalversammlung
  • Regionale Organisationen
  • Einzelne Staaten
  • Zwischenergebnis
  • 2.3.2 Ergebnis
  • II. Selbstverteidigung und Regime Change
  • 1. Sturz der Taliban
  • 2. Sturz der Regierung Saddam Hussein
  • 3. Ergebnis
  • III. Präemptive Selbstverteidigung
  • 1. Fallgruppe Internationaler Terrorismus
  • 2. Fallgruppe Nukleare Bedrohung durch Staaten
  • 3. Ergebnis
  • IV. Zeitdauer der Selbstverteidigungsmaßnahmen
  • V. Fazit: Die Bush-Doktrin und das Völkerrecht
  • 1. Die Harboring-Doktrin
  • 2. Die unwilling/unable-Doktrin
  • 3. Regime Change
  • 4. Präemptive Selbstverteidigung
  • VI. Erosion des Gewaltverbots? Die Kontroverse um das ius ad bellum als statisches Völkerrecht
  • Zitierte Rechtsprechung
  • Literaturverzeichnis

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