Pflanzengestützte Pflege

Praxishandbuch für pflanzengestützte Pflegeinterventionen im Heimbereich
 
 
Hogrefe (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. Mai 2017
  • |
  • 120 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-456-95762-3 (ISBN)
 
Pflanzen spielen im Leben vieler Menschen eine bedeutende Rolle. Sie werden verbunden mit Erinnerungen, Freude und sinnvoller Beschäftigung. In einem Forschungsprojekt mit zwei Pflegeheimen und mit dem Institut für Pflege, sowie dem Institut für Gartenbau der Zürcher Hochschule ZHAW wurde ein Handbuch mit kreativen Pflegeinterventionen mit Pflanzen entwickelt. Ziel dieser Interventionen ist es den gelingenden Alltag im Pflegeheim zu fördern und die Zufriedenheit der Bewohner und Mitarbeitenden zu steigern. Der Einsatz von Pflanzen im Pflegealltag kann genutzt werden, um mit den Bewohnern und Bewohnerinnen ins Gespräch zu kommen, eine verbesserte pflegerische Beziehung aufzubauen und um die individuellen Pflegeziele der Person zu verfolgen.
1. Auflage 2017
  • Deutsch
  • Bern
  • |
  • Deutschland
  • Pflegefachpersonen, Altenpflegende, Aktivierungsfachpersonen, Ergotherapeuten
  • 4
  • |
  • 4 Tabellen
  • 5,14 MB
978-3-456-95762-3 (9783456957623)
10.1024/85762-000
weitere Ausgaben werden ermittelt
1 - Pflanzengestützte Pflege [Seite 1]
1.1 - Inhaltsverzeichnis [Seite 7]
2 - Widmung [Seite 9]
3 - Danksagung [Seite 11]
4 - Geleitwort [Seite 13]
5 - Vorwort [Seite 15]
6 - 1 Nachschlagewerk pflanzengestu?tzter Pflegeinterventionen [Seite 19]
7 - 1.1 Pflanzen wachsen lassen [Seite 21]
7.1 - Pflanzen aussäen (z. B. Kresse) [Seite 22]
7.2 - Jungpflanze topfen (z. B. Saintpaulie) [Seite 23]
7.3 - Pflanzen vermehren (z. B. Brutblätter der Kindlipflanze) [Seite 24]
7.4 - Blumenzwiebeln topfen (z. B. Narzissen) [Seite 25]
8 - 1.2 Pflanzen pflegen [Seite 26]
8.1 - Pflanzen tauchen (z. B. Orchideen) [Seite 27]
8.2 - Pflanzen bespru?hen (z. B. Tillandsien) [Seite 28]
8.3 - Pflanzenwu?nsche mitteilen [Seite 29]
8.4 - Die eigene Pflanze pflegen [Seite 30]
9 - 1.3 Mit Pflanzen gestalten [Seite 31]
9.1 - Blumenstrauß arrangieren [Seite 32]
9.2 - Gesteck arrangieren [Seite 33]
9.3 - Blumenstrauß auffrischen [Seite 34]
9.4 - Blumenarrangement mit der Familie [Seite 35]
9.5 - Ein Bild von der Pflanze machen [Seite 36]
10 - 1.4 Pflanzen erfahren [Seite 37]
10.1 - Pflanzenduft riechen [Seite 38]
10.2 - Pflanzen ertasten (z. B. Ziergurken) [Seite 39]
11 - 2 Detailinformationen zum Nachschlagewerk [Seite 41]
12 - 2.1 Detaillierte Beschreibungen und Legende [Seite 41]
12.1 - Schnellcheck:Der Kopf der Kurzbeschreibungen [Seite 41]
12.2 - Zur Giftigkeit der Pflanzen [Seite 42]
12.3 - Kernelemente der Pflegeinterventionen [Seite 42]
13 - 2.2 Materialien und Werkzeuge [Seite 47]
14 - 2.3 Pflanzen [Seite 55]
14.1 - Alpenveilchen [Seite 55]
14.2 - Begonie [Seite 58]
14.3 - Blaues Lieschen [Seite 60]
14.4 - Bubiköpfchen [Seite 62]
14.5 - Duftgeranien [Seite 63]
14.6 - Duftrosen [Seite 64]
14.7 - Elefantenohr-Kalanchoe [Seite 65]
14.8 - Fleißiges Lieschen [Seite 66]
14.9 - Gloxinie [Seite 68]
14.10 - Greisenbart [Seite 69]
14.11 - Gru?nlilie [Seite 71]
14.12 - Hyazinthe [Seite 74]
14.13 - Kanonierblume (Eingehu?llte Kanonierblume) [Seite 76]
14.14 - Kindlipflanze [Seite 77]
14.15 - Kresse [Seite 79]
14.16 - Narzissen [Seite 81]
14.17 - Orchideen und Duftorchideen [Seite 83]
14.18 - Ostergras (oder alternativ Weizengras) [Seite 86]
14.19 - Osterkaktus [Seite 88]
14.20 - Pantoffelblume [Seite 90]
14.21 - Saintpaulie [Seite 92]
14.22 - Schnittblumen [Seite 95]
14.23 - Trockenblumen [Seite 96]
14.24 - Ziergurken [Seite 97]
15 - 2.4 Integration in den Pflegealltag und -prozess [Seite 98]
15.1 - Informationen zur Phytobiografie sammeln [Seite 98]
15.2 - Beurteilung der Lebenssituation [Seite 99]
15.3 - Beziehungsbezogene Pflegeziele definieren [Seite 102]
15.4 - Pflanzengestu?tzte Pflegeinterventionen planen und durchfu?hren [Seite 102]
15.5 - Pflegeziele evaluieren [Seite 105]
16 - 3 Theoretischer Hintergrund [Seite 107]
17 - 4 Literaturverzeichnis [Seite 111]
18 - 5 Verzeichnis der Autorinnen und Autoren [Seite 113]
19 - 6 Das Green-Care-Programm des Verlages Hogrefe [Seite 115]
20 - 7 Sachwortverzeichnis [Seite 117]
1 Nachschlagewerk pflanzengestützter Pflegeinterventionen (S. 17-18)

Pflanzen spielen im Leben vieler Menschen eine bedeutende Rolle. Ältere Menschen jedoch verlieren mit dem Einzug ins Pflegeheim oft die Möglichkeit, sich um den eigenen Garten und die eigenen Zimmerpflanzen zu kümmern. Der Einsatz von Pflegeinterventionen mit Pflanzen bietet sich daher in der Betreuung von Menschen, die in Langzeitinstitutionen leben, an. Pflanzen werden bereits erfolgreich durch therapeutische Berufe eingesetzt, wie etwa in der Gartentherapie (Föhn/Dietrich, 2013; Niepel/Pfister, 2010; Schneiter-Ulmann, 2010a). Um den Nutzen von Pflanzen für den Alltag der Bewohnenden vermehrt zugänglich zu machen, wurden erstmals Pflegeinterventionen mit Pflanzen entwickelt und umgesetzt, die in den Alltag der Bewohnenden eingebettet sind. Dabei sind pflanzengestützte Pflegeinterventionen integrierter Bestandteil der Pflegeplanung und auf eine pflegerische Zielsetzung ausgerichtet. Die Interventionen können im Innenraum des Pflegeheims umgesetzt werden und sind daher unabhängig von baulichen Gegebenheiten und dem Vorhandensein eines Gartens.

Ziel von Pflegeinterventionen mit Pflanzen ist es, die Lebenszufriedenheit der Menschen positiv zu beeinflussen und die zwischenmenschlichen Beziehungen wie die professionelle Beziehung zwischen Bewohnenden, Angehörigen, Pflegefachpersonen und Mitarbeitenden von Institutionen zu fördern.

Dazu haben zwei Pflegeheime des Kantons Zürich gemeinsam mit dem Institut für Pflege und dem Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) Ideen gesammelt, wie Pflegefachpersonen Pflanzen in den Alltag von Bewohnenden integrieren können. Leitende Prinzipien bei der Entwicklung pflanzengestützter Pflegeinterventionen waren: Pflanzen sind Lebewesen und sie gehören zum Leben und somit zum Alltag von Menschen (Schneiter-Ulmann, 2010b).

In diesem Werk wurde pflanzengestützte Pflege folgendermaßen definiert: Das Fördern der pflegerischen Beziehung zwischen Pflegeperson, Bewohner und Bewohnerin des Pflegeheims und deren Angehörigen durch den Einsatz von Pflanzen im Alltag der Bewohnenden und als Teil des Pflegeprozesses.

Insgesamt wurden 15 Pflegeinterventionen mit Pflanzen entwickelt, die sich einteilen lassen in die Bereiche:

Pflanzen wachsen lassen
Pflanzen pflegen
mit Pflanzen gestalten
Pflanzen erfahren.

Die Pflegeinterventionen integrieren pflegerische und gärtnerische Elemente und beinhalten Tätigkeiten, um die Beziehung zu gestalten, die Zusammenarbeit festzulegen, gemeinsam zu handeln und die Maßnahmen miteinander abzuschließen. Durch die sorgfältige Auswahl und Planung der Interventionen und deren gemeinsame Umsetzung wird zwischenmenschlichen Bedürfnissen Rechnung getragen und für das Gedeihen der Pflanzen gesorgt. Gestalterische Pflanzenelemente, wie sie beispielsweise für die Innenraumbegrünung eines Aufenthaltsraumes verwendet werden, lassen sich möglicherweise mit pflanzengestützten Pflegeinterventionen kombinieren (Föhn et al., 2016).

Die Pflegeinterventionen mit Pflanzen wurden in der Praxis entwickelt und getestet und ihre Wirkung wurde wissenschaftlich ausgewertet (Imhof et al., 2015; Waldboth et al., 2014; Schneiter-Ulmann/Imhof, 2015). Während der Umsetzungs- und Testphase nahmen über 100 Bewohnende an einer oder mehreren pflanzengestützten Pflegeinterventionen teil.

Ergebnisse einer Begleitforschung zeigten, dass rund 85 % der vorab gesetzten Pflegeziele durch die Interventionen mit Pflanzen erreicht werden konnten. Bewohnende berichteten von Gefühlen der Freude und Bereicherung, während Pflegende eine gesteigerte Zufriedenheit mit ihrer Arbeit...

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