Der zensierte Tag

Wie man Menschen, Meinungen und Maschinen steuert
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. August 2011
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06795-3 (ISBN)
 
Die Geschichte des 11. September ist noch immer nicht erzählt - wer hat es verhindert? Das »Zensurkartell« von Medienfürsten und Politikern? Oder wir selbst, weil wir die Wahrheit nicht hören wollten? Christian C. Walther hat bisher unbeachtete Geschehnisse des Tages und der Folgezeit aufgespürt, die zu einer völlig neuen Theorie über die Ereignisse und ihrer Urheber führen. Seine packende Darstellung ist zugleich eine herbe Kritik an einer globalen Mediengesellschaft, die zwar über alles informiert sein will, aber aus Bequemlichkeit die Augen vor einer schockierenden Wahrheit verschließt.

  • Deutsch
  • 1,46 MB
978-3-641-06795-3 (9783641067953)
3641067952 (3641067952)
weitere Ausgaben werden ermittelt
13 Das Schweigen der Hirten (S. 213-214)

Spätestens nach den finalen glorreichen sieben Verbesserungsvorschlägen, die man durchaus als wahlweise naiv, unpassend, hanebüchen oder bloß peinlich empfinden darf, sollte diese Arbeit veränderungsunwilligen Lesern ausreichend elegante Rückzugsmöglichkeiten bieten sowie auch den fantasielosesten Polemikern aus der letzten Journalistenbank eine überaus komfortable Angriffsfläche. Dieser Service gehört zum Kundendienst und ist im Preis inbegriffen.

Als Angehöriger der »No-Name«-Generation, die außer einigen smart grinsenden Internet-Betrügern und Kai Diekmann wenig Bemerkenswertes hervorgebracht hat, erscheint mir die abschließende Bemerkung unvermeidlich, dass man mit »uns« bei der Bewältigung der anstehenden Probleme nicht rechnen kann, jedenfalls »nicht wirklich«. Nach dreißig Jahren Bonanza – Wiederholungen und Winnetou – Parodien sind wir Fernsehkinder inzwischen zwar reifer und alt geworden, wohnen aber mental immer noch bei Mutti und wissen, dass sich an jenem Credo nichts ändern wird, das unser Leben immer bestimmt hat:

»Papa macht das schon.« Wir packen unterdessen die Carrera-Bahn wieder aus, denken weitere zehn Jahre über Kinder nach und mühen uns nach Kräften, unsere Wellness-Urlaube möglichst gekonnt zu verbringen und unsere Eigentumswohnungen abzubezahlen. (Den Rest regeln wir dann aus dem Erbe.) Als Angehöriger dieser Generation steht es mir selbstredend nicht zu, andere Generationen zu kritisieren. Daher will ich sie loben dürfen. Mit der Nachkriegsgeneration können wir naturgemäß nicht mehr rechnen, wenn es darum geht, zukunftsweisende Veränderungen herbeizuführen: In dem Alter ist man sogar als Bundespräsident langsam nicht mehr zu gebrauchen, geschweige denn als Denker. Denn wer die Technik, die uns umgibt, nicht einmal ansatzweise versteht, kann erst recht ihre Folgen nicht einschätzen.

Diese Generation verdient unsere Hochachtung, aber wir sollten nicht mehr darauf vertrauen, dass sie »das schon macht«. Ausdrücklich zu preisen ist die 68er-Generation, die heute alle wichtigen gesellschaftlichen Positionen besetzt. Sie hat Großes geleistet. Sie hat an Ideale wie Freiheit und Gerechtigkeit vorübergehend geglaubt und wichtige Veränderungen auf den Weg gebracht, deren desaströse Folgen wir heute alltäglich aus nächster Nähe bewundern dürfen.

Die Vertreter dieser Generation bekleiden heute fast alle Spitzenämter in Werbung, Medien und Politik, verfügen über geschliffene verbale Waffen und brauchen zukünftig keine allzu hohen Renten, da sie ihre Schäfchen schon längst im Trockenen haben. Wer den süffisanten Zynismus schätzt, der unsere Gesellschaft beherrscht, hat dieser Generation allmorgendlich zu huldigen. Was das Zerreden von Verantwortung betrifft, haben wir ihnen jedenfalls nichts vorzuwerfen. Max Horkheimer hingegen darf. »Sei misstrauisch«, schrieb der Mann, der seine Pappenheimer aus der Nähe kannte, »gegen den, der behauptet, dass man entweder nur dem großen Ganzen oder überhaupt nicht helfen könne.

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