Die Schöne und der Milliardär

 
Margaret Way (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 8. Oktober 2011 | 144 Seiten
 
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978-3-86349-801-6 (ISBN)
 
Als Sonya mit dem Unternehmer Marcus Wainwright eine Party in Sydney besucht, gerät sie unerwartet ins Rampenlicht. Ist die junge Schönheit am Arm des alten Mannes eine Erbschleicherin? fragt sich bald nicht nur die High Society der Stadt. Sonya ist verzweifelt. Denn auch Marcus' faszinierender Neffe, der Milliardär Holt Wainwright, scheint inzwischen den Gerüchten über sie zu glauben. Und das darf nicht sein! Seit Holt sie voller Zärtlichkeit geküsst hat, sehnt Sonya sich verzweifelt nach seiner Liebe. Was kann sie nur tun, damit er ihr Vertrauen - und sein Herz - schenkt?
Romana Romane | 1918
Deutsch
0,97 MB
978-3-86349-801-6 (9783863498016)
3863498011 (3863498011)

1. KAPITEL

Diese Frau fiel überall auf. Das war Holt sofort klar, als sie am Arm des gut fünfzigjährigen Marcus Wainwright, der einer der angesehensten Dynastien des Landes angehörte, den Festsaal betrat. Die beeindruckende Verbindung von Reichtum und Schönheit ließ die Gespräche verstummen, die Leute vergaßen ihre gute Erziehung, verrenkten die Hälse und verfolgten das Paar mit neugierigen Blicken. Holt, dem aufmerksamen Beobachter und Menschenkenner, dem kein noch so kleines Detail entging, der sich Gesichter merkte und Namen nicht vergaß, spürte sofort, dass diese Frau ein Geheimnis umgab.

"Nicht zu fassen!", entfuhr es seiner Begleiterin Paula Rowlands. "Das ist der Beweis dafür, dass die Gerüchte nicht lügen." Ihre Stimme klang fast hysterisch, und sie krallte sich so fest an Holts Unterarm, dass er ihre langen Nägel durch das Smokingjackett hindurch spürte. "Marcus hat sie zu dem wichtigsten gesellschaftlichen Ereignis des Jahres mitgebracht."

Das allerdings musste wirklich etwas zu bedeuten haben. "Hereingeschmuggelt hat sie sich jedenfalls nicht", sagte Holt trocken. "Und vermutlich wäre sie auch ohne ihn nicht nach der Einladungskarte gefragt worden. So eine Frau wird mit einer Verbeugung hereingebeten."

Paula verzog abschätzig die Lippen. "Ich bitte dich! Sie arbeitet in einem Blumengeschäft."

"Immerhin einem in guter Lage, wo unsereiner kauft."

"Das stimmt", stöhnte Paula und merkte nicht, dass er sich über sie lustig machte.

Ihre Hochnäsigkeit gefiel ihm nicht. Aber er kannte sie schon lange, ging gern mit ihr aus und hin und wieder auch ins Bett. Außerdem schätzte er ihren Vater. Der hatte sich emporgearbeitet, mit einer Kette von Einkaufszentren ein Vermögen gemacht und war ein anständiger und bescheidener Kerl geblieben, wohingegen seine Frau Marilyn und seine Tochter Paula, die in ihrem Leben noch keinen Handschlag getan hatten und sich höchstens im Fitness-Center anstrengten, unter Größenwahn und Standesdünkel litten.

"Soviel ich weiß, gehört ihr der Laden sogar", sagte Holt. "Erst neulich, als die Gerüchteküche schon kochte, hat Tante Rowena mir erzählt, was für ein bewundernswertes Händchen sie für Blumen habe."

Paula riss die Augen auf. "Händchen für Blumen? Liebling, das kann doch wohl nicht dein Ernst sein."

Er lachte. "Du brauchst gar nicht die Nase zu rümpfen. Sie läuft nicht in Gummistiefeln über die Felder und wühlt in der Erde. Aber sie hat Talent, Blumen zu arrangieren."

Immer noch schaute Paula ihn ungläubig an. "Was, bitte schön, ist daran bewundernswert?"

"Es ist eine Kunst. Glaub mir."

"Unsinn. Jede dumme Gans kann das."

Offenbar hatte Paula den mangelnden Schönheitssinn ihrer Mutter geerbt. Die kaufte Blumen in Massen und stopfte sie wahllos in geschmacklose Vasen. Schon immer waren ihm diese hässlichen Sträuße im Hause Rowlands ein Dorn im Auge gewesen.

"Das sehe ich anders", erwiderte er zerstreut, denn er beobachtete, wie Marcus und seine Begleiterin durch den Raum schritten. Die junge Frau hätte einem Gemälde des neunzehnten Jahrhunderts entstiegen sein können, fand er und fühlte sich tatsächlich gefesselt von ihrer Anmut und Grazie. Kein Wunder, dass Marcus von ihr hingerissen ist, dachte Holt. Immerhin war er selbst, ein Kenner und Bewunderer von Schönheit, beeindruckt.

"Ist deine Großtante heute Abend auch hier?", fragte Paula. "Für ihr Alter sieht sie immer noch super aus."

Was für eine gönnerhafte Bemerkung! Sie ärgerte ihn, denn er wusste, dass Rowena Wainwright-Palmerston in Wirklichkeit einschüchternd auf Paula wirkte.

"Rowena hat in jedem Alter großartig ausgesehen", sagte er scharf, ohne den Blick von der blonden Frau zu lassen.

"Holt? Schatz!" Paula stieß ihm den Ellbogen in die Seite, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Er verzog das Gesicht. "Willst du mir die Rippen brechen?"

"Aber nein." Sie streichelte seinen Rücken.

"Die Frau ist wirklich schön."

Das hätte er nicht sagen dürfen. Die Bemerkung war ihm herausgerutscht. Er war auf diese Erscheinung nicht vorbereitet gewesen. Weder durch die Gerüchte, die um Marcus und seine unpassende Freundin kursierten, noch durch das, was seine Großtante gesagt hatte. Dass sie eine bemerkenswerte junge Frau sei. Keine von diesen modernen Typen, sondern eher eine klassische, eine zeitlose Schönheit. Zweifellos aus gutem Hause. Europäisch. Kein Wunder, dass sie Marcus gefalle.

Warum hatte er aus Rowenas Worten nicht die richtigen Schlüsse gezogen?

"Dir ist hoffentlich etwas an ihrem Haar aufgefallen", unterbrach Paula seine Gedanken.

"Willst du mir weismachen, dass du mit kupferrotem Haar auf die Welt gekommen bist?"

"Ich habe nur mit ein paar Glanzlichtern nachgeholfen", log Paula. "Aber so ein Weißblond stammt aus der Tube."

"Oder aus Skandinavien", sagte er. "Die Frau heißt mit Nachnamen Erickson, Sonya Erickson. Vielleicht kommen ihre Eltern aus Norwegen, dem Land der Mitternachtssonne, wo Ibsen, Grieg, Edvard Munch und Sigrid Undset geboren wurden."

Paula runzelte die Stirn. Die Namen sagten ihr wenig. "Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass Marcus so ein Trottel ist", sagte sie bitter. "Meine Mutter auch nicht."

"Aha, deine Mutter." Was für eine schreckliche Frau! Marilyn Rowlands ließ es zu, dass ihr Chihuahua namens Mitzi männliche Besucher wie ein Rottweiler begrüßte. Außerdem war sie der festen Überzeugung, dass Frauen, die mit vierundzwanzig noch nicht verheiratet waren, lebenslang unter Einsamkeit leiden mussten. Deshalb versuchte sie verzweifelt, ihre achtundzwanzigjährige Tochter an den Mann zu bringen. Die Wahl war ausgerechnet auf ihn gefallen. Er hätte Paula nicht einmal geheiratet, wenn sie die einzige Frau auf der Welt gewesen wäre. Er liebte sie nicht.

"Du warst doch auf der Dinnerparty, die Mummy arrangiert hat, um Marcus mit Susan Hampstead zusammenzubringen. Erinnerst du dich?", fragte Paula und starrte Ms Erickson böse an. "Sie haben ja beide keinen Ehepartner mehr."

Holt fiel es schwer, höflich zu bleiben. "Susan Hampstead wurde geschieden. Drei Mal übrigens. Marcus verlor seine heißgeliebte Frau." Er nahm es Paula übel, dass sie annahm, die verstorbene Lucy Wainwright könne ausgerechnet durch Susan Hampstead ersetzt werden, die nichts weiter war als ein geldgieriges Luder.

"Ja, ja, ich weiß." Paula strich ihm wieder über den Arm.

Es war als zärtlich beruhigende Geste gemeint. Doch Holt fand sie besitzergreifend und hätte Paulas Hand am liebsten abgeschüttelt. Aber er wollte seine Begleiterin nicht brüskieren. Deshalb blieb er ruhig stehen und erduldete sie. Er hegte keine Absichten, sich zu binden. Darüber hatte er Paula nie im Zweifel gelassen. Doch sie und vor allem ihre Mutter wollten das nicht wahrhaben und gaben nicht auf, sich Hoffnungen zu machen.

"Marcus hat lange getrauert. Ich bin froh, dass er endlich wieder am Leben teilnimmt."

Das bedeutete jedoch nicht, dass die Wainwrights tatenlos zusahen, wie Marcus einen furchtbaren Fehler beging. Dieses Mädchen war viel zu jung für ihn. Zu hübsch außerdem. Sie passte nicht zu Marcus. Dass sie nichts von einer Susan Hampstead an sich zu haben schien, machte sie umso gefährlicher.

"Das Kleid, das sie trägt, hat bestimmt Marcus spendiert." Paula sah missmutig an ihrem eigenen sündhaft teuren Abendkleid hinunter. "Ich ahne, was es gekostet hat. Eine Floristin kann es sich gewiss nicht leisten. Sieht aus wie von Chanel. Und dann noch der Schmuck! Irgendwie kommt er mir bekannt vor."

So mochte es manchem Gast hier ergehen. Die exquisite Kette aus Smaragden und Diamanten, die Ms Ericksons Schwanenhals schmückte, auch die dazugehörenden Diamantohrringe hatte Marcus' verstorbene Frau zu feierlichen Anlässen getragen. Marcus hatte sie anfertigen lassen und seiner grünäugigen Lucy zur Hochzeit geschenkt. Vor sechs Jahren hatte der Tod das glückliche Paar auseinandergerissen.

"Nun, auch mit ihren Mätressen möchten Männer Staat machen."

Holt war überrascht von seinem Groll auf die fremde junge Frau. Lucys Smaragde! Das war doch die Höhe! Was hätte Lucy wohl dazu gesagt? Drehte sie sich jetzt im Grabe um? Nein, Lucy war ein wunderbarer Mensch gewesen. Großzügig und verständnisvoll. Sollte er dieser jungen Frau nicht wenigstens eine Chance geben?

Sie gehörte zu den weiblichen Wesen, die das Leben eines Mannes verändern konnten. Das spürte er. Und mit Sicherheit verfügte sie über die nötige Klugheit, es zu ihrem Vorteil zu verändern. Mit welchem Bedacht sie sich hergerichtet hatte! Das schlichte Kleid passte nicht nur zum Schmuck, sondern betonte auch ihre grünen, faszinierend schräg gestellten Augen und zeigte dezent den Ansatz ihrer Brüste. So eine makellose lilienweiße Haut, die an Porzellan erinnerte, fand man selten außerhalb Europas. Ihr üppiges Haar, dessen Farbe er für echt hielt, war zu einem Knoten geschlungen, in dem silberne und goldene Fäden glänzten. Der Effekt war überwältigend. So, als träte eine Göttin in Erscheinung.

Aufgrund ihres majestätischen Auftretens wirkte die junge Floristin wie eine europäische Aristokratin. Die neugierigen Blicke der Superreichen, Berühmten und Einflussreichen schienen sie nicht im Mindesten einzuschüchtern. Sie schritt so selbstbewusst durch den Raum, als ahnte sie nichts von der Wirkung,...

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