Die Tote im Keller

Roman
 
Helene Tursten (Autor)
 
Random House ebook (Verlag)
1. Auflage | erschienen am 30. Mai 2011 | 320 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-06649-9 (ISBN)
 
Ein totes Mädchen und skrupellose Menschenhändler - Irene Huss ermittelt!
Ein neuer Fall für Kriminalinspektorin Irene Huss: In einer eisigen Göteborger Winternacht stoßen Polizisten in einem alten Erdkeller auf die Leiche eines Mädchens. Offensichtlich wurde es über längere Zeit gefangen gehalten, missbraucht und brutal ermordet. Wer war die Tote, die niemand zu vermissen scheint? Die Ermittlungen führen Irene Huss ins Göteborger Rotlichtmilieu. Mit Hilfe ihrer Kollegin vom Dezernat für Menschenhandel kommt sie dem Kopf eines internationalen Mädchenhändlerrings auf die Spur, der sich gerade in der Stadt aufhält. Sie folgt der Fährte bis nach Teneriffa. Nach und nach deckt Irene Huss die Hintergründe dieses schmutzigen Geschäfts auf und bringt sich auf der Suche nach den Hintermännern schließlich selbst in höchste Gefahr. Aber wer hat das Mädchen tatsächlich auf dem Gewissen? Schleuser, Zuhälter, Freier? Noch ahnt niemand, dass der Mörder näher ist als gedacht ...


Helene Tursten wurde 1954 in Göteborg geboren und arbeitete lange Jahre als Zahnärztin, ehe sie sich ganz auf das Schreiben konzentrierte. Ihre Serie um die Göteborger Kriminalinspektorin Irene Huss hat in Deutschland eine riesige Fangemeinde und wurde erfolgreich verfilmt. Ihr neuer Kriminalroman 'Jagdrevier' ist der erste Fall für die junge Polizistin Embla Nyström. Helene Tursten lebt in Sunne/Värmland und ist verheiratet mit einem Ex-Polizisten.
Lotta Rüegger | Holger Wolandt
Deutsch
0,39 MB
978-3-641-06649-9 (9783641066499)
3641066492 (3641066492)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"(S. 54-55)

Das Dezernat für Menschenhandel, in dessen Aufgabenbereich die Beschäftigung mit dem zunehmenden Problem der Zwangsprostitution fiel, war vor sechs Jahren als Versuchsprojekt gestartet worden. Linda Holm hatte als Kriminalinspektorin des Dezernats angefangen, das damals nur aus drei Personen bestand. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Dezernat zu einer permanenten Einrichtung und wurde personell verstärkt. Mittlerweile arbeiteten dort acht Personen. Seit einem Jahr war Linda Holm Kommissarin. Ihr früherer Chef war inzwischen unabhängiger Projektleiter.

Er reiste durch das gesamte Land und hielt Vorträge für Polizisten und andere von der Zunahme des Menschenhandels betroffene Berufsgruppen. Irene hatte an dem Informationstag vor einem Jahr teilgenommen, der eigens für die Kollegen vom Dezernat für Gewaltverbrechen veranstaltet worden war. Kommissarin Linda Holm führte gerade ein Telefongespräch, als sie ihr Büro erreichten. Da die Tür offenstand, ließ es sich nicht vermeiden, einen Teil des Gesprächs mitzuhören.

»Das ist okay. Wie lange sind die Mädchen denn schon hier? Wirklich? Dann müssen wir uns dranhalten.« Sie verstummte wieder und hörte konzentriert zu. Dabei hob sie den Blick von ihrem Notizblock und sah Irene und Birgitta vor der Tür warten. Sie lächelte und bedeutete ihnen einzutreten. »Liegt genug vor für eine Hausdurchsuchung? Am liebsten heute Abend … Okay. Dann morgen. Ich halte Kontakt zur Staatsanwaltschaft. Du hältst mich auf dem Laufenden. Bis dann.«

Sie legte auf und wandte sich ihren beiden Besucherinnen zu. Linda Holm war einige Jahre jünger als Irene. Irene überlegte, ob in der Geschichte von Jonny nicht vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit steckte. Dass Linda Holm mit ihren Naturlocken Blondie genannt wurde, war naheliegend. Birgitta kam ohne weitere Umschweife auf den Grund ihres Besuches zu sprechen. Sie schilderte den Fall und äußerte ihren Verdacht, das ermordete Mädchen könnte eine Zwangsprostituierte gewesen sein. Linda Holm nickte. »Der Verdacht liegt nahe. Mal sehen, ob wir sie irgendwo im Internet finden«, meinte sie.

Die Kommissarin griff zur Maus ihres Notebooks. Der Bildschirm stand so, dass weder Irene noch Birgitta, die auf der anderen Seite des Schreibtischs saßen, sehen konnten, wie sie vorging. Linda Holm runzelte konzentriert die Stirn. Ihre Finger flogen über die Tasten, und ihre Augen scannten die Seiten, die auf dem Monitor auftauchten. »Hier«, sagte sie nach einer Weile. Sie drehte das Notebook um. Auf dem Bildschirm war eine Seite mit Anzeigen geöffnet. Dass es um Sex ging, konnte man aus den Fotos schließen. Halbnackte und gänzlich unbekleidete Mädchen posierten in unterschiedlichen Stellungen. Sie wurden mit Vornamen und einem kurzen Text vorgestellt. »Göteborgs Mädchen der Woche«, kommentierte Linda Holm trocken. Sie deutete auf die Fähnchen neben den Bildern.

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