Organismus

Die Erklärung der Lebendigkeit
 
 
Alber, K (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 2. März 2017
  • |
  • 328 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-495-81747-6 (ISBN)
 
Der Begriff des Organismus steht am Anfang der Biologie und ist ein Kennwort dieser Disziplin. Die Systeme, die als Organismen beschrieben werden, sind die Lebewesen im Gegensatz zu den anorganischen Körpern. In historischer Perspektive hat der Organismusbegriff damit das antike Prinzip der Lebendigkeit, die Seele, abgelöst. Betont wird mit dem neuen Begriff die Entstehung der Lebensfunktionen aus der Interaktion aller Systemkomponenten - und nicht als Ergebnis einer zentralen Steuerung. Gegenwärtig, am Ende der genzentrierten Paradigmen und korrespondierenden Aufstieg der Systembiologie und synthetischen Biologie, erlebt der Begriff eine neue Konjunktur. Diese führt auch dazu, dass der Begriff verstärkt in andere Disziplinen ausstrahlt und umgekehrt seine Formung anhand von außerbiologischen Modellen von ganzheitlichen Systemen aus interdependenten Teilen, wie solchen von sozialen Verhältnissen und sprachlichen Relationen, deutlich wird.
Mit Beiträgen von Olaf Breidbach, Tobias Cheung, John Dupré und Maureen A. O'Malley, Mathias Gutmann, Gottfried Heinemann, Hans Werner Ingensiep, Kristian Köchy, Ulrich Krohs, Manfred Laubichler, Martin F. Meyer, Ernst Müller, Stefano Poggi und Marianne Schark.
1. Auflage
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
  • 2,12 MB
978-3-495-81747-6 (9783495817476)
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Georg Toepfer, Biologe und Philosoph, ist seit 2012 Leiter des Forschungsbereichs LebensWissen am Berliner Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL).



Dr. Francesca Michelini ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Theoretische Philosophie und Mitglied des LOEWE Schwerpunkts "Tier - Mensch - Gesellschaft" an der Universität Kassel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Philosophie der Biowissenschaften, Philosophische Anthropologie und Deutsche Klassische Philosophie.

Prof. Dr. Gottfried Heinemann (geb. 1949) lehrt Philosophie an der Universität Kassel.
Prof. Dr. rer. nat. Hans Werner Ingensiep lehrt Philosophie an der Universität Duisburg-Essen.

Kristian Köchy ist Professor für Theoretische Philosophie am Institut für Philosophie der Universität Kassel mit einem Forschungsschwerpunkt in der Philosophie der Biowissenschaften und Bioethik.
1 - Organismus [Seite 1]
2 - Inhalt [Seite 8]
3 - Georg Toepfer: Einleitung [Seite 10]
4 - Martin F. Meyer: Organ und Organismus in der aristotelischen Biologie [Seite 38]
4.1 - 1. Frühgenese des Ausdrucks ??????? [Seite 40]
4.2 - 2. Die Teile der Lebewesen als Organe [Seite 45]
4.3 - 3. Die Individuen als Organe der Spezies [Seite 49]
4.4 - 4. Ansätze zu einer Organismustheorie? [Seite 55]
5 - Gottfried Heinemann: Sôma organikon. Zum ontologischen Sinn des Werkzeugvergleichs bei Aristoteles [Seite 64]
6 - Hans Werner Ingensiep: Gibt es ein "Leben" zwischen der Materie und Gott? Frühe kantianische Begriffe von "Leben" und "Organismus" und aktuelle Transformationen [Seite 82]
6.1 - I. Dimensionen des Lebensbegriffs [Seite 82]
6.2 - II. Kantische Positionsbestimmungen in der frühen Rezeption [Seite 87]
6.3 - III. Postkantische Telos­Transformationen [Seite 99]
7 - Tobias Cheung: Der Organismus-Begriff und die Innen-Außenwelt-Problematik um 1800: Brown, Hufeland und Treviranus [Seite 112]
7.1 - 1. Browns Erregbarkeitsprinzip [Seite 113]
7.2 - 2. Hufelands selbsttätiger Organismus [Seite 119]
7.3 - 3. Treviranus' innere Gleichförmigkeit [Seite 127]
7.4 - 4. Schlussbemerkungen [Seite 132]
8 - Ernst Müller: Organ, Organismus, Organisation bei Friedrich Schleiermacher [Seite 134]
8.1 - 1. 'Organismus' in der Geselligkeitstheorie [Seite 137]
8.2 - 2. Organologische Begriffe in der Systematik der Ethik [Seite 139]
8.2.1 - a. Organ als Werkzeug [Seite 143]
8.2.2 - b. Organismus und höchstes Gut [Seite 146]
8.3 - 3. Organologische Begriffe in der Staatstheorie [Seite 147]
8.4 - 4. 'Organismus' in Theologie und Kirche [Seite 150]
9 - Stefano Poggi: Bild und Abstraktion. Zwischen Ästhetik und Biologie in Deutschland, 1880-1930 [Seite 152]
10 - Kristian Köchy: Organismen und Maschinen. Das historische Fallbeispiel der Debatte von Plessner, Driesch und Köhler [Seite 164]
10.1 - 1. Sind Organismen Maschinen? [Seite 164]
10.2 - 2. Die historische Konstellation: Plessner, Driesch und Köhler [Seite 167]
10.3 - 3. Die systematischen Positionen I: Plessners Rekonstruktion [Seite 171]
10.4 - 4. Die systematischen Positionen II: Drieschs Argumente [Seite 174]
10.5 - 5. Plessners Erweiterung dieser "Lösung" [Seite 181]
10.6 - 6. Ergebnisse und Anwendungen [Seite 185]
11 - Mathias Gutmann: Individuen in der Biologie? Einige methodologische Reflexionen [Seite 190]
11.1 - 1. Individuen als Funktionsgefüge [Seite 192]
11.2 - 2. Selbstorganisierer als Herausgegriffene [Seite 195]
11.3 - 3. Herausgreifen und Anfangen [Seite 198]
11.4 - 4. Das Einheit­Sein als kategoriales Problem [Seite 200]
11.5 - 5. Vom Teil zur Struktur, vom Lebewesen zum Organismus [Seite 203]
11.6 - 6. Individuation in Praxen [Seite 208]
11.7 - 7. Zur Strukturierungsrelativität biologischer Individuen [Seite 210]
11.8 - 8. Zum Schluß: das Problem der Zwecke [Seite 213]
12 - Marianne Schark: Der Organismusbegriff, der Lebewesenbegriff und die Frage der Naturalisierbarkeit des Funktionsbegriffs [Seite 214]
12.1 - 1. Zu den Begriffen "Lebewesen" und "Organismus" [Seite 214]
12.2 - 2. Der Organismusbegriff enthält eine funktionale Bedeutungskomponente [Seite 216]
12.3 - 3. Die begriffliche Herausforderung für die Erläuterung der biologischen Verwendung des Funktionsbegriffs: Keine Funktionen ohne Zwecke [Seite 217]
12.4 - 4. Über die Schwierigkeiten, in die die Übertragung des Artefakt-Modells von Funktionalität auf Organismen führt [Seite 220]
12.5 - 5. Reaktionen auf die Schwierigkeiten, in die die Übertragung des Artefakt­Modells von Funktionalität auf Organismen führt [Seite 222]
12.5.1 - 5.1 Zur Naturalisierung des Funktionsbegriffs [Seite 223]
12.5.2 - 5.2 Ein alternativer Kontext der Funktionszuschreibung [Seite 228]
13 - Ulrich Krohs: Der Organismusbegriff als epistemisches Werkzeug [Seite 238]
13.1 - Einleitung [Seite 238]
13.2 - 1. Der schwache Organismusbegriff [Seite 239]
13.3 - 2. Starke Begriffe des Organismus [Seite 243]
13.4 - 3. Lebewesen und der starke Organismusbegriff [Seite 247]
13.5 - 4. Die epistemische Rolle des starken Organismusbegriffs [Seite 251]
13.6 - 5. Schluss [Seite 254]
13.7 - Danksagung [Seite 255]
14 - John Dupré und Maureen A. O'Malley: Varianten des Lebendigen. Leben am Schnittpunkt von Stammlinie und Metabolismus [Seite 256]
14.1 - 1. Kollaboration und die Vielfalt des Lebens [Seite 258]
14.2 - 2. Ein Spektrum biologischer Wesen [Seite 263]
14.2.1 - 2.1 Prionen [Seite 263]
14.2.2 - 2.2 Plasmide [Seite 265]
14.2.3 - 2.3 Organellen [Seite 267]
14.2.4 - 2.4 Viren [Seite 270]
14.2.5 - 2.5 Endosymbionten [Seite 277]
14.2.6 - 2.6 Reduzierte extrazelluläre Symbionten [Seite 280]
14.2.7 - 2.7 Einzellige Organismen und einzelne Zellen [Seite 283]
14.2.8 - 2.8 Mehrzellige Organismen [Seite 284]
14.3 - 3. Merkmale lebendiger biologischer Wesen [Seite 288]
14.3.1 - 3.1 Übliche Kriterien des Lebens [Seite 288]
14.3.2 - 3.2 Neubestimmung der Kriterien des Lebens [Seite 292]
14.4 - 4. Autonomie und die Ursprünge des Lebens [Seite 295]
15 - Olaf Breidbach: Die Bedeutung des Organismusbegriffs in der rezenten Biologie [Seite 300]
15.1 - I. Problemexposition [Seite 300]
15.2 - II. Problemexemplifizierung [Seite 307]
15.3 - III. Lösungsansätze [Seite 312]
15.3.1 - a) Organisation als Überlagerung von funktionellen Strukturen [Seite 312]
15.3.2 - b) Spezifität des Organischen [Seite 318]
15.3.3 - c) Freiheitsgrade in einer differenziert kompartimentierten Systematik von Reaktionsgefügen [Seite 319]
16 - Autorinnen und Autoren [Seite 324]

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