Der Traum vom eigenen Kind

Psychologische Hilfen bei unerfülltem Kinderwunsch
 
 
Kohlhammer (Verlag)
  • 5. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. November 2016
  • |
  • 199 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-17-031899-1 (ISBN)
 
Dieser bewährte Ratgeber bietet umfassende Information und konkrete Hilfestellungen zum Thema ungewollte Kinderlosigkeit. Nicht nur Betroffene finden hier Antworten auf ihre Fragen, auch Ärzte und anderes Fachpersonal können von der Praxiserfahrung der Autoren aus über 20 Jahren Beratungs- und Forschungstätigkeit profitieren. Tipps für den Umgang miteinander als Paar und mit anderen helfen bei der Bewältigung der ungewollten Kinderlosigkeit. In der 5., überarbeiteten Auflage sind neueste Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin dargestellt und aktuelle Literaturempfehlungen ergänzt.
überarbeitete Auflage
  • Deutsch
  • Stuttgart
  • |
  • Deutschland
  • 1,01 MB
978-3-17-031899-1 (9783170318991)
3170318993 (3170318993)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Priv.-Doz. Dr. Tewes Wischmann, Dipl.-Psych., psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker, war Projektleiter der Studie "Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde" und ist Akademischer Mitarbeiter im Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universitätsklinik Heidelberg.
Prof. Dr. Heike Stammer, Dipl.-Psych., psychologische Psychotherapeutin und systemische Supervisorin, lehrt Psychologie mit dem Schwerpunkt Entwicklungspsychologie und Beratungsmethoden an der Ev. Hochschule Ludwigsburg.
1 - Deckblatt [Seite 1]
2 - Titelseite [Seite 4]
3 - Impressum [Seite 5]
4 - Inhalt [Seite 6]
5 - Eine Geschichte [Seite 10]
6 - Vorwort [Seite 12]
6.1 - An wen sich dieser Ratgeber richtet [Seite 14]
6.2 - Wie dieser Ratgeber aufgebaut ist [Seite 15]
7 - 1 Mythen und Fakten zur ungewollten Kinderlosigkeit [Seite 18]
7.1 - Unerfüllter Kinderwunsch - Heutzutage kein Problem mehr? [Seite 19]
7.2 - Wie viele Paare betroffen sind [Seite 20]
7.3 - Erfolgsaussichten der modernen Reproduktionsmedizin [Seite 21]
7.4 - Informationsbedarf betroffener Paare [Seite 24]
7.5 - Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten [Seite 24]
7.6 - Der ärztliche Umgang mit dem Thema: Zwischen Allmacht und Ohnmacht [Seite 29]
7.7 - Die Psychologisierung der Unfruchtbarkeit und ihre Folgen [Seite 30]
7.8 - Wie weit dürfen wir gehen? Ethische Implikationen und gesetzlicher Rahmen [Seite 31]
7.9 - Literaturempfehlungen [Seite 34]
7.10 - Internet-Tipps [Seite 34]
8 - 2 Das unerwartete Ereignis und seine seelischen Folgen [Seite 38]
8.1 - Fallbeispiel: Der erste Schock [Seite 38]
8.2 - Auswirkungen auf die Partnerschaft [Seite 40]
8.3 - Die »richtige« Behandlung [Seite 41]
8.4 - Über die Notwendigkeit, von Anfang an über Grenzen zu sprechen [Seite 42]
8.5 - Literaturempfehlungen [Seite 43]
8.6 - Internet-Tipps [Seite 44]
9 - 3 Der Weg durch die medizinische Diagnostik und Therapie [Seite 45]
9.1 - Auswirkungen medizinischer Diagnostik und Behandlung [Seite 45]
9.2 - Was den Kinderwunsch bei Frauen und Männern beeinflusst [Seite 56]
9.3 - Frauen und Männer erleben ungewollte Kinderlosigkeit oft unterschiedlich [Seite 58]
9.4 - Der Umgang mit der Wartezeit [Seite 61]
9.5 - Die Eigenverantwortlichkeit in der Kinderwunschbehandlung bewahren [Seite 63]
9.6 - Literaturempfehlungen [Seite 64]
9.7 - Internet-Tipps [Seite 65]
10 - 4 Die Bedeutung der Seele [Seite 66]
10.1 - Gibt es die seelische Blockade? [Seite 66]
10.2 - Die Bedeutung der eigenen Kindheit für den unerfüllten Kinderwunsch [Seite 81]
10.3 - Literaturempfehlungen [Seite 86]
10.4 - Internet-Tipps [Seite 87]
11 - 5 Das Auf und Ab im Verlauf einer fortpflanzungsmedizinischen Kinderwunschbehandlung [Seite 88]
11.1 - »Ich war so zuversichtlich, dass es bei mir klappen würde!« - Die Nachricht »nicht schwanger« nach künstlicher Befruchtung [Seite 90]
11.2 - Behandlungskomplikationen [Seite 90]
11.3 - Biochemische Schwangerschaften [Seite 91]
11.4 - Warten auf den Schwangerschaftstest [Seite 92]
11.5 - Umgang mit Schmerzen und Endometriose [Seite 93]
11.6 - Fehl- und Totgeburten [Seite 95]
11.7 - Der erfüllte Kinderwunsch nach IVF und ICSI [Seite 97]
11.8 - Mehrlinge [Seite 98]
11.9 - Frühgeburten [Seite 99]
11.10 - Behindertes Kind [Seite 99]
11.11 - Literaturempfehlungen [Seite 101]
11.12 - Internet-Tipps [Seite 102]
12 - 6 Hilfen bei der seelischen Verarbeitung [Seite 104]
12.1 - Beratungskonzept der »Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde« [Seite 106]
12.2 - Selbsthilfegruppen [Seite 113]
12.3 - Angeleitete Gesprächsgruppen [Seite 115]
12.4 - Entspannungstherapien [Seite 115]
12.5 - Worauf Sie bei der Auswahl der Beraterin bzw. des Beraters achten sollten [Seite 116]
12.6 - Welche Voraussetzungen sind von Ihrer Seite aus nötig? [Seite 117]
12.7 - Psychotherapie: Paar- und Einzeltherapie [Seite 118]
12.8 - Welche Kosten entstehen für eine psychosoziale Beratung? [Seite 118]
12.9 - Literaturempfehlungen [Seite 119]
12.10 - Internet-Tipps [Seite 120]
13 - 7 Besondere Ausgangsbedingungen des Kinderwunsches [Seite 122]
13.1 - Paare, die bereits ein Kind haben [Seite 122]
13.2 - Paare aus anderen Kulturen [Seite 124]
13.3 - Paare mit einer chronischen Erkrankung [Seite 124]
13.4 - Die Bedeutung der Behandlung mit Spendersamen [Seite 125]
13.5 - Familienbildung mit Embryonen und Eizellen anderer [Seite 127]
13.6 - Alleinstehende Frauen sowie gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch [Seite 128]
13.7 - Fortpflanzungsmedizinische Behandlungsmöglichkeiten in Europa [Seite 131]
13.8 - Literaturempfehlungen [Seite 131]
13.9 - Internet-Tipps [Seite 132]
14 - 8 Falls der Abschied vom Kinderwunsch unausweichlich wird [Seite 142]
14.1 - Über die Notwendigkeit zu trauern [Seite 143]
14.2 - Hilfen beim Abschied [Seite 144]
14.3 - Rituale [Seite 145]
14.4 - Transzendente Aspekte der Kinderlosigkeit [Seite 146]
14.5 - Langfristige Folgen ungewollter Kinderlosigkeit [Seite 148]
14.6 - Literaturempfehlungen [Seite 149]
14.7 - Internet-Tipps [Seite 150]
15 - 9 Adoption und Pflegschaft als alternative Perspektiven [Seite 151]
15.1 - Vorurteile über Adoption [Seite 153]
15.2 - Ablauf eines Adoptionsverfahrens [Seite 154]
15.3 - Auslandsadoption [Seite 156]
15.4 - Adoption und Pflegschaft bei gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften [Seite 157]
15.5 - Literaturempfehlungen [Seite 158]
15.6 - Internet-Tipps [Seite 158]
16 - 10 Die Kommunikation mit Außenstehenden [Seite 160]
16.1 - Indiskrete Fragen und »gutgemeinte« Ratschläge [Seite 161]
16.2 - Wie soll ich mich als Außenstehende/r (Angehörige/r oder Freund/in) einem Paar mit Kinderwunsch gegenüber verhalten? [Seite 166]
16.3 - Wie soll ich mich während einer fortpflanzungsmedizinischen Behandlung gegenüber dem Arbeitgeber verhalten? [Seite 167]
16.4 - Internet-Tipps [Seite 167]
17 - 11 Leitfaden für einen hilfreichen Umgang mit dem unerfüllten Kinderwunsch [Seite 168]
17.1 - 16 Verhaltensratschläge für einen konstruktiven Umgang mit dem unerfüllten Kinderwunsch [Seite 168]
17.2 - Leitfaden zur Sexualität bei unerfülltem Kinderwunsch [Seite 175]
17.3 - Leitfaden für den Umgang mit Familienfesten [Seite 177]
17.4 - Internet-Tipps [Seite 178]
18 - Nützliche Adressen [Seite 179]
19 - Erklärung von Fachausdrücken [Seite 186]
20 - Korrespondenzadresse [Seite 200]

 

1          Mythen und Fakten zur ungewollten Kinderlosigkeit


 

 

Ehepaar X. (sie 36 Jahre, er 39 Jahre alt) kommt in die psychologische Beratung wegen unerfüllten Kinderwunsches. Seit zweieinhalb Jahren verhüten sie nicht mehr. Die medizinische Untersuchung ergibt einen stark eingeschränkten Befund beim Mann, so dass aus medizinischer Sicht nur die intrazytoplasmatische Spermiuminjektion (ICSI) Aussicht auf eine Schwangerschaft verspricht. Innerhalb von knapp zwei Jahren hat das Paar in einer reproduktionsmedizinischen Praxis 13-mal jeweils drei Embryonen transferieren lassen, die längste nachgewiesene Schwangerschaft währte 10 Wochen. Der behandelnde Arzt schlug dem Paar einen vierzehnten Versuch vor, die Voraussetzungen seien doch gut. Die Frau ist sich unsicher, ob sie die Strapazen weiter auf sich nehmen möchte. Auf die Frage, was das Paar noch versuchen wolle, um den Wunsch nach einem leiblichen Kind zu realisieren, wird die Idee geäußert, im Ausland eine Präimplantationsdiagnostik durchführen zu lassen, um möglicherweise vorliegende embryonale Defekte zu erkennen. Außerdem wird eine naturheilkundliche Behandlung in Erwägung gezogen. Dass die medizinische Therapie oder auch das mittlerweile eingeleitete Adoptionsverfahren »erfolglos«, also ohne Kind, bleiben könnten, ist für das Paar nicht vorstellbar.

Wir haben das erste Kapitel mit einem extremen Fallbeispiel in Bezug auf die Zahl der Behandlungszyklen eingeleitet, um Ihnen zu verdeutlichen, dass die fortpflanzungsmedizinische Behandlung gelegentlich einen ungünstigen Verlauf nehmen kann: Sowohl das Paar als auch die Fortpflanzungsmediziner haben nur noch das leibliche Kind als Ziel vor Augen, andere Möglichkeiten können nicht (mehr) gesehen werden.

In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen dar, welche Möglichkeiten, aber auch welche Schwierigkeiten die Entwicklung der Fortpflanzungsmedizin in den letzten Jahrzehnten für ungewollt kinderlose Paare mit sich gebracht hat, und was dieser medizinische Fortschritt für den Umgang des Paares mit der Kinderlosigkeit bedeuten kann.

Unerfüllter Kinderwunsch - Heutzutage kein Problem mehr?


Inzwischen sind weltweit mehr als 5 000 000 Kinder mit Hilfe einer künstlichen Befruchtung geboren worden. Louise Brown, das erste Kind, welches nach In-vitro-Fertilisation (IVF), also nach der Befruchtung der Eizelle im Reagenzglas an Stelle der »natürlichen« Befruchtung im Eileiter der Frau geboren wurde, ist inzwischen fast 40 Jahre alt und selbst Mutter geworden. Mit der 1992 entwickelten Methode der intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI), bei dem eine einzelne Samenzelle unter dem Mikroskop direkt in die Eizelle injiziert wird, kann auch Paaren zu einem leiblichen Kind verholfen werden, bei denen der Mann einen stark eingeschränkten Befund der Spermienqualität hat. Die Zahl der auf Fortpflanzungsmedizin spezialisierten (= reproduktionsmedizinischen) Zentren ist in Deutschland in den letzten zehn Jahren auf das Eineinhalbfache gestiegen, inzwischen gibt es hier über 125 solcher Praxen und Kliniken. Spitzenreiter in Europa ist Spanien mit 214 reproduktionsmedizinischen Zentren. In Deutschland sind die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin derzeit noch streng geregelt (siehe weiter unten). In vielen angrenzenden Ländern sind dagegen Eizellspende und Leihmutterschaft erlaubt (siehe Kapitel 7). Das hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich ein regelrechter »Kinderwunsch-Tourismus« entwickelt hat (auch »Reproduktives Reisen« genannt). Dieser wird überwiegend von den Paaren ausgeübt, welche Zugang zu den benötigten Informationen haben (z. B. über das Internet) und über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen.

Die Planbarkeit gewollter Kinderlosigkeit durch sichere Verhütungsmethoden sowie die ständige Weiterentwicklung der fortpflanzungsmedizinischen Therapiemöglichkeiten in den letzten Jahrzehnten können zu der Annahme verleiten, eine gewollte Schwangerschaft sei jederzeit herstellbar. Übersehen wird dabei, dass auf die erste Schwangerschaft in der Regel gewartet werden muss - insbesondere wenn die Frau über 30 Jahre alt ist - und diese nicht selten mit einer Fehlgeburt endet. Diese Tatsache gerät Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch häufig aus dem Blickfeld. Sie erleben es - aus ihrer Sicht verständlich - als frustrierend, wenn eine Freundin oder Arbeitskollegin einen Monat nach Absetzen der Pille von einem positiven Schwangerschaftstest berichten kann, und realisieren dann häufig nicht, dass ein solch schneller Erfolg eher die Ausnahme ist bzw. dass die vielen Paare, die sich auch mit erfolglosen Versuchen auseinandersetzen müssen, in der Regel nicht offen darüber kommunizieren, weil die eigenen Probleme aus Scham verschwiegen werden.

Wie viele Paare betroffen sind


Schätzungsweise bleiben ca. 6-9 % aller Paare dauerhaft ungewollt kinderlos, fast jede dritte Frau mit Kinderwunsch wartet ein- oder mehrmals ein Jahr auf den Eintritt einer Schwangerschaft. Jedes vierte kinderlose Paar ist ungewollt kinderlos. Es spricht vieles dafür, dass man von einer Zunahme der Fälle ungewollter Kinderlosigkeit ausgehen kann. In den westlichen Ländern wird das erste Kind immer häufiger für ein späteres Lebensalter geplant: 1977 waren in Deutschland Frauen bei der Geburt des ersten Kindes durchschnittlich 25 Jahre alt, 20 Jahre später betrug das Durchschnittsalter bereits 29 Jahre, mit weiterhin steigender Tendenz. Die Fruchtbarkeit nimmt mit dem Alter der Frau ab: Für Frauen zwischen 19 und 25 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft pro Zyklus bei ca. 30 %, zwischen 25 und 33 Jahren dagegen bei ca. 18 %. Eine 38-jährige Frau hat nur eine halb so hohe Schwangerschaftschance wie eine 28-jährige Frau. Tatsächlich nimmt die Fruchtbarkeit der Frau bereits ab ihrem 25. Lebensjahr langsam ab (deutlich ab ihrem 35.). Beim Mann ist diese Abnahme ab seinem 40. Lebensjahr zu beobachten. Aus medizinischer Sicht stellen sogenannte »Spätgebärende« ab dem 35. Lebensjahr heute keine Risikogruppe (in Bezug auf Schwangerschaftskomplikationen und Missbildungsraten der Kinder) mehr dar, wie noch vor zehn Jahren. Aber alle neueren wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass das Alter der Frau von allen biologischen, psychologischen und sozialen Merkmalen am besten die Chance eines Schwangerschafteintritts vorhersagen kann. Aus psychologischer Sicht kann es sinnvoll sein, mit der Realisierung des Kinderwunsches zu warten und die Partnerschaft erst wachsen zu lassen, aus medizinischer Sicht ist es das nicht. Um die Zunahme ungewollter Kinderlosigkeit wirksam zu verhindern, sollte die gesellschaftliche und politische Entwicklung es Frauen (und Männern) ermöglichen, bereits im frühen Erwachsenenalter neben einem befriedigenden beruflichen Engagement auch Kinder großzuziehen. Außerdem müsste sich die gesellschaftliche Diskussion dahingehend verändern, dass Kinderkriegen nicht nur als (finanzielle) Last gesehen wird, die möglichst lange vermieden werden sollte. In den letzten Jahren gab es daher zahlreiche familienpolitische Anstrengungen, die Entscheidung zur Gründung einer Familie zu erleichtern. Trotzdem werden Erstgebärende immer älter. Eine verständliche Entwicklung, wenn wir uns die Stabilität heutiger Ehen betrachten und der Status »alleinerziehend« ein deutliches Armutsrisiko bedeutet.

Erfolgsaussichten der modernen Reproduktionsmedizin


Die Entwicklung der Fortpflanzungsmedizin in den letzten Jahrzehnten hat unglücklicherweise zu einer Polarisierung der Haltungen geführt: Auf der einen Seite stehen kritiklose Befürworter des technisch Machbaren, auf der anderen Seite erbitterte Gegner jeglichen Eingriffs in den Prozess der Zeugung. Die Erfolgsraten der Verfahren zur künstlichen Befruchtung sind dabei ein Hauptstreitpunkt. Heute geht es zudem um die Grenzen des Embryonenschutzgesetzes, die noch vor 20 Jahren unstrittig waren, heute von vielen Reproduktionsmedizinern - aber auch betroffenen Paaren - als zu einschränkend empfunden werden und in Bezug auf die Präimplantationsdiagnostik bereits auch eine Lockerung erfahren haben.

Zuerst zu den Erfolgschancen: Es gibt leider immer wieder Fortpflanzungsmediziner und -medizinerinnen (auch in ausländischen Zentren), die ungewollt kinderlosen Paaren eine unrealistisch hohe Hoffnung auf ihr Wunschkind suggerieren. Das kann dann dazu führen, dass Paare sich erst nach dem erfolglosen Ende einer jahrelangen medizinischen Kinderwunschbehandlung mit alternativen Perspektiven wie z. B. einer Adoption auseinandersetzen. Aussagen, wie Sie sie gelegentlich in fortpflanzungsmedizinischen Zentren hören können: »Sie kommen zu drei IVF-Versuchen zu uns und dann haben Sie Ihr Kind!« sind unseriös und wenig geeignet, Sie bei der Entscheidungsfindung zur Kinderwunschbehandlung zu unterstützen.

Auf der anderen Seite stehen...

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Dateiformat: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie zum Lesen die kostenlose Software Adobe Reader, Adobe Digital Editions oder einen anderen PDF-Viewer Ihrer Wahl (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie die kostenlose App Adobe Digital Editions oder eine andere Lese-App für E-Books (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nur bedingt: Kindle)

Das Dateiformat PDF zeigt auf jeder Hardware eine Buchseite stets identisch an. Daher ist eine PDF auch für ein komplexes Layout geeignet, wie es bei Lehr- und Fachbüchern verwendet wird (Bilder, Tabellen, Spalten, Fußnoten). Bei kleinen Displays von E-Readern oder Smartphones sind PDF leider eher nervig, weil zu viel Scrollen notwendig ist. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

21,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
PDF mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
Hinweis: Die Auswahl des von Ihnen gewünschten Dateiformats und des Kopierschutzes erfolgt erst im System des E-Book Anbieters
E-Book bestellen

Unsere Web-Seiten verwenden Cookies. Mit der Nutzung dieser Web-Seiten erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. Ok