Schatz, ich habe Aktien gekauft!

Wie Sie die Angst vor der Börse verlieren und Ihr Geld vermehren
 
 
Campus (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 10. September 2020
  • |
  • 240 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-593-44507-6 (ISBN)
 

Aktien: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die meisten Menschen haben Angst vorm großen Crash, dabei ist eine Flaute an der Börse ihre Chance für den günstigen Einstieg ins Investieren mit Aktien! Der Finanzexperte Christian Thiel nimmt diese Sorgen ernst und entkräftet sie Kapitel für Kapitel, indem er Bedrohungsszenarien analysiert und widerlegt und gestandene Anlageprofis wie Gerd Kommer, Albert Warnecke (der "Finanzwesir") oder Saidi Sulilatu, den YouTuber von Finanztip, zu Wort kommen lässt.

Sie erzählen, wie sie mit Ängsten umgegangen sind, wie sie Entscheidungen für Aktien oder ETFs getroffen haben, und ob sie sich schon mal über einen Kauf geärgert haben. Anleger sind eben auch nur Menschen, aber nicht alle Menschen sind Anleger.

Sollten Sie Ihr Geld noch nicht an der Börse investieren, wird dieses Buch Ihnen die nötige Sicherheit geben!

  • Deutsch
  • Frankfurt
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  • Deutschland
  • 3,57 MB
978-3-593-44507-6 (9783593445076)
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Christian Thiel beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Börse. Seiner Leidenschaft für die Welt der Geldanlage frönte er bislang auf seinem Blog "Großmutters Sparstrumpf" (grossmutters-sparstrumpf.de). Er lebt als Single- und Paarberater und Buchautor mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Berlin.

Kapitel I
anlegen


Wieso ich regelmäßig Aktien kaufe - und dann meine Frau küsse.

Ganz Deutschland lebt mit null Prozent Zinsen. Oder mit Minuszinsen. Ganz Deutschland? Nein! Eine kleine, verschworene Gemeinschaft von Anlegerinnen und Anlegern wehrt sich tapfer und unbeugsam gegen die Übermacht der negativen Renditen. Es ist auch gar nicht so schwer, mit seinem Geld einen ordentlichen Gewinn zu erzielen. Das geht - mit Aktien. Leider zieht derzeit nur eine kleine Minderheit der Deutschen diese Form einer Unternehmensbeteiligung in Erwägung. Und wenn sie Aktien besitzen, dann zumeist in Form eines teuren Aktienfonds, der seinem Vergleichsindex (dem DAX, dem MDAX, dem S&P 500, dem Weltaktienindex MSCI World) hinterherläuft. Das sollte sich ändern. Wir können unsere Scheu vor dieser Form der Geldanlage abbauen. Und lernen, eigenverantwortlich unser Geld anzulegen.

Neulich erst habe ich es wieder getan - ich habe Aktien gekauft. Das ist heute ganz einfach. Zwei Klicks im Internet, und schon befindet sich die gewünschte Zahl der Aktien von Starbucks, Adidas oder Wirecard in meinem Depot. Ein wenig mulmig war mir schon bei meinem Kauf, wenn ich ganz ehrlich bin. Aktien waren gerade ziemlich billig. An der Börse ist das, anders als bei Sonderangeboten im Supermarkt, die Zeit, in der man besonders gute Nerven braucht, um zu kaufen.

Denn wenn Aktien billig sind, dann schreibt der Stern gerade, dass uns ein Mega-Crash drohen könnte, der Spiegel hat festgestellt, dass Donald Trump die Welt zu einem unglaublich unsicheren Ort gemacht hat. Und in Focus Money suchen Sie vergeblich nach Nachrichten wie »Hurra. Aktien sind gerade günstig - greifen Sie zu!«. Sie schreiben stattdessen von den neuesten Vorhersagen eines Crash-Propheten, dessen Namen mir gerade entfallen ist und der die geneigte Leserschaft darauf einstimmt, dass nun der endgültige, finale und diesmal auch vollständige Kollaps der Finanzmärkte ganz, ganz nahe ist. Im Grunde befinden wir uns derzeit schon mitten in diesem Kollaps, haben aber, naiv und gutgläubig, wie wir nun mal sind, noch gar nichts davon gemerkt. Endzeitstimmung pur.

Die weltpolitische Lage ist unübersichtlich - und gefährlich


Die Welt ist ein unsicherer Ort, meinen die Medien. Die Kurse werden um 60 bis 90 Prozent fallen, sagen die Endzeitpropheten. Mindestens! Soll ich ausgerechnet in so einer schrecklichen Zeit Aktien kaufen? Ja, warum denn nicht! Nennen Sie mir bitte eine Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg, in der es keine politischen Unsicherheiten auf diesem Planeten gab.

Wir hatten das unglaubliche Wettrüsten der Vereinigten Staaten mit der Sowjetunion, bei dem sich beide bis an die Zähne bewaffneten, um den Gegner zehn oder gar zwanzig Mal vernichten zu können. Wir hatten den Koreakrieg mit geschätzt 4,5 Millionen Toten. Wir hatten die Kubakrise, den Vietnamkrieg, den unglaublichen Anstieg des Ölpreises in den 1970er-Jahren mit all den wirtschaftlichen Problemen, die das nach sich zog. Zudem hatten wir zahlreiche Kriege auf allen Erdteilen, den Kollaps der Sowjetunion, rund 200 Staatsstreiche und eine sehr große Zahl an ziemlich verrückten Potentaten. Und zugegeben: Donald Trump, den haben wir auch. Die Welt ist ein unübersichtlicher und gefährlicher Ort. Keine Frage.

Die Welt ist gefährlich - und Aktien steigen trotzdem


Doch halt! Ging es denn wirklich um die Frage, ob die Welt gefährlich ist? Oder ging es nicht vielmehr darum, ob es sich lohnt, einen Teil seines Geldes in Unternehmen anzulegen? Einer Anlage in Aktien haben politische Konflikte und militärische Eskalationen in der ganzen Zeit nichts anhaben können - und das hat einen ganz einfachen Grund: Auch bei politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten werden neue, erfolgreiche Firmen gegründet (Apple, Microsoft, Facebook, Alphabet/Google), oder alteingesessene Firmen (wie Lindt, American Express oder Adidas) haben eine paar spannende Ideen für neue Produkte oder Dienstleistungen. Und weil der menschliche Geist, gepaart mit findigem Unternehmertum, sich stets etwas Neues ausdenkt, ist es völlig unvermeidlich, dass Aktien auf lange Sicht steigen. Denn Aktien sind Unternehmensbeteiligungen.

Der Mann mit dem Knall


Das alles hält deutsche Crash-Propheten nicht davon ab, den nächsten Aktien-Crash zu verkünden. Der wird - mega! Sie sind, so gesehen, auch gar keine Crash-Propheten, sondern Mega-Crash-Propheten. Oder um es ganz präzise zu sagen: Es sind Weltuntergangspropheten, wie es sie in der abendländischen Kultur nun seit rund 2000 Jahren gibt. Das Ende aller Dinge ist nah! So steht es schon in der Bibel. Petrus hat das gesagt.

Ein Crash mit 90 Prozent Verlust wird derzeit beinahe jede Woche voller Inbrunst von irgendeinem der vielen Mega-Crash-Verkünder vorhergesagt. Wenn ich mich recht erinnere, dann hieß der letzte Unglücksverkünder, von dem ich so eine schreckliche Vorhersage gehört habe, Dr. Felix Krull. Ich weiß noch, wie meine Frau ganz besorgt zu mir kam und mir von seiner düsteren Prognose erzählte (der garantiert schlimmste Crash aller Zeiten). Möglicherweise hieß der Mann aber auch gar nicht Dr. Krull, sondern Dr. Knall. Ganz sicher war sich meine Frau in dieser Frage nicht. Mir gefiel der zweite Name viel besser, weil er mir die Gelegenheit gab, mich über seinen Pessimismus lustig zu machen. »Der Mann hat aber einen Knall«, sagte ich leichthin.

Dr. Knall treibt es mit seinen Vorhersagen allerdings ganz besonders bunt und setzt auf ein sehr großes Maß an Gutgläubigkeit bei seinen Anhängern: Die Wirtschaft wird kollabieren, das Finanzsystem sagt unserem Planeten ade, und da alles Geld vollkommen wertlos wird, bezahlen findige Jünger von Weltuntergangspropheten beim Bäcker demnächst mit kleinen Goldkrumen, die sie von Goldbarren abgebrochen haben, die sie schon vor Jahren beim silbern glänzenden Schein des Mondes in weiser Voraussicht in ihrem heimischen Garten vergraben haben. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Das Ende aller Dinge ist nah!


Dass unser Finanzsystem kurz vor dem Kollaps steht, wird nun schon seit zehn Jahren immer wieder verkündet - und wenn Sie dieses Buch in der Hand halten (oder aber hören), dann können es auch schon elf oder zwölf Jahre sein. Zwölf Jahre Crash-Prognosen, die allesamt nicht eintreffen - und die Medien berichten immer noch davon. Sehr seltsam.

Während Aktien also gerade billig sind (die Kurse fallen an manchen Tagen nur ein wenig, an anderen stürzen sie regelrecht zu Boden), frage ich mich: Lieber Apple kaufen oder doch Starbucks? Oder Disney? Disney steigt gerade sehr erfolgreich in das Geschäft mit dem Streaming ein. In meiner Familie schaut niemand mehr Fernsehen. Alle streamen. Bei Netflix. Bei YouTube. Sehen Sie, warum Aktien steigen müssen? Menschen denken sich unablässig etwas aus, was andere Menschen so sehr begeistert, dass sie bereit sind, dafür Geld auszugeben.

Neue Produkte, neue Dienstleistungen


Apple hat mit der Apple Watch einen tollen Hit gelandet und mit den kabellosen Kopfhörern AirPods auch. Starbucks wiederum ist derzeit damit beschäftigt, sich China als Markt zu erschließen. In China wird noch immer sehr wenig Kaffee getrunken. Nur rund eine Tasse pro Kopf und Tag. Schwer vorstellbar, dass das so bleibt. Zudem wird China zunehmend reicher, und junge Chinesen können sich die teuren Getränke von Starbucks leisten.

Kaffee zu trinken ist ein Megatrend. Und der große Gewinner von mehr Kaffeekonsum und mehr Reichtum heißt wohl auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten - Starbucks. Kann eine Korrektur an den Aktienmärkten daran etwas ändern? Wohl kaum.

Weder der Crash der Jahre 2000 bis 2002 noch die schwere Wirtschafts- und Finanzkrise haben am Aufstieg von Starbucks zu einem die Welt umspannenden Konzern etwas ändern können. Der Aktienkurs des Unternehmens hat für eine Weile gelitten. Klar. Auch die Corona-Krise hat dem Kurs zugesetzt. Kein Wunder. Viele Filialen mussten vorübergehend schließen oder durften nur noch außer Haus verkaufen. Aber auch das geht vorbei. Der Trend zum Kaffeetrinken bleibt.

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