Organvermittlung und Arzthaftung

Regelungskonzept, Verfassungsmäßigkeit, Rechtsnatur und arzthaftungsrechtliche Konsequenzen des Systems der Organvermittlung
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. September 2017
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  • 337 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-155455-1 (ISBN)
 
Der in Deutschland chronisch vorherrschende Mangel an Spenderorganen zwingt den Gesetzgeber zu einem Verteilungssystem, das über Leben und Tod der wartenden Patienten entscheidet. Das derzeitige wird von Richtlinien der Bundesärztekammer mit seinen Wartelisten- und Verteilungsverfahren geprägt und sieht sich dabei starker verfassungsrechtlicher Kritik ausgesetzt. Dabei wird es in zunehmendem Maße rechtspolitisch in Frage gestellt. Zu dieser schwierigen Lage des deutschen Transplantationsrechts gesellt sich in letzter Zeit ein erheblicher Verlust des Systemvertrauens der Bevölkerung durch manipulative Eingriffe behandelnder Ärzte und fehlerhafte Organvermittlungen. Die Frage, wie sich verfassungsrechtliche Unsicherheiten der BÄK-Richtlinien auf die zivilrechtliche Arzthaftung auswirken, unter welchen Voraussetzungen ein behandlungsvertrags- und deliktsrechtlicher Schuldvorwurf erhoben werden kann und wie sich die Rechtssätze der BÄK zivilrechtsdogmatisch in die Arzthaftung einordnen lassen, ist Kernthema der vorliegenden Untersuchung.
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 4,22 MB
978-3-16-155455-1 (9783161554551)
3161554558 (3161554558)
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  • Cover
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • § 1 Einleitung
  • I. Recht der Organvermittlungen als gesetzgeberische Herausforderung
  • II. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands und Gang der Betrachtung
  • § 2 Begriffsbestimmung und Bestandsaufnahme
  • I. Organtransplantation
  • 1. Anwendungsbereich des Transplantationsgesetztes (TPG)
  • 1. Begriffsverständnis der "Transplantation"
  • a) Medizinische Differenzierungen
  • b) Häufigkeit der einzelnen Organübertragungen
  • II. Organspende
  • 1. Lebendspende
  • 2. Postmortale Organspende
  • a) Irreversibler Ausfall der Gesamthirnfunktion: "Gesamthirntod"
  • b) Erweiterte Zustimmungslösung
  • aa) Regelungsinhalt, §§ 3, 4 TPG
  • bb) Empirische Befunde
  • III. Organmangel
  • 1. Diskutierte Gründe für den Organmangel
  • 2. Empirische Analyse
  • a) Divergenz zwischen gespendeten und medizinisch benötigten Organen
  • b) Vergleich zu anderen EU-Staaten
  • c) Zusammenfassung
  • § 3 Rechtsrahmen der Organvermittlungen
  • I. Rechtsrahmen nach dem TPG
  • 1. Organisationsrechtlicher Ablauf der Organübertragung
  • a) Entnahme: Entnahmekrankenhäuser, §§ 9, 9a TPG
  • b) Warteliste und Übertragung: Transplantationszentren, § 10 TPG
  • c) Koordinierungsstelle, § 11 TPG
  • d) Vermittlungsstelle, § 12 TPG
  • e) Zusammenfassung
  • 2. Kontrollinstanzen und Überprüfung der Einzelfallentscheidungen
  • a) Überwachungskommission
  • b) Prüfungskommission
  • c) Strukturprobleme und Kritik
  • II. Allokationsrechtliche Kriterien der Richtlinien der Bundesärztekammer
  • 1. Richtlinien für die Wartelistenführung und Organvermittlung
  • a) Regelungen der §§ 10 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 und 12 Abs. 3 S. 1 TPG
  • b) Erlassene Richtlinien nach § 16 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 und 5 TPG
  • aa) Regelungskonzept
  • bb) Rechtspolitische und verfassungsrechtliche Kritik
  • cc) Konkretisierung der Allokationskriterien
  • (1) Medizinische Indikation
  • (2) Kontraindikationen
  • (3) Erfolgsaussicht
  • (4) Dringlichkeit und High Urgency-Status
  • (5) Beschleunigtes Verfahren
  • (6) Organisationspflichten
  • (7) Allokationskriterien der einzelnen Richtlinien
  • (a) Herz
  • (b) Lunge
  • (c) Leber
  • (d) Niere
  • (e) Pankreas
  • (f) Dünndarm
  • 2. Zusammenfassung der allokationsrechtlichen Kriterien
  • III. Dogmatische Einordnung der Richtlinien und Verfassungsmäßigkeit
  • 1. Rechtnatur der "Richtlinien" und Vermutungswirkung
  • a) Begriff der "Richtlinie"
  • b) Interpersonaler Verbindlichkeitscharakter
  • c) Zusammenfassung
  • 2. Verfassungsrechtliche Kritik
  • a) Verfassungsrechtliche Bindung: Ausübung von "Staatsgewalt"
  • aa) Richtlinien als öffentlich-rechtliche Aufgabenwahrnehmung
  • bb) "Staatliche Gewalt": Beleihung der Bundesärztekammer
  • cc) Prinzip der "regulierten Selbstregulierung"?
  • dd) Zwischenergebnis
  • b) Rechtsstaatsprinzip und Wesentlichkeitstheorie
  • aa) Einwand der Gewaltenteilung
  • bb) Praktikabilitätserwägungen
  • cc) Zwischenergebnis
  • c) Demokratieprinzip und Legitimationsniveau
  • aa) Personelle Legitimation
  • bb) Materielle Legitimation
  • (1) Regelungsdefizit
  • (2) Kategorienfehler des Gesetzgebers und Einwand der "Expertise"
  • (3) Weisungs- und Kontrollrechte
  • (4) Genehmigungsvorbehalt, § 16 Abs. 3 TPG
  • (5) Zwischenergebnis
  • d) Grundrechtskonformität einzelner Allokationskriterien
  • aa) Maßstab: Grundsatz der Lebenswertindifferenz
  • bb) Kontraindikation: Fehlende Compliance
  • cc) Exkurs: Fehlende Sprachkenntnisse
  • (1) Literatur und Rechtsprechung
  • (2) Stellungnahme
  • (a) Kein Verstoß gegen Art. 3 Abs. 3 GG
  • (b) Art. 3 Abs. 1 GG und "Neue Formel" des BVerfG
  • dd) Medizinische Kriterien, insb. Alkohol- und Drogenabusus: Kontraindikation und sechsmonatige Abstinenzpflicht
  • (1) Diskussion um die sechsmonatige Abstinenzregel
  • (2) Verfassungsrechtlicher Maßstab
  • (3) Medizinische Analyse von Glp. A.III.2.1 BÄK-Leber- Richtlinie
  • (4) Zudem: Falsche Rechtsfolgenebene
  • ee) "Old for Old": Eurotransplant Senior Program
  • e) Zusammenfassung
  • § 4 Der transplantationsmedizinische Behandlungsvertrag
  • I. Allgemeines Behandlungsvertragsrecht
  • 1. Rechtsnatur des Behandlungsvertrages
  • a) Allgemeine Ausnahmen
  • b) Gesetzlich krankenversicherte Patienten
  • 2. Der Behandlungsvertrag nach §§ 630a ff. BGB
  • a) Haupt- und Nebenleistungspflichten
  • b) Abgrenzung zu Werk- und Dienstverträgen
  • 3. Zustandekommen und Verbotsgesetze nach § 134 BGB
  • a) Kontrahierungszwänge der Transplantationszentren
  • b) Verbotsgesetze im Sinne des § 134 BGB
  • II. Vertragsparteien
  • 1. Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung
  • 2. Behandelnde Personen
  • a) Ambulante Heilbehandlung
  • aa) Niedergelassene Ärzte
  • bb) Ambulante Behandlung im Krankenhaus
  • b) Stationäre Heilbehandlung
  • III. Rechtscharakter der Pflicht zur Wartelistenführung
  • 1. Spannungsfeld aus öffentlichem Recht und Zivilrecht
  • 2. Abgrenzungsmaßstab
  • 3. Öffentlich-rechtliche Qualifikation
  • 4. Privatrechtliche Qualifikation
  • 5. Auslegung und Rechtsnatur der Pflichten aus § 10 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 TPG
  • a) Wertungen des Gesetzes selbst
  • aa) Auslegungsmaßstab: Objektivierter Wille des Gesetzgebers
  • bb) Einwand der verfassungskonformen Auslegung
  • (1) Entwertung der Grundrechtspositionen
  • (2) Rechtsweggarantie
  • (3) Demokratieprinzip und Volkssouveränität
  • (4) Zwischenergebnis
  • cc) Auslegung von § 10 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 TPG
  • b) Sachnähe zum bürgerlichen Recht
  • c) Ergebnis
  • 6. Divergierende Rechtsnatur der Vermittlungsentscheidungen
  • a) Divergierende Interessenslage der Patienten
  • b) Unterschiedliche Maßstäbe der Entscheidungsfindung
  • c) Dogmatische Bedenken hinsichtlich vertragsrechtlicher Konstruktion
  • d) Eigene Wertungskriterien durch Eurotransplant
  • e) Zwischenfazit
  • f) Art. 24 Abs. 1 GG und Charakterisierung als Verwaltungsakt
  • g) Ergebnis
  • IV. Pflichtenprogramm transplantationsmedizinischer Behandlungsverträge
  • 1. Überweisungspflicht des ambulant behandelnden Arztes
  • 2. Untersuchungs- und Vermittlungspflichten
  • 3. Sonderfall: Beschleunigtes Verfahren
  • 4. Informations- bzw. Aufklärungspflichten
  • a) Therapeutische Aufklärung und Richtlinien der Bundesärztekammer
  • b) Informationspflichten nach § 630c Abs. 2 S. 1 BGB
  • c) Belehrung über Wartelistenaufnahme
  • aa) Zeitpunkt der Aufklärung
  • bb) Dogmatische Einordnung: Wartelistenführung als "Behandlung im weitesten Sinne" oder medizinische Maßnahme i. S. d. § 630e BGB?
  • (1) Begriff der "medizinischen Maßnahme"
  • (2) Rechtsgutgefährdung durch ärztliches Handeln
  • (a) Ablehnung der Wartelistenaufnahme
  • (b) Aufnahme in die Warteliste
  • (3) Funktionale Abgrenzung anhand § 630h Abs. 2 S. 1 BGB
  • d) Ergebnis
  • 5. Organisationspflichten
  • V. Wesentliche Erkenntnisse
  • 1. Vertragsschluss
  • 2. Rechtsnatur der Entscheidungen über die Wartelistenführung
  • 3. Rechtsnatur der Vermittlungsentscheidungen
  • 4. Informationspflichten nach § 630c Abs. 2 S. 1 BGB
  • § 5 Der medizinische Standard im Transplantationsrecht
  • I. Facharztstandard
  • II. Apparativer und personeller Sollstandard
  • III. Bestimmung des medizinischen Standards als vertragliche Hauptpflicht
  • 1. Grundsätze der evidenzbasierten Medizin
  • 2. Veröffentlichungen der Fachgesellschaften
  • a) Empfehlungen
  • b) Leitlinien
  • c) Richtlinien
  • 3. Sachverständigengutachten und Grenze zwischen juristischer und medizinischer Aufgabenverteilung
  • IV. Medizinischer Standard als verkehrsübliche Sorgfalt gem. § 276 Abs. 2 BGB
  • V. Transplantationsmedizinischer Standard
  • 1. Bedeutung der Richtlinien nach § 16 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 und 5 TPG
  • a) Wartelistenführung als "Behandlung" im Sinne des § 630a BGB
  • b) Verhältnis zwischen Erkenntnisstand und fachlichen Standards
  • 2. Anwendbarkeit der Vermutung auf normative Regelungstatbestände
  • a) Ansätze der Literatur
  • b) Wortlautargumentation und hypothetischer Gesetzgeberwille
  • c) Ergebnis
  • § 6 Arzthaftungsrechtliche Ansprüche
  • I. Ansprüche aus fehlerhafter Wartelistenführung
  • 1. Primärrechtsschutz gegen Wartelistenentscheidungen
  • 2. Verfassungswidrige Kontraindikation als Behandlungsfehler
  • a) Unterschreiten des medizinischen Standards
  • aa) Unter Berücksichtigung der Richtlinien der Bundesärztekammer
  • bb) Auswirkungen der Verfassungswidrigkeit
  • (1) Exkurs: Verfassungswidrigkeit der Delegation nach § 16 Abs. 1 S. 1 TPG: Nichtigkeit oder Unvereinbarkeit?
  • (2) Inhaltliche Festsetzungen der Richtlinien
  • (3) Wartelistenführung als voll beherrschbares Risiko?
  • cc) Wesentliche Erkenntnisse
  • b) Beweishürde der Kausalität
  • aa) Kausalität für Primärschaden: Gesundheitsverletzung
  • bb) Grundsätze des Anscheinsbeweises
  • cc) Zwischenergebnis
  • dd) Schutzzweck von § 10 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 TPG
  • c) Ergebnis
  • 3. Wartelistenführung und grober Behandlungsfehler, § 630h Abs. 5 S. 1 BGB
  • a) Sachverhalt: VG München, Urteil v. 26.6.2014 - M 17 K 13.808
  • b) Schuldhafter grober Behandlungsfehler
  • c) Kausalitätsvermutung nach § 630h Abs. 5 S. 1 BGB
  • aa) Grundsätzliche Verletzungsgeeignetheit
  • bb) Rechtsprechungskorrektiv: "Nicht äußerst unwahrscheinlich"
  • d) Teleologische Reduktion von § 630h Abs. 5 S. 1 BGB?
  • aa) Problemstellung
  • bb) Teleologischer Hintergrund von § 630h Abs. 5 S. 1 BGB
  • cc) Keine verschlechterte Beweissituation im Einzelfall
  • e) Ergebnis
  • 4. Rechtsirrtum der Behandelnden und Richtigkeitsgewähr der Richtlinien
  • a) Fahrlässigkeit und medizinischer Standard
  • b) Rechtsirrtum in der privatrechtlichen Haftung
  • aa) Abgrenzung zum Tatsachenirrtum
  • bb) Schuldhafter Irrtum des (Rechts-)Beraters
  • c) Sorgfaltsniveau nach der ständigen Rechtsprechung des BGH
  • d) Modifizierung des Sorgfaltsniveaus durch Richtigkeitsgewähr
  • aa) Richtigkeitsgewähr der Tarifverträge
  • (1) Lehre von der Richtigkeitsgewähr des Individualvertrages
  • (2) Haftungsrechtliche Bedeutung bei Tarifverträgen
  • (3) Kritik an tarifvertraglichem Vertrauensschutz
  • bb) Übertragbarkeit auf die transplantationsrechtlichen Richtlinien
  • (1) Keine Gewähr des Richtlinienprozesses
  • (2) Divergierender Rechtsgüterausgleich im Transplantationsrecht
  • (3) Wertung der Vermutungsregel des § 16 Abs. 1 S. 2 TPG
  • cc) Ergebnis
  • e) Nicht lösbare Pflichtenkollision
  • aa) Sinn und Zweck des hohen Sorgfaltsmaßstabs
  • bb) Entscheidungsmaxime in der Transplantationsmedizin
  • f) Ergebnis
  • 5. Unzureichende Information über Kriterien der Wartelistenführung
  • a) Beweislast und Beweislastmodifizierung
  • b) Unzureichende therapeutische Aufklärung als grober Behandlungsfehler
  • c) Ergebnis
  • 6. Derivatives Teilhaberecht und Benachteiligung im Zivilrechtsverkehr
  • a) Zivilrechtlicher Schutz des derivativen Teilhaberechts
  • b) Deliktsrechtlicher Schutz des derivativen Teilhaberechts
  • aa) Sonstiges Recht im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB
  • bb) Transplantationsrechtliche Normen als Schutzgesetze?
  • (1) § 10 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 TPG
  • (2) § 12 Abs. 3 S. 1 TPG
  • (3) Richtlinien der Bundesärztekammer nach § 16 Abs. 1 S. 2 TPG
  • c) Ansprüche aus der Benachteiligung im Zivilrechtsverkehr, § 21 AGG
  • aa) Anwendbarkeit der §§ 19 ff. AGG im Arzt-Patienten-Verhältnis
  • bb) Mittelbare Benachteiligung wegen fehlender Sprachkenntnisse
  • (1) Sprache als benachteiligendes Kriterium
  • (2) Unmittelbare und mittelbare Benachteiligung, § 3 Abs. 1 und 2 AGG
  • (3) Richtlinienbestimmung als sachlicher Rechtfertigungsgrund
  • (4) Unmittelbare Benachteiligung bei körperlichen Behinderungen
  • (5) Fahrlässige mittelbare Benachteiligung
  • cc) Haftungsausfüllender Tatbestand
  • (1) Beseitigung der Benachteiligung
  • (2) Ersatz erhöhter Heilungskosten: Differenzhypothese und beweisrechtlicher Gleichlauf zur Behandlungsfehlerhaftung
  • (3) Schmerzensgeld
  • dd) Ergebnis
  • d) Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
  • aa) Allgemeines Persönlichkeitsrecht bei der Wartelistenführung
  • bb) Güter- und Interessensabwägung: Relevanz der medizinischen Notwendigkeit der angenommenen Kontraindikation
  • cc) Haftungsausfüllender Tatbestand
  • (1) Schmerzensgeld
  • (2) Behandlungskosten durch Verzögerung
  • e) Ergebnis
  • 7. Abschließende Betrachtung der Haftungsverhältnisse
  • a) Vertragliche Haftung des Transplantationszentrums
  • b) Deliktische Haftung des Arztes
  • c) Deliktische Haftung des Transplantationszentrums
  • d) Benachteiligung im Zivilrechtsverkehr und allgemeines Persönlichkeitsrecht
  • e) Schmerzensgeld
  • II. Fehlerhafte Gesundheitsmeldung an Eurotransplant
  • 1. Zu hohe Dringlichkeitsstufe: Konstellation der "Organspendeskandale"
  • a) Fallkonstellation: LG Göttingen, Urteil v. 6.5.2015 - 6 Ks 4/13
  • b) Haftung des handelnden Arztes in Manipulationsfällen
  • aa) Anspruch aus § 823 Abs. 1 BGB wegen Verletzung der Gesundheit
  • (1) Generelle Nachweisbarkeit der Zuteilungsverdrängung
  • (a) Strafrechtliche Kontroverse
  • (b) Nachweis der Organannahme im Zivilprozess
  • (c) Nachweis der erfolgreichen Organübertragung
  • (2) Exkurs: Individueller Rechtsgüterschutz der Organverteilungsregeln
  • (a) Divergierende Auffassungen in der Strafrechtsprechung
  • (b) Stellungnahmen in der strafrechtlichen Literatur
  • (c) Ungenauigkeit der Allokationskriterien
  • (d) Bestimmung des Schutzzwecks der Verhaltensnormen durch Auslegung
  • (e) Ergebnis
  • bb) Zivilrechtlicher Schutz des derivativen Teilhaberechts
  • (1) Unmittelbar vermittlungsrelevante Regelungen
  • (2) § 10 Abs. 3 S. 2 TPG als Schutzgesetz
  • c) Ergebnis
  • 2. Richtlinienwidrige Wartelistenaufnahme
  • a) Rechtswidrige Richtlinienbestimmung
  • b) Rechtmäßige Richtlinienbestimmung
  • c) Ergebnis
  • 3. Verspätete Mitteilung nach § 13 Abs. 3 S. 3 TPG
  • 4. Zu niedrige Dringlichkeitsstufe
  • III. Die fehlgeschlagene Organvermittlung durch Organisationsdefizite
  • 1. Übernahmeverschulden, Zumutbarkeit sowie Treu und Glauben
  • 2. Gegenläufige Richtlinienbestimmungen und AGB-Recht
  • 3. Kausalitätsvermutung des § 630h Abs. 4 BGB bei Organisationsmängeln?
  • 4. Ergebnis
  • § 7 Zusammenfassung
  • Schriftenverzeichnis
  • Sachregister
DNB DDC Sachgruppen

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