Romana Exklusiv Band 322

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. April 2020
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-4888-3 (ISBN)
 
EINE BRAUT FÜR DEN KRONPRINZEN von REBECCA WINTERS Alexandra glaubt zu träumen, als der gut aussehende Kronprinz Lucca sie spontan bittet, ihn zu heiraten. Er möchte seinem kranken Vater den letzten Wunsch erfüllen. Doch kann ein Leben in dem malerischen Fürstentum am Mittelmeer sie für eine Ehe ohne Liebe entschädigen? DAS GEHEIMNIS DER ITALIENISCHEN BRAUT von FIONA HARPER Mit gemischten Gefühlen kehrt Jackie zur Hochzeit ihrer Schwester in ihre italienische Heimat zurück. Die Feier soll im romantischen Palazzo der Familie ihrer Jugendliebe Romano stattfinden. Ein Wiedersehen ist unvermeidlich. Aber was wird Romano sagen, wenn er ihr Geheimnis erfährt? STÜRMISCHE HOCHZEIT MIT DEM GRIECHISCHEN MILLIARDÄR von LYNNE GRAHAM Auch das türkis glitzernde Wasser der Ägäis kann Billies Herz nicht beruhigen. Sie muss Alexei gestehen, dass ihre süße Liebesnacht vor einem Jahr, an die der griechische Milliardär sich wegen eines Unfalls nicht erinnert, süße Folgen hatte. Leider glaubt er ihr kein Wort ...

2. KAPITEL

Sprachlos betrachtete Alex den gut aussehenden schwarzhaarigen Mann. Eine geschlagene Viertelstunde hatte sie mit ihm über sehr persönliche Einzelheiten ihres Lebens gesprochen, ohne auch nur zu ahnen, wer da vor ihr saß.

Dabei hätte sie eigentlich darauf kommen können, dass Wachmänner in der Regel keine Maßanzüge aus hellgrauer Seide trugen. Auch seine Umgangsformen erschienen bei genauerer Betrachtung viel zu geschliffen, seine Gesten zu gesetzt, als dass er zum Sicherheitsdienst des Geschäfts gehören konnte. Alles an ihm wirkte aristokratisch. Einmal davon abgesehen, dass er auch noch der attraktivste Mann war, dem sie je begegnet war.

Jetzt erinnerte sie sich auch, sein Bild öfter auf den Titelseiten diverser Klatschmagazine gesehen zu haben. Aber weil in den gleichen Blättern auch immer irgendwelche Skandalgeschichten über ihre Mutter standen, hatte sie sich nie sonderlich dafür interessiert. Außerdem hatte sie aus den Erfahrungen ihrer Mutter gelernt, dass die bestaussehenden Männer nicht unbedingt auch die liebenswertesten waren. Und mit der Glitzerwelt der High Society wollte sie sowieso nichts zu tun haben. Trotzdem musste sie zugeben, dass der Thronfolger von Castelmare eine außergewöhnliche Ausstrahlung hatte. Und dass sie sich seinem Charme nur schwer entziehen konnte.

Klar, dass ein Mitglied der Fürstenfamilie hier war, immerhin wurde heute der Ligurische Diamant gezeigt. Oh Mann! Und sie hatte ihm einfach ihr Herz ausgeschüttet. Wie peinlich!

"Sie haben mich angelogen", stieß sie ärgerlich hervor.

"Wenn Sie damit meinen, dass ich Sie nicht berichtigt habe, als Sie mich für einen Wachmann hielten, bekenne ich mich schuldig."

"Machen Seine Playboy-Hoheit das öfter so? Oder fanden Sie es besonders spaßig, Kathryn Carlisles Tochter auszuhorchen, während sie am Boden ist?" Wütend funkelte sie ihn an. "Gratuliere, bis eben habe ich noch geglaubt, dass mein Tag nicht noch schlimmer werden könnte!"

Ohne ihn noch eines weiteren Blickes zu würdigen, machte sie auf dem Absatz kehrt und marschierte zur Tür. Energisch riss sie sie auf und erstarrte. Vor ihr stand ein zwei Meter großer Bodyguard mit Schultern so breit wie ein Wandschrank und versperrte ihr den Weg. Und als ob das nicht genügte, stand dahinter noch ein zweiter von ähnlichem Format.

Natürlich! Wütend knallte sie die Tür wieder zu. Der Thronfolger von Castelmare machte selbstverständlich keinen Schritt ohne seine Leibwächter. Nicht einmal, wenn er sich üble Scherze erlaubte.

Als sie sich umwandte, blickte sie direkt in sein amüsiertes Gesicht. Die starken Arme vor der Brust verschränkt, lehnte er lässig an Mr. Defores Schreibtisch.

Das genügte, um sie vollends auf die Palme zu bringen. "Lassen Sie mich raten. Sie sind der Lottogewinn? Vorausgesetzt, ich lasse mich auf gewisse Gegenleistungen ein, versteht sich. Fehlt Ihnen der Typ 'Tochter einer Filmdiva' noch in der Sammlung Ihrer Gespielinnen?" Verächtlich musterte sie ihn von oben bis unten. "Meine Mutter mag auf Kerle wie Sie hereingefallen sein. Ich für meinen Teil bin nicht käuflich. Für kein Geld der Welt!"

"Ich bin froh, das zu hören", erwiderte er gelassen. "Aber so anziehend ich Sie finde, ich bin nicht auf die Art von Gegenleistung aus, an die Sie dachten. Allerdings muss ich zugeben, dass ich tatsächlich etwas sehr dringend brauche, das Sie mir geben können. Wenn Sie meinem Vorschlag zustimmen, wäre das größte Problem meines Lebens gelöst. Und Ihres auch. Also kommen Sie zurück, und setzen Sie sich, damit ich es Ihnen erklären kann. Es wird nämlich ein Weilchen dauern."

"Ich soll etwas haben, das Sie brauchen? Kann ich mir nicht vorstellen!"

"Das glaube ich Ihnen gern." Er lachte. "Geben Sie mir trotzdem eine halbe Stunde Zeit?"

Abwehrend schüttelte sie den Kopf. "Mein Rückflug geht noch heute Abend. Ich kann leider nicht."

"Nicht einmal, wenn dieses Gespräch die Schulden Ihrer Mutter ein für alle Mal beseitigen würde? Als Sie vorhin riefen, es ginge um Leben und Tod, da glaubte ich, sie meinten es ernst."

"Das tue ich auch."

Er atmete tief durch. "Vielleicht macht es für Sie ja einen Unterschied, wenn ich Ihnen sage, dass ich mich in einer ebenso schwierigen Situation befinde wie Sie?"

Irgendetwas, der Ausdruck in seinen dunklen Augen, die ernste Tonlage seiner angenehmen, männlichen Stimme, überzeugte sie, dass er es ernst meinte. Sie konnte sich seinen Vorschlag ja wenigstens einmal anhören.

"Also gut. Ich gebe Ihnen fünf Minuten."

"Mille grazie! Bitte setzen Sie sich."

Widerstrebend kam sie seiner Aufforderung nach, während er sein Mobiltelefon aus der Tasche zog und ein kurzes Gespräch auf Italienisch führte. Dann ging er zum Computer, druckte etwas aus und gab es ihr.

"Ihre Mutter war mit einem Aristokraten verheiratet. Einem Fürsten. Wussten Sie das?"

"Vier der Ehemänner meiner Mutter führten irgendeinen Titel. Allerdings haben sich später alle als Hochstapler herausgestellt. Wie ich schon sagte: In ihrem Leben war alles nur schöner Schein."

Nachdenklich blickte er sie an. "Ihr Vater war kein Hochstapler."

"Nein, der war ein echter Casino-Besitzer und vermutlich mit der russischen Mafia im Geschäft."

"Alles nur Gerüchte", wischte er ihren Kommentar ungeduldig beiseite. "Lesen Sie, was auf dem Papier steht. Ich bin sicher, das interessiert Sie."

Widerwillig las Alex den Zeitungsartikel:

Mit der Oktoberrevolution von 1917 wurde der Adel in Russland offiziell abgeschafft. Unzählige Mitglieder der russischen Aristokratie sahen sich daher gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Sie emigrierten in aller Herren Länder: nach England, Frankreich und in die USA.

In den Zwanzigern und Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts gründeten sie in ihrer neuen Heimat exklusive Clubs wie zum Beispiel die Russian Nobility Association in New York. Mitglieder können nur Nachfahren von Personen werden, die in den Verzeichnissen des Adelsarchivs gelistet sind. Titel, Stammbäume und Fotos sind auf Anfrage von Angehörigen einsehbar.

Was hatte das zu bedeuten? Verwirrt blätterte sie um. Auf dem nächsten Blatt stand eine lange Liste von Namen. Auf einmal stutzte sie. Fürst Oleg Rostokov Grigory, geboren 1958 in New York als Sohn des Fürsten Nicholas Grigory und der Fürstin Vladmila Rostokova.

Mein Vater!

Mit zitternden Fingern zog sie die letzte Seite hervor und starrte wie versteinert auf das Bild eines attraktiven dunkelblonden Mannes, der kaum älter als achtzehn Jahre sein konnte. Die Ähnlichkeit ließ keinen Zweifel zu. Das war wirklich ihr Vater! Unglaublich!

Während sie noch versuchte, diese unerwartete Entdeckung zu verdauen, kam ein Butler herein und stellte zwei Gläser mit Zitronenlimonade auf den Tisch.

"Wie kamen Sie eigentlich auf die Idee, dass Ihr Vater etwas mit der Mafia zu tun hatte?", erkundigte sich Lucca und schob ihr eines der Gläser zu.

"Eines meiner Kindermädchen hat mir das erzählt. Später, als ich begriff, was das bedeutete, schämte ich mich deswegen. Und Angst hatte ich, ehrlich gesagt, auch. Nachforschungen habe ich nie angestellt. Ich befürchtete, dass ich dadurch vielleicht die Aufmerksamkeit irgendwelcher Mafiosi auf mich lenken würde. Das klingt jetzt vielleicht dumm, aber meine Mutter hatte meine ganze Kindheit hindurch in der Wahl ihrer Ehemänner einen so schlechten Geschmack bewiesen ." Sie stockte kurz. "Jedenfalls hielt ich es durchaus für möglich, dass mein Vater ein Verbrecher gewesen sein könnte. Und mehr wollte ich gar nicht wissen."

Schweigend nahm er einen Schluck von seinem Getränk. Dann sagte er leise: "Sie haben wirklich viel durchgemacht, Signorina Grigory! Nichts kann all dies ungeschehen machen. Doch je eher die Schulden Ihrer Mutter beglichen sind, desto eher können Sie ein neues Leben beginnen."

Auf einmal stieg wieder die Wut in ihr hoch. "Worauf wollen Sie eigentlich hinaus? Empfehlen Sie mir etwa, plötzlich wie die verschollene Prinzessin Anastasia an der Tür der Grigorys aufzutauchen und sie um Geld zu bitten? Das würde ich niemals tun!"

"Das wollte ich damit auch gar nicht sagen", erwiderte er ruhig. "Ich dachte nur, es würde Sie vielleicht ein wenig trösten, dass Sie nicht völlig ohne Familie dastehen. Leider leben Ihre Großeltern nicht mehr. Aber der Bruder Ihres Großvaters, Ihr Großonkel Jurij, lebt noch. Er wohnt hier in New York. Wenn Sie möchten, kann ich ein Treffen mit ihm arrangieren."

Und wieder hatte er es geschafft, sie sprachlos zu machen. Um wenigstens irgendwie zu reagieren, nahm sie ihr Glas und leerte es in einem Zug. Danach hatte sie ihre Stimme wieder halbwegs im Griff. "Dank Ihnen habe ich jetzt eine Identität, von der ich bis vor einer halben Stunde nicht einmal ahnte. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie viel mir das bedeutet! Aber ich verstehe immer noch nicht, was das alles mit Ihnen zu tun hat." Und wie das sein Problem lösen sollte - was auch immer es sein mochte.

Einen Augenblick schwieg er. Dann räusperte er sich und begann: "Mein bisheriges Leben war so ziemlich das genau Gegenteil von Ihrem. Ich wuchs im Kreis einer liebevollen Familie auf, hatte immer gute Freunde, auf die ich mich blind verlassen konnte. Alles war perfekt, bis auf eine unangenehme Pflicht, die mir auferlegt wurde und deren noch ausstehende Erfüllung bis heute...

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