Romana Exklusiv Band 303

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. November 2018
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-4456-4 (ISBN)
 
LIEBESSCHWUR IM LICHTERGLANZ von MEIER, SUSAN Staranwalt Jared Johnson wollte seine Nachbarin nur rasch zum Bahnhof bringen. Stattdessen fährt er sie und ihr Baby jetzt quer durch Amerika bis in ihre Heimat. Normalerweise will der Witwer über Weihnachten keine Menschenseele sehen. Warum nur kann er sich von Elise nicht trennen? VERLIEBT IM WINTERPARADIES von WILLIAMS, CATHY Es sind Tage voller Liebesglück, die Miranda nach einem Skiunfall mit dem vermeintlich mittellosen Luke in seiner Blockhütte verbringt. Als er sie dann auch noch bittet, für einen Freund Entwürfe zu einem Hausumbau zu machen, sieht Miranda ihre Chance, sich in ihrem Job zu beweisen - und ahnt nicht, wer Luke wirklich ist ... WIR ZWEI IM PARADIES von MCCARTHY, SUSANNE Eine einsame Insel, unvergessliche Nächte wie im Rausch - für das zarte Model Alysha ist es die erste große Liebe. Für den erfahrenen Fotografen Jason Elliot nur eine kurze Affäre? Als Alisha ihn in Paris wiedersieht, wehrt sie sich vergeblich gegen seine Küsse. Doch sie will mehr als nur seine Geliebte sein.

1. KAPITEL

Jared Johnson fuhr mit seinem schwarzen SUV aus der Tiefgarage der Clover Valley Luxury Apartments auf die Straße und sah Elise McDermott an der Ecke im strömenden Regen stehen. Koffer, Wickeltasche und eine kleine tragbare Kühlbox standen neben ihr auf dem Bürgersteig, und in einer Trageschale lag ein Baby, das sie mit ihrem Schirm gegen die Nässe zu schützen versuchte.

Doch der Sturm war erbarmungslos, und Jared fürchtete, in weniger als ein, zwei Minuten wären Elise und das Baby bis auf die Haut durchnässt. Verärgert, weil sie mit einem Baby draußen in der Kälte statt in der Lobby stand, hielt er an und ließ das Fenster auf der Beifahrerseite herunter.

Er beugte sich über den Sitz und rief ihr zu: "Was zum Teufel machen Sie denn hier draußen in diesem Sturm mit einem Baby!"

"Ich warte auf mein Taxi zum Busbahnhof."

Bei heruntergelassenem Fenster hörte er, wie der Regen auf die Windschutzscheibe, das Autodach und die Kühlerhaube prasselte. Da sie offensichtlich dachte, er hätte nicht aus Zorn geschrien, sondern um den Sturm zu übertönen, trat sie näher. Ihre hübschen grünen Augen blickten besorgt, und die dichten roten Locken tanzten im Wind.

"Ich warte schon eine ganze Weile hier. Mein Bus fährt in einer Stunde. Wenn ich ihn verpasse, dann komme ich nicht rechtzeitig nach North Carolina, um noch vor Weihnachten alles Notwendige erledigen zu können. Meinen Sie, mein Taxi hat mich versetzt?"

"Sicher." Schon bereute er, dass er sie so barsch angefahren hatte. Sie stand nicht etwa aus Leichtsinn da draußen im Regen. Sie war auf dem Weg zurück zu ihrer Familie. In den vergangenen sechs Monaten hatte sie für Michael Feeny, der in Europa unterwegs gewesen war, die Wohnung gehütet. Und ihr Taxi kam nicht. Sie war also nicht leichtsinnig. Er durfte nicht immer sofort das Urteil fällen, dass alles, was außerhalb des Normalen lag, immer automatisch falsch sein musste.

Er ärgerte sich über sich selbst und sah seufzend auf seine Armbanduhr, bevor er den Schaltknüppel der Automatik auf Parken stellte. Er war sowieso noch viel zu früh dran für seinen Flug.

Also sprang er aus dem Wagen. Er wusste aus Erfahrung, dass es nur eine Möglichkeit gab, mit seinem Schuldbewusstsein fertigzuwerden: tätige Reue.

"Wie wär's, wenn ich Sie stattdessen zum Busbahnhof fahre?"

Elise McDermott sah dem attraktiven dunkelhaarigen Jared Johnson verblüfft in die grauen Augen. Er trug einen teuren Regenmantel über dem dunklen Anzug und dem weißen Hemd mit Krawatte und wurde gerade nass bis auf die Haut, da er keinen Schirm hatte. Als sie mit Michael Feeney vereinbart hatte, seine Wohnung zu hüten, hatte ihr Michael gesagt, sie könnte sich an Jared wenden, wenn sie Hilfe brauchen würde. Und lachend hatte er hinzugefügt, dass Jared zwar etwas mürrisch sei, aber wenn er sich einmal damit abgefunden hätte, gestört worden zu sein, dann würde er alles für sie tun. Allein schon aus Schuldgefühl für sein unfreundliches Benehmen. Und nun hatte Jared ihr vermutlich angeboten, sie zum Busbahnhof zu bringen, weil er ihr Vorwürfe gemacht hatte.

"Ich würde gerne annehmen, aber Sie haben ja offensichtlich auch einen Termin, und ich möchte Sie keinesfalls aufhalten."

Er griff nach ihrem Koffer. "Kein Problem."

Sie legte ihre Hand über seine. "Im Ernst. Sie wollten irgendwohin fahren, und ich möchte Ihnen keine Umstände machen." Vielleicht wollte er es wiedergutmachen, dass er sie so barsch angefahren hatte, aber das war nicht nötig. Da sie alleinerziehend war, hatte sie gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen. Sie erwartete nicht, verwöhnt zu werden. "Ich rufe ein anderes Taxi."

"Ich bin zwar auf dem Weg zum Flughafen, aber viel zu früh dran. Sie tun mir einen Gefallen, wenn Sie mich den Umweg zum Busbahnhof machen lassen. Dann muss ich nicht drei Stunden auf dem Flughafen warten."

"Aber ."

Bevor ihr noch weitere Einwände einfielen, entwand er ihr den Koffergriff. "Kommen Sie."

Sie wollte ihn aufhalten, aber der Wind verfing sich in ihrem Schirm, entriss ihn ihr, und er flog davon wie ein Papierdrachen.

Mit einem Kopfnicken deutete Jared zu der Babytrage. "Steigen Sie ein", rief er laut, um den Sturm zu übertönen. "Ich packe inzwischen die Sachen in den Kofferraum."

Sie schüttelte den Kopf. Mein Gott, er ließ sich wirklich nicht abschütteln - und sie war inzwischen völlig durchnässt. Da er ihr das anbot, wofür sie sonst ein Taxi bezahlen müsste, war es vermutlich töricht, sich stur zu stellen.

Als er ihre Sachen verstaut hatte, legte sie gerade den Anschnallgurt am Rücksitz um die Babytrage, machte dann die Wagentür zu und setzte sich auf den Beifahrersitz. Er nahm hinter dem Steuer Platz. Plötzlich saßen sie, geschützt vor dem Sturm, im Trockenen.

Er stellte die Heizung an, und sie staunte nicht schlecht über all die Schalter und Tasten am Armaturenbrett. "Das ist bestimmt ein sündhaft teurer Schlitten", bemerkte sie. Nach Gerüchten aus der Nachbarschaft war der "Typ im Penthouse" - wie Jared bei den anderen Hausbewohnern hieß - Anwalt für mehrere Popstars, für eine Plattenfirma und diverse berühmte Filmschauspieler. Daher zweifelte sie nicht daran, dass seine Klienten ebenfalls solche Luxuskarossen fuhren und der Wagen für ihn nichts Besonderes war.

Ihre Bemerkung schien ihm unangenehm zu sein, denn seine Kieferpartie verhärtete sich. "Es gab Zeiten, wo auch ich knapp bei Kasse war."

Sie hatte keine Ahnung, warum er gekränkt sein sollte, wenn jemand den Eindruck gewann, er sei wohlhabend. Aber da sie ihn nie mehr wiedersehen würde, war ihr das egal. Er war so, wie er war. Reich. Sie war so, wie sie war - eine alleinerziehende junge Mutter, die jeden Cent zweimal umdrehen musste. Vor sechs Jahren, nach dem Tod ihrer Mutter, war sie mit ihrem Freund Patrick aus North Carolina weggezogen. Sie hatten beide hochfliegende Träume gehabt, aber schließlich hatte sie das Geld für sie beide verdienen müssen. Und als sie schwanger geworden war, hatte er sie mit fliegenden Fahnen verlassen. Zwischen ihr und Jared Johnson lagen Welten, daher hatte es keinen Sinn, belanglosen Small Talk zu führen.

Sie machte es sich auf ihrem Sitz bequem und schloss die Augen, denn sie musste über vieles nachdenken. Sie kehrte nach North Carolina zurück, aber nicht in den kleinen Ort, in dem sie aufgewachsen war. Kürzlich hatte sie das Farmhaus ihrer Großmutter in einem Nachbarort geerbt, der gleichzeitig die Heimatstadt ihres Vaters war - jenes Kerls, der ihre Mom verlassen hatte. Sie kannte ihn noch nicht einmal. Auch wusste sie nicht, was für Leute in Four Corners, North Carolina, lebten. Würden die Leute dort sie mit offenen Armen empfangen oder wie eine Fremde behandeln? Sie wusste nur, dass die Großmutter, die sie nie kennengelernt hatte, ihr ein Farmhaus mit Land vermacht hatte. Ein Haus, das sie verkaufen konnte, hoffentlich für eine Summe, mit der sie ein Zuhause für sich und ihr Baby erwerben könnte.

Dieselbe Großmutter, die sie nicht einmal hatte kennenlernen wollen, die sie nicht als Enkelin anerkannt hatte, verschaffte ihr nun eine Lebensgrundlage.

Und sie wäre dumm, das nicht anzunehmen.

Auf einmal war es in dem SUV so still, dass Jared seinen eigenen Atem hörte. Das war nicht gut. Elise war praktisch eine Fremde, und jetzt waren sie mindestens zwanzig Minuten ohne Gesprächsthema in diesem Auto gefangen. Er konzentrierte sich auf die Straße und warf immer wieder einen Blick in die Schaufenster entlang der Straße. Dann sah er den Weihnachtsbaum vor Megs Antiquitätengeschäft und holte tief Luft.

Hör auf, darüber nachzugrübeln! Das ist alles schon so lange her, ermahnte er sich.

Er rutschte unbehaglich auf seinem Sitz herum und versuchte, seine Erinnerungen zu verdrängen. Er musste sich wieder in den Griff bekommen, bevor sein Flugzeug in New York landete. Gelang ihm das nicht, würde ihn dort der Schmerz überwältigen, in jener Stadt, wo ihn alles an das perfekte Leben, das er verloren hatte, erinnerte. Aber er konnte seine Reise jetzt nicht mehr absagen. Nach fünf Jahren mit Ausreden, warum er nicht nach Hause kommen könnte, hatten seine Eltern damit gedroht, mit ihrem Freund, dem Psychodoktor, nach Kalifornien zu reisen, wenn er sie in diesem Jahr nicht besuchte. Sie fanden es nicht mehr normal, dass er so lange nicht nach Hause gekommen war, und er musste ihnen beweisen, dass mit ihm alles in Ordnung war. Obwohl er davon nicht zu hundert Prozent überzeugt war.

Er schob den letzten Gedanken beiseite und konzentrierte sich auf die anstehenden Vertragsverhandlungen für einen seiner Mandanten. Und die restliche Fahrt zum Busbahnhof verlief schweigend. Er hielt am Eingang, und Elise stieg eilig aus. Er holte ihr Gepäck aus dem Kofferraum. "Ich nehme den Koffer und Sie das Baby."

"Schon gut, ich schaffe beides."

"Das weiß ich, aber ich habe noch so viel Zeit und möchte Sie begleiten."

Sie verdrehte die Augen, ließ ihn aber machen.

Warum wollte sie nicht, dass er sie in den Busbahnhof begleitete? Das war lächerlich. Sie konnte all ihr Gepäck gar nicht tragen und sich dann auch noch um die Fahrkarte kümmern. Im Bahnhof drinnen überraschte er sie daher mit dem Angebot: "Ich nehme so lange das Baby."

"Es geht schon."

"Da bin ich sicher, aber ich halte die Kleine gerne, während Sie die Fahrkarte kaufen."

"Sie müssen kein schlechtes Gewissen haben, weil Sie mich vorhin so barsch angefahren...

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Verwenden Sie eine Lese-Software, die das Dateiformat EPUB verarbeiten kann: z.B. Adobe Digital Editions oder FBReader - beide kostenlos (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Wasserzeichen-DRM wird hier ein "weicher" Kopierschutz verwendet. Daher ist technisch zwar alles möglich - sogar eine unzulässige Weitergabe. Aber an sichtbaren und unsichtbaren Stellen wird der Käufer des E-Books als Wasserzeichen hinterlegt, sodass im Falle eines Missbrauchs die Spur zurückverfolgt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

4,99 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Wasserzeichen-DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen