Die Enzyklopädie der Konzernskandale

Was Banken und Konzerne treiben, während wir wegschauen!
 
 
Books on Demand (Verlag)
  • 2. Auflage
  • |
  • erschienen am 7. Juli 2020
  • |
  • 532 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7519-4713-8 (ISBN)
 
Altersarmut, Mietpreiswahnsinn, Hartz IV, marode Schulen, ein gescheitertes Pflegesystem, Sklaverei, Überwachung, Kinderarbeit, Umweltzerstörung, Wirtschafts- und Finanzkrisen.

Die Probleme dieses Landes und die des gesamten Planeten sind vielfältig.
Doch sie haben eine gemeinsame Ursache: Das globale Schuldgeldsystem, bei dem sich das Kapital bei einigen Wenigen ansammelt. In Kombination mit der Konzerndiktatur entsteht ein hochtoxisches und potenziell tödliches Gemisch, das die Zukunft der kommenden Generationen gefährdet.

Im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Geschichten der milliardenschweren Konzerne führen uns zu den Abgründen des menschlichen Handelns.

Und darüber hinaus!

Diejenigen, die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden. Und die, die entscheiden, wurden nicht gewählt. (Horst Seehofer)
2. Auflage
  • Deutsch
  • 0,63 MB
978-3-7519-4713-8 (9783751947138)
weitere Ausgaben werden ermittelt
Sebastian Urbainczyk, geboren 1988 absolvierte nach seiner Ausbildung im Einzelhandel ein Lehramtsstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. In dieser Zeit sammelte er mehr als drei Jahre lang Fakten, um über die Missstände in unserem Wirtschaftssystem aufmerksam zu machen.
Heute arbeitet er als Lehrer an einer Grundschule.

Vorwort


Als ich 2018 begann, dieses Buch zu schreiben, ahnte ich nicht im Geringsten, dass ein Virus die gesamte Weltwirtschaft nur zwei Jahre später zum Erliegen bringen würde. Doch der deutsche Volkswirt und ehemalige Unternehmensberater Dr. Markus Krall und die Vermögensberater und Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik beschrieben schon damals mit minutiöser Präzision, dass ein sogenannter "Schwarzer Schwan" - also ein unvorhergesehenes Ereignis - der Auslöser für die kommende Finanzkrise sein könnte. Sie datierten den Beginn der Krise um das Jahr 2020. Damals wurden sie belächelt und die Warnungen ignoriert. Heute sehen wir die Auswirkungen eines defizitären Finanz- und Wirtschaftssystems und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Virus als Ursache für die Wirtschaftskrise verantwortlich gemacht wird. Doch uns sollte bewusst sein, dass die wahren Ursachen schon Jahre zurückliegen. Das Virus ist lediglich der Auslöser. Sie glauben an einen Zufallstreffer der Ökonomen, die die Krise schon vor Jahren mathematisch fundiert begründeten? Nun ja.

Hier ist die wahre Geschichte hinter Massenarbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Insolvenzen, Schulden und - auf Gelddruckerei basierten - Subventionen.

Manche der hier vorgestellten Themen sind in ihrer Gänze nicht unbekannt. Immer wieder habe ich mit Menschen gesprochen, die die Auswirkungen eines erkrankten Wirtschaftssystems tagtäglich spüren. Menschen, die über die katastrophalen Bedingungen im Pflegesystem berichten. Menschen, die gegen das ausufernde Lohndumping im Einzelhandel demonstrieren. Menschen, denen der Umweltschutz am Herzen liegt. Menschen, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Schon lange habe ich mich gefragt, wie es sein kann, dass wir - trotz aller Proteste - kaum eine positive Veränderung in der Gesellschaft wahrnehmen. Der Grund ist, dass all die Dinge, die wir registrieren, nur Teil eines Problems sind, so dass wir nicht umhinkommen werden, die Ursache an Stelle der Folgen zu benennen. Um das zu verstehen, müssen wir einen Schritt weiter gehen und uns die grundlegende Frage stellen, wie sich unsere Gesellschaft definiert. Wir könnten dabei viel über ethische und moralische Fundamente diskutieren, doch letztlich ist die Antwort viel einfacher:

Geld.

Nehmen Sie einmal an, einen einzigen Tag lang würden alle Menschen auf dieser Welt das Geld als gesetzliches Zahlungsmittel ablehnen. Brot gäbe es fortan nur für Zigaretten, Kleidung für Kaffee. Das gesamte Geldsystem ist einzig und allein eine Glaubensfrage. Der Glaube daran, dass das Geld, welches wir auf unseren Konten in scheinbarer Sicherheit angelegt haben, wirklich existiert. Doch tut es das wirklich?

Gehen Sie noch einen Schritt weiter und stellen Sie sich vor, was geschehen würde, wenn alle Banken den Zahlungsverkehr für einen Tag einstellen (müssten). Wenn keine Überweisungen mehr getätigt werden könnten und kein Geld mehr aus den Automaten käme. Die Gesellschaft würde über Nacht das Einzige verlieren, an das sie wirklich geglaubt hat. Utopisch, keine Frage. Doch was bliebe dann übrig?

Der Raubkapitalismus will uns vermitteln, dass Geld den Wert des Menschen definiert. Doch es gibt berechtigte Zweifel daran, dass der Kapitalismus, wie wir ihn definieren, noch existiert. Alle Regeln - wie die freie Marktwirtschaft - wurden aufgehoben. Übrig geblieben ist ein ausgehöhltes System, das den Kapitalismus vorschiebt, um den globalen Raubzug gesellschaftsfähig zu machen. Ein Raubzug an Menschen, Tieren, Meeren und Wäldern, ein Raubzug, der den gesamten Erdball überrollt. Der Kapitalismus in seiner Gänze existiert genauso wenig wie der Sozialismus und wir täten gut daran, die beiden Systeme nicht als einzige Alternative zu betrachten. Und wir müssen aufhören, die Gräben innerhalb der Gesellschaft zu vertiefen. Arm gegen Reich, Links gegen Rechts, Deutsche gegen Migranten, SUV-Fahrer gegen Umweltschützer und die Arbeiterklasse gegen Einkommenslose. Wir alle sind Teil eines Systems, das dazu beigetragen hat, dass das Volk kaum noch bereit ist, gegen die Banken- und Konzerndiktatur zu demonstrieren, die für die Verwerfungen innerhalb der Gesellschaft verantwortlich ist. Die Reichen sind nicht das Problem, auch nicht die Armen. Die Einkommenslosen bekommen nicht zu viel, sondern die Arbeiter zu wenig. Und die Migranten fliehen, weil die westlichen Industrieländer ihre Heimat zerstören.

Unser Problem ist ein System, in dem milliardenschwere Konzerne nur dann existieren können, wenn ihrer Wertschöpfungskette Ausbeutung zugrunde liegt, denn damit sammelt sich immer mehr Kapital bei einigen Wenigen. Wir leben in einer Plutokratie - in einer Herrschaft der Superreichen. Fast täglich fragen wir uns, weshalb politische Entscheidungen so konsequent gegen das Volk getroffen werden. Den meisten ist dabei bewusst, dass die Politik dieser Welt längst von den Banken und Konzernen diktiert wird. Wir alle wissen, dass deren profitorientierte Geschäftspraktiken unweigerlich Konsequenzen für die Natur und die Menschen haben werden. Wir zerstören Wälder, vergiften Böden, sorgen dafür, dass ganze Tierarten aussterben, und lassen selbst Kinder für die Konzerninteressen schuften. Es ist jedoch nicht nur diese Tatsache allein, die uns nachdenklich stimmen sollte, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass wir all dies stillschweigend akzeptieren. Wir steuern geradewegs auf eine Welt zu, in der kommende Generationen uns fragen werden, ob wir von alldem nichts gewusst haben.

Wirtschaftlich gesehen befinden wir uns in einer Sackgasse. Der Weltbankenverband Institut of International (IIF) bezifferte die globalen Schulden aller Staaten, Unternehmen, Haushalte und Banken zum Ende des dritten Quartals 2017 auf 233 Billionen Dollar. Diese Schulden können niemals zurückgezahlt werden. Die nächste Finanzkrise, die die Krise von 2008 vermutlich übertreffen wird, ist mathematische Gewissheit. Das bestreitet kaum ein Ökonom. Allein schon deshalb nicht, weil Finanzkrisen seit jeher Teil unseres Geldsystems sind. Wir unterschätzen einzig und allein die Ausmaße der Folgen. Schon heute steht dem Geld kein Gegenwert mehr gegenüber. Und dennoch versuchen wir mit aller Macht, das Finanzsystem aufrechtzuerhalten. Wir alle laufen der absurden Idee des unendlichen Wirtschaftswachstums hinterher, nur um die steigenden Schuldzinsen bedienen zu können. Allein in Deutschland, einem Land, das mit rund zwei Billionen Euro in der Kreide steht, wurden 2017 knapp 30 Milliarden Euro für Zinszahlungen ausgegeben. Und das nur aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen der Europäischen Zentralbank. Sollte der Marktzins auch nur um 1% steigen, wäre das gleichbedeutend mit einer Mehrbelastung von 20 Milliarden Euro. Die Zinslast würde den deutschen Steuerzahler dann jährlich 50 Milliarden Euro kosten.1 Dabei zahlten die deutschen Bürger*innen in den letzten 45 Jahren bereits über eine Billion Euro an Zinsen.

Die Bürger*innen der Wirtschaftsnation Nr.1 können über diese Zinsbelastung allerdings nur müde lächeln. Bei Schulden in Höhe von rund 20 Billionen Euro sitzen die Amerikaner auf einem Zinsberg von jährlich 450 Milliarden Dollar, und das in einem Land, in dem etliche soziale Probleme ungelöst bleiben, weil die finanziellen Mittel fehlen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Länder dieser Welt ein hohes Interesse am bedingungslosen Wirtschaftswachstum haben, denn nur so können die Schuldzinsen weiterhin bedient werden.

Doch es ist kein Geheimnis, dass wir damit schon sehr bald an unsere Grenzen stoßen werden. Denn erstens müssen wir uns die Frage stellen, wer all die Dinge, die in absurden Mengen produziert werden, noch kaufen soll, und zweitens ist allein die Endlichkeit der Ressourcen die natürliche Grenze für das unendliche Wirtschaftswachstum. Der US-Ökonom Kenneth Boulding sagte schon damals:

"Wer in einer begrenzten Welt an unbegrenztes Wachstum glaubt, ist entweder ein Idiot oder ein Ökonom."

Daher wird es in Zukunft eine wesentliche Aufgabe sein, die vorhandenen Ressourcen effektiv zu nutzen. Bereits 2014 benötigte der Mensch 1,5 Planeten, um den steigenden Ressourcenverbrauch zu decken. Eine Studie des WWF´s ergab, dass wir schon im Jahr 2030 eine zweite "Erde" benötigen werden.2 Um dem entgegenzutreten, versuchte der Westen bereits, die Fortpflanzung der Menschen in Afrika und Asien einzudämmen - mit mäßigem Erfolg. Das Prinzip der antinatalistischen Politik entstand laut der Professorin für Anthropologie und Entwicklungssoziologie, Shalini Randeria, im kalten Krieg. Damals befürchteten die Vereinten Nationen einen Verlust der natürlichen Ressourcen im Süden. Im 19. Jahrhundert sah man die hohe Bevölkerungsdichte der Kolonialländer allerdings noch als Vorteil, galt sie als "Quelle billiger Arbeitskräfte". Nach der Unabhängigkeit stufte man die Kolonien jedoch als überbevölkert ein. Randeria bezeichnete die Bevölkerungskontrolle der reichen Industrienationen als "westliche Doppelmoral".3 Denn es ist der westliche Ressourcenverbrauch, der den Planeten bedroht. Dennoch hat für die Weltbank als auch...

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