Eva unter Verdacht

 
Johanna Theden (Autor)
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
1. Auflage | erschienen am 13. August 2011 | 192 Seiten
 
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978-3-86349-235-9 (ISBN)
 
André ist vollkommen durcheinander: Ist es wirklich möglich, dass Lena Zastrow sich für ihn als Mann interessiert? Er schwebt auf Wolke sieben, aber dann holt ihn seine Vergangenheit ein. Rosalie muss mit ansehen, wie ihr die Beziehung zu Jacob immer mehr aus den Händen gleitet, und der Grund dafür scheint die unscheinbare Sibylle zu sein. Eva ist entsetzt, als sie begreift, dass sie verdächtigt wird, Götz Zastrow umgebracht zu haben. Als sich die Schlinge immer enger um ihren Hals zu ziehen droht, stellt Robert sich der Polizei, um sie zu retten. Er kommt ins Gefängnis und als Eva ihn dort besucht, ändert sich alles zwischen ihnen ...
Sturm der Liebe | 0075
Deutsch
0,32 MB
978-3-86349-235-9 (9783863492359)
3863492358 (3863492358)

1. KAPITEL

Werner war gekränkt darüber, dass seine Exfrau ihm so schwere Vorwürfe machte. Aber Charlotte war wirklich außer sich vor Zorn - mit seinem Alleingang hatte Werner Robert schweren Schaden zugefügt.

"Ich habe es verstanden", knurrte der Senior. Abgesehen davon saß er nun auch noch selbst auf der Anklagebank. Wegen der Anstiftung zur Falschaussage würde er um eine Geldstrafe sicher nicht herumkommen.

"Du erwartest hoffentlich nicht auch noch Mitleid von mir?", fauchte Charlotte.

"Wer konnte denn ahnen, dass die dumme Gans einknickt?", erwiderte Werner wütend.

"Schieb es jetzt nicht auf Frau Engel!" Er blickte zu Boden.

"Ja. Ich habe mich verzockt. Zufrieden?" Sie schüttelte nur den Kopf und verließ dann den Raum. Sie musste Robert warnen. Wenn Kommissar Meyser nicht schon längst bei ihm war .

Robert reagierte entsetzt auf das, was seine Mutter ihm berichtete. Darin hatte also Werners Plan bestanden?

"Ich habe so gehofft, dass er die Sache in den Griff bekommt." Robert stöhnte auf. Jetzt würde Meyser garantiert nicht mehr lockerlassen. Und Barbara von Heidenberg ganz von der Liste der Verdächtigen streichen. "Hoffentlich nehmen sie Lena nicht auch noch in die Mangel." Die Falschaussage war nicht allein Werners Idee gewesen. "Evas Vater, Gustl Moosburger . Angeblich hat er gesehen, wie Barbara den Blauen Eisenhut pflückte. Aber das war gelogen. Der liebe Herr Moosburger wollte nur das Kopfgeld kassieren. Lena und mein großartiger Vater wollten ihn trotzdem als Zeugen verkaufen."

"Ich will es gar nicht hören." Müde winkte Charlotte ab. Und da klopfte es auch schon an der Tür, und Kommissar Meyser betrat den Raum.

Barbara machte bei Markus unterdessen Stimmung gegen die Saalfelds. Sie behauptete, ihn bei der nächsten Gesellschafterversammlung an ihrer Seite zu brauchen.

"Ich möchte den Saalfelds nicht allein gegenübertreten." Verwundert zog Markus die Augenbrauen nach oben. Damit hatte sie bislang doch keine Probleme gehabt?

"Weißt du es denn noch nicht?" Sie gab sich erstaunt. "Werner hat Rosalie Engel zu einer Falschaussage angestiftet. Nach der sie mich angeblich gesehen hätte, wie ich irgendein giftiges Kraut gepflückt habe . Mit dem ich Götz dann ." Sie brach ab und tat so, als könne sie es immer noch nicht fassen. "Meyser hat glücklicherweise Werners Telefon abhören lassen. Sonst säße ich jetzt im Gefängnis. Wieder einmal. Unschuldig."

"Der schreckt wirklich vor gar nichts zurück", empörte sich Markus. Zufrieden ließ sie ihn allein.

"Hast du es schon gehört?" Markus war sofort zu Lena ins Bistro gekommen. "Werner Saalfeld wollte Rosalie Engel zu einer Falschaussage überreden!" Lena nickte unmerklich. "Das ist so gut wie ein Schuldeingeständnis."

"Ist es nicht", widersprach sie.

"Warum sollte er das tun, wenn sein Sohn nichts mit Vaters Tod zu tun hat?", ereiferte sich Markus.

"Es war meine Idee", gestand seine Schwester da. "Ich habe Herrn Saalfeld darauf gebracht."

"Aber ." Markus schnappte nach Luft. Lena hatte doch behauptet, nichts davon gewusst zu haben. "Du hast mich angelogen!"

"Aus gutem Grund", erklärte sie. "Du willst doch auch, dass der Mord an Papa aufgeklärt wird, oder?"

"Aber nicht so!", giftete er.

"Warum willst du nicht sehen, dass sie es war?", fragte sie.

"Woher willst du wissen, dass sie es war?!", gab er aufgebracht zurück. "Es ist wie damals, als du mich ans Messer geliefert hast." Lena zuckte zusammen. "Du denkst wieder mal nur an dich. An das, was du willst. Anscheinend hast du nichts dazugelernt!"

Robert bestritt gegenüber Kommissar Meyser, von den Plänen seines Vaters gewusst zu haben.

"Sie wussten also nichts von der Falschaussage .", meinte der Beamte skeptisch und musterte Robert lauernd.

"Nein!", rief der. "Das Einzige, was ich weiß, ist, dass mein Vater das alles nur getan hat, weil Sie zu unfähig sind, um Barbara endlich hinter Schloss und Riegel zu bringen!"

"Das klingt ganz so, als ob Sie sich an ihr rächen wollten?", hakte Meyser ein.

"Ich will, dass sie endlich für ihre Verbrechen bezahlt! Ja!" Der Kommissar betrachtete Robert abschätzig.

"Ich kenne Sie", sagte er. "Sie werden einen Fehler machen. Und dann werde ich da sein."

Eva und Gustl waren gemeinsam zur Almwiese spaziert und unterhielten sich. Sie hatte so viele Fragen an ihren Vater. Wie hatte er ihre Mutter zum Beispiel kennengelernt?

"Auf einem Tanzfest", erzählte Gustl bereitwillig. Er war damals zufällig in der Gegend gewesen. "Ich habe sie gesehen, und es war um mich geschehen." Liesel und er hatten an dem Abend nicht nur miteinander getanzt.

"Aber sie war verheiratet", meinte Eva. "Und hatte ein Kind."

"Ich weiß." Er seufzte. "Aber gegen Gefühle ist man machtlos. Ich konnte nichts dagegen tun. Und sie auch nicht." Er war unsterblich verliebt gewesen in Liesel. "Sie war der warmherzigste, liebste und wunderbarste Mensch, den man sich vorstellen kann."

"Sie hat meinen . Jacobs Vater betrogen", wandte Eva ein.

"Damit war sie ganz und gar nicht glücklich", erklärte Gustl. "Aber als wir uns kennenlernten, lief es gerade nicht so gut bei den beiden." Die Arbeit auf dem Hof, das kleine Kind - Liesel hatte sich über den immergleichen Trott beklagt. Liebe und Leidenschaft blieben für eine Weile auf der Strecke.

"Und darum hat sich meine Mutter nach einem anderen umgesehen?!", fragte Eva.

"Bestimmt nicht mit Vorsatz." Die Liebe war einfach passiert. "Liesel war kein schlechter Mensch. Ganz bestimmt nicht."

"Eine Heilige aber auch nicht", fand Eva. Es fiel ihr nicht leicht, sich mit der Vergangenheit ihrer Mutter auszusöhnen.

"Für mich schon." Gustl hatte Liesel ja gefragt, ob sie sich vorstellen könne, ihren Ehemann zu verlassen. "Aber sie konnte und wollte ihre Familie nicht im Stich lassen. Und das war dann das Ende ." Er stockte. Es war ihm anzumerken, wie schmerzlich diese Erinnerungen für ihn waren.

"Ich habe Gustl übrigens doch noch getroffen", berichtete Eva, als sie zu Robert in die Wohnung kam. "So ein schlechter Kerl ist er gar nicht." Auf den Betrugsversuch wegen der Million hatte sie ihn allerdings noch nicht angesprochen.

"Sag bloß, du bist doch auf den Halunken reingefallen", unterbrach Robert sie harsch, entschuldigte sich dann aber sofort für seinen Ton. "Ich hab's nicht so gemeint. Ich bin auf Väter im Allgemeinen bloß gerade nicht gut zu sprechen."

"Ist etwas passiert?", fragte sie. Er nickte. "Willst du darüber reden?" Es sprudelte nur so aus Robert heraus.

"Mach nicht alles an deinem Vater fest", sagte Eva, nachdem sie alles gehört hatte. "Er wird bestimmt auch nicht glücklich darüber sein, wie es gelaufen ist. Er liebt dich. Und er wollte dir helfen."

"Hat ja prima funktioniert", schnaubte Robert.

"Zugegeben . Besonders geschickt hat er sich dabei nicht angestellt." Wider Willen musste er schmunzeln. "Trotzdem. Er würde alles für dich tun und macht sich wahrscheinlich selbst die schwersten Vorwürfe."

Lena saß allein auf einer Parkbank und war sichtlich am Boden zerstört. Zufällig kam André vorbei und sprach sie vorsichtig an.

"Ich hatte ziemlichen Krach mit meinem Bruder", erzählte sie leise. "Er meint, ich würde immer nur Mist bauen ."

"Und? Haben Sie?" Sie zögerte, bejahte dann aber entschieden.

"Das heißt . Im Ansatz habe ich eigentlich nichts falsch gemacht, aber ." Sie seufzte.

"Ich mache Ihnen einen Vorschlag." Freundlich lächelte André sie an. "Wenn Sie heute Abend nicht nach Hause wollen ." Das Restaurant dürfte ihn heute nicht allzu lange brauchen. "Sie gehen ins Kino, sehen sich irgendeinen lustigen Film an - und danach treffen wir uns, und Sie erzählen mir alles bei einer Flasche Rotwein." Dankbar nahm sie sein Angebot an. Auf Alkohol würde sie allerdings verzichten.

Rosalie wollte gerade Feierabend machen, als Barbara ins Büro kam.

"Ich wollte mich bei Ihnen bedanken, Frau Engel", säuselte sie.

"Ich wüsste nicht, wofür", gab Rosalie kühl zurück.

"Dass Sie sich für die Wahrheit entschieden haben." Die Geschäftsführerin nickte nur. "Ich vergesse nicht, wer meine Freunde sind", fuhr Barbara fort. "Unter uns - mir hat Werners Intrige sehr zugesetzt. Könnte es sein, dass Robert dahintersteckt?"

"Nein", entgegnete Rosalie irritiert. "Zumindest weiß ich nichts davon."

"Schlafen Sie eine Nacht drüber", meinte Barbara. "Vielleicht fällt es Ihnen ja wieder ein. Ich würde mich natürlich erkenntlich zeigen ."

Lena saß bei einer Tasse Tee mit André auf dem Sofa und hatte dem Chefkoch gerade ihr Herz ausgeschüttet. Er konnte schon verstehen, dass Markus empfindlich reagiert hatte.

"Was allerdings Barbara angeht - da bin ich voll und ganz bei Ihnen", erklärte er....

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