
Astronomie und Astrophysik
Beschreibung
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Studenten der Physik und Astronomie im Grundstudium wie auch Fachleute und Amateure schätzen dieses Buch für Schule, Studium und Freizeit.
Zusatzmaterial und Farbtafeln erhältlich unter http://www.aip.de/~lutz/WeWeWi/index.html
Rezensionen / Stimmen
"...Wer als wirklich fast alles über Astronomie wissen möchte, für den ist dieses Buch gerade richtig. ... Auch für Einsteiger stellt das Buch äußerst wissenswerte Fakten rund um die Astronomie und den gesamten Kosmos bereit. ..."Radio ZuSa (29.08.2010)
"... Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der beginnt, sich für Astrophysik zu interessieren."
Astronomie.de (09/2010)
"... Das Buch vermittelt ein solides Grundwissen der modernen Astrophysik. Insbesondere Studenten der Astronomie und Physik kann dieses Buch sehr empfohlen werden. In deutscher Sprache werden sie nur schwer ein besseres finden!..."
VDI-Nachrichten (19.04.2010)
"Grundlagen und gegenwärtige Forschungskonzepte werden in diesem Grundkurs über Astronomie und Astrophysik auf das Anregendste zusammengeführt."
Physikalischesoiree.at (2.11.09)
"Dieses Buch eignet sich hervorragend als Ausgang für die genauere Beschäftigung mit diesem anspruchsvollen Thema. Wenn man also einen ersten Eindruck von der
modernen Kosmologie gewinnen möchte und etwas Vorbildung besitzt, sollte man mit diesem Buch sehr zufrieden sein."
Der Astrotreff (28.2.2010)
Aus Rezensionen zu früheren Auflagen:
"... Es ist elementar genug, um für ambitionierte Oberstufenlehrer interessant zu sein, und gibt gleichzeitig einen anspruchsvollen Überblick über das gesamte Gebiet der modernen Astronomie (und Astrophysik) ... Das Niveau ist durchgehend gleich bleibend anspruchsvoll, die Darstellung aber immer gut nachvollziehbar; ... Die Darstellung des Stoffs ist kompetent und auf dem "neuesten Stand", ... Summa summarum ist den Autoren eine sehr erfreuliche Neuauflage gelungen - für alle nichtprofessionellen Astronomen eine allererste Informationsquelle, und für manchen angehenden Berufsastronomen sicher der Nullpunkt seines professionellen Koordinatensystems."
wissenschaft-online
"Die Autoren verstehen es durchweg, das Zusammenspiel von Grundlagen und aktueller Forschung interessant und didaktisch gut zu gestalten. Optisch hervorzuheben ist eine neu eingeführte 16-seitige Farbtafel, ein Querschnitt durch die Highlights der Astronomiebilder der letzten Jahre."
Altmark Zeitung
"Das Lehrbuch vermittelt solides Grundwissen der modernen Astrophysik und kann Studierenden der Astronomie im Haupt- und Nebenfach empfohlen werden."
ekz-Informationsdienst
"Sowohl für das Grundstudium als auch für Lehrer und interessierte Hobbyastronomen mit mathematischen Grundkenntnissen geeignet, bietet das Buch die Möglichkeit, die Grundlagen der Astronomie und Astrophysik zu erarbeiten sowie sich über Forschung an vorderster Front zu informieren. Des Weiteren kann das Buch Sternwarten, Planetarien und in fortgeschrittenen Semestern als Nachschlagewerk empfohlen werden."
Astronomie + Raumfahrt im Unterricht
"Das Niveau ist durchgehend gleich bleibend anspruchsvoll, die Darstellung aber immer gut nachvollziehbar;...Die Darstellung des Stoffs ist kompetent und auf dem 'neuesten Stand'....
Summa summarum ist den Autoren eine sehr erfreuliche Neuauflage gelungen - für alle nichtprofessionellen Astronomen eine allererste Informationsquelle, und für manchen angehenden Berufsastronomen sicher der Nullpunkt seines professionellen Koordinatensystems."
Sterne und Weltraum
"Für mich ein gelungenes Fachbuch zur Vertiefung astronomischer Kenntnisse und für jeden, der sich mehr als nur der einfachen Theorie widmen will, eine gelungene Übersicht aus allen Bereichen der Astrophysik, welches bemüht ist, auf dem aktuellsten Stand zu sein. Zusammengefasst: Ein Buch, welches jede Sternwartenbibliothek bereichert."
Antares
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Andere Ausgaben

Personen
Alfred Weigert (1927-1992)
Heinrich J. Wendker (1938-2008)
Inhalt
2. Strahlung
3. Astronomische Instrumente
4. Das Sonnensystem
5. Charakteristische Beobachtungsgrößen von Sternen
6. Die Außenschichten von Sonne und Sternen
7. Innerer Aufbau der Sterne
8. Sternentstehung und Sternentwicklung
9. Extrasolare Planetensysteme
10. Interstellare Materie
11. Das Milchstraßensystem
12. Galaxien
13. Die Verteilung der Materie im Universum
14. Kosmologie
Kapitel 2
Strahlung
2.1 Das elektromagnetische Spektrum
Ein entscheidender Unterschied zwischen Laborphysik und Astrophysik besteht darin, dass die Astronomen nicht - wie im aktiv gesteuerten Laborexperiment - die untersuchten Objekte gezielten Experimenten unterwerfen können. Sie müssen vielmehr passiv beobachtend verfolgen, welche "kosmischen Experimente" ihnen gerade angeboten werden. Wichtigste Informationsquelle über astronomische Objekte oder Vorgänge ist die von diesen Objekten ausgesandte oder von ihnen beeinflusste elektromagnetische Strahlung. Es handelt sich dabei um elektrische und magnetische Wechselfelder, die sich wellenförmig ausbreiten. Dieser Wellencharakter der Strahlung zeigt sich z. B. in den Interferenzerscheinungen. Bei atomaren Absorptions- oder Emissionsprozessen dagegen erweist sich der Teilchencharakter der Strahlung, die man sich dann aus einzelnen Lichtquanten, den Photonen, bestehend denkt.
Elektromagnetische Strahlung breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus, deren Wert im Vakuum eine fundamentale Naturkonstante darstellt. Die Wellenlänge ? bzw. Frequenz ? hängen über die Beziehung
miteinander zusammen.
Die Frequenz wird als Zahl von Schwingungen pro Sekunde ausgedrückt. Die Grundeinheit, eine Schwingung pro Sekunde, ist das Hertz Hz; größere Frequenzen werden häufig in Einheiten von 1 MHz = 106 Hz oder 1 GHz = 109 Hz angegeben. Die Wellenlänge wird je nach Bereich in m, cm, nm usw. ausgedrückt. Oft findet man auch noch die Einheit 1 Å = 1 Ångström = 0.1 nm. Die Umrechung von ? in ? und umgekehrt ist leicht über Gl. (2.1) möglich. Beispielsweise hat im optischen Spektralbereich rotes Licht mit ? = 6000 Å = 600 nm = 6 · 10-7 m die Frequenz ? = 5 ·1014 Hz; im Radiobereich entspricht einem ? = 21 cm die Frequenz ? = 1.4 GHz.
Der Energiegehalt eines einzelnen Photons im Teilchenbild entspricht unmittelbar der Wellenlänge bzw. Frequenz der Strahlung im Wellenbild über die Beziehung
(2.2)
wobei h das Plancksche Wirkungsquantum darstellt. Eine für die Beschreibung von Photonenenergien sehr gebräuchliche Einheit ist das Elektronenvolt (eV), wobei 1 eV = 1.6 · 10-19J. Damit beträgt die Energie eines Photons des sichtbaren Lichts bei ? = 600 nm ziemlich genau h? = 2 eV, während Röntgenstrahlung von h? = 1 keV einer Wellenlänge von 1.2 nm entspricht.
Das Spektrum der elektromagnetischen Strahlung umfasst etliche Zehnerpotenzen, von meterlangen Radiowellen bis hin zu extrem hochenergetischen Gammateilchen. Einen Überblick über die verschiedenen Bereiche des Spektrums gibt Abb. 2.1, wobei die Grenzen der einzelnen Bereiche natürlich nicht scharf gezogen sind, sondern Konventionen wiedergeben. Teilweise beruht die Trennung einfach auf den unterschiedlichen verwendeten Messtechniken.
Abb. 2.1 Wellenlängen ? und Frequenzen ? in den verschiedenen Spektralbereichen der elektromagnetischen Strahlung.
Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts waren astronomische Beobachtungen fast ausschließlich auf den winzig schmalen Bereich des sichtbaren Lichts (350 nm ? 800 nm) beschränkt, da die Erdatmosphäre nur für diesen Bereich (und für Radiostrahlung) durchlässig ist (s. Abschn. 2.6). Inzwischen können astronomische Objekte über das gesamte elektromagnetische Spektrum studiert werden, maßgeblich ermöglicht durch die technische Entwicklung insbesondere von Satelliten- und Ballon-Teleskopen.
2.2 Astrophysikalische Messgrößen
Alle unsere Kenntnis über Objekte und Vorgänge des Kosmos gründet sich auf einige wenige der astronomischen Beobachtung direkt zugängliche Messgrößen. Dazu gehört zunächst einmal die scheinbare Helligkeit eines Objekts. Des Weiteren kann man feststellen, aus welcher Richtung die Strahlung kommt, oder wie die Richtungsabhängigkeit der Helligkeitsverteilung aussieht. Die Frequenz (alternativ: Wellenlänge; Quantenenergie) und ggf. die Polarisation der Strahlung sind weitere messbare Größen. Schließlich stellt auch der Zeitpunkt einer Messung eine Informationsquelle dar. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf elektromagnetische Strahlung, sind aber auch auf andere Teilchenströme anwendbar wie z. B. die kosmische Strahlung oder Neutrinos (s. Abschn. 2.4).
2.2.1 Intensität und Strahlungsstrom
Die fundamentale Messgröße in der Astronomie ist die scheinbare Helligkeit eines Objektes, d. h. die Helligkeit, wie sie am Ort der Beobachtung erscheint. Demgegenüber spricht man von absoluter Helligkeit als einer Kenngröße des Objekts selbst; alternativ wird auch der Begriff Leuchtkraft verwendet. Die scheinbare Helligkeit eines Objekts hängt von seiner absoluten Helligkeit und von seiner Entfernung zum Beobachter ab.
Um die von der Oberfläche einer Strahlungsquelle ausgehende Strahlung ganz allgemein zu charakterisieren, führen wir zunächst den Begriff der Intensität ein. Zur genauen Definition dieser Größe betrachten wir die Energiemenge dE, die von einem kleinen Fleck auf der Oberfläche der Quelle in eine bestimmte Richtung ?,? abgestrahlt wird. Diese Energiemenge ist proportional zur Größe des (infinitesimal kleinen) Flächenelements dA, zum Zeitintervall dt sowie zur Größe des Raumwinkels um den vorgegebenen Richtungsvektor d? ( Abb. 2.2). Die Intensität stellt dann den Proportionalitätsfaktor in der Beziehung
Abb. 2.2 Zur Definition der Intensität.
(2.3)
wobei der Wert von I natürlich zeitlich und über die Oberfläche der Quelle schwanken kann.
Um auch noch die spektrale Verteilung der Strahlung zu erfassen, führen wir die "monochromatische Intensität" über die abgestrahlte Energiemenge pro Frequenzintervall [?,? + d?] ein; die erweiterte Definitionsgleichung lautet dann
(2.4)
In SI-Einheiten ausgedrückt, ist I? also die Energiemenge, die pro Sekunde durch eine Fläche von 1 m2 in Richtung eines Raumwinkels von 1 sterad hindurchfließt, gemessen über eine spektrale Bandbreite von 1 Hz. Analog lässt sich natürlich auch eine auf Wellenlängen bezogene monochromatische Intensität I? festlegen.
Ein besonders einfaches Strahlungsfeld liegt für den idealisierten Fall des exakten thermischen Gleichgewichts vor. Die Intensität ist dann unabhängig von der Richtung, das Strahlungsfeld ist "isotrop"; seine spektrale Energieverteilung lässt sich mit der Planckschen Funktion I? = B?(T) (s. Abschn. 2.3.2) beschreiben.
Für reale Objekte hängt die Intensität i. allg. jedoch von der Richtung ab, I = I(?,?). Durch Integration über alle Richtungen "nach außen", d. h. ? = 90°, erhält man den Strahlungsfluss
(2.5)
d. h. die Energiemenge, die pro Zeiteinheit durch eine Einheitsfläche hindurchtritt und von der Quelle abgestrahlt wird. Die Gesamtstrahlungsleistung (Leuchtkraft) des Objektes, auszudrücken als Energiemenge pro Zeit, ergibt sich dann durch Integration über die Oberfläche. Ohne Beschränkung der Allgemeinheit setzen wir als Integrationsfläche eine Kugel mit dem Radius R an und erhalten
(2.6)
Ein Beobachter in einer Entfernung r vom Mittelpunkt der Kugel misst den Strahlungsstrom
(2.7)
Alle diese Überlegungen und Begriffe sind gleichermaßen gültig, wenn man den monochromatischen Strahlungsstrom s? betrachtet. s? wird oft in der Einheit Jansky (benannt nach einem Pionier der Radioastronomie) angegeben, 1 Jy = 10-26 W m-2 Hz-1. Dagegen findet man optische Spektren meist durch den Strahlungsstrom pro Wellenlängenintervall s? ausgedrückt mit der Einheit W m-2 nm-1. Die Größen s? und s? sind natürlich äquivalent, da sie durch die Beziehungen s? d? = s? d? und ? = c/? miteinander verknüpft sind.
Man beachte, dass der Strahlungsstrom beim Beobachter s und der nach außen gerichtete Fluss an der Oberfläche des Objektes F in den gleichen Einheiten (W m-2 bzw. W m-2 Hz-1 oder W m-2 nm-1) beschrieben werden, dass aber die beiden Größen physikalisch völlig verschiedenartiger Natur sind. Für astronomische Objekte ist nur der Strahlungsstrom eine direkte Messgröße; um den Fluss zu messen, müsste man auf der Oberfläche des...
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