Sturm der Schatten

Honor Harrington, Bd. 22. Roman
 
David Weber (Autor)
 
Lübbe (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 20. Mai 2011 | 480 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0976-5 (ISBN)
 
Die Fachwelt und Presse über die Serie: "Brillant! Brillant! Brillant! Unvergleichlich großartig!" Anne McCaffrey "Keiner schreibt bessere Space Opera als David Weber!" Publishers Weekly "Großartig! Fesselnde Weltraumgefechte kombiniert mit einnehmenden Charakteren ergeben ein großartiges Abenteuer." Locus "Weber vereint in seinem Werk den Geist von Krieg der Sterne mit C. S. Foresters Romanen um Horatio Hornblower. Großartig!" Science Fiction Age
Luebbe Digital Ebook
1. Aufl. 2011.
Dietmar Schmidt
Deutsch
0,60 MB
978-3-8387-0976-5 (9783838709765)
3838709764 (3838709764)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"10 (S. 131-132)

»Jawohl, Maam? Sie wollten mich sprechen?«, fragte Lieutenant Askew ein wenig nervös, als er an Bord von SLNS Jean Bart das Büro von Commander Bourget betrat.

»Ja, Matt, das wollte ich«, sagte Bourget und lehnte sich zurück. Der weibliche Commander war eine zierliche Brünette mit haselnussbraunen Augen und einer Nase, die man als »Stupsnase«, bezeichnet haben würde, hätte sie einer weniger überragenden Autorität gehört als dem Ersten Offizier eines Schlachtkreuzers der Solaren Liga. Im Großen und Ganzen konnte Askew sie gut leiden; Bourget erinnerte ihn recht lebhaft an eine seiner Lieblingslehrerinnen aus der Grundschule. Nun jedoch hatte sie ihn ebenso unerwartet wie kurzfristig in ihr Büro bestellt. »Sie erinnern sich vielleicht an ein Gespräch, das Sie vor zwo Monaten mit Commander Zeiss geführt haben«, sagte der I.O. nun in einem sachlichen Ton, der Askew innerlich zum Zittern brachte.

»Jawohl, Maam, ich erinnere mich«, bestätigte er vorsichtig, als sie innehielt und ihn mit erwartungsvoll hochgezogener Braue ansah. »Nun, korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege, aber hat sie Ihnen nicht befohlen, sich bedeckt zu halten?« »Na ja, Maam, aber ...« »Kommen Sie mir nicht mit ›na ja, aber‹, Lieutenant Askew«, unterbrach ihn Bourget recht kühl. »Ich dachte, Commander Zeiss hätte sich deutlich ausgedrückt. Und ich sollte wohl hinzufügen, dass sie auf meine ausdrückliche Anweisung und im Namen des Captains gehandelt hat.« »Jawohl, Maam, aber -« »Wenn ich von Ihnen unterbrochen werden möchte, Lieutenant, lasse ich es Sie wissen«, sagte Bourget tonlos, und Askew schloss den Mund. »Das ist schon besser«, fuhr sie mit frostigem Lächeln fort.

Einige Sekunden lang wiegte sie ihren Sessel leicht von einer Seite zur anderen und sah ihn mit kalten haselnussbraunen Augen an, dann holte sie tief Luft. »Falls Sie es noch nicht begriffen haben«, fuhr sie fort, »ich bin im Augenblick mehr als nur ein bisschen sauer auf Sie. Verdammt noch mal, Matt - was haben Sie sich nur dabei gedacht?« Obwohl es sich eindeutig um keine rhetorische Frage handelte, zögerte Askew mit der Antwort. Leider blieb ihm keine andere Wahl, als den Mund aufzumachen.

»Maam, ich wollte keinen Arger machen. Es ist nur so, dass ... dass ich mein Gehirn nicht einfach abschalten konnte, und je mehr ich mich mit Thurgoods Analyse befasste, je mehr ich unsere Nachrichtendienstberichte studierte, desto mehr war ich überzeugt davon, dass wir die Möglichkeiten der Mantys bei weitem unterschätzen.«

»Die Erkenntnis überrascht Sie vielleicht« - Bourget klang ein wenig sanfter, aber noch immer unmissverständlich schroff -, »aber der Captain und ich hegen selbst bereits einige bescheidene Befürchtungen, die in die gleiche Richtung gehen. Befürchtungen, die wir, anders als bestimmte Lieutenants, deren Namen ich nennen könnte, schön still und leise für uns behalten haben.« Askew wollte rasch wieder den Mund öffnen. Dann bemerkte er Bourgets Blick, und er hielt inne; seine momentan aufblitzende Wut verschwand. »Das wusste ich nicht, Maam«, sagte er ruhiger."

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