Ehre unter Feinden

Honor Harrington, Bd. 6. Roman
 
 
Lübbe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 20. Mai 2011
  • |
  • 672 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-8387-0962-8 (ISBN)
 
Manchmal ist es für Admiral Lady Dame Honor Harrington alles andere als leicht zu entscheiden, wer der Feind wirklich ist. Trotz politischer Gegener, beruflicher Eifersüchteleien und des Skandals, der sie ins Exil trieb, erhält sie eine Chance, wieder das Weltraumschwarz und Gold der Royal Manticorans Navy zu tragen und ihre Karriere in der Flotte ihrer Geburtswelt erneut aufzunehmen. Die Sache hat nur einen Haken. Wieder gewöhnlicher Captain, muß sie das Kommando über ein "Geschwader" aus aufgemotzten bewaffneten Handelsschiffen übernehmen, deren Besatzungen sich aus dem Bodensatz der Flotte rekrutieren. Ihr Auftrag: irgendwie die Raumpiraten zu stoppen, die sich den Krieg gegen Haven zunutze machen, um wie die die Wölfe über die Handelsschiffe des Sternenkönigreichs herzufallen. Und Honor ist sorgsam für diese Mission ausgewählt worden - von zwei unversöhnlichen und sehr einflußreichen Erzfeinden. So wie diese es sehen, hält Honor entweder die Piraten auf, oder die Piraten töten Honor - wie es auch ausgeht, Honors Feinde gewinnen.
1. Aufl. 2011
  • Deutsch
  • 2,05 MB
978-3-8387-0962-8 (9783838709628)
3838709624 (3838709624)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"24 (S. 311-312)

Margaret Fuchien war alles andere als glücklich. Sie stand in der Galerie des Bootshangars Nummer Zwo von RMMS Artemis und beobachtete das Anlegemanöver des VIP-Shuttles. Normalerweise legte man es an Bord der Artemis darauf an, dass Fuchien nicht unglücklich wurde, denn an jeder Ärmelmanschette trug sie vier goldene Streifen, und sie war so nüchtern und abgebrüht, wie man es vom Skipper eines der berühmtesten Passagierschiffe im ganzen Sternenkönigreich nur erwarten konnte. Jede Beförderung, die sie je bekommen hatte, war redlich verdient gewesen, und sie war es gewöhnt, die Dinge auf ihre Weise zu verrichten.

Dieses Privileg hatte sie sich mit ihrem Kapitänspatent der Handelsflotte erworben. Aber der Mann und die Frau an Bord jenes Shuttles waren nicht einfach nur zwei weitere Passagiere, sondern diejenigen, die Fuchiens Gehaltsscheck unterschrieben - oder wenigstens autorisierten. Und noch schlimmer: Das Schiff gehörte ihnen auch. Nein, Fuchien freute sich nicht im geringsten, diese Leute zu sehen, denn sie befuhr seit über fünf T-Jahren mit der Artemis die Strecke nach Silesia und bedurfte nicht der neusten Verlautbarungen der Admiralität, um zu wissen, dass die Lage in der Konföderation erdrutschartig zum Teufel ging.

Ausgerechnet jetzt die Verantwortung für beide Angehörige des Hauptmann-Clans übernehmen zu müssen, hatte ihr gerade noch gefehlt zu ihrem guten Glück ... allerdings spielten ihre Bedürfnisse für ihre Brötchengeber offenkundig nur eine mehr als untergeordnete Rolle. Die Zugangsröhre wurde unter Druck gesetzt, und Fuchien setzte ein freundliches Lächeln auf, als Klaus Hauptmann hindurchgestapft kam. Die Artemis war ein Passagierliner; anders als bei einem Frachter oder einem Kriegsschiff erzeugten ihre überdimensionalen Zugangsröhren ein eigenes internes Schwerefeld, damit die Bodenhocker von Passagieren ihr Mittagessen auch da behielten, wohin es gehörte. Der Magnat stieg mit Leichtigkeit durch die Schnittstelle in die Bordschwerkraft des Schiffes.

Dort blieb er stehen und wartete, bis seine Tochter herbeigekommen war, dann schritt er zu Fuchien. »Captain«, sagte er und reichte ihr die Hand. Fuchien ergriff sie. »Mr. Hauptmann, Ms. Hauptmann. Willkommen an Bord der Artemis.« Sie brachte die Begrüßung ohne Zähneknirschen hervor. »Vielen Dank«, sagte Hauptmann. Eine andere Frau kam aus der Röhre. Fuchien hatte Ludmilla Adams auf einer früheren Reise des Magnaten kennengelernt, und nun begrüßten sie einander mit einem Nicken und einem knappen Lächeln. Adams hatte ihr Gesicht zu sehr unter Kontrolle, als dass ihre Miene etwas verriet, was sie nicht preisgeben sollte, aber von dem Ausdruck in den Augen der anderen Frau fühlte sich Fuchien sofort getröstet. Ganz eindeutig war Adams über diese Reise nicht einen Deut glücklicher als sie.

»Ich habe die Eignersuite für Sie und Ms. Hauptmann vorbereiten lassen, Sir«, erklärte Fuchien. »Wenigstens haben wir genügend Platz an Bord.« Diese versteckte Warnung quittierte Hauptmann mit einem knappen, angespannten Lächeln. Als er Fuchien von seinen Plänen in Kenntnis setzte, hatte sie ausdrücklichere Einwände dagegen erhoben. Trotz seiner gleichermaßen ausdrücklichen Anweisung, die Diskussion zu beenden, wollte sie ihm nicht ohne einen letzten Versuch nachgeben. Insgeheim hielt er ihre Argumente auch durchaus für stichhaltig."

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