Christliches Europa?

Religiöser Pluralismus als theologische Herausforderung
 
 
Verlag Herder
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 14. Juli 2017
  • |
  • 256 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-451-81693-2 (ISBN)
 
Europa ist mit einer großen Zahl von Flüchtlingen islamischen Glaubens konfrontiert, die Teil der europäischen Gesellschaft werden wollen. Das Ringen um ein angemessenes Verhältnis zum Islam, der spätestens jetzt als ein Teil Europas wahrzunehmen ist, bildet dabei die eigentliche ethisch-kulturelle Herausforderung für den christlich geprägten Westen. Der Band widmet sich diesem Inklusionsprozess aus theologischer Perspektive.
weitere Ausgaben werden ermittelt
Klaus Viertbauer, geb. 1985 in Salzburg (Österreich), Studium der Philosophie, Theologie und Religionspädagogik in Salzburg, ebendort 2015 Promotion in Philosophie; seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck; Florian Wegscheider, geb. 1988 in Kirchdorf (Österreich), Studium der Theologie in Linz, Salzburg und Rom, seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Liturgiewissenschaften an der Katholischen Privat-Universität Linz.
1 - Klaus Viertbauer / Florian Wegscheider (Hg.) Christliches Europa? [Seite 1]
2 - Impressum [Seite 5]
3 - Inhalt [Seite 6]
4 - Vorwort [Seite 8]
5 - Einleitung [Seite 10]
5.1 - Klaus Viertbauer, Innsbruck Vom christlichen Europa zu einer postsäkularen Gesellschaft [Seite 12]
5.1.1 - 1. Zwei Verfallsgeschichten [Seite 12]
5.1.1.1 - 1.1 Die Diktatur des Relativismus (J. Ratzinger) [Seite 12]
5.1.1.1.1 - A. Die Selbstentfremdung des Menschen in der Moderne [Seite 13]
5.1.1.1.2 - B. Europa als verheißener Kontinent des Christentums [Seite 16]
5.1.1.2 - 1.2 Halbierung des Geistes (J. B. Metz) [Seite 20]
5.1.1.2.1 - A. Theologie als Theodizee [Seite 20]
5.1.1.2.2 - B. Anamnetische Vernunft [Seite 24]
5.1.2 - 2. Das unvollendete Projekt der Moderne (J. Habermas) [Seite 31]
5.1.2.1 - 2.1 Zur postsäkularen Konzeption der Gesellschaft [Seite 31]
5.1.2.2 - 2.2 Grenzen der Verständigung: Ein Resümee [Seite 37]
5.1.2.2.1 - A. Jürgen Habermas' Reaktion auf Joseph Ratzinger und Johann Baptist Metz [Seite 37]
5.1.2.2.2 - B. Offene Fragen im Entwurf von Jürgen Habermas [Seite 39]
6 - Historische Konstellation Zur jüdisch-christlichen Identitätsbildung [Seite 46]
6.1 - Peter Lampe, Heidelberg Vielfalt als intrinsisches Merkmal frühen Christentums(1./2. Jh.) [Seite 48]
6.2 - Florian Wegscheider, Linz Die christliche Eucharistiefeier als Identitätsstifter des "Abendlandes"? [Seite 67]
6.2.1 - Das 2. Jahrhundert als Übergang von der Synagoge zur Herausbildung derchristlichen Identität [Seite 68]
6.2.2 - Taufe und Eucharistie als zwei Identitätsmerkmale des Christentums im 2. Jahrhundert [Seite 71]
6.2.3 - Ursprung und Parallelen im jüdischen Gastmahl [Seite 72]
6.2.4 - Ursprung und Parallelen im hellenistischen Symposium [Seite 74]
6.2.5 - Die Eucharistie als rituelles Hauptmerkmal des Christentums im Laufe der Geschichte [Seite 75]
6.2.6 - Eucharistie als Identitätsstifter des Christentums? [Seite 78]
6.2.7 - Conclusio [Seite 79]
6.3 - Georg Essen, Bochum "Hellenisierung des Christentums" als kulturhermeneutische Deutungskategorie der Moderne [Seite 82]
6.3.1 - 1. Konturen eines umstrittenen Begriffs der Dogmengeschichte [Seite 84]
6.3.2 - 2. Die Legitimität der Neuzeit [Seite 87]
6.3.3 - 3. Die Denkform der Philosophie in der Moderne [Seite 91]
6.3.4 - 4. Die kulturelle Identität Europas [Seite 95]
6.3.5 - 5. "Hellenisierung" als kulturhermeneutische Deutungsfigur. Ein kurzes Fazit [Seite 103]
7 - Systematische Transformation Zur christlichen Theologisierung [Seite 106]
7.1 - Christian Danz, Wien "Der echte Ring / Vermutlich ging verloren" [Seite 108]
7.1.1 - 1. "Aber was gehen dem Christen dieses Mannes Hypothesen, und Erklärungenund Beweise an?", oder: Lessings Deutung des Christentums [Seite 110]
7.1.2 - 2. "Die tausend Jahre deines Richters / Sind noch nicht um", oder: Lessings Deutung der Religionsgeschichte [Seite 116]
7.1.3 - 3. Lessings Ringparabel als religionstheologisches Paradigma? [Seite 121]
7.2 - Roman A. Siebenrock, Innsbruck "Mit Hochachtung" [Seite 125]
7.2.1 - 1. "Europa": Annäherung an ein "Kippbild" [Seite 132]
7.2.1.1 - 1.1 Werte als Ideal und Ideologie [Seite 133]
7.2.1.2 - 1.2 Die Dynamik der sich ausdifferenzierenden Gesellschaft [Seite 135]
7.2.1.3 - 1.3 Die Urdifferenz: Die Unterscheidung von geistlicher und weltlicher Macht [Seite 139]
7.2.2 - 2. Kirche im Dienst am Leben aller [Seite 142]
7.2.2.1 - 2.1 Die grundlegenden Entmächtigungen als Voraussetzung der Sendung der Kirche in einer neuen kirchengeschichtlichen Epoche [Seite 142]
7.2.2.2 - 2.2 Dialog: Medium der Heilsgeschichte Gottes und Weg der Kirche [Seite 145]
7.2.2.3 - 2.3 Menschheit - Volk Gottes - Kirche [Seite 146]
7.2.3 - 3. Catholica [Seite 147]
7.3 - Reinhold Bernhardt, Basel Absolutheitsanspruch und religiöser Pluralismus [Seite 153]
7.3.1 - 1. Was heißt "Absolutheitsanspruch"? [Seite 154]
7.3.2 - 2. Theologische Verarbeitungen des religiösen Pluralismus [Seite 157]
7.3.3 - 3. Dialog der Absolutheitsansprüche [Seite 164]
8 - Praktische Adaption Zur interreligiösen Realität des 21. Jahrhunderts [Seite 170]
8.1 - Mirjam Schambeck, Freiburg im Breisgau Warum wir die Religionen (trotzdem) brauchen [Seite 172]
8.1.1 - Vom unersetzbaren Beitrag der Religionen für ein gelingendes Zusammenlebenin pluralen, demokratischen Gesellschaften [Seite 173]
8.1.1.1 - Religionen als unverzichtbare "Ressourcen der Sinnfindung" (Jürgen Habermas) [Seite 173]
8.1.1.2 - Verweise auf den "leeren Stuhl" oder: Anrede gegen Totalisierungen des Lebens [Seite 175]
8.1.1.3 - Braucht es dazu die Religionen oder genügen auch säkulare Weltanschauungen? [Seite 177]
8.1.1.4 - Sensibilität und Engagement für die Entrechteten oder: Vom prophetischen Stachel in unserer Gesellschaft [Seite 178]
8.1.1.5 - Orte, an denen das Scheitern und Versagen nicht ausgeblendet wird oder: Nicht erst die Supermänner und -frauen sind Menschen [Seite 180]
8.1.1.6 - Glück und Ganzheitlichkeit, die verdient werden wollen oder: Erlösung, die geschenkt wird [Seite 181]
8.1.2 - Ein erstes Fazit: Surplus oder doch Notwendigkeit? [Seite 182]
8.1.3 - Religiöse Vielfalt als Schrittmacher demokratischer Gesellschaften [Seite 183]
8.1.4 - Erst religiöse Pluralität ruft die Notwendigkeit von Toleranz auf den Plan [Seite 184]
8.1.5 - Die Religionen in ihrer Pluralität als vielseitige Übersetzerinnen und Schrittmacher für Teilhabe [Seite 185]
8.1.6 - Ein abschließendes Fazit: Wider die Segmentierung der Gesellschaft [Seite 187]
8.2 - Matthias Sellmann, Bochum "Schaffen wir das?" [Seite 189]
8.2.1 - 1. Das Szenario: Zahlen zu Flucht und religiöser Pluralisierung in Deutschland und Europa [Seite 192]
8.2.2 - 2. Der rechte Flügel im 'Christlichen Haus Europa': Der unübersehbare Aufstieg der sog. "Rechtspopulisten" [Seite 195]
8.2.3 - 3. Die Ergebnisse einer Umfrageserie zu rechtsextremen Einstellungsmustern und ihren Implikationen des Antisemitismus, Antiislamismus und Antiziganismus [Seite 197]
8.2.4 - 4. Gestiegenes Toleranzempfinden - Ergebnisse der Shell-Jugendstudie 2015 [Seite 202]
8.2.5 - 5. Die Ergebnisse politologischer Milieuforschung zu Entwicklungen der 'Mitte' in Deutschland [Seite 204]
8.3 - Eberhard Schockenhoff, Freiburg im Breisgau Testfall für die Toleranzfähigkeit des demokratischen Rechtsstaats? [Seite 208]
8.3.1 - 1. Toleranz als Anerkennung des Fremden [Seite 210]
8.3.1.1 - 1.1 Toleranz gegenüber der religiösen Wahrheit und den Lebensformen der anderen [Seite 211]
8.3.1.2 - 1.2 Kulturelle Verschiedenheit oder homogene demokratische Einheitskultur? [Seite 214]
8.3.1.3 - 1.3 Grenzen der Toleranz [Seite 215]
8.3.2 - 2. Die rituelle Beschneidung [Seite 216]
8.3.2.1 - 2.1 Der Sinn der religiös motivierten Beschneidung [Seite 217]
8.3.2.2 - 2.2 Der Konflikt zwischen den betroffenen Rechtsgütern [Seite 221]
8.3.2.3 - 2.3 Elterliches Sorgerecht und Kindeswohl [Seite 226]
8.3.3 - 3. Die Toleranzfähigkeit einer pluralistischen Gesellschaft [Seite 230]
9 - Schlussreflexion [Seite 234]
9.1 - Christian Spieß, Linz Islam - ein Teil Europas? [Seite 236]
9.1.1 - 1. Islam und Europa - Europa und die Muslime [Seite 237]
9.1.2 - 2. Katholische Kirche und europäische Moderne - Verwerfung und Affirmation [Seite 244]
9.1.3 - 3. Muslime und der Islam in der europäischen Moderne [Seite 248]
9.1.4 - 4. Widersprüche der Kritik islamischer Lebensweise [Seite 250]
9.1.5 - Fazit [Seite 252]
10 - Autoren- und Herausgeberverzeichnis [Seite 254]

Dateiformat: PDF
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