Der erste Verdacht

Roman
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 30. Mai 2011
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06651-2 (ISBN)
 
Mord aus Leidenschaft oder eiskaltes Verbrechen? Die Göteborger Polizei stochert im Nebel. Als der fünfzigjährige Hotel- und Restaurantbesitzer Kjell B. Ceder in seiner luxuriösen Villa in den Schären tot aufgefunden wird - niedergestreckt mit zwei Schüssen aus einer kleinkalibrigen Waffe -, fällt der Verdacht sofort auf seine wesentlich jüngere Frau Sanna. Sie lebt von ihm getrennt und scheint mehr als genug Gründe zu haben, ihm die Pest an den Hals zu wünschen. Dann sterben zwei Geschäftsleute auf ähnliche Weise wie Ceder - einer von ihnen hatte früher beruflich mit Sanna zu tun, verscherbelte gemeinsam mit ihr Luxusgüter über das Internet. Ist sie etwa ebenfalls in Gefahr? Oder ist sie viel raffinierter, als es den Anschein hat? Kriminalinspektorin Irene Huss nimmt die Ermittlungen auf - und stößt auf eine heiße Spur, die sie bis nach Paris führt. Dann wird auf einer Schäreninsel vor Göteborg die fast verweste Leiche eines Mannes gefunden, und die Karten scheinen völlig neu gemischt zu werden ...


Helene Tursten wurde 1954 in Göteborg geboren und arbeitete lange Jahre als Zahnärztin, ehe sie sich ganz auf das Schreiben konzentrierte. Ihre Serie um die Göteborger Kriminalinspektorin Irene Huss hat in Deutschland eine riesige Fangemeinde und wurde erfolgreich verfilmt. Ihr neuer Kriminalroman 'Jagdrevier' ist der erste Fall für die junge Polizistin Embla Nyström. Helene Tursten lebt in Sunne/Värmland und ist verheiratet mit einem Ex-Polizisten.
  • Deutsch
  • 0,50 MB
978-3-641-06651-2 (9783641066512)
3641066514 (3641066514)
weitere Ausgaben werden ermittelt
KAPITEL 7 (S. 93-94)

Himmlische Düfte strömten Irene entgegen, als sie die Tür ihres Reihenhauses öffnete. Krister hatte sie am Nachmittag angerufen und gefragt, was sie sich zum Abendessen wünsche. Nachdem sie eine Weile nachgedacht hatte, hatte sie geantwortet: »Deine Fischsuppe mit viel Knoblauch und Safran, anschließend vielleicht eine kleine Mousse au Chocolat.« Die Bouillabaisse à la Glady’s war einer der Publikumserfolge des Restaurants, in dem Krister als Küchenchef arbeitete. Sie konnten sie nicht von der Speisekarte nehmen, genauso wenig wie ihre berühmte Mousse au Chocolat.

Das Rezept der Mousse war ein wohlgehütetes Geheimnis, aber Irene wusste, dass Krister mit einem Schuss edlen Kognaks irgendeinen Unsinn trieb. Es war eines ihrer heiligen Wochenenden. Jedes dritte Wochenende hatten sowohl Irene als auch Krister sowohl Freitag als auch Samstag frei, und die ganze Familie versuchte dann jeweils, sich zu versammeln und abends gut zu speisen. Bei den Zwillingen konnte man nie genau wissen, ob sie auch wirklich zu Hause sein würden, aber wenn sie nichts anderes vorhatten, nahmen sie ebenfalls an den Mahlzeiten teil. Oft verschwanden sie anschließend, um noch etwas zu unternehmen. Krister brummelte dann nicht selten etwas missmutig vor sich hin: »Es ist schon komisch, dass heutzutage alles immer erst zu einem Zeitpunkt beginnt, an dem wir früher bereits wieder zu Hause hätten sein müssen!« Irene hatte sich von Krister die Artikelnummern eines Weiß-und eines Rotweins geben lassen.

Er sagte ihr nie die Namen, da er wusste, dass sie sie nicht aussprechen konnte. Deswegen war es Irene auch sehr recht, dass in vielen der staatlichen Spirituosenläden neuerdings Selbstbedienung herrschte. Sammie war wie immer der Erste, der sie zu Hause willkommen hieß. Sein Schwanz kreiste wie ein Propeller, und er sprang freudig an ihr hoch. Obwohl er bereits das ehrbare Alter von zehn Jahren erreicht hatte, war er gesund und munter. In den letzten Jahren hatten sich seine Sehkraft und sein Gehör deutlich verschlechtert, aber Irene hatte den Verdacht, dass er wie alle Älteren sowieso nur das hörte, was er hören wollte.

»Hallo, Liebling. Hast du den Wein mitgebracht?«, war Kristers Stimme zu vernehmen. Er versuchte, die Dunstabzugshaube zu übertönen. »Klar. Zwei Flaschen von jeder Sorte«, antwortete Irene. Sie schüttelte den Hund ab und trug die grünen Plastiktüten in die Küche. Die Flaschen schlugen klirrend aneinander, als sie die Tüten auf den Tisch stellte. Ohne ihre Jacke auszuziehen, ging sie auf Krister zu und fasste ihn an den Schultern. Rasch drehte sie ihn wie beim Tango herum, zog ihn auf ihr vorgeschobenes Knie und küsste ihn auf den Mund. Als sie ihn losließ, rutschte er lachend auf den Fußboden.

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