Mystic Highlands: Sammelband der knisternden Highland-Fantasy

Knisternde Highland-Fantasy
 
 
Carlsen (Verlag)
  • erschienen am 9. Juli 2020
  • |
  • 2137 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-646-60601-0 (ISBN)
 
"Sexy und geheimnisvoll." "Zum Dahinschmelzen." "Ich konnte nicht aufhören zu lesen." (Leserstimmen auf Thalia und Amazon)
Zwischen Elfenmythen, Feenhügeln und Druidenzaubern finden drei starke Frauen nicht nur die Liebe, sondern lüften auch gefährliche Geheimnisse. Dieser Sammelband enthält gleich drei atemraubend romantische Storys inmitten der sagenhaften Landschaft Schottlands.
Mystic Highlands: Die Geschichte von Rona & Sean
(Band 1: Druidenblut, Band 2: Druidenliebe)
Rona Drummond wagt eine Reise nach Schottland, um mehr über ihre Ahnen zu erfahren. Doch nicht nur die wunderschöne, wilde Landschaft ist eine Augenweide, wie Rona am Flughafen in Inverness herausfindet. Vor ihr steht Sean, ein athletischer, tätowierter Schotte, der sie auf ihre Ausflüge quer durch die Highlands begleiten wird. Dabei kommen die beiden auf die Spur eines dunklen Familiengeheimnisses, das Ronas bisheriges Leben und auch ihre aufkeimenden Gefühle für Sean in ein ganz anderes Licht rückt. Plötzlich wird sie hineingesogen in eine Welt aus Elfen, Magie und Druiden .
Mystic Highlands: Die Geschichte von Kathrine & Logan
(Band 3: Mythenbaum, Band 4: Mythenschwert)
Seltsame Vorfälle und mysteriöse Blackouts lassen die Mathematikstudentin Kathrine langsam an ihrem Verstand zweifeln. Als dann ein attraktiver, jedoch nicht sehr vertrauenerweckender Typ namens Logan an ihrer Universität in Edinburgh auftaucht und behauptet ein Druide zu sein, gerät ihr Leben vollkommen aus den Fugen. Er zeigt ihr, dass hinter den magischen Mythen der wilden Highlands viel mehr steckt als nur Geschichten .
Mystic Highlands: Die Geschichte von Ciarda & Darach
(Band 5: Feenhügel, Band 6: Feenkampf)
Die bildhübsche und taffe Highland-Kriegerin Ciarda verbirgt in ihrem Innern ein Geheimnis. Als Druidin hegt sie Gefühle für einen Mann, der eigentlich ihr Feind sein sollte. Denn Darach gehört zum magischen Elfenstamm der Síodhach, gegen den sie ihr Leben lang gekämpft hat. Aber die Welt hat sich verändert und plötzlich soll Ciarda Seite an Seite mit eben dem Mann kämpfen, der ihr Herz bei jeder Begegnung vollkommen durcheinanderbringt .
//Diese Gesamtausgabe umfasst alle sechs Bände der erfolgreichen Highland-Serie "Mystic Highlands". Die Buchreihe ist abgeschlossen.//
weitere Ausgaben werden ermittelt
Raywen White lebt gemeinsam mit ihrem Mann im Raum Frankfurt am Main. Erst 2014 entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben und erzählt nun Geschichten, in denen Liebe und Magie der Fantasie keine Grenzen setzen. Jedoch haben in ihrem Leben Bücher schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Es gibt nichts Schöneres, als in eine Geschichte einzutauchen und den Alltag vergessen zu können. Dieses Gefühl möchte sie auch ihren Lesern ermöglichen.

1


Nachdenklich betrachtete Rona den an sie adressierten Brief in ihren Händen. Sie hatte ihn ungeöffnet in einer Schublade entdeckt, auf der Suche nach einem Flaschenöffner. Laut Poststempel wurde der Brief bereits vor vier Monaten in Schottland abgeschickt und dennoch hatten ihre Eltern ihn ihr bisher nicht ausgehändigt.

Langsam drehte sie ihn um. Unter ihren Fingerspitzen spürte sie die raue Struktur des groben Papiers, während sie über den Absender strich. Sean Drummond. Drummond war ihr eigener Nachname, aber sie kannte keinen Sean. Ihre Eltern waren mit ihr nach New York gezogen, da war sie gerade einmal sechs Jahre alt gewesen. Eigentlich kannte sie überhaupt keinen ihrer schottischen Verwandten oder erinnerte sich an diese. Doch dafür konnte sie sich noch immer an den majestätischen Anblick der Steilklippen in der Nähe ihres Hauses erinnern. Wenn sie die Augen schloss, konnte sie den Duft des Meersalzes, durchzogen vom Geruch frischer Tannennadeln, wahrnehmen und das Rauschen der Wellen hören, die an die Küste brandeten.

Fünfzehn Jahre war dies nun her und dennoch vermisste sie das wilde Hochland, die weiten Wiesen, auf denen Rinderherden grasten, und den freien Blick über das Land. Wenn sie jetzt einen Blick aus dem Fenster warf, sah sie nur die für Brooklyn Heights typischen roten Backsteingebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Nervös nahm sie einen Kugelschreiber, der halb verborgen unter den Unterlagen zur Vorbereitung für die Universität lag, und riss damit den Umschlagrücken auf. Als sie den Brief herauszog, segelte ein weißer Zettel heraus. Er landete auf ihrem Rucksack, den sie beim Betreten ihres Zimmers achtlos in die Nähe des Schreibtisches geworfen hatte. Neugierig nahm sie das unscheinbare Blatt hoch und staunte nicht schlecht, als sie das Flugticket für einen Hin- und Rückflug von New York nach Inverness in Schottland mit Zwischenstopp in Amsterdam in den Händen hielt. Ungläubig starrte sie auf das Papier, das besagte, dass ihr lange gehegter Traum bereits nächste Woche in Erfüllung gehen konnte.

Ihr Herz pochte wie verrückt.

Seit sie während der Ferien in dem kleinen Café die Straße runter jobbte, sparte sie jeden Cent, den sie verdiente, um einmal nach Schottland fliegen oder sogar ein ganzes Semester dort verbringen zu können. Doch warum schickte ihr jemand ein Flugticket?

Schnell griff sie nach dem Brief und begann zu lesen.

Liebe Rona,

wahrscheinlich erinnerst du dich nicht mehr an mich, denn es sind viele Jahre vergangen, seit wir uns das letzte Mal sahen. Meine Mutter ist die Cousine deines Vaters und somit bin ich dein Großcousin. Ich würde dich gerne wiedersehen und lade dich deshalb ein, mich in Schottland zu besuchen, damit ich dir das Land deiner Ahnen zeigen kann.

Liebe Grüße
Sean

Dieser Brief warf mehr Fragen auf, als er beantwortete. Es wäre schön gewesen, wenn dem kurzen Text wenigstens eine Telefonnummer beigelegen hätte, dann hätte sie Sean direkt ihre Fragen stellen können. Doch auch auf der Rückseite des Briefes stand nichts.

Sie las ihn noch zwei Mal durch, wurde dadurch allerdings auch nicht schlauer. Nachdenklich kaute sie auf dem Kuli herum, während sie versuchte sich daran zu erinnern, ob es jemals einen Sean in ihrem Leben gegeben oder ob ihn ihre Eltern irgendwann einmal erwähnt hatten. Kurz blitzte das Bild eines rothaarigen, schlaksigen Jungen auf.

»Schatz, komm Essen«, trällerte ihre Mutter von unten und riss Rona aus ihren Grübeleien. Wenn jemand ihre Fragen beantworten konnte, dann ihre Eltern. Sie schlüpfte in ihre Schlappen und polterte die alte Holztreppe hinunter, die bei jeder zweiten Stufe ein protestierendes Knarzen von sich gab. Unten angekommen hüpfte sie über Whisky, den Perser ihrer Mutter, der die dumme Angewohnheit hatte, immer genau im Weg herumzuliegen.

Der Geruch von geschmolzenem Käse stieg ihr in die Nase und ließ ihr das Wasser im Mund zusammenlaufen. Heute war Mittwoch - Auflauftag.

»Hey, nicht so schnell, Schatz«, rief ihr Vater ihr entgegen, als sie auf ihn zustürmte. Er war offenbar gerade erst von der Arbeit heimgekommen und tauschte seine schwarzen Schuhe gegen bequeme Pantoffeln. Sein Jackett hing bereits an der Garderobe.

»Holst du bitte noch den Apfelsaft aus dem Kühlschrank«, bat sie die sanfte Stimme ihrer Mutter, sobald sie die Küche betrat.

Schnell befolgte sie die Anweisung, stellte den Saft auf den Tisch und setzte sich schließlich neben ihren Vater, der sich bereits eine große Portion auf den Teller geschaufelt hatte. Ihre Mutter nahm ebenfalls Platz und sprach leise ein Tischgebet.

Normalerweise erkundigte sich Rona bei ihrem Vater, wie sein Tag im Büro gewesen war, doch heute hatte sie eine ganz andere Frage, die ihr keine Ruhe ließ: »Wer ist Sean?«

Klirrend landete die Gabel ihrer Mutter auf dem Teller. Ihren Vater hörte sie neben sich tief einatmen. »Du hast also den Brief gefunden?«

Mit klopfendem Herzen wandte sie sich ihm zu und sah ihn herausfordernd an. »Ja.«

»Du willst wahrscheinlich wissen, warum wir ihn dir vorenthalten haben?«, fragte ihr Vater ruhig.

»Allerdings.« Nachdrücklich nickte Rona und knirschte empört mit den Zähnen. Bisher hatte sie gehofft, dass sie sich getäuscht hatte und ihre Eltern den Brief einfach nur vergessen hatten. Er hätte runtergefallen und erst beim Putzen wieder aufgetaucht sein können. Er hätte fälschlicherweise bei den Nachbarn im Briefkasten gelandet sein können. Doch so wie es aussah, hatten ihre Eltern nie vorgehabt, ihr diesen Brief zu geben. Sie spürte einen schmerzlichen Stich.

Ihr Vater warf ihrer Mutter einen fragenden Blick zu, doch die schüttelte nur ängstlich den Kopf und presste missmutig ihre Lippen aufeinander.

Rona bekam ein ganz flaues Gefühl im Magen. »Was ist los?« Was wollten ihre Eltern ihr nicht erzählen?

Einen Moment folgte sie der stummen Diskussion zwischen ihrem Vater und ihrer Mutter, dann begann sie ungeduldig mit dem Finger auf den Tisch zu klopfen.

Ihr Vater seufzte. »Seans Mutter und ich haben uns zerstritten und den Kontakt abgebrochen.«

Das hörte sich jetzt nicht ansatzweise gefährlich an oder wie ein Grund, Seans Kontaktversuch zu ignorieren. »Mehr nicht?«

»Es gibt Dinge, die musst du nicht wissen.«

Also gab es doch mehr, aber ihr Vater wollte nicht, dass sie davon erfuhr. Für ihn schien das Thema damit beendet zu sein, denn er widmete sich bereits seinem Auflauf. Wer weiß, wie viele Briefe von Sean und seiner Mutter schon ungeöffnet im Müll gelandet waren.

»Ich bin kein Kind mehr.« Auch wenn ihre Eltern offensichtlich immer noch dieser Meinung waren und sie oft behandelten wie eine Zehnjährige. Für Eltern war das normal und daher versuchte Rona nachsichtig zu sein, solange sie noch mit ihnen unter einem Dach wohnte. In wenigen Monaten würde sich das jedoch ändern und sie würde in eines der vielen Studentenwohnheime auf dem Campus ziehen.

»Was stand in dem Brief?« Ihr Vater ging über ihre letzte Bemerkung einfach hinweg.

Erbost und enttäuscht antwortete Rona ihm nur widerwillig. »Nicht viel. Nur dass wir verwandt sind und er mich nach Schottland einlädt.« Das Flugticket verschwieg sie vorsorglich.

Ihre Mutter sprang auf und stemmte die Hände auf den Tisch. »Nein!«

Rona zuckte zusammen. Sie kannte diesen unmissverständlichen Nein-darüber-wird-nicht-mehr-diskutiert-Ton zur Genüge, auch wenn sie ihn schon lange nicht mehr zu hören bekommen hatte. Doch wie immer löste dieser Ton nur Trotz in ihr aus. Auch sie stand auf. »Ich bin volljährig, du kannst mir das nicht verbieten!«

»Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, befolgst du auch meine Regeln!«, erwiderte ihre Mutter streng.

»Prima, dann flieg ich halt hin, sobald ich ausgezogen bin!« Dass dies sehr bald der Fall sein würde, ignorierte Ronas Mutter schon seit Wochen. Auch jetzt. Ihre grünen Augen funkelten wütend und die Sommersprossen verschwanden in dem vor Zorn geröteten Gesicht. »Dann wirst du niemals ausziehen!«

Rona wusste, dass sie in diesem Moment ihrer Mutter, deren rote Haarfarbe und hohe Wangenknochen sie geerbt hatte, ähnlichsah - sie war nämlich genauso wütend. Doch bevor sie ihrem Temperament freien Lauf lassen konnte, mischte sich ihr Vater ein. »Was ist mit deinem Studium?«

Seine dunkle Stimme hatte schon immer einen beruhigenden Einfluss auf sie gehabt. Vielleicht lag es daran, dass er ihr als Kind immer Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen hatte. Also versuchte sie rational an die Sache heranzugehen, denn ein eskalierter Streit würde sie bestimmt nicht nach Schottland bringen. Sie wandte sich an ihren Vater in der Hoffnung, ihn auf ihre Seite zu ziehen, wie es ihr schon öfter gelungen war, wenn sie ihren Kopf hatte durchsetzen wollen. »Das fängt erst in drei Monaten an.«

»Du musst dich vorbereiten«, entgegnete er.

»Mein Stundenplan ist fertig und ich habe alles erledigt, was ich erledigen konnte. Das ist der ideale Zeitpunkt, um nach Schottland zu fliegen.« Sie setzte ihren flehenden Blick auf, der ihr in der Vergangenheit in ähnlichen Situationen immer geholfen hatte. »Bitte.«

Sie warf einen vorsichtigen Blick zu ihrer Mutter, doch die hatte ihre Arme missmutig vor der Brust verschränkt.

»Du weißt, dass ich immer davon geträumt habe, einmal nach Schottland zu reisen«, fuhr Rona fort. »Wenn es nach mir ginge, ein ganzes Jahr.« Jedes Jahr versuchte sie ihre Eltern dazu zu überreden, den gemeinsamen Sommerurlaub in den Highlands zu verbringen, doch stattdessen fuhren sie immer an weiße Sandstrände und verbrachten ihre Zeit faulenzend am Pool unter Palmen. Zugegeben, es waren...

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