Reinkarnationstherapie zur Heilung der Seele

Die Ursprünge psychischer Verletzungen erkennen und überwinden
 
 
Aquamarin Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 9. August 2020
  • |
  • 290 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-96861-172-3 (ISBN)
 

Die transpersonale und die esoterische Psychologie haben in den letzten zwanzig Jahren anhand zahlreicher Fallbeispiele nachweisen können, in welchem Ausmaß traumatische Erfahrungen früherer Erdenleben in ein aktuelles Krankheitsbild oder seelische Beschwerden einfließen. Die Psychologin Ulrike Vinmann konnte in ihrer psychotherapeutischen Praxis über viele Jahre hinweg immer wieder Menschen helfen, indem sie ihnen Zugang zu den geistig-seelischen Hintergründen ihrer Beschwerden vermittelte. Sie gewann aufgrund dieser Erkenntnisse Einblicke in immer wiederkehrende Muster seelischer Verletzungen und wie diese geheilt werden können. Ihre Erfahrungen reichen von Fällen sexuellen Missbrauchs, über traumatische Kriegserinnerungen bis hin zu Partnerschaftsproblemen oder hyperaktiven Kindern. Die einzelnen Fallbeispiele erweisen sich auch dadurch als bedeutsam, da sie dem Leser bewusst machen können, wo mögliche Hintergründe eigener Schwierigkeiten anzusiedeln sind.

1. Auflage
  • Deutsch
  • 0,39 MB
978-3-96861-172-3 (9783968611723)
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1.

Gesellschaftliche Hintergründe für seelische Verletzungen

Wenn wir uns in unserer Gesellschaft umschauen und die Vielzahl an zerbrochenen Ehen und Familien, Krankheiten und psychischen Fehlentwicklungen anschauen, das Ausmaß an Gewalt und Feindbildern, so drängen sich zwei Fragen auf: Zum einen die Frage, wo alle diese Probleme herkommen und zum anderen die Frage, welche Heilungsmöglichkeiten es gibt.

Feindbilder und Polarisierungen sind in unserer Gesellschaft an der Tagesordnung. Die Politik lebt davon, man findet sie in großen und kleinen Firmen, in Familien, Ehen, Beziehungen und Freundschaften. Als Beispiel will ich hier die Feindbilder anführen, die Männer und Frauen aufeinander projizieren. Früher dachte ich, es ginge nur in eine Richtung, nämlich von den Männern zu den Frauen; heute ist mir klar, dass es in beide Richtungen geht: Frauen projizieren Feindbilder auf Männer, und Männer projizieren sie auf Frauen.

Diese gegenseitigen Feindbilder ziehen sich durch alle Gesellschaftsschichten. Es gibt viele Unterschiede zwischen Menschen hinsichtlich Charakter, Aussehen, Leistung, familiärem Hintergrund, beruflichem Status oder Sportlichkeit, um nur einige zu nennen, aber die Angst der Männer vor Frauen und die Angst der Frauen vor Männern finden wir bei Angehörigen aller Gesellschaftsschichten und unterschiedlichster Ausrichtungen.

Männer halten Frauen für "kompliziert", "zickig", "schwierig" oder "hysterisch", um nur einige der gesellschaftlichen Stereotypen zu nennen. Frauen ihrerseits halten Männer für "Machos", "Vergewaltiger","Trottel" oder "beziehungsunfähig".

Feindbilder basieren letztlich immer auf Angst. Nur wenn es viel Angst gibt, kann ein Feindbild entstehen. Wann aber entwickelt man Angst vor einer Person oder einer Gruppe? Natürlich dann, wenn man mit dieser Person oder Gruppe in der Vergangenheit negative Erfahrungen gemacht hat, wenn man verletzt, gedemütigt oder auf andere Art und Weise geschädigt wurde. Das Unterbewusstsein speichert alle diese Erfahrungen, und in dem Moment, in dem wir es mit jemandem zu tun haben, der Ähnlichkeit mit der Person oder Gruppe hat, von der wir verletzt wurden, wird die alte Angst wieder aktiviert. Auch wenn die ursprüngliche Erfahrung verdrängt wurde, so ist doch die Angst wieder da und wird auf die aktuelle Person oder Gruppe projiziert.

In dem Moment, in dem die Projektion stattfindet, ist uns nicht bewusst, dass hinter der Person, vor der wir Angst haben, sei es unser Ehemann oder unsere Ehefrau, vielleicht die eigene Mutter oder der eigene Vater oder die Großeltern oder Personen aus vergangenen Leben stehen, die uns verletzt haben. Die Angst ist da, und wir beginnen, unsere Abwehrmechanismen zu aktivieren. Damit beginnt oft ein Kampf. Wir alle kennen diesen Machtkampf, der auf vielen Ebenen ausgetragen wird - zwischen Ehepartnern, zwischen Eltern und Kindern, zwischen Angehörigen verschiedener miteinander konkurrierender Firmen und natürlich zwischen Angehörigen verschiedener politischer Parteien.

Woher kommen diese Projektionen und Feindbilder und welche Auswirkungen haben sie?

1.1Die Wurzeln unserer christlichen Kultur

"Da sprach Gott der Herr zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinen Nachkommen und ihren Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein.

Und zum Manne sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: du sollst davon nicht essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden."

(Genesis, 3, 14-19)

Dieses Zitat aus der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments stellt eine der Wurzeln unserer Abendländischen Kultur dar. Schauen wir uns an, welche Bilder dort von Gott, vom Mann und von der Frau vermittelt werden. Gott wird als mächtig, rachsüchtig und strafend dargestellt, der Mann als schuldig, weil er der Stimme seines Weibes gehorcht hat, und die Frau als schuldig, weil sie der Stimme der Schlange gehorcht hat.

Mit diesen Worten legte der Gott des Alten Testamentes einen Fluch über Generationen von Männern und Frauen. Die Auswirkungen dieses Fluches können wir überall um uns herum beobachten.

Als Beispiel will ich das Gebären anführen; denn nicht umsonst wird in unserer Kultur das Gebären immer noch oft als ein äußerst schmerzhafter Vorgang beschrieben, der die Frau an ihre äußersten physischen und psychischen Grenzen bringt. In anderen Kulturen ist dies nicht so. Dort bringen Frauen mit Natürlichkeit und unter Verwendung natürlicher Unterstützungs- und Heilmethoden ihre Kinder auf die Welt. Sie bringen die Kinder auch nicht in Rückenlage - so wie bei uns üblich - sondern in der Hocke zur Welt. Die Stellung in der Hocke ist eine viel natürlichere Haltung, bei der die Frau wesentlich mehr Kraft hat, das Kind herauszupressen.

Der alttestamentarische Fluch stellt den Mann über die Frau. "Dein Verlangen soll nach dem Manne sein, er aber soll dein Herr sein", sagt Gott zur Frau. Wie viele Beziehungen verlaufen genau nach diesem Muster? Wie viele Frauen gibt es, die sich nach wirklicher Liebe und Zuwendung von ihrem Partner sehnen und stattdessen nur Herablassung und Erniedrigung bekommen?

Meine Klientin Hannelore erzählte mir, dass sie vor einiger Zeit entschied, sich von diesen Strukturen zu lösen. Sie trat aus der Kirche aus. Sie fühlte sich befreit und erleichtert, nachdem sie diesen Schritt vollzogen hatte. Sie wollte ihre Energie nicht mehr für diese Institution, in der Frauen so herabgewürdigt werden und in der immer noch die Erbsünde gelehrt wird, zur Verfügung stellen. Als sie austrat, entzog sie ihre Energie bewusst dieser Institution und vermittelte sich selbst, dass dieser Fluch vom Tage ihres Austrittes an für sie nicht mehr galt. Sie entschied, dass ab diesem Tag andere Regeln für sie gelten sollten, und zwar solche, die lebensbejahender und freundlicher waren, Regeln, die Mann und Frau gleichermaßen wertschätzten.

Ich habe in vielen Beziehungen Strukturen, die im Zusammenhang mit der biblischen Verfluchung stehen, gefunden und bin überzeugt, dass die jahrtausendelange Unterdrückung der Frau eine ihrer Auswirkungen darstellt. Im Folgenden möchte ich einige Beispiele von berühmten Paaren beschreiben.

Wenn man sich mit prominenten Paaren beschäftigt, fällt auf, dass "brillante", sehr talentierte oder charismatische Männer oft mit eher "blässlichen" oder unscheinbaren Frauen verheiratet sind. Auch den umgekehrten Fall gibt es - charismatische Frauen, die mit Männern verheiratet sind, die sich eher im Hintergrund halten. Allerdings tritt dieser Fall wesentlich weniger häufig auf als ersterer. Man kann sich die Frage stellen, wie es sich bei Paaren verhält, in denen sowohl der Mann als auch die Frau talentiert, charismatisch und kraftvoll ist. Beschäftigt man sich mit solchen Paaren, so fällt auf, dass oft die Frau zugunsten des Mannes ihr eigenes Talent in den Hintergrund stellt oder ganz aufgibt.

Scott Fitzgerald, der berühmte amerikanische Schriftsteller der "lost generation", heiratete Zelda, eine schöne, junge und lebenslustige Frau, die ebenfalls Schriftstellerin war. Die Ehe ging einige Zeit lang gut, das Paar lebte auf recht großem Fuß, es gab Partys, Einladungen, ein reges gesellschaftliches Leben - und es gab wohl auch Liebe zwischen beiden. Scott entwickelte sein Schriftstellertalent, kam voran und war erfolgreich, während Zelda immer weniger schrieb, später tablettensüchtig und psychisch krank wurde und im Laufe der Jahre immer mehr verfiel, so als ginge ihre Entwicklung plötzlich rückwärts und nicht mehr vorwärts. Zelda endete in einer psychiatrischen Anstalt.

Ein ähnliches Bild bietet die Ehe zwischen Paul Bowles und seiner Frau Jane. Auch Paul Bowles war Schriftsteller, ebenso wie Jane. Beide waren Amerikaner. Sie entschlossen sich, nach Marokko auszuwandern. Dort fing Paul an, erfolgreiche Bücher zu schreiben, während sich bei Jane seltsamerweise eine Schreibblockade einstellte, die sie später in tiefe Depressionen verfallen ließ. Sie suchte Hilfe in der Beziehung zu einer Frau, die auch schwarzmagisch arbeitete. Jane endete in einer psychiatrischen Anstalt in Málaga, in der sie auch starb.

Betrachten wir noch die Beziehung zwischen Camille Claudel und Auguste Rodin, beide Bildhauer. Camille war wahrscheinlich die Talentiertere von beiden. Er inspirierte sich durch ihre Arbeit. Jedoch war er derjenige, der Erfolg hatte, während sie durch die Beziehung mit ihm immer mehr Kraft verlor und schließlich auch ihren klaren Verstand. Rodin war verheiratet und hatte Camille als Geliebte. Er verließ seine Frau nie, sondern betrog im Grunde beide Frauen. Camille wurde durch diese Beziehung zugrunde gerichtet. Sie bekam psychotische Anfälle. In einem dieser Anfälle vernichtete sie einen großen Teil ihrer Werke. Auch sie endete in einer...

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