Die Pestpolitik und das Lazarettwesen in Nürnberg und Venedig (1483-1534). Berührungspunkte und der venezianische Einfluss auf Nürnberg

 
 
GRIN Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. Juli 2020
  • |
  • 78 Seiten
 
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978-3-346-20194-2 (ISBN)
 
Masterarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit untersucht, welche Maßnahmen der obrigkeitlichen Pestbekämpfung Nürnbergs Parallelen zu der Pestpolitik Venedigs aufweisen und wie es zu solchen Nachahmungen gekommen ist. Dabei wird danach gefragt, auf welchem Weg und dank welcher sozialen Gruppen bestimmte Pestabwehrmaßnehmen aus Venedig in der Form kultureller Transferleistungen in die Reichsstadt gekommen sein könnten und wie sie dort umgesetzt wurden, sodass Nürnberg eine Vorreiterrolle einnehmen konnte. Diese Forschungsfrage schränkt den Fokus mit Ausnahme des Rochuskults auf "staatliche" Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen ein, die besonders wegen des epidemischen Charakters der Pest eine zentrale Rolle in der weiteren Pestbekämpfung der Neuzeit. "Der wirtschaftliche Austausch mit der Serenissima beeinflusste überdies die soziale Entwicklung an der Pegnitz. Er hatte Auswirkungen auf den Aufstieg einzelner Familien, auf die vermögensbezogene Verschiebung unter den Geschlechtern, die Verflechtung von Kaufmannschaft und Stadtregiment und damit auf dessen politisches Agieren." Mit diesen Worten fasst Bettina Pfotenhauer die Auswirkungen zusammen, die auf die Reichsstadt Nürnberg und das dort regierende Fernhandelspatriziat durch den Austausch mit Venedig einwirkten. Gleichzeitig verband beide Städte ein Schicksal, das gerade bevölkerungsreiche Handelsmetropolen Europas bis ins 18. Jahrhundert vor große Herausforderungen stellte. Die Pest lenkte in regelmäßigen Abständen das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen in beiden Städten und stellte eine existentielle Bedrohung für ihre öffentliche Ordnung und Wirtschaft dar. Vor diesem Hintergrund ist der Forschungsstand bemerkenswert, dass beide Städte, Nürnberg für das südliche Reichsgebiet und Venedig für die Städte Norditaliens, die Rolle eines Vorreiters in der politisch gelenkten Pestbekämpfung einnahmen. Vor ihren eigentlichen Kulminationsphasen errichtete Nürnberg ein Pestlazarett, verabschiedete komplexe Pestordnungen, etablierte Pestbehörden und trieb die Isolierung Kranker voran.
  • Deutsch
  • 1,13 MB
978-3-346-20194-2 (9783346201942)

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