Infektion

Roman
 
 
Random House ebook (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 11. Oktober 2011
  • |
  • 624 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-07077-9 (ISBN)
 
Das Ende der Welt könnte blutig werden

Forest Peak, eine beschauliche Kleinstadt in der Nähe von L. A.: Mit dem Chaos am Nationalfeiertag und dem Verschwinden ihrer kleinen Schwester hat Sheriff Danielle Adelman eigentlich schon mehr als genug zu tun. Doch dann wird ihre Heimatstadt von einer Horde panischer Flüchtlinge überrannt, die an einer mysteriösen Krankheit leiden. Schnell erkennt Danielle, dass die Seuche nicht nur für die Bevölkerung von Forest Peak eine Bedrohung darstellt, doch als sie das ganze Ausmaß der Gefahr begreift, ist es schon fast zu spät: Die Apokalypse hat bereits begonnen ...



Ben Tripp hat sich in den USA bereits als Künstler und Designer einen Namen gemacht, der über zwei Jahrzehnte mit den größten Filmproduktionsfirmen des Landes zusammenarbeitete, bevor er mit Infektion seinen ersten Roman veröffentlichte. der autor lebt zusammen mit seiner Frau in Kalifornien.
  • Deutsch
  • 0,54 MB
978-3-641-07077-9 (9783641070779)
3641070775 (3641070775)
weitere Ausgaben werden ermittelt
2 (S. 371-372)

Als sich der Himmel an diesem Morgen erhellte, war er mit silbrigen Wolken bedeckt. Der dunkle Streifen am Horizont, den sie am Vortag gesehen hatten, war nun bis zur Wüste vorgedrungen. Es war heiß und still. Die Bedeckung dämpfte die Sonnenhitze nicht. Sie ließ lediglich die Farben der Welt verblassen, sodass die Untoten mit der ledrigen grauen Haut und der zerfetzten Kleidung noch monochromer wirkten. Der Marsch durch die Wüste hatte sie ausgedörrt.

Die Lippen hatten sich zurückgezogen, und die langen Zähne lagen frei. Die Augen waren eingefallen, die Knochen zeichneten sich deutlich unter der dünnen Haut ab. Diejenigen, die während ihres Lebens übergewichtig gewesen waren, hatten nun genauso trockene Haut wie alle anderen, aber das Fett bildete flüssige Säcke an den Hüften, den Oberschenkeln und den Oberarmen. Sie wabbelten wie infizierte Kuheuter, aus denen Serum sickerte.

Das Gewicht dieses verwesenden Gewebes zerrte an der losen Haut, sodass ihre Gesichter Basset-Hunden mit schlaffen Lidern und Hängebacken ähnelten und ihre Münder wie die Karikatur eines Depressionskranken wirkten. Diejenigen, die im Leben schlank gewesen waren, sahen nun wie Stabheuschrecken aus, von Haut umhüllte Skelette, die ihre geschrumpften und erstarrten Sehnen nur mit Mühe bewegen konnten. Gegen halb sieben, als es endgültig hell geworden war, trat eine kräftige Gestalt in Hawkstone-Tarnkleidung aus dem Terminal. Der Mann blickte sich um, seine Haltung wirkte kampfbereit.

Dann ging er widerstrebend zur Leiche von Boudreau hinüber, mit zögernden Schritten, als würde er durch ein Minenfeld laufen. Als er die Leiche erreicht hatte, wurde das Stöhnen der Untoten immer lauter und eindringlicher. Sie konnten den Mann riechen. Sie wollten zu ihm. Der Maschendraht des Zauns und des Tors beulte sich unter der Masse der Wesen, die dagegendrängten. Sie krallten die Finger in das Geflecht und wollten das Hindernis überwinden.

Der Mann packte die Leiche an einem Ärmel und schleifte sie über den Parkplatz. Sie war schwer, viel schwerer als der Mann, der sie zum Terminalgebäude schleppte. Er hielt auf halbem Weg an, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen und die Gelegenheit zu nutzen, sich umzublicken. Dann machte er sich wieder an die Arbeit. Er hatte die Leiche erst einen Meter weitergezerrt, als Blut aus seinem Brustkorb schoss und er über die Leiche stürzte. Seine Stiefel scharrten über das Pflaster, bis er verblutet war und erschlaffte. Der Knall des Schusses folgte dem Treffer etwa eine Sekunde später.

Im Terminal fluchte Murdo und schlug die Fäuste gegen die Wand, wo er Dellen im Putz hinterließ. Eine Zeit lang hatte es so ausgesehen, als würde Juan, der schwergewichtige Mexikaner, es schaffen. Sie hatten ihm Jones’ Uniform angezogen, die ihm nicht besonders gut passte, aber überzeugend wirkte – zumindest aus größerer Entfernung, wie sie ein Heckenschütze bevorzugte. Dann zwangen sie den heulenden Mann mit vorgehaltener Waffe, durch die Tür zu treten.

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