Biblische Geschichten lebendig erzählen

Anregungen - Beispiele - Übungen
 
Jochem Westhof (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 16. Mai 2011 | 96 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06593-5 (ISBN)
 
Fesselnd und spannend erzählen lernen - eine Praxishilfe

- Ein »Pocket«-Buch für die Gemeinde, Schule und Familie

- Mit zahlreichen Beispielen und Übungsvorschlägen

Die Geschichten der Bibel sind zu uns gekommen, auch weil sie von Generation zu Generation weitererzählt wurden. Noch heute ist eine frei erzählte biblische Geschichte im Kindergottesdienst, im Religionsunterricht, im Konfi-Kurs und manchmal auch zu Hause ein echter Höhepunkt.

Viele haben jedoch Angst: Ich kann doch gar nicht erzählen! - Aber das stimmt nicht: Erzählen ist keine geheimnisvolle Kunst. Erzählen kann man lernen.

Dabei hilft dieses kleine Buch. Es stellt zunächst zwei Regeln vor, die schon alles sind, um gut erzählen zu können. Ergänzt werden diese Regeln dann um einige Tipps zur Praxis des Erzählens. Mit zahlreichen Beispielen und Übungsvorschlägen ist dieses Buch ein wertvoller Begleiter für alle, die fesselnd und spannend erzählen wollen.



Jochem Westhof, geb. 1949, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, Studium der Theologie, der Chemie und der Pädagogik, viele Jahre Mitarbeiter in der Urlauberseelsorge und Leiter der 'Kirche unterwegs', Nachfolger von Wolfgang Longardt im Ev. Zentrum Rissen, ab 1998 Referent für Kindergottesdienst in der Nordkirche in Hamburg, seit September 2014 im Ruhestand.
Seit vielen Jahren Geschichtenerzähler, besonders für Geschichten der Bibel, Initiator der Ausbildung Bibel-Erzähler. Zahlreiche internationale Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Erzählen und zum Thema Symbolgestaltung in der Familienkirche.
Deutsch
0,42 MB
978-3-641-06593-5 (9783641065935)
3641065933 (3641065933)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"ZUR ERZÄHLPRAXIS - BESONDERHEITEN UND TIPPS (S. 31-32)

4. WÄHREND DES ERZÄHLENS – BESONDERHEITEN UND TIPPS

Beim Erzählen passieren leicht »Zwischenfälle«, die ich zum Teil selber provoziere oder die von außen kommen. Ich möchte im Folgenden solche Besonderheiten vorstellen, kommentieren und Tipps zu deren Überwindung geben. Ich benutze dazu noch einmal Ausschnitte aus der Erzählung von der Heilung der verkrümmten Frau, die auch bisher als Beispiel diente.

FRAGEN DES ERZÄHLERS

Stell dir vor – ein Dorf, damals in Israel. Ein Haus am Rande des Dorfes, klein und unscheinbar. Die Tür öffnet sich, eine Frau tritt heraus. Ihr Rücken ist ganz krumm, sie kann sich nicht gerade aufrichten. Mühsam geht sie, auf einen Stock gestützt, den Weg in das Dorf. Es ist Sabbat, die Menschen arbeiten heute nicht, sie versammeln sich in der Synagoge zum Beten. Sie sind vornehm gekleidet. Die Frau hat keine gute Kleidung. Sie sieht ärmlich aus. Nur langsam kommt sie voran. Der Rücken tut ihr so weh! Sie hält inne, stützt sich auf den Stock. Dann geht sie weiter, Schritt für Schritt. Kennt ihr das auch, das jemand ganz krumm ist am Rücken? Kennt ihr das, dass jemand nicht gerade gehen kann und sich immer auf einen Stock stützen muss? Erzählt mal davon!

Der letzte Satz tut weh! Gerade habe ich meine inneren Bilder aufgebaut, gehe mit der Frau zur Synagoge, da werde ich herausgerissen und soll überlegen. Natürlich fallen mir Beispiele ein und ich könnte sie nennen, alte Menschen mit Rollwagen, neulich im Supermarkt habe ich sie gesehen … aber wie komme ich vom Supermarkt wieder in das Dorf in Israel? In vielen Erzählbüchern werden Zwischenfragen als »Zuhörerbeteiligung« propagiert, in manchen schriftlichen Erzählungen der Kindergottesdienstliteratur werden Fragen der Art »Und wie könnte es jetzt weitergehen? « vorgeschlagen.

Ich finde diese Zwischenfragen fürchterlich. Sie nehmen den Zuhörer nicht hinein in die Geschichte, sie führen ihn hinaus. Erzählungen sind etwas anderes als ein Gespräch. Erzählungen leben davon, dass ich in ihren Bildern bleibe. So wertvoll es auch sonst sein mag, Menschen in ein Gespräch zu ziehen und von sich erzählen zu lassen – meine eigene Erzählung geht dabei kaputt. Die inneren Bilder sind empfindlich. Vermeiden wir daher, sie von uns aus durch Fragen zu zerstören."

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