Verzweifelte Sehnsucht

Sturm der Liebe Band 68
 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 1. Februar 2011
  • |
  • 192 Seiten
 
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978-3-86349-636-4 (ISBN)
 
Lena ist am Boden zerstört: Sie kommt nicht darüber hinweg, dass sie damals ihren Bruder Markus der Mafia ausgeliefert hat und damit verantwortlich ist für seinen Tod. Als Eva davon erfährt, verlangt sie, dass Lena sich selbst anzeigt. Während Michael in Hochzeitsvorbereitungen schwelgt, fühlt sich Rosalie immer stärker zu Jacob hingezogen. Eva und Robert könnten so glücklich sein, doch Evas Schwangerschaft verändert alles. Eva muss eine schwere Entscheidung treffen ...
  • Deutsch
  • 0,33 MB
978-3-86349-636-4 (9783863496364)
3863496361 (3863496361)

1. KAPITEL

"Du musst dir im Klaren darüber sein, dass Eva Krendlinger einen Platz in deinem Herzen einnehmen will." André führte ein väterliches Gespräch mit Robert, der gerade aus Verona zurückgekehrt war. Und in Verona waren er und Eva sich nähergekommen. "Sie ist keine, die sich mit einer Affäre begnügt", fuhr André fort. "Dass sie dich liebt, ist ja nicht zu übersehen."

"Mit ihren Gefühlen zu spielen, ist das Letzte, was ich im Sinn habe", erwiderte Robert nachdenklich.

"Umso mehr freut es mich, dass ihr endlich zueinandergefunden habt." André hatte schon lange gehofft, dass Robert und Eva Kredlinger ein Paar würden. Nicht nur seinem Neffen würde eine neue Beziehung guttun - auch für Valentina war Eva das Beste, was überhaupt passieren konnte.

"Ich . Ich bin mir nicht sicher, ob ich das kann ." Robert war sichtlich durcheinander. In Italien hatte sich alles so richtig angefühlt. Aber nun, zurück am Fürstenhof, wurde er wieder von den Erinnerungen eingeholt.

"Robert, dir fehlt Miriam", sagte André voller Mitgefühl. "Das wissen wir alle. Trotzdem solltest du Eva eine Chance geben."

"Wenn ich mich nicht mit ganzem Herzen auf sie einlassen kann, werde ich ihr nur wehtun", fürchtete Robert.

"Du nimmst Miriam nichts weg, wenn du Eva liebst." Aber Robert hatte schon jetzt das Gefühl, er würde seine verstorbene Ehefrau betrügen. "Unsinn! Ich bin sicher, deine Miriam hätte gewollt, dass du wieder glücklich wirst."

"Sie soll immer in meinem Herzen bleiben." Das hatte Robert Miriam am Grab versprochen.

"Das wird sie auch. Aber Robert ." André legte seinem Neffen eine Hand auf den Arm. "Eva Krendlinger ist eine wunderbare Frau. Und du bist viel zu jung, um allein zu bleiben." Robert presste die Lippen aufeinander. "Egal, wie du dich entscheidest - entscheide dich schnell. Alles andere wäre Eva gegenüber verdammt unfair."

Eva hingegen ahnte nichts von Roberts Zweifeln. Sie war einfach nur glücklich. Die Tage in Verona waren die schönsten ihres Lebens gewesen.

"Du strahlst, als hättest du eine Lichterkette verschluckt", witzelte Jacob, als er sie in der Sonnbichler'schen Stube begrüßte. Sie sprudelte heraus, was alles geschehen war. Der Heiratsantrag von Gianni, die Restauranteröffnung. Und dann die Nacht, die sie mit Robert verbracht hatte.

"Wir haben uns auf dem Balkon von Romeo und Julia geküsst", berichtete sie verträumt. "Vielleicht ist es total unvernünftig, aber was soll ich machen: Ich bin so verliebt!"

"Du hast es verdient, glücklich zu sein." Brüderlich zog Jacob sie an sich. "Ich wünsche dir ehrlich, dass es gut geht mit euch." Das wünschte sich Eva auch. Von ganzem Herzen.

Kurz darauf packte sie in ihrem Zimmer ihre Sachen aus, hielt dabei aber immer wieder inne und blickte in die Ferne. Als sie die Taschen für Verona gepackt hatte, da war sie so traurig gewesen, so dumpf . So viel Glück auf einmal, wie sie es jetzt empfand - das hatte sich Eva gar nicht vorstellen können. Es war überall. In jeder Zelle, in jedem Tröpfchen Blut, in jedem Herzschlag. Sie spürte es sogar bis in die Haarspitzen. Überall Glück, Glück, Glück. Als hätte man ihr pures Sonnenlicht in die Adern gepumpt.

Nun klopfte es an ihrer Tür.

"Valentina und ich wollten nur kurz Hallo sagen." Robert trat mit seiner kleinen Tochter herein. Eva strahlte ihn an. Unbeholfen beugte er sich vor und küsste sie auf beide Wangen. Um ihr Befremden darüber zu verbergen, widmete sie sich wieder den Kleidern. "Dann wollen wir mal nicht länger stören", meinte er.

"Robert, ihr stört nicht!" Voller Sehnsucht sah sie ihm in die Augen.

"Ich muss trotzdem gehen. Madam hat Hunger." Weg war er. Vor den Kopf gestoßen blieb Eva zurück. Das durfte doch wohl nicht wahr sein! Hatte sie Robert mit ihrer Bemerkung vorhin etwa provoziert? Er hatte ihr schließlich angeboten, bei ihm einzuziehen. Und sie hatte abgelehnt, weil sie fand, dass es besser sei, sich Zeit miteinander zu lassen. Er musste ja völlig verunsichert sein.

Ohne anzuklopfen, stürmte Lena Zastrow in die Saalfeld'sche Privatwohnung. Werner konnte sich schon denken, dass es wieder mal um ihren Vater ging.

"Dieses Schwein!", empörte sie sich. Werner bat sie, sich erst einmal zu beruhigen. "Sie müssen jetzt unbedingt gut auf sich aufpassen", warnte sie ihn da. "Mein Vater will Ihnen nämlich etwas antun. Das hat er eben in Gegenwart seiner Hexe gesagt."

"Aber warum?", wunderte sich der Senior.

"Er bildet sich immer noch ein, dass zwischen uns etwas läuft." In der Tat hatte Lena ihren Vater damit provoziert, dass sie behauptete, sie hätte eine Affäre mit Werner Saalfeld. "Und jetzt flippt er völlig aus. Wenn wir uns weiterhin sehen, wird er Ihnen das Leben zur Hölle machen." Aber so leicht ließ sich der Senior nicht ins Bockshorn jagen.

"Ihr Vater hat mir schon alles Mögliche angedroht", meinte er. "Wenn er das alles in die Tat umgesetzt hätte, wäre meine Familie längst ausgelöscht, und der Fürstenhof läge in Schutt und Asche."

"Aber wenn er es dieses Mal ernst meint?", sorgte sie sich.

"Ihr Vater würde doch niemals etwas riskieren", entgegnete Werner. Zumal alle wussten, dass Götz' Zulassung als Anwalt auf der Kippe stand. Aber Lena war weiterhin äußerst beunruhigt. "Gut, ich mache Ihnen einen Vorschlag. Ich rede ein paar klärende Worte mit Ihrem Vater. Und dann sehen wir weiter." Erleichtert stimmte sie zu.

"Wie ich gerade erfahren musste, haben Sie eine unschöne Drohung gegen mich ausgestoßen." Werner hatte sich vor Zastrows Tisch im Restaurant aufgebaut.

"Wer sagt das?", fragte der Anwalt kühl.

"Ihre Tochter Lena", antwortete Werner triumphierend. "Falls Sie sich mit solchen lächerlichen Drohgebärden wieder bei ihr beliebt machen wollen, ist das schlichtweg erbärmlich."

"Erbärmlich sind alte Männer, die glauben, eine jüngere Frau würde sie wieder zum strahlenden Adonis machen", schnaubte Götz.

"Ich schätze Ihre Tochter als reizende Gesprächspartnerin, ganz sicher aber nicht als Bettgespielin." Götz stutzte überrascht. "Vielleicht sollten Sie sich lieber mal überlegen, weshalb sie Ihnen mit solchen Geschichten kommt." Der Senior taxierte sein Gegenüber abschätzig. "Ich kann das gut verstehen. Bei dem Vater."

"Ich warne Sie." Götz' Stimme war gefährlich leise geworden. "Hören Sie endlich auf, meine Tochter zu manipulieren."

"Ich bin nicht schuld daran, dass Lena zu Ihnen auf Abstand geht", gab Werner zurück. "Das ist ganz allein Ihr Verdienst. Bei Ihrem Sohn Lukas haben Sie es ja ebenfalls geschafft." In Götz brodelte es sichtlich. "Eigentlich sehr tragisch, Ihre familiären Verhältnisse", stichelte der Senior weiter. "Was mich betrifft: Ich möchte diesem armen Mädchen lediglich als väterlicher Freund zur Seite stehen." Damit ging er. Hasserfüllt sah Zastrow ihm nach.

André war gar nicht glücklich darüber, dass sein Bruder Götz Zastrow schon wieder provoziert hatte.

"Er hat Kontakte zur Unterwelt!", meinte André. "Denk an unsere Begegnung mit Wassily Smyslow im Wald!" So etwas wollte doch keiner von ihnen noch einmal erleben. Aber Werner winkte nur ab.

"Zastrow bläst sich mal wieder ordentlich auf", sagte er. "Das kann er eben am besten." Aber natürlich machte sich auch Werner Gedanken - er wollte sich jedoch auf keinen Fall von Götz unterkriegen lassen.

"Macht bitte nie wieder den Fehler, seine Tochter als Druckmittel zu benutzen", warnte André.

"Lena Zastrow ist mir schlichtweg sympathisch", entgegnete sein Bruder. "Die junge Frau macht eine schwierige Phase durch. Und ich unterstütze sie ein wenig. Nicht mehr und nicht weniger ."

Götz telefonierte allerdings schon mit einem seiner dubiosen Kontakte. Barbara hörte nur, dass er am Telefon den Vorschlag machte, Werner Saalfeld solle einen Reitunfall erleiden.

"Was hast du vor?", fragte sie, nachdem das Gespräch beendet war. Götz hatte gar nicht bemerkt, dass sie einen Teil seines Telefonats mit angehört hatte.

"Du spionierst mir nach?", giftete er sofort.

"Die Tür stand offen", verteidigte sie sich. "Du solltest wirklich vorsichtiger sein." Aber sie hatte nun mal gehört, was er plante: Er wollte Werner etwas antun.

"Unsinn", knurrte Götz.

"Du hast es auch schon in Lenas Beisein angedroht", beharrte Barbara. "Verlier jetzt bitte nicht die Nerven. Zumal ich mittlerweile glaube, dass zwischen Werner und deiner Tochter in Wirklichkeit gar nichts läuft."

"Das hoffe ich sehr", sagte Götz und schlug einen verächtlichen Ton an. "Ein väterlicher Freund will er für sie sein."

"Wozu dann die ganze Aufregung?", wunderte sich Barbara.

"Seine Schadenfreude hättest du mal sehen müssen, als er sich als Vertrauter meiner Tochter präsentierte", brach es da aus Götz heraus.

"Ja, das kann er gut", bestätigte sie düster und dachte dabei an ihren eigenen Sohn Ben. "Er setzt immer da an, wo es am meisten wehtut....

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