Behemoth - Im Labyrinth der Macht

Im Labyrinth der Macht
 
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 11. Mai 2011 | 512 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05865-4 (ISBN)
 
Im Labyrinth der Macht - Die geheime Mission der Leviathan geht weiter!

Nach einer wilden Verfolgungsjagd landet das Luftschiff »Leviathan« in Konstantinopel. Doch dort erwartet die Crew eine böse Überraschung: Es gelingt ihnen zwar, dem Sultan ihr Geschenk zu überbringen - doch der hat sich bereits anderweitig verbündet, und ihre Friedensmission endet in einem völligen Desaster! Allein und von Feinden gejagt, finden sich Alek und Deryn im vor Unruhe brodelnden Konstantinopel wieder. Doch sie haben einen außergewöhnlichen Trumpf in der Hand: Nur sie wissen von den Plänen der Briten, das sagenhafte Meer-Ungeheuer »Behemoth« ins Osmanische Reich zu leiten ... Umgeben von Verrätern und überraschenden neuen Verbündeten muss Alek zum ersten Mal seine eigenen Entscheidungen treffen.



Scott Westerfeld wurde in Texas geboren. Er ist Komponist, Software-Designer und Autor zahlreicher renommierter Science-Fiction- und Jugendbücher, u.a. der international erfolgreichen Bücher 'Ugly', 'Pretty', 'Special' und 'Extras'. Mit seiner Frau, der Autorin Justine Larbalestier, lebt er in New York und Sydney/Australien.
Corpus Fontium Historiae
Andreas Helweg
Keith Thompson
Deutsch
8,22 MB
978-3-641-05865-4 (9783641058654)
3641058651 (3641058651)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"43. Kapitel (S. 305-306)

Am nächsten Morgen bekam Alek die Erlaubnis, Volger zu besuchen. Als die Wache ihn in die Kabine des Wildgrafen führte, fiel Alek auf, dass die Tür nicht verschlossen war. Alek selbst hatte man in der vergangenen Nacht höflich behandelt, eher wie einen Gast und nicht wie einen Gefangenen. Vielleicht hatten die Spannungen zwischen den Darwinisten und seinen Männern im letzten Monat ein wenig nachgelassen. Graf Volger sah aus, als ginge es ihm recht gut.

Er nahm gerade sein Frühstück ein, weich gekochte Eier und Toast, und er machte sich nicht einmal die Mühe, aufzustehen, als Alek eintrat. Er nickte lediglich und sagte: »Prinz Aleksandar.« Auch Alek nickte. »Graf.« Volger widmete sich wieder der Aufgabe, kratzend Butter auf einer Scheibe Toast zu verteilen. Während Alek dastand und wartete, fühlte er sich wie ein Schuljunge, der zur Bestrafung gerufen wurde. Natürlich hatte er nie eine Schule besucht, doch irgendwie brachten Erwachsene – ob nun Lehrer, Eltern oder großmütterliche Revolutionäre wie Nene – ihre Enttäuschung stets auf die gleiche Weise zum Ausdruck.

Bestimmt unterschieden sich Schulmeister nicht so sehr davon. Schließlich seufzte Alek. »Vielleicht erspart es uns etwas Zeit, wenn ich anfange.« »Wie Sie wünschen.« »Wollen Sie mir sagen, ich sei ein Narr, weil ich mich wieder gefangen nehmen lassen habe? Dass es Wahnsinn war, mich in die osmanische Politik einzumischen? Weil ich mich inzwischen längst in der Wildnis hätte verstecken können?« Graf Volger nickte. »Ja, genau.« Er kratzte weiter auf seinem Toast herum und schien darauf erpicht, jeden Quadratmillimeter mit Butter zu bedecken. »Indem ich mich nicht an Ihren Rat gehalten habe, habe ich mein eigenes Leben und das meiner Männer riskiert«, fuhr Alek fort.

»Dr. Busk sagt zwar, Klopp werde durchkommen, aber dennoch habe ich ihn und Bauer in eine regelrechte Schlacht geführt. Das hätte auch übler ausgehen können.« »Viel übler«, stimmte Volger zu und verstummte wieder. »Nun ja … Außerdem habe ich alles weggeworfen, was mir mein Vater hinterlassen hat. Die Burg, Ihre Pläne und schließlich noch sein Gold.« Alek griff in seine Pilotenjacke und tastete nach einem harten Klumpen, den er in den Saum eingenäht hatte. Er riss den Stoff auf, zog den Rest des Goldes hervor und warf es auf den Tisch. Nachdem er einen Monat Gewürz und Maschinenteile gekauft hatte, war der Barren so gut wie verbraucht.

Davon geblieben war nur das runde Habsburger Wappen in der Mitte. Der Goldrest sah aus wie eine dicke, ungeschickt gemachte Münze. Volger blinzelte und Alek erlaubte sich ein Lächeln. Wenigstens hatte er endlich eine Reaktion hervorgerufen. »Haben Sie diese Revolution vollständig aus Ihrer Tasche finanziert?« »Nur die letzte Phase … gewissermaßen das Gewürz obendrauf.« Alek zuckte mit den Schultern. »Mir scheint, Revolutionen sind teuer.« »Ich habe keine Ahnung. Ich meide sie aus Prinzip.«"

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