Karl Barth

Ein Leben im Widerspruch
 
 
C.H. Beck (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 18. September 2018
  • |
  • 538 Seiten
 
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978-3-406-72524-1 (ISBN)
 
«Ein grauenerregendes Schauspiel für alle nicht Schwindelfreien»: So beschrieb der bedeutendste Theologe des 20.Jahrhunderts sein Denken. Christiane Tietz erzählt in dieser ersten deutschsprachigen Biographie seit Jahrzehnten Karl Barths Leben im Widerspruch - gegen den theologischen Mainstream, gegen den Nationalsozialismus und privat, unter einem Dach mit Ehefrau und Geliebter, im Widerspruch mit sich selbst. Ihr anschauliches Buch lässt einen der faszinierendsten Denker des letzten Jahrhunderts neu entdecken.
Während sich deutsche Dichter und Denker im Ersten Weltkrieg am Erlebnis von Gemeinschaft und Transzendenz berauschten, trat der Schweizer Theologe Karl Barth (1886 - 1968) allen Versuchen entgegen, in der Kultur oder den eigenen Gefühlen Göttliches zu finden. Gerade das machte ihn frei für höchst irdische Engagements: Er galt als «roter Pfarrer», war federführend an der «Theologischen Erklärung von Barmen» beteiligt, dem Gründungsdokument der Bekennenden Kirche, und protestierte gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Christiane Tietz geht überzeugend den Wechselwirkungen zwischen Barths persönlicher und politischer Biographie und seiner Theologie nach. Zahlreiche neu erschlossene Dokumente beleuchten weniger bekannte Seiten Barths, etwa seine langjährige «Notgemeinschaft zu dritt», die er mit seiner Frau und seiner Mitarbeiterin Charlotte von Kirschbaum führte. So entsteht das anschauliche Porträt eines Theologen, der sich selbst als «Gottes fröhlicher Partisan» bezeichnete, der als Prophet und genialer Geist verehrt und als Kritiker gefürchtet wurde und der wie kein Zweiter die Theologie eines ganzen Jahrhunderts geprägt hat.
  • Deutsch
  • München
  • |
  • Deutschland
mit 50 Abbildungen
  • 5,97 MB
978-3-406-72524-1 (9783406725241)
weitere Ausgaben werden ermittelt

Christiane Tietz ist Professorin für Systematische Theologie an der Universität Zürich, im Beirat der Karl-Barth-Stiftung Basel und in der Jury des Karl-Barth-Preises. Bei C.H.Beck erschien von ihr bereits «Dietrich Bonhoeffer. Theologe im Widerstand» (2013).

  • Cover
  • Titel
  • Zum Buch
  • Über die Autorin
  • Impressum
  • Widmung
  • Inhalt
  • Vorwort
  • | 1 | «Ich bin Basler»: 1886-1904
  • Zunftmeister, Pfarrer und Gelehrte: Die Vorfahren
  • Strengste Wahrheitsliebe und christliche Zucht: Die Eltern
  • «E großi großi Freud»: Kindheit und Jugend
  • | 2 | «Dunkler Drang nach besserem Verstehen»: 1904-1909
  • Entschluss zum Theologiestudium
  • Student in Bern
  • Farbentragend und nichtschlagend: In der Zofingia
  • «Sehr fleißig und sehr tüchtig»: Student in Berlin
  • Noch einmal Bern und dann Tübingen
  • Endlich Marburg
  • Mitarbeit bei der «Christlichen Welt»
  • | 3 | «Die Treppe von Calvins Kanzel hinauf gestolpert»: 1909-1911
  • Als Vikar in Genf
  • Recht anspruchsvoll: Erster Konfirmandenunterricht
  • Theologe in der Gemeinde
  • «In so schrecklich frommer Umgebung»
  • Eine Tochter aus gutem Hause: Verlobung mit Nelly Hoffmann
  • Abschied von Genf
  • | 4 | «Der rote Pfarrer»: Safenwil 1911-1921
  • «Dieses Erwerbssystem muß fallen»: Arbeiter und Sozialisten
  • Theologische Freundschaft: Eduard Thurneysen
  • «Die Welt . entgöttert»: Der Erste Weltkrieg
  • «Ein offenes Haus»: Familienleben
  • | 5 | «Ein Buch für die Mitbekümmerten»: Der erste Römerbrief, 1919
  • Menschliche Religion und göttliches Wort
  • «Wie eine Bombe auf dem Spielplatz der Theologen»
  • «Ohne Fenster gegen das Himmelreich»: Der Tambacher Vortrag
  • | 6 | «Immer etwas schneller arbeiten»: Göttingen 1921-1925
  • Vom Schweizer Pfarrer zum deutschen Professor
  • «Unvermeidlicher Unfug des akademischen Betriebs»
  • «Fast kameradschaftlich»: Studenten
  • «Lebhafte Gefechte»: Emanuel Hirsch und andere Kollegen
  • «Fremdling aus Neutralien»: Karl Barth und die Deutschen
  • | 7 | «Kein Stein auf dem andern»: Der zweite Römerbrief, 1922
  • «Kritische Wende»
  • Die Neufassung des «Römerbriefs»
  • Kritiker und Bewunderer
  • Was ist Dialektische Theologie?
  • Dialektische Weggenossen: Brunner, Bultmann, Gogarten
  • Fünfzehn Fragen und sechzehn Antworten: Die Kontroverse mit Harnack
  • | 8 | «Not des Weiterdenkens»: Münster 1925-1930
  • Ein Ruf und eine folgenreiche Begegnung
  • Herzlich empfangen, im Streit gegangen
  • Im Tunnel des Semesters
  • Zurück nach Bern?
  • «Die Kirche, die Kirche, die Kirche»: Begegnungen mit dem Katholizismus
  • Ausritte, Hausmusik und Reisen
  • | 9 | «Notgemeinschaft» zu dritt: Charlotte von Kirschbaum
  • Ein lange gehütetes Geheimnis
  • «Ich habe doch nie gewußt, daß es so etwas geben könne»
  • «Ein gewisses Doppelleben»
  • Zu dritt unter einem Dach
  • | 10 | «Mitten in Deutschland ein Schweizer»: Bonn 1930-1935
  • Arbeit an der Theologie
  • Die Menschlichkeit Gottes
  • Erste Auseinandersetzung mit den Deutschnationalen: Der Fall Günther Dehn
  • Gerade jetzt in der SPD: Das Jahr 1933
  • Mahnungen an die Kirche und ein Brief an Hitler
  • 1933 als häusliches Krisenjahr
  • Die theologische Dimension der Beziehung zu Charlotte von Kirschbaum
  • Angriffe auf den Schweizer
  • Gegen den «deutschen Gruß»
  • Bruch mit den dialektischen Weggenossen
  • Die Barmer Theologische Erklärung
  • Suspendierung, Redeverbot, Entlassung
  • | 11 | «Wir, die wir noch reden können»: Basel 1935-1945
  • Das Leben geht weiter: Professor in Basel
  • Internationale Ehrungen und Unverständnis
  • Kampf für die Bekennende Kirche
  • Anti-Appeasement: Aufruf an die Tschechen zum Widerstand
  • Die politische Verantwortung der Christen
  • Kirchenkampf und Flüchtlingshilfe
  • Der Krieg beginnt, die Ökumene schweigt
  • Intrigen und Trauer in der Familie
  • Aufruf zum militärischen Widerstand und die Schweizer Zensur
  • Ein Freund der Deutschen trotzdem
  • | 12 | «In politischer Hinsicht ein bedenkliches Irrlicht»: Basel 1945-1962
  • Kriegsende und Schulderklärung
  • Zurück in Bonn und noch einmal Staat und Kirche
  • «Gottes geliebte Ostzone»: Gegen den Antikommunismus
  • Also doch Pazifist? Protest gegen Wiederbewaffnung und Atomrüstung
  • Ja zur Ökumene, aber ohne Katholiken
  • Der Meister mit der krumpeligen Krawatte
  • Die Entdeckung des Optimismus im Gefängnis
  • Mut, Tempo, Reinheit, Friede: Bekenntnis zu Mozart
  • Kinder, Enkel und ein abgelehnter Wunschnachfolger
  • | 13 | «Weißer Wal»: Die Kirchliche Dogmatik
  • «Spiralenförmige Gedankengänge»: Barths Monumentalwerk
  • Die dreifache Gestalt des Wortes Gottes
  • Drei Seinsweisen Gottes
  • «Gott ist» heißt «Gott liebt»
  • Wen Gott erwählt
  • Was Gott gebietet
  • Warum Gott die Schöpfung will
  • Das Nichtige und die Schattenseiten der Schöpfung
  • Drei Ämter Christi und drei Gestalten der Sünde
  • Das Licht leuchtet, wo es will
  • Wassertaufe und Geisttaufe
  • | 14 | «Alles in allem ein bisschen müde»: Die letzten Jahre, Basel 1962-1968
  • «Fantastic»: Ein Calvinist in den USA
  • «Lebensregeln für ältere Menschen im Verhältnis zu jüngeren»
  • «Wie tief verschleiert»: Charlotte von Kirschbaum muss ausziehen
  • «Getrennte Brüder»: Im Gespräch mit Rom
  • Späte Freundschaft mit Carl Zuckmayer
  • Unvollendetes Mammutwerk
  • Am Ende des Lebensweges
  • Epilog
  • Anhang
  • Dank
  • Zeittafel
  • Anmerkungen
  • Literaturverzeichnis
  • Bildnachweis
  • Personenregister
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