Im Namen des Wortes

Eine geistige Wegweisung
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. Januar 2019
  • |
  • 172 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7481-2280-7 (ISBN)
 
Mit Worten können wir beleidigen, Lügen verbreiten oder Herzen öffnen und Seelen erwärmen. Das Wort hat eine starke Macht, auch wenn es heute oftmals nur noch zum Austausch von Informationen benutzt wird. Der tiefe Sinn, das Lebensvolle und Gemüthafte kann dadurch jedoch sehr leicht verlorengehen.
In einem spirituellen Kontext verweist das Wort in noch ganz andere Dimensionen hinein. Der Logos, der Schöpfergott spricht sich im Worte aus. Im christlichen Leben und Jahreslauf nimmt das schöpfe-rische Wort Gestalt an, es offenbart sich darin. Diesem schaffenden und heilenden Wort wird in dieser Schrift auf verschiedene Weisen nachgegangen, damit es allmählich auch in uns zu leuchten und zu leben beginnen kann.
1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,79 MB
978-3-7481-2280-7 (9783748122807)
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Franz Weber ist Kosmologe, Therapeut und freischaffender Künstler.
Im Perceval-Institut für Kosmologie und christliche Hermetik wird Forschung und Beratung zu folgenden Themenbereichen getätigt:
Gral und spiritueller Schulungsweg, Kunst und soziale Frage, Partnerschaft und Heilung, Religion und menschliche Entwicklung ...

Das Wort


"Im Anfang war das Wort..., und Gott war das Wort..., und das Wort schuf Himmel und Erde..." und so weiter. Das sind Worte aus dem Johannes-Evangelium.

Können wir heutige Menschen in unserem gesprochenen Wort noch etwas von dieser tiefen Dimension erahnen, worauf sich der Evangelienschreiber Johannes aus unmittelbarer Erfahrung beruft? Das Wort als Schöpfermacht, das eine Einheit darstellt mit dem Schöpfer selbst, wo ist dies noch Wirklichkeit?

In alten Kulturen war immerhin noch eine magische beziehungsweise eine metaphysische Wirkung des Wortes bekannt, wie zum Beispiel in Anrufungen, Ritualen, Gesängen, magischen Verrichtungen und beim Bau der Pyramiden und vielem mehr. Heute läuft das Wort Gefahr, nur noch als Vehikel für eine abstrakte Information zu dienen. In einer Vulgärsprache dient das Wort bestenfalls noch als Ausdruck für affektive Reaktionen und leidenschaftliche Emotionen. Doch vom Ursprung des Wortes scheinen wir weiter entfernt zu sein, als je zuvor in der gesamten Menschheitsgeschichte. Nur noch manche Künstler, vor allem die Dichter scheinen etwas von der Tiefe des Wortes zu empfinden in ihrer poetischen Kraft der Sprache oder auch die Liebenden, die durch das Wort Freude und Trost schenken können.

Welche Dimensionen das Wort aber noch enthält, lässt sich am Besten ergründen, wenn man erst einmal versucht, einige Grundkomponenten daraus zu analysieren. Für uns heutige Menschen ist das Wort vor allem durch die Aussprache beziehungsweise durch den Tonfall und den Klang gegeben und natürlich durch den Inhalt, der sich in den Begriffen der jeweiligen Sprachen kundgeben will.

Wieder zeigen sich zwei Elemente als die Grundessenzen, als die Grundpolaritäten von allem Dasein, nämlich die Form, also die gesprochene oder geschriebene Sprache und der Inhalt, die Idee, sowie das emotionale Ereignis, das sich darin kundgeben will.

Substanz und Form - das sind die Urpolaritäten jeglichen Seins. Im Irdischen beinhaltet die Substanz beziehungsweise der Inhalt der Sprache nun die Gedanken, die Begriffe und die seelischgeistigen Regungen. Die Form des Wortes wird durch den Klang, den Ton und die Aussprache, also durch das gesprochene Wort gegeben. Jedoch, auf der geistigen Ebene, im spirituellen Sein verschmilzt die Form mit dem Inhalt, das heißt, Form und Substanz bilden da eine Einheit.

Eine geistige "Form" bildet vor allem das Licht. Das "innere Licht" gibt die Form und ist zugleich Substanz.

Die geistige "Substanz" ist der Ton. Der "innere Ton" ist nun Substanz und Form zugleich.

Manche östliche spirituelle "Meister" verkünden folglich auch die Einstimmung auf den inneren Ton und auf das innere Licht als den höchsten meditativen Weg zur Erleuchtung. Licht und Klang sind dann die Urkomponenten, die das Wort, also auch das Weltall hervorbringen.

Im Licht spiegelt sich esoterisch betrachtet die Weisheit, im Klang wurzelt das göttliche Leben.

Eine Frage darf bei dieser Meditationsart jedoch gestellt werden, nämlich, wie sich Licht und Klang überhaupt begegnen können?

Sicherlich sind in den Sphärenharmonien Licht- und Klang-Elemente wirksam, doch die verbindende und zusammenhaltende Kraft ist auch da die Liebe.

Ein Licht, das ohne Liebe scheinen will, glänzt bald nur noch für sich selbst und wird zum "Schein"-Licht.

Ein Ton oder Klang ohne die Liebe kann leicht zur machtvollen Kraft werden, die nur für sich selbst da ist, also den Egoismus fördert und daher nicht zu einer allwaltenden Güte hinführen kann. Zu einer Ganzheitlichkeit, auch in der Meditation, gehört folglich die Dreiheit des Seins.

Das Licht offenbart uns die Wahrheit beziehungsweise den Geist der Wahrheit - in der christlichen Terminologie der Heilige Geist genannt. Im Ton offenbart sich das göttliche Leben, so wie dieses von einem väterlich-mütterlichen Weltengrund ausgeht. In der Liebe erfährt diese göttliche Urpolarität nun eine Erhöhung und eine weite Entwicklungsmöglichkeit. Die Liebekraft ist in einem esoterischen Christentum die Offenbarung des göttlichen Sohnes innerhalb dieser göttlichen Dreiheit.

Licht - Liebe - Leben.

Gott ist auch Liebe - nicht nur Licht und Klang.

Diese Dreiheit in der Einheit, also die Dreieinigkeit, ist unsere innerste Natur. Dies besagt das Mysterium Magnum, das große Geheimnis, das uns allen geoffenbart worden ist.

Die Liebe ist ein Sein, in dem das Licht und der Klang urständen und in dem sie sich begegnen und wiederfinden können. Deshalb sollte das gesprochene Wort diese drei Qualitäten als Grundelemente in sich enthalten. Dann kann das Wort auch wieder ein Aspekt des Göttlichen selbst sein - das Wort wird so zum Logos, zum Schöpferwort. Es findet wieder seinen Ursprung:, nämlich in einer licht- beziehungsweise in einer weisheitsvollen, klanghaften und liebevollen Art und Weise.

Um die Ganzheit des Wortes im Irdischen und im Geistigen erfassen zu können, ist es dienlich, die Offenbarung des Wortes aus der ursprünglichen Dreiheit in die Zwölfheit des Raumes zu verfolgen, so wie dies durch die Qualitäten des Tierkreises möglich ist. Die Tierkreiskräfte spiegeln ja die Logoskräfte in den Raum hinein.

Die "Geburt" des Wortes findet im Tierkreiszeichen des Krebses statt. Da haben die Klangätherkräfte ihre Heimat und Wurzel. Auf dem Klangäther wird das Wort getragen; hier lebt das Wort. Wir nähern uns dieser Sphäre durch eine rhythmische und lebendige Aussprache. Rhythmen und Reime schwingen ein in die Klangäthersphäre des urmütterlichen Krebszeichens.

Auf dieses tönende Leben drückt sich in der Folge nun der Gedanke, die Information ein. In den Begriffen, im Ausdruck, in der Kommunikation und in der Rethorik vermittelt das Denken die informellen Inhalte in die Welt. Darin zeigen sich die Kräfte aus dem Tierkreiszeichen der Zwillinge.

Im Tierkreiszeichen Stier urständet das physische Werkzeug für das Wort. Der Kehlkopf wird aus den Stierkräften gebildet. Aber auch die warme, natürliche und vitale Schönheit in der Sprache entstammt diesem Bereich, so wie das gut im Gesang und in der künstlerisch vorgetragenen Sprache zu sehen ist. Die Musikalität der Sprache gehört eben auch in den Stierbereich hinein.

Im Tierkreiszeichen Widder findet die Erzeugung des Klanges als Kraft beziehungsweise als Lautstärke und Schärfe in der Sprache statt. Hier wird willenshaft gesprochen. Die Willenskräfte im Atem stoßen an das Irdische, in diesem Fall an den Kehlkopf; dadurch geschieht die Manifestation des Wortes in der irdischen Welt.

Im Zeichen Fische erfährt das Wort, erfährt die Sprache quasi eine Auflösung - nämlich durch Einkehr und Stille. Daraus entspringt die künstlerische und geistige Inspiration. In der Fischesphäre können wir uns durch eine liebevolle Hingabe an den "Ton" der Stille und an das geistige Licht dem geistigen Wort, dem Ur-Wort, das allen Sprachen und Wörtern zugrundeliegt beziehungsweise dann auch den Sphärenharmonien nähern. In den Fischen erleben wir das transzendente "Wort", das geistige Prinzip und Wesen des Wortes in der Kraft der All-Liebe.

In der Wassermannsphäre wird diese kosmische Substanz als Geistesoffenbarung zur Idee des Wortes und kann da als Lichterscheinung wahrgenommen werden, was bis zu Imaginationen hinführen kann. Im Wort der Wassermannsphäre spiegelt sich das Wesen und die Erscheinung einer Idee in einer Imagination beziehungsweise in einem inneren Bild.

Im Steinbock waltet das Gesetz. Eine Ursache erzielt eine Wirkung. Ein umfassendes Weltengedächtnis umfasst alle Ideen und Begriffe der Wörter und gibt ihnen somit eine innere Struktur und Prägung. Die Steinbocksphäre ist der Garant für die Echtheit und für die bleibende Gestalt des geistigen Urbildes, das sich durch eine immanente Struktur, durch den Lebensäther in das Irdische inkarnieren kann. Das Urbild und die Idee eines Wortes und somit auch der Logos selbst, kann sich über den Lebensäther in einem Begriff und in einem konkreten Gedanken wiederfinden. Das Karmagesetz, das Gesetz von Ursache und Wirkung, schafft somit Sicherheit und Beständigkeit in allen irdischen Angelegenheiten, auch in der Sprache und im Wort. Wie wäre es, wenn sich zum Beispiel die Urbilder beziehungsweise die Ideen der Wörter ständig wandeln würden? Es wäre wohl keine vernünftige Sprache möglich.

Durch die Tierkreissphäre des Schützen wird das Wort zum Ausdruck und zur Übermittlung moralischer Werte und Tugenden angeregt. Hier kann der Geistgehalt des Wortes als Sinn und Ziel geoffenbart werden. Die Weisheit beziehungsweise der Genius der Sprache kann sich hier dem Menschen mitteilen.

Im Skorpion stirbt das Wort dann in die Schöpfung hinein. Es kann von der Egozentrik und der Leidenschaft an das Irdische gefesselt werden und somit seinen kosmischen Ursprung velieren. Aber es kann hier auch durch das persönliche Opfer in einer geläuterten Art und Weise zum höheren Willen, zum Welten-Willen gerichtet, zur Tür werden für eine intuitive Erkenntniskraft und...

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