Langenscheidt Sex - Deutsch / Deutsch - Sex

Nie mehr sprachlos im Bett
 
 
Langenscheidt GmbH (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 22. März 2011 | 128 Seiten
 
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978-3-468-69288-8 (ISBN)
 
Die Sexpertinnen Erika Berger und Lilo Wanders lüften die letzten Geheimnisse zum Thema Sex. Hier erfahren Sie, was 'Clinton-Monogamie', 'igeln' und Ähnliches bedeuten. Erfahren Sie mehr über sexuelle Weltrekorde und warum man nicht immer alles glauben sollte. Staunen Sie über Sexpannen, die auch den Promis passieren. Außerdem: Tipps und Tricks - wie flirte ich richtig?

Lilo Wanders, Jahrgang 1955, studierte Bibliothekswesen und startete ihre Bühnenkarriere höchst erfolgreich im Hamburger
Schmidt-Theater. Von 1994 bis 2004 moderierte sie auf VOX die Sendung „Wa(h)re Liebe“. Parallel dazu stand und steht
sie regelmäßig als Schauspielerin und Moderatorin auf der Bühne oder vor der Kamera.
www.lilowanders.de

Deutsch
2,52 MB
978-3-468-69288-8 (9783468692888)
3468692889 (3468692889)
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Erika Berger wurde 1939 in München geboren und lebt heute in Köln. Zunächst arbeitete sie als Journalistin für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, bevor sie 1987 ihre TV-Laufbahn beim Sender RTL mit der Sendung "Eine Chance für die Liebe" begann. Neben ihren zahlreichen Sendungen startete sie eine zweite Karriere als erfolgreiche Buchautorin.

Schönheitsideale und Sexsymbole

Übervolle Brüste und weit ausladende Hüften finden sich schon in der Frühzeit der Menschen bei Abbildern und Statuen. Denn dralle Formen symbolisierten damals nicht nur Liebesglück, sondern auch Wohlstand. Männer und ihr Idealbild der Frau – eine uralte Geschichte! In den unterschiedlichen Epochen und Kulturen gab es die verschiedensten Vorstellungen von weiblicher Schönheit und Attraktivität:

Das ideale Männerbild blieb hingegen immer gleich, da Frauen nicht so sehr auf Äußerliches bei der Partnersuche achten: Der potenzielle Vater soll freundlich und mächtig sein, wobei eine athletische Figur heutzutage natürlich nicht abträglich ist. Allerdings war Fettleibigkeit bei Männern auch lange Zeit ein Zeichen von Reichtum. Erst seit der Neuzeit stellen die Frauen den Anspruch, dass ihre Partner nicht allzu schäbig aussehen sollen!

Schönheit war und ist immer relativ – je nach Kultur und Epoche. So galt blasse Haut sehr lange als vornehm, weil hellhäutige Menschen nicht auf dem Feld arbeiten mussten. Im mittelalterlichen Europa versuchte man sogar, den damals als schön geltenden hellen Teint durch das Auftragen von Pasten aus giftigen Schwermetallen herbeizuführen. Erst seit Kurzem gilt Bräune als Schönheitsattribut, denn sie wird mit Freizeit und Vermögen gleichgesetzt.

Zur Zeit Ludwig des XIV. wusch man sich nicht, weil angeblich Krankheitskeime aus dem Wasser durch die Haut dringen könnten. Am Hofe von Versailles muss es fürchterlich nach Körperausdünstungen und Parfum gestunken haben; die Frauen und auch die Männer trugen Perücken und waren stark geschminkt. Und in China wurden Frauenfüße in früher Jugend so eingebunden, dass sie verkrüppelten und ein als erotisch geltendes Humpeln entstand. In Brasilien hingegen waren kleine Brüste lange Zeit ein Merkmal, einer wohlhabenden Gesellschaftsschicht anzugehören.

Nach dem Ersten Weltkrieg rückte die Welt enger zusammen, und regionale Leitbilder glichen sich an. Ab 1920 galten knabenhafte Frauen mit kurzen Haaren als schön, nach den Kriegsjahren standen dann vollschlanke Figuren – als Zeichen des Wohlstands – bei Frauen und Männern gleichermaßen hoch im Kurs.

Die Globalisierung hat dafür gesorgt, dass sich die Schönheitsideale weltweit immer mehr am Westen orientieren. In Asien sind kosmetische Operationen en vogue, bei denen die Lidfalte „europäisiert“ wird. Afroamerikaner lassen ihr Haar entkräuseln, und im arabischen Raum werden Gesichtserker zu Stupsnäschen umoperiert. Auf der ganzen Welt gilt auch ein nahezu haarloser Körper als schön. Kurioserweise lassen sich aber Frauen in Korea Kopfhaare in den Schambereich transplantieren, denn eine „volle Haarpracht“ wird dort als attraktiv empfunden. Die meisten der operativen Eingriffe sollen jedoch einer optischen Verjüngung dienen.

Letzten Endes werden wir alle von unseren Urinstinkten getrieben: Der Mann will eigentlich nur das eine – sich vervielfältigen, und dafür ist jede Frau recht. Sex ist für ihn nichts weiter als die Bestätigung seiner Männlichkeit. Mit Gefühl hat das eher wenig zu tun. Für die Frau ist Sex aber Ausdruck ihrer Fürsorge. Und sie will unbewusst den Mann, der die besten Gene und Bedingungen für den Nachwuchs bietet. Frauen sind also, ohne es zu wissen, in gewisser Weise berechnend – und sie achten auf Äußerlichkeiten! Auch bei sich selbst: Eine glatte, unbehaarte Haut bei Frauen ist beispielsweise schon lange in den USA oder im arabischen Raum ein Muss.

Heute entfernt nahezu die Hälfte aller deutschen Frauen ihre Körperbehaarung: Achseln, Beine und sogar der Schambereich sollen komplett glatt sein. Für 70 Prozent der deutschen Frauen zwischen 14 und 29 Jahren ist es „das Normalste der Welt“, sich im Intimbereich zu rasieren. Zumindest gestutzt wird die sogenannte Bikinizone – aus dem Slip herausragende Härchen gelten als unästhetisch. Und tatsächlich wird die Haarentfernung von Ärzten als hygienisch betrachtet.

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