Shibumi

Thriller
 
 
Heyne Verlag
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. Juni 2011
  • |
  • 576 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-641-05693-3 (ISBN)
 
Frankreich 1979: Der Berufskiller Nikolai Hel hat sich in ein Pyrenäenschloss zurückgezogen, um sein altes Leben hinter sich zu lassen. Da erhält er einen Hilferuf: Die junge Hannah ist auf der Flucht vor einer übermächtigen Geheimbehörde. Für Hel, der in ihrer Schuld steht, beginnt eine mörderische Odyssee um die halbe Welt, bei der er noch einmal seine tödlichen Fähigkeiten unter Beweis stellen muss.

  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
Heyne
  • 0,79 MB
978-3-641-05693-3 (9783641056933)
3641056934 (3641056934)
weitere Ausgaben werden ermittelt
"Fünfter Teil • Shicho (S. 372-373)

CHATEAU D’ETCHEBAR


Seine Muskeln entspannten sich im kochend heißen Wasser, sein Körper wurde schwerelos, und Hel döste träumerisch vor sich hin, während er Hanas Füße locker mit den seinen umschloss. Es war ein kühler Tag für die Jahreszeit. Dichter, wogender Dampf füllte das kleine Badehaus. »Du warst sehr müde, als du gestern Abend nach Hause kamst«, sagte Hana nach einem längeren schläfrigen Schweigen. »Soll das eine Kritik sein?«, murmelte er, ohne die Lippen zu bewegen. Sie lachte ein wenig. »Im Gegenteil. Müdigkeit ist bei unseren Spielen höchstens von Vorteil.«

»Da hast du Recht.« »War deine Reise … erfolgreich?« Er nickte. Sie zeigte, was seine Angelegenheiten betraf, niemals Neugier; das verbot ihre Erziehung, doch die hatte sie andererseits auch gelehrt, ihm stets Gelegenheit zu verschaffen, von seiner Arbeit zu sprechen, falls er dazu Lust hatte. »Und deine Geschäfte? Waren es die gleichen wie damals, als wir uns in China kennenlernten?« »Dasselbe Genre, aber eine andere Kategorie.« »Und diese unangenehmen Männer, die uns hier besucht haben – hatten die auch damit zu tun?« »Sie waren nicht an Ort und Stelle, aber sie waren der Feind.« Sein Ton änderte sich. »Hör zu, Hana. Ich möchte, dass du Urlaub machst. Geh für ein paar Wochen nach Paris oder ans Mittelmeer.«

»Erst zehn Stunden wieder zu Hause, und schon willst du mich loswerden?« »Es könnte mit diesen ›unangenehmen Männern‹, wie du sie nennst, Ärger geben. Und ich will dich in Sicherheit wissen. Außerdem«, er lächelte, »könntest du wahrscheinlich die Würze von ein oder zwei kräftigen jungen Burschen gebrauchen.« »Und was ist mit dir?« »Ach, ich werde für den Feind praktisch unerreichbar sein. Ich gehe in die Berge und arbeite in der Höhle, die Beñat und ich entdeckt haben. Dort werden sie mich bestimmt nicht finden.« »Wann soll ich abreisen, Nikko?« »Heute noch. Sobald du kannst.«

»Und du meinst nicht, dass ich hier, unter dem Schutz unserer Freunde aus den Bergen, in Sicherheit bin?« »Diese Kette ist gerissen. Der kleinen Miss Stern ist etwas zugestoßen. Jemand hat uns verraten.« »Ich verstehe.« Sie drückte seinen Fuß zwischen den ihren. »Sei vorsichtig, Nikko.« Das Wasser war so weit abgekühlt, dass behutsame Bewegungen möglich waren, und Hel schöpfte sich mit den Fingern Wellen heißeren Wassers über den Bauch.

»Hana? Du sagtest neulich, du könntest das Thema Heirat nicht mehr aufs Tapet bringen, und ich antwortete darauf, dass ich es könnte und es auch tun würde. Jetzt ist es so weit.« Lächelnd schüttelte sie den Kopf. »Ich habe während der letzten Tage lange darüber nachgedacht, Nikko. Nein, keine Ehe. Das wäre zu albern für Menschen wie dich und mich.« »Also willst du fort von hier?« »Nein.« »Was dann?« »Ich möchte gar keine Pläne machen! Leben wir einfach jeweils nur für einen Monat zusammen, ja? Vielleicht für immer – aber wir wollen jeweils nur für einen Monat planen.

Wäre dir das recht, Nikko?« Er lächelte und schob seine Füße zwischen die ihren. »Ich habe dich sehr gern, Hana.« »Ich habe dich sehr gern, Nikolai.« »Bei den skeptischen Eiern des ungläubigen Thomas! Was geht hier vor?« Le Cagot hatte die Tür zur Badestube aufgerissen und ließ beim Eintreten unwillkommene kühle Luft herein. »Fabriziert ihr beide euer privates Whiteout? Schön, dass du wieder da bist, Niko! Du musst dich einsam gefühlt haben ohne mich.« Er lehnte sich an den großen Holzzuber und stützte das Kinn auf den Rand. »Und dich wiederzusehen, Hana, ist besonders schön."

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