WestEnd 1/2020: Verschwiegene Gewalt

Neue Zeitschrift für Sozialforschung
 
Campus (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. Mai 2020
  • |
  • 158 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-593-44439-0 (ISBN)
 
In Anlehnung an die berühmte »Zeitschrift für Sozialforschung« (1932 - 1941) verfolgt auch ihre seit 2004 halbjährlich erscheinende Nachfolgerin »WestEnd« den Anspruch einer kritischen Gesellschaftsanalyse. Zur Veröffentlichung kommen Aufsätze und Essays aus Soziologie, Philosophie, politischer Theorie, Ästhetik, Geschichte, Entwicklungspsychologie, Rechtswissenschaft und politischer Ökonomie. Neben den Rubriken »Studien« und »Eingriffe« behandelt jedes Heft ein Schwerpunktthema. Bei der Frage, was Gewalttaten erklären kann, legt die einschlägige Forschung häufig andere Maßstäbe an als bei anderen Handlungen. Gewalt steht in einem normativ besonders stark aufgeladenen Diskursfeld, das Abwehr und kognitive Blockaden hervorruft. Gewaltförmiges Handeln wird vor diesem Hintergrund oft nur noch in einem undurchdringlichen Vexierbild des Unmenschlichen wahrgenommen. Besteht nun die bessere Antwort auf diese Herausforderung darin, dem von Jan Philipp Reemtsma diagnostizierten »Erklärungsbegehren« zu widerstehen, oder nicht vielmehr darin, gewalttätiges Verhalten einer aufklärenden Durcharbeitung zu unterziehen? Dieser Frage widmen sich die Beiträge des von Eddie Hartmann und Thomas Hoebel herausgegebenen Themenschwerpunkts und behandeln dabei vor allem Gewaltphänomene in sozialen Nahbeziehungen. Inhalt: Studien: Susanne Lüdermann: Demokratie und Urteilskraft im digitalen Zeitalter. Ein Selbstversuch Jakob Norberg: Der Philologenkönig. Zum Machtanspruch der Grimmschen Sprachwissenschaft Gabriele Pedullà: Humanistischer Republikanismus. Wider eine zeitgenössische Idealisierung Stichwort: Verschwiegene Gewalt, hg. von Eddie Hartmann und Thomas Hoebel Eddie Hartmann/Thomas Hoebel: Einleitung Eddie Hartmann/Thomas Hoebel: Die Schweigsamkeit der Gewalt durchbrechen Anne Kersten: Eigensinnigkeiten häuslicher Gewalt. Eine netzwerktheoretische Perspektive Ferdinand Sutterlüty: Das strukturelle Gewaltpotential der Familie Sabine Andresen: Aufarbeitung sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Impulse für die sozialwissenschaftliche Gewaltforschung Laura Wolters: Gewaltforschung im Modus des Erklärens Eingriffe: Felix Roßmeißl: Radikalisierung. Zur Kritik eines Erklärungsmusters des westlichen Dschihadismus Jason Farago: J'accuse! Édourad Louis und die literarische Feier des Sozialdeterminismus Mitteilungen aus dem IfS: Stephan Voswinckel: Nachruf auf Joachim Bergmann
weitere Ausgaben werden ermittelt
Herausgegeben vom Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main.

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