Mit den Augen der Liebe

 
Cathy Williams (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 29. Oktober 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-757-6 (ISBN)
 
Ein Date mit dem faszinierenden Milliardär Luc Laughton! Seit Agatha in London als Sekretärin für ihn arbeitet, hat Luc durch sie hindurchgesehen. Und jetzt lässt sein Blick sie nicht mehr los. Weil sie ihre Strickjacke und den langen Wollrock gegen ein enges Shirt und einen Minirock getauscht hat? Aufgeregt begleitet sie Luc in sein luxuriöses Penthouse und lässt sich zu einer heißen Affäre verführen. Verliebt genießt sie das Leben der Reichen und Schönen an seiner Seite. Doch kaum gesteht sie ihm ihre romantischen Gefühle, zerplatzt ihr Glück wie eine Seifenblase ...
Julia Romane
Deutsch
0,46 MB
978-3-86349-757-6 (9783863497576)
3863497570 (3863497570)

1. KAPITEL

"Ich habe vor fünf Minuten angerufen. Warum bist du nicht ans Telefon gegangen?"

Luc Laughton schob seinen Hemdsärmel zurück, um demonstrativ auf die Uhr zu schauen. "Ich halte nichts davon, wenn meine Mitarbeiter nur ihren pünktlichen Feierabend im Kopf haben. Sie bekommen aus gutem Grund ein großzügiges Gehalt."

Kalt blickte er die kleine Blondine an, die einen dicken Mantel von undefinierbarer Farbe trug, der aussah, als stamme er aus einer Altkleidersammlung. So wie er sie kannte, hatte er mit seiner Vermutung wahrscheinlich nicht mal unrecht.

Auf Agathas Wangen zeichneten sich kreisrunde rote Flecken ab. Natürlich hatte sie das Telefon klingeln hören. Aber sie hatte es nun mal eilig gehabt. Es war ja auch nicht so, dass sie nicht länger blieb, wenn es viel zu tun gab. Außerdem war es bereits Viertel vor sechs. Man konnte also kaum behaupten, dass sie es nicht hatte erwarten können, sich um Punkt fünf in die Freitagabend-Rushhour zu stürzen.

"Bloß weil ich dich eingestellt habe, um meiner Mutter einen Gefallen zu tun .", fuhr Luc mit diesem schneidenden Unterton in der Stimme fort, für den er in der unbarmherzigen Finanzwelt so gefürchtet war, ". heißt das nicht, dass du dir hier einen faulen Lenz machen kannst."

"Es ist fast sechs Uhr, und ich mache mir keinen faulen Lenz." Agatha schaffte es nicht, Luc Laughton dabei in die Augen zu sehen. Das würde nur wieder dazu führen, dass ihr Herz bis zum Hals schlagen und ihr ganzer Körper von diesem unerwünschten Kribbeln heimgesucht würde. So war es bereits, seit sie dreizehn und er achtzehn Jahre alt war, verdammt gut aussah und diese geheimnisvolle Ausstrahlung hatte, die Frauen vollkommen in seinen Bann zogen.

Wie hätte sie also nicht für ihn schwärmen können? Alle Mädchen im Dorf waren in ihn verliebt, auch wenn er ihnen kaum Beachtung schenkte. Er war der Sohn reicher Eltern und lebte in einer Villa auf dem Hügel. Er besuchte ein Nobelinternat, in dem seine scharfsinnige Intelligenz gefördert wurde und er sich ein Selbstbewusstsein aneignete, das auf Agatha gleichzeitig beängstigend und seltsam anziehend wirkte.

"Wenn es sich um etwas Wichtiges handelt, kann ich natürlich etwas länger bleiben", murmelte sie und starrte weiterhin angestrengt auf den Teppich.

Luc seufzte übertrieben laut und lehnte sich gegen den Türrahmen. Er hatte von Anfang an gewusst, dass der Vorschlag seiner Mutter keine gute Idee war. Doch er hatte ihr den Gefallen nicht verweigern können.

Vor sechs Jahren war sein Vater unerwartet gestorben und hatte ihnen einen Haufen Schulden hinterlassen. Ohne seinen Vater darüber in Kenntnis zu setzen, hatte dessen Geschäftspartner das Unternehmen in den Ruin geführt. Während Luc sein Studentenleben in vollen Zügen genossen hatte und der Wechsel nach Harvard für einen Master-Studiengang in Wirtschaft und Geschichte kurz bevorstand, war von dem Wohlstand, den er und seine Familie so lange genossen hatten, nichts geblieben.

Als Luc direkt nach dem Tod seines Vaters nach Hause kam, teilte ihm seine vor Kummer am Boden zerstörte Mutter Danielle mit, dass ihre Villa versteigert würde, um die Schulden begleichen zu können.

Hätten in dieser verzweifelten Lage nicht der Pastor und seine Frau, Agathas Eltern, Danielle ein Zimmer in ihrem Haus angeboten, hätte seine Mutter kein Dach mehr über dem Kopf gehabt. Ein gutes Jahr kümmerte sich das Paar um Danielle, bis sich deren finanzielle Situation wieder so weit stabilisiert hatte, dass sie es sich leisten konnte, ein kleines Haus am Dorfrand zu mieten. Statt sein Studium abzuschließen, investierte Luc nun all seine Energie darin, die Firma wieder aufzubauen und die Villa zurückzukaufen.

Als seine Mutter ihm nun vor acht Monaten mitteilte, dass die kleine Agatha Havers ihren Job verloren hatte, blieb ihm gar nichts anderes übrig, als ihr eine Stelle in seinem Unternehmen anzubieten. Er und seine Mutter standen tief in der Schuld ihrer Eltern. Ihnen hatte er es zu verdanken, dass er die Freiheit gehabt hatte, diesen fulminanten Aufstieg zu schaffen, während sie sich um seine Mutter kümmerten.

In dem supermodernen Bürogebäude aus Glas wirkte Agatha zwischen all den hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeitern jedoch vollkommen deplatziert. Die Pastorentochter vom Lande, deren berufliche Kenntnisse sich auf das Umtopfen von Pflanzen beschränkten, war in dieser Bürowelt, in der sich alles um Geschäfte und Akquisitionen drehte, ganz offensichtlich verloren.

"Ist Helen schon gegangen?"

Helen war Lucs persönliche Assistentin. Sie tat Agatha leid. Agatha nahm er bloß hin und wieder mit seinen scharfen Adleraugen aufs Korn. Helen hingegen war ihm den ganzen Tag lang ausgesetzt, und Luc entging auch nicht der kleinste Fehler.

"Ja, aber das spielt keine Rolle. Ich möchte, dass du die Informationen zum Garsi-Geschäft zusammenfasst und sicherstellst, dass alle Dokumente vorbereitet sind. Wir haben hier einen sehr engen Zeitplan, also brauche ich dringend deine Hilfe."

"Sollte das nicht lieber jemand . ähm . mit etwas mehr Erfahrung in dem Bereich übernehmen?", presste Agatha zögernd hervor.

Unfähig, weiter auf den Boden zu starren, sah sie auf in sein schön geschnittenes Gesicht mit dem markanten Kinn und hatte plötzlich Schwierigkeiten zu atmen. Er hatte die olivfarbene Haut und das schwarze Haar von seiner französischen Mutter geerbt, die grünen Augen von seinem sehr aristokratischen englischen Vater. Die Kombination ergab eine unglaublich attraktive Mischung.

"Ich bitte dich doch nicht darum, das Geschäft abzuschließen, Agatha."

"Das ist mir klar, aber ich bin nicht so schnell am Computer wie . nun ja ."

"Wie der Großteil der Angestellten in diesem Gebäude?", warf Luc ein, kaum fähig, den Sarkasmus in seiner Stimme zu unterdrücken. "Du hattest jetzt fast acht Monate Zeit, dich einzuarbeiten. Und du hast einen Computerkurs besucht."

Agatha schauderte, als sie an diesen Kurs zurückdachte. Nach der Kündigung in der Gärtnerei hatte sie drei Monate lang bei ihrer Mutter gewohnt. Ihr war bewusst, dass sie deren Geduld, so liebevoll und fürsorglich ihre Mutter auch war, bis zum Äußersten strapaziert hatte.

"Du kannst dich einfach nicht für den Rest deines Lebens hier verkriechen und im Garten Unkraut jäten, Schatz", hatte sie Agatha sanft ermahnt. "Es ist schön, dich bei mir zu haben, denn die vergangenen zwei Jahre, seit dem Tod deines Vaters, waren schon manchmal einsam. Aber du brauchst eine Arbeit. Wenn du hier im Dorf nichts findest, warum suchst du dir nicht woanders einen Job. Vielleicht sogar in London? Ich hab mich neulich mit Lucs Mutter unterhalten, und sie hat gesagt, dass er vielleicht eine Stelle für dich in seinem Unternehmen hätte. Du weißt ja, er ist sehr erfolgreich. Du müsstest bloß einen kleinen Computerkurs absolvieren ."

Agatha war bewusst, dass selbst Zehnjährige besser mit Computern umgehen konnten als sie. Doch während dieses Kurses hatte nicht nur ihr Desinteresse für Computer zugenommen, mehr noch, sie hatte angefangen, sie zu hassen. Es schien, als warteten diese Geräte nur darauf, dass sie eine falsche Taste drückte.

"Ja, habe ich", antwortete sie mürrisch. "Aber ich war nicht gerade erfolgreich."

"Du wirst es nie zu etwas bringen im Leben, wenn du dich so hängen lässt und immer nur negativ denkst. Ich gebe dir hier eine Chance, dich weiterzuentwickeln, damit du nicht immer nur Akten ablegen musst."

"Ich bin zufrieden mit meinem Job", entgegnete Agatha schnell. "Ich meine, ich weiß, es ist nicht besonders anspruchsvoll, aber ich habe auch nie erwartet ."

"Dass die Arbeit in meinem Unternehmen Spaß machen könnte?" Luc hatte Mühe, sich zu beherrschen. Agatha irritierte ihn einfach mit ihrer schüchternen, verklemmten Art. Er konnte sich noch daran erinnern, wie sie sich als Teenager immer in irgendwelchen Ecken herumgedrückt hatte und nicht in der Lage gewesen war, auch nur eine einfache Unterhaltung mit ihm zu führen. Angeblich hatte sie diese Probleme mit anderen Menschen nicht, das hatte ihm jedenfalls seine Mutter versichert. Er bezweifelte es jedoch, angesichts der Tatsache, dass sie gerade versuchte, sich in den Falten ihres übergroßen Mantels zu verstecken.

"Nun?", fragte er ungeduldig.

"Also, ich denke, Büroarbeit ist einfach nichts für mich", gab Agatha ehrlich zu. "Es ist nicht so, dass ich nicht dankbar wäre, dass ich hier arbeiten darf ." Beziehungsweise in einer Besenkammer sitzen, hin und wieder ein Anschreiben tippen und gelegentlich eine Akte ablegen darf, dachte sie bei sich. Den Großteil der Arbeitszeit verbrachte sie damit, Lucs Anzüge in die Reinigung zu bringen und dafür zu sorgen, dass der Kühlschrank seines Apartments im Londoner Nobelviertel Belgravia gefüllt war. Außerdem hatte Helen ihr den Job abgetreten, seine verflossenen Geliebten mit angemessenen Geschenken, von Blumensträußen bis Diamanten, zu entschädigen. Im Laufe der letzten acht Monate hatten immerhin fünf exotische Supermodels von ihm den Laufpass bekommen.

"Mir ist auch klar, dass dir wahrscheinlich nichts anderes übrig blieb, als mich einzustellen."

"Da hast du recht", entgegnete Luc matt.

Insgeheim hatte Agatha fast gehofft, er würde ihr widersprechen und ihr...

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