Rechtsfragen einer nachhaltigen Forstwirtschaft

Eine Untersuchung zum waldrechtlichen Instrumentenverbund in Zeiten von Klimawandel und Artensterben
 
 
Mohr Siebeck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen im März 2022
  • |
  • XXV, 392 Seiten
 
E-Book | PDF mit Adobe-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-16-161223-7 (ISBN)
 
Die nachhaltige Forstwirtschaft ist einem konfliktträchtigen Spannungsverhältnis aus ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen ausgesetzt, welche idealerweise auf derselben Fläche in einen gerechten Ausgleich zu bringen sind. Annika Vorfelder untersucht, ob der waldrechtliche Instrumentenverbund de lege lata dazu geeignet ist, die aktuell dominierenden Zielkonflikte aus Klimaschutz, Artenschutz und Wirtschaftlichkeit nachhaltig aufzulösen. Hierfür analysiert sie das Bundeswaldgesetz sowie die Waldgesetze der Länder, wobei der Fokus auf der Forstlichen Rahmenplanung, dem Gebietsschutz, den Genehmigungstatbeständen und den Bewirtschaftungsregimen liegt. Sie ordnet die Instrumente kritisch in den Kanon des besonderen Verwaltungsrechts ein, um auf diese Weise Schwachstellen der aktuellen Gesetzeslage aufzuzeigen und Vorschläge für eine Änderung der Rechtslage zu entwickeln.
  • Dissertationsschrift
  • Deutsch
  • Tübingen
  • |
  • Deutschland
  • 2,56 MB
978-3-16-161223-7 (9783161612237)
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  • Cover
  • Titel
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • A. Der Wald in seiner dreidimensionalen Nachhaltigkeitsbedeutung
  • I. Soziale Bedeutung des Waldes
  • II. Ökonomische Bedeutung des Waldes
  • III. Ökologische Bedeutung des Waldes
  • IV. Zwischenfazit
  • B. Nachhaltige Forstwirtschaft als Thema der Rechtswissenschaft
  • C. Ziel und Gang der Untersuchung
  • Teil 1: Grundlagen
  • § 1 Bundeswaldgesetz und Landeswaldgesetze
  • A. Verhältnis Bundesrecht und Landesrecht
  • B. Verhältnis Waldgesetze und Naturschutzgesetze
  • § 2 Waldbegriff
  • A. Wald und Waldbau in der forstlichen Praxis
  • B. Wald im Sinne der Waldgesetze
  • § 3 Eigentumsfragen
  • A. Waldeigentum im Sinne der Waldgesetze
  • B. Waldeigentum und Art. 14 GG
  • Teil 2: Leitidee "Nachhaltige Forstwirtschaft"
  • § 4 Nachhaltigkeitsverständnis
  • A. Nachhaltige Forstwirtschaft in der Praxis
  • I. Begriffsentwicklung
  • II. Fünfdimensionales Nachhaltigkeitsverständnis (Schanz u.a.)
  • B. Nachhaltige Forstwirtschaft im Recht
  • I. Theoretisches Nachhaltigkeitsverständnis
  • 1. Weite und enge Nachhaltigkeit
  • 2. Starke und schwache Nachhaltigkeit
  • II. Nachhaltigkeit im Völkerrecht, Unionsrecht, Nationalen Recht
  • III. Nachhaltigkeit in den Waldgesetzen
  • C. Ergebnis
  • § 5 Ziele einer nachhaltigen Forstwirtschaft
  • A. Zielkonflikte auf nationaler Ebene
  • I. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie
  • 1. Waldstrategie 2020
  • 2. Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt
  • II. Bundeswaldinventur 2012
  • III. Klimaschutzgutachten in der Land- und Forstwirtschaft
  • 1. Mitigation
  • a) Kohlenstoffkreislauf
  • b) Alt- und Totholz
  • c) Walderhalt und Waldmehrung
  • 2. Adaptation
  • IV. Bedeutung für die Leitidee einer nachhaltigen Forstwirtschaft
  • 1. Ökologie versus Ökonomie?
  • 2. Sonstige Spannungsverhältnisse im Drei-Säulen-Konzept
  • 3. Erstellung eines Zielkatalogs
  • B. Rechtliche Einordnung
  • I. Völkerrecht
  • II. Unionsrecht
  • III. Nationales Recht
  • 1. Verfassungsrecht
  • 2. Einfaches Recht
  • a) Waldgesetze
  • b) Naturschutzgesetze
  • C. Ergebnis
  • Teil 3: Rechtliche Instrumente einer nachhaltigen Forstwirtschaft
  • § 6 Der Instrumentenverbund nach den Waldgesetzen
  • A. Der allgemeine umweltrechtliche Instrumentenverbund
  • B. Bundeswaldgesetz
  • C. Landeswaldgesetze
  • D. Ergebnis
  • § 7 Forstliche Rahmenplanung
  • A. Darstellung
  • I. Grundidee (§§ 6, 7 BWaldG a.F.)
  • II. Ausgestaltung im Landesrecht
  • 1. Modell der Primärintegration
  • 2. Modell der Sekundärintegration
  • 3. Separationsmodell
  • 4. Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Modelle
  • B. Rechtliche Einordnung
  • I. Forstliche Rahmenplanung im Instrumentenverbund der Waldgesetze
  • II. Forstliche Rahmenplanung und Planungsinstrumente außerhalb der Waldgesetze
  • 1. Verhältnis zur Raumordnungsplanung
  • 2. Verhältnis zur naturschutzrechtlichen Fachplanung
  • 3. Unionsrechtliche Planungsvorgaben
  • a) FFH-Verträglichkeitsprüfung
  • b) Strategische Umweltprüfung
  • C. Bewertung
  • D. Änderungsvorschläge
  • I. Lösungsansätze zur Effektivierung
  • II. Stellungnahme
  • 1. Entzerrung der Innen- und Außenwirkungen
  • 2. Kombinationsmodell
  • 3. Forstlicher Fachbeitrag zur Landschaftsplanung
  • III. Umsetzungsmöglichkeiten
  • § 8 Gebietsschutz
  • A. Darstellung
  • I. Bundesrechtliche Rahmenvorgaben
  • 1. Schutzwald (§ 12 BWaldG)
  • 2. Erholungswald (§ 13 BWaldG)
  • II. Schutzwald nach Landesrecht
  • 1. Umsetzung des bundesrechtlichen Rahmens (klassischer Schutzwald)
  • 2. Schutz des Waldes um seiner selbst willen (moderner Schutzwald)
  • a) Rechtliche Grundlage
  • b) Die unterschiedlichen Modelle im Überblick
  • c) Insbesondere Totalreservate
  • B. Rechtliche Einordnung
  • I. Gebietsschutz im Instrumentenverbund der Waldgesetze
  • II. Gebietsschutz außerhalb der Waldgesetze
  • 1. Verhältnis zu Schutzgebieten nach Straßen- und Wasserhaushaltsrecht
  • 2. Verhältnis zu Schutzgebieten nach Naturschutzrecht
  • 3. Mehrfach-Gebietsschutz als additive Grundrechtseingriffe?
  • a) Problemaufriss
  • b) Bedeutung für das Waldeigentum
  • C. Bewertung
  • D. Änderungsvorschläge
  • § 9 Genehmigungen
  • A. Umwandlungsgenehmigung
  • I. Darstellung
  • 1. Grundidee (§ 9 BWaldG)
  • a) Das Umwandlungsverbot
  • b) Rechtliche Einordnung der Abwägungsentscheidung
  • c) Stellungnahme
  • 2. Landesrechtliche Ausgestaltung der Umwandlungsgenehmigung
  • a) Überblick
  • b) Kompensationsmaßnahmen
  • c) Rechtsfolgen bei Verstoß gegen das Umwandlungsverbot
  • II. Rechtliche Einordnung
  • 1. Umwandlungsgenehmigung im Instrumentenverbund der Waldgesetze
  • 2. Umwandlungsgenehmigung außerhalb der Waldgesetze
  • a) Planungen
  • aa) Raumordnungsplanung
  • bb) Bauleitplanung
  • (1) Rolle des Waldes im Bauplanungsrecht
  • (2) Rolle der Waldgesetze in der Bauleitplanung
  • (3) Unterschiedliche Konzepte der Landeswaldgesetze
  • (4) Kritische Würdigung des Konzepts der Umwandlungserklärung
  • b) Vorhabenzulassung
  • aa) Konkurrenz verschiedener Zulassungsentscheidungen
  • bb) Waldumwandlung und immissionsschutzrechtliche Genehmigung
  • c) Umweltverträglichkeitsprüfung
  • d) Naturschutzrecht
  • aa) Eingriffe in Natur und Landschaft
  • bb) Habitatschutz
  • cc) Artenschutz
  • III. Bewertung
  • 1. Stärken und Schwächen der Umwandlungsgenehmigung
  • 2. Eingeschränkte Relevanz der Umwandlungsgenehmigung
  • 3. "Endstation" Kompensation?
  • 4. Ausweg Flächenbevorratung?
  • IV. Änderungsvorschläge
  • 1. Etablierung der Umwandlungstatbestände innerhalb und außerhalb der Waldgesetze
  • 2. Waldkonten
  • 3. Flächenzertifikatehandel
  • a) Zielsetzung und Funktionsweise
  • b) Bedeutung für die Waldumwandlungsgenehmigung
  • B. Erstaufforstungsgenehmigung
  • I. Darstellung
  • 1. Grundidee (§ 10 BWaldG)
  • 2. Ausgestaltung im Landesrecht
  • II. Rechtliche Einordnung
  • 1. Erstaufforstungsgenehmigung im Instrumentenverbund der Waldgesetze
  • 2. Erstaufforstungsgenehmigung außerhalb der Waldgesetze
  • a) Planungen
  • aa) Raumordnungsplanung
  • bb) Bauleitplanung
  • b) Vorhabenzulassung
  • c) Umweltverträglichkeitsprüfung
  • d) Naturschutzrecht
  • III. Bewertung
  • IV. Änderungsvorschläge
  • § 10 Das Bewirtschaftungsregime
  • A. Darstellung
  • I. Bewirtschaftungsregime des Bundeswaldgesetzes (§ 11 BWaldG)
  • 1. Ordnungsgemäße und nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes im Rahmen seiner Zweckbestimmung
  • 2. Rahmenrechtliche Mindestvorgaben
  • II. Bewirtschaftungsregime der Landeswaldgesetze
  • 1. Ausgestaltung des bundesrechtlichen Rahmens
  • 2. Unterschiede zwischen den Waldeigentumsarten
  • B. Rechtliche Einordnung
  • I. Bewirtschaftungsregime im Instrumentenverbund der Waldgesetze
  • II. Bewirtschaftungsregime außerhalb der Waldgesetze
  • 1. Ergänzendes Forstrecht
  • 2. Bodenschutzrecht
  • 3. Gewässerschutzrecht
  • 4. Naturschutzrecht
  • a) Allgemeine Forstwirtschaftsklausel (§ 5 Abs 1 BNatSchG)
  • b) Vorgaben an die Waldbewirtschaftung (§ 5 Abs 3 BNatSchG)
  • c) Privilegien im Bereich der Eingriffsregelung (§ 14 Abs 2 BNatSchG)
  • aa) "Gute fachliche Praxis"
  • bb) Beurteilung von Pflegemaßnahmen, insbesondere Sanitätshieben
  • d) Privilegien im Bereich des Artenschutzes (§ 44 Abs 4 BNatSchG)
  • e) Gebietsschutz
  • aa) Waldbewirtschaftung in Natura-2000-Gebieten
  • bb) Maßnahmen der unmittelbaren Gebietsverwaltung?
  • (1) Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs
  • (2) Rechtsprechung nationaler Oberverwaltungsgerichte
  • cc) Konsequenzen für die aktive Waldbewirtschaftung
  • (1) IntegrierteWaldbewirtschaftungspläne (§ 33 Abs 5 BNatSchG)
  • (2) SUP-Pflicht der Betriebspläne?
  • C. Bewertung
  • I. Stärken der Bewirtschaftungsregime
  • II. Schwächen der Bewirtschaftungsregime
  • III. Gestiegene Relevanz unionsrechtlicher Vorgaben
  • D. Änderungsvorschläge
  • I. Bundesgesetzgeber
  • II. Landesgesetzgeber
  • Zusammenfassung
  • Literaturverzeichnis
  • Sachregister
DNB DDC Sachgruppen

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