TCM und Akupunktur in Merksätzen

 
 
Haug Fachbuch (Verlag)
2. Auflage | erschienen am 14. Dezember 2011 | 360 Seiten
 
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978-3-8304-7590-3 (ISBN)
 
Schwer einprägsame oder komplexe Lerninhalte zu verstehen und zu merken, ist nicht einfach. Merksätze können dabei helfen. Genau das bietet dieses Nachschlagewerk.
Es vermittelt Lernenden und Therapeuten das nach Grundlagen, Organbezügen sowie Akupunkturpunkten gegliederte Wissen der TCM. Jeder Beitrag konzentriert sich auf einen Aspekt und beginnt jeweils mit einem Merksatz, der in einem anschließenden Kommentar erläutert wird. Durch diese besondere Struktur prägt sich das Gelesene besser ein.

Das Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin einprägsam und anschaulich vermittelt.
Deutsch
MVS Medizinverlage Stuttgart
19 | 19 Abbildungen
1,90 MB
978-3-8304-7590-3 (9783830475903)
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1 Einleitung: Grundsätzliches zur Traditionellen Chinesischen Medizin

Die TCM ist ein in sich geschlossenes medizinisches System, welches auf vorchristliche Terminierung zurückgeht. Es stellt den Therapeuten ein komplexes Medizinsystem zur Verfügung, ähnlich der Ayurvedamedizin in Indien oder der Humoralmedizin in Europa. Der große Vorteil der TCM ist jedoch, dass sich diese ungestört über Jahrhunderte entwickeln konnte.

Grundlagen für dieses Medizinsystem waren unterschiedliche philosophische Strömungen in China:

  • Konfuzianismus
  • Buddhismus
  • Taoismus

wobei der Taoismus einen wesentlichen Einfluss mit der Vorstellung des Dualismus von Yin und Yang mit sich brachte. Die Vorstellung, dass alles mit allem in Beziehung steht, brachte ein sehr komplexes Medizinsystem mit sich. Hier kam den Chinesen zugute, dass sie neue Denkansätze in das vorhandene System integrieren konnten, ohne das alte Wissen zu verwerfen.

Erste Kontakte der Chinesen mit Ausländern und die Kolonisierung Chinas brachten hier eine kurzfristige Veränderung mit sich, wobei in China auch die westliche Medizin etabliert wurde. Durch die Machtergreifung Maos wurde jedoch die TCM als Medizinsystem neu verankert und an verschiedenen Universitäten etabliert. Durch die zunehmende Öffnung der Chinesen in Richtung Westen konnte immer mehr des Wissens der chinesischen Medizin ins Ausland gelangen. Hier hat in der TCM der Schwerpunkt Akupunktur vor allem durch Wundermeldungen aus den Medien das Aufsehen erregt. Ab den 80er-Jahren entwickelte sich ein entsprechender Akupunkturtourismus nach China, der auch heute noch anhält.

Heute werden in China die westliche Medizin, als auch die TCM gleichberechtigt gelehrt und angewandt.

Immer mehr Therapeuten der westlichen Welt versuchen nun diese Art der Medizin zu integrieren, mit all den Schwierigkeiten die sich hieraus ergeben können.

Es folgen nun die grundsätzlichen Merksätze zur TCM.

Der Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Dieses Buch entstand aus der Idee heraus, Merksätze zur chinesischen Medizin zusammenzutragen und in kurzen Kommentaren zu erläutern. Ursprünglich für eine kleine Fan-Gemeinde gedacht, mauserte es sich zu einem Lern- und Arbeitsbuch für Studenten sowie Therapeuten der TCM.

Merksätze sind geeignet, komplizierte Inhalte kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen. Sie erleichtern es dem Studenten wie dem Praktizierenden der TCM, die vielfältigen Grundlagen und Zusammenhänge zu verstehen und diese im Gedächtnis zu behalten.

Merksätze haben den Charakter von Eselsbrücken, um schwierige oder komplexe Lerninhalte besser zu verstehen und vor allem auch zu merken. So wird das komplexe Wissen der TCM wie in eine Nussschale gegeben.

Der Ursprung dieser Merksätze liegt zum einen in den klassischen Texten zur TCM und Akupunktur, zum anderen sind sie aus eigener Feder, um insbesondere in den ersten Kapiteln auch dem nicht so bewanderten Leser einige Grundlagen vermitteln zu können.

Chinesische Denkmodelle

Die TCM beruht auf ihrer eigenen, östlichen Kultur und Denkweise. Sie ist in sich schlüssig. Das bedeutet, für ein wirkliches Verständnis der TCM sind grundsätzliche Kenntnisse dieser Denkweise nicht nur nützlich, sondern unumgänglich.

Folgerichtig fordert dies von uns, unsere eigenen Denkmuster zurückzustellen, um so Platz zu machen für Neues. Man schenkt sich in der Regel auch nicht einen neuen Wein auf einen alten ein.

Daher ist es angebracht, zunächst Althergebrachtes zu vergessen, um die neuen Grundlagen unvoreingenommen anzunehmen. So kommt man nicht in Verlegenheit, östliches Denken „einzuwestlern“ oder gar westliches Denken „einzuöstlern“, wie es in der Zwischenzeit zur Regel geworden ist.

Die chinesische Medizin baut auf festen Paradigmen auf, so gibt es ein klares Verständnis von:

  • Ätiologie
  • Pathogenese
  • Pathologie.

Von der Nussschale

Die harte Schale der Nuss umgibt den wertvollen Kern. Dieser Kern ist die Quintessenz des Nussbaumes. Er kann sich wieder zu einem solchen entwickeln, wenn die Zeit reif, die Anlage gesund ist und die äußeren Bedingungen stimmen.

Der zweite Teil des Merksatzes ist ein Zitat aus dem Huang Di Nei Jing Su Wen, „Des gelben Kaisers Klassiker des Inneren“, einem der wichtigsten Bücher zur klassischen Akupunktur, das bis heute ein Standardwerk der TCM ist:

„Das Dao ist kostbar und darf nur an Schüler weitergegeben werden, die aufrichtig und menschlichem Leiden gegenüber mitfühlend sind. Allein auf diese Weise kann die große Tradition rein und tugendhaft bleiben.“

Dao bedeutet „wichtiges Gesetz“ oder „eherne Grundregel“ und damit so viel wie richtiger und rechter Weg, Lebensweg, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit dem richtigen Maß das Richtige tun im Sinne der immer währenden kosmischen Ordnung.

Es unterstreicht die Ernsthaftigkeit und den Anspruch, den die chinesische Medizin für sich fordert. Nur die intensive Beschäftigung mit der TCM unter solchen hohen Anforderungen wird dieser großen östlichen Heilmethode gerecht.

Sie stellt sich damit auf ein der westlichen Medizin ebenbürtiges Niveau.

Sie ist aber nicht ihr Kontrahent, sondern sie ist eine große Erweiterung der medizinischen Möglichkeiten.

Warum ist die TCM oft so schwierig zu verstehen?

Sie hat ihren eigenen, in der östlichen Philosophie verankerten Denkansatz, der uns gerne fremd und seltsam anmutet. Vieles von dem, was nun folgt, ist mit westlichem Verständnis schwer zu begreifen. Sich trotzdem darauf einzulassen, bedeutet einen Gewinn. Viele ungeahnte Möglichkeiten für sich und vor allem die Patienten können entdeckt werden.

Es liegt auch etwas an der Art des Denkens. Westlich geprägte Therapeuten haben die Art der Reduktion, sie sind im Denken sehr kognitiv und analytisch.

Die chinesische Medizin versucht hingegen immer Funktionsbeziehungen herzustellen. Sie betrachtet nicht nur das Einzelne, sondern bezieht auch das Umliegende mit ein. Denn aus Unwesentlichem kann ein wichtiger Hinweis werden.

Die chinesische Medizin arbeitet nach dem Motto: sowohl – als auch.

Die westliche Medizin arbeitet hingegen nach dem Motto: entweder – oder.

Und in diesem Spannungsfeld muss sich der Therapeut orientieren.

Gestörtes und Zerstörtes

Die Betonung der TCM liegt im Wandel, in der Bewegung, nicht auf der zu einem bestimmten Zeitpunkt gegebenen Struktur.

Damit ist Entstehen, Sein und Vergehen in den großen Kreislauf des Lebens als dem universellen energetischen Geschehen eingebettet.

Ist eine Struktur zerstört, lässt sie sich nur dann mit TCM wiederherstellen, wenn es das chinesische Krankheitsbild, also das entsprechende Muster, zulässt.

Diese Muster wiederum sind nicht im westlichen Sinne starr, ihr wahres Wesen liegt in der Wandlungsfähigkeit der Symptome und Eigenschaften.

Die TCM nimmt mit ihren fünf Arbeitsgebieten

  • Akupunktur
  • Kräuterheilkunde
  • Qi Gong, Tai Chi
  • Diätetik
  • manuelle Verfahren wie An Mo, Tui Na, Gua Sha

Einfluss auf diese Muster.

Deren Entwicklungsraum ist ein anderer, ein energetischer, immer basierend auf der Lebensenergie Qi. Auch diese Energetik kann nicht nur gestört, sondern auch zerstört sein. So heißt es, ein Mensch kann durchaus – wenn auch nur kurze Zeit – mit wenig Blut überleben. Hat er aber keine Lebensenergie Qi mehr, so ist er nicht mehr zu retten.

Damit räume ich mit dem Wunschdenken auf, Akupunktur könne Wunder bewirken. Kann sie nicht. Aber sie arbeitet auf einer anderen Grundlage, eben einer energetischen. Das lässt andere Möglichkeiten zu, diese haben jedoch genauso ihre Grenzen.

Es zeichnet jeden Therapeuten aus, sich nicht nur seiner Möglichkeiten, sondern auch seiner Grenzen bewusst zu sein.

Der Mensch als Ganzes

Der menschliche Organismus als Bestandteil der Dreiheit

  • Himmel – Mensch – Erde

ist nicht nur Bestandteil der Natur. Er ist auch ein Abbild der Natur im Kleinen und funktioniert in gleichen Gesetzmäßigkeiten.

Darüber hinaus sind einzelne Teile des Körpers repräsentativ für den gesamten Körper.

Dies bildet die Grundlage sowohl für die klassische Körperakupunktur im Allgemeinen und für die Mikroakupunktursysteme (MAPS) im Besonderen, die sich so wieder zu einem Ganzen zusammenfügen. Im Einzelnen spiegelt sich das Ganze wieder. Bezeichnet wird dies gerne auch als Topografie oder Reflexzone.

Auch alte Heilkundige des Westens wussten:

  • wie oben – so auch unten
  • wie innen – so auch außen.

Zur Akupunktur im Allgemeinen gehören:

  • Körperakupunktur
  • Französische Ohrakupunktur
  • Chinesische Ohrakupunktur
  • Chinesische Handakupunktur
  • Koreanische Handakupunktur
  • Japanische Bauchakupunktur
  • Chinesische Kopfakupunktur
  • YNSA = Yamamoto’s New Scalp Acupuncture
  • Reflexzonenmassage
  • und andere Systeme.

Da alles als ein Netzwerk von miteinander verbundenen Einzelteilen verstanden und Krankheit als Ungleichgewicht der Harmonie...

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