Der Entwurf eines Strafgesetzbuches von 1962

(Abt. B: Abhandlungen zur Deutschen Rechtsgeschichte)
 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 12. September 2016
  • |
  • 235 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-428-54989-4 (ISBN)
 
Die Arbeit befasst sich mit einem Thema der neuesten deutschen Rechtsgeschichte: dem Versuch einer Neukodifikation des Strafgesetzbuchs während der Ära Adenauer. In chronologischer Reihenfolge widmet sie sich zunächst der Gesetzesinitiative, den Zielen des Reformvorhabens, den wissenschaftlichen Vorarbeiten sowie den Biographien der Mitglieder und der inhaltlichen Arbeit der Großen Strafrechtskommission. Anschließend untersucht sie den bislang allenfalls rudimentär erforschten Einfluss der Bürokratie, Politik und Gesellschaft auf das Gesetzgebungsprojekt. Zum Schluss wirft sie einen kurzen Blick auf dessen weiteres Schicksal sowie seine wissenschaftliche Rezeption. Hierbei relativiert Alexander Timm manche Sichtweisen der Rechtsgeschichte auf die strafrechtlichen Reformbemühungen der jungen Bundesrepublik und gelangt zu einem differenzierten, vielschichtigen Bild, wie es der komplexen Entstehungsgeschichte des Entwurfs eines Strafgesetzbuches von 1962 entspricht.
 
'The Draft for a Criminal Code of 1962'

The dissertation deals with a topic of the latest German legal history: the attempt to establish a new criminal code during 1950s and 1960s. It describes which legal, political and social factors influenced the reform process and why the draft for a criminal code of 1962 never strengthened in law force.
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 2016
  • |
  • Universität Freiburg/Br.
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 2,46 MB
978-3-428-54989-4 (9783428549894)
10.3790/978-3-428-54989-4
weitere Ausgaben werden ermittelt
Alexander Timm studierte von 2007 bis 2012 Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Die erste juristische Prüfung erfolgte im Sommer 2012 vor dem Oberlandesgericht Schleswig. Anschließend nahm er ein Promotionsstudium auf, welches er Anfang 2016 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau abschloss. Parallel arbeitete Alexander Timm als Korrekturassistent, unter anderem für das Juristische Repetitorium Hemmer. Im Jahr 2016 erfolgt der Eintritt in den juristischen Vorbereitungsdienst des Landes Schleswig-Holstein.
Einleitung

A. Geschichtliche Grundlegung

Die politisch-gesellschaftliche Lage um 1962 - Die Vorgeschichte des Entwurfs

B. Erste Schritte auf dem Weg zum Gesetzesentwurf: Initiative, Ziele und Vorarbeiten

Die Initiative zum Entwurf eines neuen Strafgesetzbuchs - Die Ziele des Entwurfs - Die Vorarbeiten zum Gesetzentwurf

C. Die Einberufung der Großen Strafrechtskommission

Die Entscheidung zur Einberufung einer Expertenkommission - Die Auswahl der Kommissionsmitglieder - Die Mitglieder der Großen Strafrechtskommission - Zwischenfazit zur Kommissionszusammensetzung

D. Der Verlauf der Beratungen in der Großen Strafrechtskommission

Die Arbeitsweise der Kommission im Allgemeinen - Kontroverse Einzelfragen - Zwischenfazit zum Beratungsverlauf

E. Der Einfluss der Politik

Die Rolle der Bundesministerien - Die Rolle der Bundesländer - Die Rolle der Parteien - Zwischenfazit zum Einfluss der Politik

F. Der Einfluss der Gesellschaft

Die Beteiligung von Fachkreisen an der Reformdiskussion - Die Auseinandersetzung mit der Reform in der fachfremden Öffentlichkeit - Zwischenfazit zum Einfluss der Gesellschaft

G. Wissenschaftliche Kritik und Rezeption

Der Entwurf in der Diskussion der zeitgenössischen Rechtswissenschaft - Die Sicht der Rechtswissenschaft auf den Entwurf heute

H. Das Nachleben des Entwurfs

Der Weg einer Teil- statt einer Gesamtreform - Die Teilverwirklichung des E 1962 in späteren Reformen

Abschließende Würdigung

Anhang

Quellenverzeichnis

Literatur-, Personen- und Sachwortverzeichnis
»Es handelt sich um eine solide Darstellung von Geschichte und Inhalt dieses oft - teils zu Recht, teils zu Unrecht - kritisierten Entwurfs. Die bekannten Vorgänge sind zu einem gut handhabbaren Kompendium zusammengefasst und durch neue Aspekte ergänzt und komplettiert. Damit erfüllt das Buch die Voraussetzung, um für sein Thema zum Standardwerk zu werden.« Prof. Dr. Dr. Thomas Vormbaum, in: Journal der Juristischen Zeitgeschichte, Heft 3/2017

»Als erste umfassende Monorgafie zum Thema liefert der Autor ein handwerklich vorbildlich gearbeitetes, politisch kluges, angenehm zu lesendes und am Ende mit aussagekräftigen Übersichten ausgestattetes Buch, dem ein fester Platz in der Forschung zur bundesrepublikanischen Strafrechtsgeschichte sicher ist.« Prof. Dr. Georg Steinberg, in: JuristenZeitung, Heft 1/2017

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