Ein Hoffnungsschimmer

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 8. Oktober 2011
  • |
  • 192 Seiten
 
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E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-237-3 (ISBN)
 
Enttäuscht erfahren Tanja, Nils und Xaver von Rosi Zwick, dass die CD aus der Schweiz mit den Namen der deutschen Steuersünder vollkommen wertlos für sie ist. Xaver aber gibt so schnell nicht auf und landet prompt in Teufels Küche. Jenny von und zu Liechtenstein sieht rot, als Sibylle den Heiratsantrag von Jacob anzunehmen droht und setzt sogar Jacobs Leben aufs Spiel, um das Liebespaar zu sabotieren. Schweren Herzens blickt Eva ihrer Hochzeit mit Markus entgegen, fügt sich aber in ihr selbst gewähltes Schicksal. Doch kurz vor dem Jawort bricht Markus zusammen. Nur eine Operation könnte ihn jetzt noch retten und wie durch ein Wunder findet sich doch noch ein Arzt, der sich dazu bereit erklärt, diesen Schritt zu wagen ..
  • Deutsch
  • 0,49 MB
978-3-86349-237-3 (9783863492373)
3863492374 (3863492374)

1. KAPITEL

Eva war sprachlos. Eben hatte Markus ihr den unglaublichen Vorschlag gemacht, den Mord an seinem Vater auf sich zu nehmen - er würde ja sowieso sterben.

"Wann gibst du endlich zu, dass du Robert Saalfeld immer noch liebst?", bedrängte er sie nun.

"Du wirst nicht sterben!", erklärte sie.

"Das wäre aber das Beste für dich und deinen Robert", sagte er voller Bitterkeit.

"Es geht überhaupt nicht um ihn!", rief sie aufgewühlt. "Soll Valentina ganz ohne Eltern aufwachsen?"

"Du belastest dich schwer, wenn du das mit dem Gift zugibst", meinte Markus nun. "Das geht auch mich etwas an. Du hättest erst mal mit mir darüber sprechen müssen." Es war nicht nur diese Tatsache, die ihn so aufbrachte. Er stand außerdem noch unter dem Eindruck von Debbies Traumdeutung.

"Das wollte ich ja", beteuerte Eva.

"Aber?" Sie schwieg überfordert. "Du wolltest lieber, dass ich es von deinem Exlover erfahre", bemerkte er trocken.

"Nein! Es war nur ." Sie hatte ihn nicht unnötig aufregen wollen.

"Hat ja super funktioniert." Es tat ihr so leid. "Ist schon in Ordnung. Ich werde mich nicht unnötig aufregen." Er wandte sich zum Gehen. Sie wollte ihn begleiten, aber das wollte er nicht. Er musste mit seiner Schwester sprechen.

Jetzt ließ sich Markus bei Lena über sie aus. Eva stand im Park und sah zu den Fenstern des Blauen Salons herüber. Drinnen unterhielten sich gerade die Geschwister. Aber vielleicht war das alles auch gar nicht schlecht. Dann konnte Lena ihm klarmachen, wie sinnlos diese ewigen Streitereien waren. Sie wusste, dass Eva zu Markus stand. Und egal, ob sie für Robert aussagte oder nicht - es änderte nichts daran, dass sie sich für Markus entschieden hatte. In dieser schweren Zeit. Es kostete Markus enorm viel Kraft, gegen seine Angst und den Tumor anzukämpfen. Und gegen seine Zweifel, ob Eva ihn noch liebte. Und die waren ja nicht unbegründet. Das schlechte Gewissen setzte Eva zu. Aber ihre Gefühle für Markus waren immer noch groß genug. Sie würden es schaffen. Ihr Platz war an seiner Seite. Und ihre Aufgabe war es, ihm aus dieser Krankheit zu helfen. Bedingungslos.

"Ich kann euch beide verstehen", sagte Lena im Blauen Salon gerade zu ihrem Bruder. "Dich, dass du sauer bist - und Eva, dass sie alles dafür tun möchte, dass Valentina nicht ohne Vater aufwächst."

"Das mit dem Kind ist nur eine Ausrede", sagte Markus düster.

"Wie kommst du auf so etwas?", erwiderte seine Schwester.

"Es geht ihr einzig und allein um Robert Saalfeld", beharrte er.

"Blödsinn!" Jeder wusste, wie sehr Eva an Valentina hing.

"Und an ihrem Vater!" Lena seufzte. Markus war wirklich stur.

"Wärst du denn nicht auch froh, wenn der Fall noch einmal aufgerollt werden würde?", fragte sie nun. "Du glaubst doch inzwischen auch nicht mehr, dass es Robert war."

"Was ich glaube, ist unwichtig", erklärte er und zuckte die Achseln.

"Quatsch!", protestierte sie. "Außerdem weißt du, wer es wirklich war. Und wenn Evas Aussage helfen würde, die Heidenberg hinter Schloss und Riegel zu bringen - dann solltest du sie eher ermutigen, als sie anzumeckern."

Michael machte seiner Tochter Debbie schwere Vorhaltungen, dass sie Markus Zastrows Traum gedeutet hatte.

"Er ist ein todkranker Mann! Und du verunsicherst ihn mit deinem esoterischen Hokuspokus? Das ist das Letzte, was er jetzt braucht." Debbie war sichtlich kleinlaut. Dennoch bestand sie darauf, dass ihre Traumdeuterei kein Hokuspokus war.

"Kannst du denn ausschließen, dass unsere Träume uns etwas mitteilen wollen?", fragte sie. "Über uns? Unser tiefstes Ich? Unser Schicksal?"

"Wer hat dich denn auf den Trip gebracht?", wunderte sich Michael. "Deine Mutter bestimmt nicht." Gekränkt verzog Debbie das Gesicht. "Wollen wir hoffen, dass das nur eine Phase ist. Und du dein Leben nicht nur noch nach deinen Träumen ausrichtest."

"Schön, wenn man einen so verständnisvollen Vater hat", fauchte sie verletzt.

"Verständnisvolle Väter machen sich eben Sorgen", verteidigte er sich.

"Dafür ist es ein bisschen spät, nicht wahr?!" Dieser Vorwurf traf ihn unvorbereitet. "Wenn dir nicht passt, wie ich bin, hättest du dir vielleicht früher Sorgen um mich machen sollen!" Damit ließ sie ihn allein.

Ganz unrecht hatte Debbie mit ihrem Vorwurf nicht. Das gab Michael kurz darauf Charlotte gegenüber zu.

"Nimm es nicht so persönlich", bat sie ihn. "Selbst wenn Debbie etwas Wahres gesagt hat - es ist nicht deine Schuld, dass ihre Mutter mit ihr nach Amerika gegangen ist." Immerhin hatte Michael regelmäßig mit seiner Tochter telefoniert und gemailt.

"Was allerdings kein Ersatz für meine Anwesenheit war", meinte er.

"Umso mehr solltest du dich freuen, dass sie hier ist", fand Charlotte. "Und ihre Interessen ernst nehmen." Die Traumdeutung schien Debbie nun einmal wichtig zu sein. "Und es ist oft einfacher, Verständnis zu zeigen, als abzuwarten, bis es einem selbst entgegengebracht wird."

Michael versuchte noch einmal, seine Exfrau in Amerika zu erreichen. Doch bei Jessica, Debbies Mutter, sprang immer nur die Mailbox an.

"Langsam könnte sie wirklich mal rangehen", knurrte er und setzte sich zu André auf die Couch.

"Vielleicht macht sie sich gerne rar?" Der Chefkoch schien sich für die Probleme seines Mitbewohners nicht sonderlich zu interessieren.

"Warum hast du eigentlich so widerlich gute Laune?", fragte Michael.

"Die Sonne scheint, das Leben ist schön, Lena besteht nicht darauf, so schnell eigene Kinder zu bekommen ." André war rundum zufrieden. "Es ist schon erstaunlich", stellte er fest. "Lena ist ja doch etwas jünger als ich. Und dennoch ist meine Beziehung zu ihr die erwachsenste, reifste und unproblematischste, die ich bisher hatte. Wie lässig sie mit dem Thema Kinder umgegangen ist! Endlich eine Frau, die weiß, was sie will. Die mir und sich selbst nichts vormacht. Keine, die ständig nur ihre biologische Uhr ticken hört und ." Er brach ab. Michael trug ein breites Grinsen auf seinem Gesicht. "Du glaubst das nicht?"

"Warum soll ich es nicht glauben?", entgegnete der Arzt. "Du sagst doch, sie ist eine Frau, die weiß, was sie will."

"Aber du glaubst, sie will etwas anderes?", hakte der Chefkoch nach.

"Was genau meint sie denn zum Thema Kinder?" Was Lena wörtlich gesagt hatte, wusste André nicht mehr. In jedem Fall hatte sie nicht gesagt, dass sie keine Kinder haben wollte.

"Es ging mehr in die Richtung, wir sollten uns erst besser kennenlernen ." Michael nickte.

"Das klingt für mich eher nach Galgenfrist. So nach dem Motto: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben." André war mit einem Schlag vollkommen ernüchtert.

Rosalie wollte gerade eilig das Büro verlassen, doch sie wurde von Jenny von und zu Liechtenberg aufgehalten.

"Sind Sie vorangekommen?", fragte die Fürstin. "Sie hatten doch einen Plan, meine Tochter endlich von dem Stallburschen loszueisen."

"Ich habe jetzt keine Zeit", erwiderte die Geschäftsführerin reserviert.

"Ein einfaches Ja würde genügen." Sibylles Mutter bestand darauf, dass Frau Engel sich zwei Minuten Zeit nahm.

"Mein von Ihnen sogenannter Plan - ist bisher ohne Ergebnis", räumte Rosalie unwohl ein.

"Dann haben Sie sich wohl ungeschickt angestellt?", meinte Jenny. "Sehr seltsam ."

"Vielleicht habe ich den Plan ja auch aufgegeben", sagte Rosalie genervt.

"Kindchen, Sie schaffen das", entgegnete die Fürstin aufmunternd. Rosalie konnte nur den Kopf schütteln über ihre Dreistigkeit. "Aus irgendeinem Grund möchten Sie den Knecht wiederhaben. Während ich immer noch hoffe, dass Sibylle zur Vernunft kommt. Wahre Liebe kann das ja wohl kaum sein ."

"So verkehrt ist Jacob auch wieder nicht." Jenny winkte ab.

"Für seinesgleichen vielleicht." Rosalie seufzte.

"Ich habe es versucht." Aber nun war die Sache für sie erledigt. "Und wenn Sie die Probleme mit Ihrer Tochter lösen möchten - an der Rezeption sucht man Ihnen sicher gern einen guten Familientherapeuten heraus." Verärgert sah Jenny sie an. Wie erlaubte sich Frau Engel, mit ihr zu sprechen? Aber Rosalie hatte wirklich andere Probleme. Sie litt unter der Trennung von Jacob. Und dass der offensichtlich glücklich war mit seiner neuen Liebe, brach ihr das Herz.

"Ich sehe, du genießt deinen Lebensabend?" Mit einem süßlichen Lächeln auf den Lippen war Barbara vor Werners Tisch auf der Terrasse stehen geblieben. Der Senior trank dort gerade einen Kaffee.

"Bis vor fünf Sekunden war es ganz angenehm", gab er zurück.

"Ich will dich gar nicht lange stören. Bloß kurz etwas Geschäftliches mit dir besprechen." Er hob die Augenbrauen. Er war doch gar nicht mehr Direktor des Hotels. "Nur, weil es die Frucht deines Leibes betrifft. Robert steht nicht mehr lange fürs Bistro zur Verfügung."

"Sagt wer?", erwiderte Werner.

...

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