Der Galaterbrief im Religionsunterricht

Die Theologie des Paulus in ihrer Zeit und im Dialog mit Jugendlichen heute
 
 
Vandenhoeck & Ruprecht (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. Januar 2017
  • |
  • XIV, 368 Seiten
 
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978-3-7887-3148-9 (ISBN)
 
Theologie ohne Bezug auf Paulus scheint kaum denkbar - Religionsunterricht ohne Arbeit an den Paulusbriefen ist aber fast die Regel. Axel Wiemer vertritt die Ansicht, dass dies zu Unrecht so ist. Seine Studie zeigt exemplarisch am Galaterbrief auf, dass und wie eine Beschäftigung mit der Theologie des Paulus im Religionsunterricht möglich und sinnvoll ist. Tragend ist dabei einerseits eine Auslegung des gesamten Briefes, andererseits eine grundlegende Erörterung bibeldidaktischer und jugendtheologischer Perspektiven.Der exegetische Teil richtet besonderes Augenmerk auf eine gründliche Untersuchung der historischen Gesprächskonstellation, in die hinein der Apostel mit seinem Schreiben wirken möchte. Seine Überzeugung, dass Kreuz und Auferstehung Christi allein die Gemeinde der an Christus glaubenden Menschen konstituieren, setzt Paulus im Werben um die Galater auch rhetorisch deutlich in Kontrast zu Dritten, die eine Anbindung an den Bund Gottes mit dem jüdischen Volk fordern. Diese Dialogizität des Briefes und die engagierte, biographisch fundierte Positionierung des Apostels bieten wichtige Anschlussstellen für einen Religionsunterricht, der mit einer dem Theologisieren mit Jugendlichen verpflichteten Bibeldidaktik auf ein offenes und öffnendes "Gespräch" zwischen Schülerinnen und Schülern und dem biblischen Text setzt. Hierfür eignet sich der Galaterbrief gerade auch deshalb, weil sich seine Thematik des Streits um die christliche Identität mit Fragen berührt, die für die Orientierungssuche von Jugendlichen relevant sind. Wenn es hierbei gelingt, den Brief nicht als dogmatische Autorität zu lesen, sondern als engagierten Gesprächsbeitrag zu verstehen und zu diskutieren, wird zugleich eine hermeneutische Kompetenz geschult, die weder unkritisch noch uninteressiert mit biblischen Texten umgeht, sondern im denkenden und prüfenden Umgang mit ihnen nach relevanten Wahrheiten fragt.
Aufl.
  • Deutsch
  • Göttingen
  • |
  • Deutschland
7 Grafiken
  • 3,27 MB
978-3-7887-3148-9 (9783788731489)
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6 - Vorwort [Seite 8]
7 - A. Grundlegung [Seite 16]
7.1 - 1. Fragestellung [Seite 16]
7.2 - 2. Schwerpunktsetzung [Seite 26]
7.3 - 3. Aufbau und methodische Basis [Seite 29]
8 - B. Paulinische Theologie nach dem Galaterbrief [Seite 33]
8.1 - 1. Der Text: Eine synchrone Auslegung des Galaterbriefs [Seite 34]
8.1.1 - a) Der Briefeingang 1,1-12: Wer, wie, was [Seite 37]
8.1.1.1 - 1,1-5 Absender, Adresse und Gruß [Seite 37]
8.1.1.2 - 1,6-12 Die göttliche Autorität des von Paulus verkündigten Evangeliums [Seite 41]
8.1.1.3 - Kernaussagen des Briefeingangs in Thesen [Seite 48]
8.1.2 - b) Der erste Hauptteil 1,13-2,21: Biographische Entfaltung des paulinischen Evangeliums [Seite 49]
8.1.2.1 - 1,13-24 Der unmittelbare göttliche Ursprung des paulinischen Evangeliums [Seite 50]
8.1.2.2 - Exkurs: "Judaismus" als Eifern für die väterlichen Überlieferungen (Gal 1,13f.) [Seite 53]
8.1.2.3 - 2,1-10 Die vorbehaltlose Bestätigung des paulinischen Evangeliums [Seite 58]
8.1.2.4 - 2,11-21 Die Bewährung des paulinischen Evangeliums im Konflikt [Seite 64]
8.1.2.5 - Exkurs: Die sogenannte "New Perspective on Paul" [Seite 72]
8.1.2.6 - Kernaussagen des ersten Hauptteils in Thesen [Seite 86]
8.1.3 - c) Der zweite Hauptteil 3,1-5,12: Ausführung des paulinischen Evangeliums [Seite 87]
8.1.3.1 - 3,1-5 Erinnerung der "unverständigen" Galater an ihre Anfänge im Glauben [Seite 87]
8.1.3.2 - 3,6-14 Abrahams Segen und der Fluch des Gesetzes: Freikauf durch Christus [Seite 90]
8.1.3.3 - 3,15-29 Das Erbe und die Erben Abrahams: Kinder Gottes in Christus/im Geist [Seite 96]
8.1.3.4 - 4,1-7 Zwischenfazit: Sendung des Sohnes als Freikauf zu Kindern Gottes [Seite 106]
8.1.3.5 - 4,8-20 Warnung vor Rückfall in Sklaverei und Werben um die Galater [Seite 113]
8.1.3.6 - 4,21-5,1 Die zwei Frauen Abrahams als zwei verschiedene Bundesschlüsse [Seite 120]
8.1.3.7 - 5,2-12 Es gilt ein Entweder - Oder: Christus oder das Gesetz [Seite 129]
8.1.3.8 - Exkurs: Polemische Theologie? [Seite 137]
8.1.3.9 - Kernaussagen des zweiten Hauptteils in Thesen [Seite 143]
8.1.4 - d) Die Paränese 5,13-6,10: Das Leben in der Freiheit und die Liebe [Seite 144]
8.1.4.1 - 5,13-15 Freiheit ist kein Vorwand zur Selbstsucht, sondern führt in die Liebe [Seite 145]
8.1.4.2 - 5,16-24 Das Leben im Geist braucht kein Gesetz [Seite 148]
8.1.4.3 - 5,25-6,10 Das Leben im Geist erfüllt das Gesetz Christi [Seite 151]
8.1.4.4 - Kernaussagen des paränetischen Teils in Thesen [Seite 156]
8.1.5 - e) Der Briefschluss 6,11-18: Kreuz und Neuschöpfung statt Beschneidung [Seite 157]
8.1.5.1 - Kernaussagen des Briefschlusses in Thesen [Seite 163]
8.2 - 2. Die Kontexte: Situative Verankerung des Galaterbriefs [Seite 163]
8.2.1 - a) Der biographische Hintergrund der Theologie des Paulus [Seite 164]
8.2.2 - b) Die Adressaten des Galaterbriefs [Seite 170]
8.2.3 - c) Die Front(en) des Galaterbriefs [Seite 181]
8.2.4 - d) Die Datierung des Galaterbriefs [Seite 194]
8.3 - 3. Kontextualisierungen: Paulinische Theologie nach dem Galaterbrief [Seite 205]
8.3.1 - a) Der gekreuzigte und auferstandene Christus [Seite 207]
8.3.2 - b) Leben in Christus [Seite 211]
8.3.3 - c) Leben vor und außer Christus [Seite 214]
9 - C. Der Galaterbrief im Religionsunterricht [Seite 217]
9.1 - 1. Religionspädagogische und bibeldidaktische Grundlegung [Seite 218]
9.1.1 - a) Kompetenzorientierter Religionsunterricht und der Galaterbrief [Seite 220]
9.1.2 - b) Das lernende Subjekt: Theologisieren mit Kindern bzw. Jugendlichen [Seite 230]
9.1.2.1 - Kinder- bzw. Jugendtheologie als theologische Kompetenz [Seite 231]
9.1.2.2 - Recht und Grenze der Subjektorientierung: Zum Konstruktivismus [Seite 243]
9.1.2.3 - Theologie für Kinder bzw. Jugendliche: Zur Notwendigkeit von Impulsen [Seite 251]
9.1.3 - c) Die Bibel als Subjekt: Die andere Herausforderung der Bibeldidaktik [Seite 261]
9.1.3.1 - Bibeldidaktik zwischen Subjektorientierung und Fremdbegegnung [Seite 262]
9.1.3.2 - Intertextualität [Seite 278]
9.1.3.3 - Ganzschriftlektüre [Seite 282]
9.1.3.4 - Die Bibel (nur) als Buch? Ein Plädoyer für die Arbeit mit der BasisBibel [Seite 287]
9.2 - 2. Schlüssel zum Galaterbrief [Seite 292]
9.2.1 - a) Elementarisierung als wechselseitige Erschließung [Seite 295]
9.2.2 - b) Elementare Zugänge: Herausforderung Galaterbrief in einer 7. Klasse [Seite 299]
9.2.3 - c) Elementare Erfahrungen: Lebenswelten - Lebensfragen [Seite 304]
9.2.4 - d) Elementare Lernwege: Zum Aufbau einer eigenen Auslegungskompetenz [Seite 316]
9.2.5 - e) Elementare Wahrheiten: Biographie und Überzeugung [Seite 321]
9.2.6 - f) Elementare Strukturen: Akzentsetzungen [Seite 325]
10 - 3. "Die Selbstfindung des Christentums": Skizze einer Unterrichtseinheit [Seite 329]
10.1 - a) Das Kompetenzprofil der vorgeschlagenen Unterrichtseinheit [Seite 330]
10.2 - b) Ideen zum Aufbau der vorgeschlagenen Unterrichtseinheit [Seite 335]
10.2.1 - Ein Brief kommt an: Hinführung und Galater 1,1-9 [Seite 336]
10.2.2 - Paulus argumentiert mit seinen Erfahrungen: Galater 1,10-2,21 [Seite 340]
10.2.3 - Was ist Christsein? Anwendung auf die Situation in Galatien: Galater 3-6 [Seite 344]
10.2.4 - Was machen wir damit? Kritische Würdigung des Galaterbriefs [Seite 350]
10.2.5 - Überblick und Diskussion [Seite 351]
11 - D. Ertrag und Ausblick [Seite 353]
12 - Literatur [Seite 362]

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