5 vor Berichterstattung

Endspurt zur Bilanzbuchhalterprüfung
 
 
NWB (Verlag)
  • 3. Auflage
  • |
  • erschienen am 25. Mai 2016
  • |
  • XIII, 96 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-482-75682-5 (ISBN)
 
Perfekt vorbereitet in die Bilanzbuchhalterprüfung (VO 2007).

Die Bilanzbuchhalterprüfung zählt zu den anspruchsvollsten Weiterbildungsabschlüssen der IHK. Dies belegen auch regelmäßige Durchfallquoten von bis zu 50 %. Mit der Reihe "5 vor" bereiten Sie sich "auf den letzten Metern" sicher auf die Prüfung zum Bilanzbuchhalter vor.

Die Inhalte dieses Titels sind speziell auf den Teilbereich "Berichterstattung; Auswerten und Interpretieren des Zahlenwerks für Managemententscheidungen" des Prüfungsteils B abgestimmt. Aufbau und Struktur orientieren sich dabei am offiziellen Rahmenlehrplan der Prüfungsverordnung vom 18. 10. 2007.

Leicht und verständlich, mit anschaulichen Beispielen und zahlreichen Abbildungen werden Ihnen die wesentlichen Kernthemen dieses Teilbereichs erläutert. Kontrollfragen am Ende eines jeden Kapitels und eine Übungsklausur helfen zusätzlich, Ihr Prüfungswissen gezielt aufzufrischen, zu überprüfen und zu vertiefen. Alle Kontrollfragen stehen zudem als digitale Lernkarten für Smartphone, Tablet und PC kostenlos zur Verfügung. So schaffen Sie sich die Basis für eine erfolgreiche Prüfung!

Die "5 vor"-Reihe - die schnelle und effiziente Vorbereitung auf die Prüfung:
Die Reihe "5 vor" deckt sämtliche Teile der Bilanzbuchhalterprüfung (VO 2007) ab. Zu Prüfungsteil A sind die Titel Kosten- und Leistungsrechnung und Finanzwirtschaftliches Management erhältlich. Prüfungsteil B wird durch die Titel Jahresabschluss, IFRS-Grundlagen, Steuerrecht und Berichterstattung abgedeckt. Mit Mündliche Prüfung bereiten Sie sich perfekt auf Prüfungsteil C vor. Komplettiert wird die Reihe durch den Titel Schriftliche Prüfung, der zwei vollständige Klausurensätze inkl. Lösungshinweisen enthält.

Alle Titel der Reihe "5 vor" sind ebenfalls für angehende Steuerfachwirte und -berater sowie für Studenten an Universitäten und Fachhochschulen empfehlenswert.

Inhalt:

Relevante Prüfungsinhalte ausgerichtet am offiziellen Rahmenlehrplan:
Analyse eines Jahresabschlusses mithilfe von Kennzahlen.
Jahresabschlüsse vergleichend analysieren.
Eigenkapitalrichtlinien für Banken und Rating.
Betriebs- und volkswirtschaftliche Zusammenhänge.
Übungsklausur.
3., vollständig überarbeitete Auflage.
  • Deutsch
  • Herne
  • |
  • Deutschland
  • Angehende Bilanzbuchhalter. Auch geeignet für angehende Steuerfachwirte, angehende Steuerberater, Studenten an Universitäten und Fachhochschulen.
  • 5,27 MB
978-3-482-75682-5 (9783482756825)
weitere Ausgaben werden ermittelt

II. Jahresabschlüsse vergleichend analysieren


1. Arten von Jahresabschlussanalysen


1.1 Statische Analysen


58 Einzelanalyse Die statische Analyse, auch Einzelanalyse genannt, bezieht sich nur auf einen einheitlichen Zeitpunkt oder Zeitraum. Bei dieser Zustands- oder Momentaufnahme des Unternehmens bleibt der Faktor Zeit unberücksichtigt. Dies hat zur Folge, dass beispielsweise bei der GuV nur die Daten einer einzigen Periode für die Bildung der Kennzahlen verwendet werden.

Die statische Analyse reicht jedoch nicht aus, um die gewonnenen Informationen bewerten zu können. Es ist daher erforderlich, die Kennzahlenrechnung als Vergleichsrechnung durchzuführen, denn nur so kann die Entwicklung des Unternehmens oder die Stellung am Markt beurteilt werden.

1.2 Vergleichsrechnungen


59 vergleichende Analyse Von einem Vergleich spricht man, wenn gleiche oder zumeist vergleichbare Größen, die sich auf unterschiedliche Zeitpunkte oder Zeiträume beziehen, zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass das verwendete Datenmaterial unter den gleichen Prämissen errechnet wurde. Dies bedeutet insbesondere, dass der Ansatz und die Bewertung in den verschiedenen Perioden einheitlich vorgenommen werden.

Bei einer vergleichenden Analyse verschiedener Jahresabschlüsse eines Unternehmens sollte die Einheitlichkeit aufgrund der Vorschrift des § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB gewährleistet sein. Wegen der Einführung des BilMoG ist jedoch die gewünschte Kontinuität der Ansatz- und Bewertungsmethoden oftmals nicht gewährleistet.

1.2.1 Entwicklungs- und Zeitvergleich

60 Zeitvergleich Im Rahmen eines Entwicklungs- und Zeitvergleichs stellt man Werte gegenüber, die sich zwar auf unterschiedliche Zeitpunkte oder Zeiträume beziehen, aber dieselbe Größe betreffen. Es wird hierbei nur die Veränderung des Wertes aufgezeigt, eine Darstellung oder gar eine Analyse der Ursachen für die Veränderung ist jedoch durch einen Entwicklungs- und Zeitvergleich nicht möglich.

Ein Vorteil des Entwicklungs- und Zeitvergleichs ist, dass einmalige "Ausreißer" leicht erkannt werden können. Darüber hinaus wird die Auswirkung von bilanzpolitischen Maßnahmen, wie Gewinnverlagerungen in Folgeperioden, durch die mehrjährige Betrachtung transparent gemacht und kann für Zwecke der Analyse geglättet werden.

1.2.2 Unternehmensvergleich

61 Unternehmensvergleich Beim Unternehmensvergleich, auch zwischenbetrieblicher Vergleich genannt, werden in der Regel Unternehmen der gleichen Branche miteinander verglichen. In Einzelfällen können aber auch branchenübergreifende Vergleiche gefordert sein, beispielsweise wenn regionale Aspekte einbezogen werden. Durch den Unternehmensvergleich können Stärken und Schwächen des eigenen Betriebs aufgespürt und anschließend analysiert werden.

Der Unternehmensvergleich ist insbesondere dann aussagekräftig, wenn er großzahlig ist, also möglichst viele Unternehmen einbezogen werden. Darüber hinaus sollten strukturelle Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmen, beispielsweise bedingt durch den Standort, die Betriebsgröße und die Finanzstruktur, herausgearbeitet und bezeichnet werden.

1.2.3 Segmentvergleich

62 Segmentvergleich Mittels des Segmentvergleichs werden einzelne Bereiche des Unternehmens gegenübergestellt. Betrachtet werden vor allem die jeweiligen Umsatzerlöse, Kosten und Erträge. Im Einzelnen wird hierzu auf Kapitel I.3.3.3 (Tz. 37) verwiesen.

1.2.4 Soll-/Ist-Vergleich

63 Normvergleich Im Rahmen des Soll-/Ist-Vergleichs (auch als Normvergleich bezeichnet) werden den tatsächlichen Ist-Werten entweder konkrete Planwerte oder abstrakte Richtwerte gegenübergestellt. Der Unterschied zwischen Richt- und Planwerten ist, dass Richtwerte meist auf Erfahrungswerten der Vergangenheit oder auf Branchenerfahrungen resultieren, während Plandaten auf einer analytischen Erlös- und Kostenplanung beruhen, die unabhängig von den Vergangenheitswerten aufgestellt werden.

2. Bildung und Beurteilung von Kennzahlen


2.1 Zur Vermögenslage


64 Vermögensstruktur Die Vermögenslage bzw. -struktur eines Unternehmens wird untersucht, um Erkenntnisse über die Art und Zusammensetzung des Vermögens sowie über die Dauer der Vermögensbindung zu erlangen.

Die Aktiva einer Bilanz spiegelt wider, in welcher Form Eigenkapital und Fremdkapital investiert wurde. Die Werte, die errechnet werden, sollten aber nicht branchenübergreifend verglichen werden. So hat die produzierende Industrie ein wesentlich höheres Anlagevermögen als der Handel.

Als erster Schritt werden das Anlage- und das Umlaufvermögen ins Verhältnis zum Gesamtvermögen gesetzt.

2.1.1 Anlageintensität/Arbeitsintensität

65

Anlagevermögen   Umlaufvermögen  

Je größer der Anteil des Umlaufvermögens ist, desto größer ist die Liquidität des Unternehmens, da ein hohes Umlaufvermögen durch den schnellen Umschlag normalerweise kurzfristig Liquidität freisetzt, über die dann verfügt werden kann. Ein weiterer Vorteil des hohen Umlaufvermögens ist, dass dies meist auch bedeutet, dass niedrige Fixkosten vorhanden sind und somit im Krisenfall nur eine geringe dauerhafte Belastung vorliegt.

Ist die Anlageintensität niedrig, kann dies aber auch negative Gründe haben. So kann es ein Zeichen dafür sein, dass die Maschinen veraltet sind und bald ersetzt werden müssen. Um diese Erkenntnis zu erhalten, müssen noch weitere Kennziffern hinzugezogen werden (z. B. Anlagenabnutzungsgrad und Investitionsquote).

Einschränkend ist jedoch anzumerken, dass die Aussagekraft der Kennziffern durch folgende Faktoren stark eingeschränkt sein kann:

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens können erst seit Inkrafttreten des BilMoG aktiviert werden. Eine Nichtaktivierung kann zu großen Verzerrungen führen. Werden Vermögensgegenstände geleast, werden diese im Regelfall nicht beim Leasingnehmer bilanziert. Dieser hat einen höheren Fixkostenanteil als man aufgrund der Kennziffern vermuten könnte. Im Umlaufvermögen sind durchaus auch Positionen zu finden, die langfristig an das Unternehmen gebunden sind. Ein Beispiel hierfür ist insbesondere der eiserne Bestand. Trotz der langfristigen Bindung handelt es sich jedoch nicht um Anlagevermögen. Ein Problem ist auch, dass Umlaufvermögen zumindest im deutschen Handelsrecht zu aktuelleren Preisen bewertet wird als Anlagevermögen. Alleine hierdurch ergeben sich Verzerrungen, da aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen die Anlageintensität tendenziell zu niedrig ausgewiesen wird.

2.1.2 Vorratsintensität

66 Vorratsvermögen Eine weitere wichtige Aussagekraft hat die Kennziffer der Vorratsintensität1):

Steigt die Vorratsintensität an, bedeutet dies, dass zunehmend mehr Kapital in den...

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