Eva in Gefahr

 
 
HarperCollins Germany (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. November 2011
  • |
  • 192 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Adobe DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-86349-238-0 (ISBN)
 
Xavers Intrige gegen Sibylle und Jacob scheint endlich Früchte zu tragen: Die beiden streiten immer häufiger. Schließlich jedoch nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der Xaver nicht gerechnet hätte ... Eva ist überglücklich, als Markus nach der schweren Operation die Augen aufschlägt und offenbar alles gut überstanden hat. Aber dann wird ihr klar, dass sie nicht länger damit leben kann, ihm ihre Liebe vorzuspielen und sie fasst einen Entschluss. Barbara findet in Curd Heinemann einen neuen Komplizen, der ihr helfen soll, das junge Glück von Eva und Robert ein für alle Mal zu zerstören. Als Eva an ihrem Hochzeitstag nicht vom Schwimmen zurückkehrt, muss Robert das Schlimmste befürchten ..
  • Deutsch
  • Hamburg
  • 0,36 MB
978-3-86349-238-0 (9783863492380)
3863492382 (3863492382)

1. KAPITEL

"Hörst du mich? Markus, erkennst du mich?" Erschüttert hielt Eva Markus' schlaffe Hand in ihrer. Er starrte an die Decke und zeigte keine Regung. Was hatte sie erwartet? Dass er ihr sofort um den Hals fiel? Er hatte eine stundenlange Narkose und eine schwere Operation am Gehirn hinter sich. Das bedeutete gar nichts, wenn er sie nicht gleich erkannte. Er musste sich ausruhen. Inzwischen hatte er die Augen geschlossen. "Ja, schlaf", flüsterte sie. Da spürte sie auf einmal einen schwachen Händedruck. "Markus?" Keine Reaktion. War es nur Einbildung gewesen, dass er eben ihre Hand gedrückt hatte?

Michael hielt alles für möglich: dass sich Eva die Reaktion nur eingebildet hatte, dass es ein schlichter Reflex gewesen war, oder dass Markus tatsächlich bewusst gehandelt hatte.

"Ich habe gerade mit Professor Chen gesprochen", berichtete Michael Eva und Lena. "Sämtliche neurologischen Tests ergeben, dass die Reflexe im Normalbereich sind." Was hieß, dass die berechtigte Hoffnung bestand, dass Markus die Operation ohne bleibende Schäden überstehen würde. Die beiden Frauen tauschten einen Blick. Da klingelte Lenas Telefon: André meldete sich aus Südafrika. Natürlich nahm sie den Anruf entgegen.

"Ihre Liebe und Ihre Unterstützung haben Herrn Zastrow bisher das Leben gerettet", sagte Michael nun zu Eva. "Es grenzt an ein Wunder, dass er die OP so gut überstanden hat. Geben Sie ihm ein bisschen Zeit, sich zu erholen." Er lächelte ihr aufmunternd zu. "Simon hatte Glück im Unglück!", rief Lena da. Sie hatte ihr Telefonat wieder beendet. "Es ist zwar ein Trümmerbruch, aber sie konnten sein Bein retten."

"Das ist doch mal eine gute Nachricht", sagte Eva, die sich aufrichtig freute. Sie sah nun ein wenig zuversichtlicher in die Zukunft.

Kaum war sie zurück bei den Sonnbichlers begann sie, eine kleine Reisetasche zu packen. Da klopfte es an der Tür zu ihrem Zimmer, und Robert trat ein.

"Was machst du denn hier?", fragte sie erschrocken.

"Reizende Begrüßung", entgegnete er.

"Robert ." Sie seufzte. "Wieso läufst du mir ständig hinterher?"

"Ich weiß, ich bin ein Blödmann und leichtsinnig ." Er strahlte sie entwaffnend an. "Aber ich kann nicht anders. Was machst du dich auch so rar - das hält mein kleines Herz nicht aus." Tief sah er ihr in die Augen, und sie erwiderte seinen Blick. Ihre Sehnsucht nacheinander war mit Händen zu greifen. Doch als er einen Schritt auf sie zu tat, wich Eva vor ihm zurück. "Du hast vor, im Krankenhaus zu übernachten?" Robert deutete auf die Reisetasche. Sie nickte.

"Markus' Chirurg, Doktor Niederbühl - alle sind total überrascht, wie gut er die Operation überstanden hat." Robert hatte bereits davon gehört. Es kam einem medizinischen Wunder gleich. "Wobei sie noch nicht einschätzen können, ob es Spätfolgen gibt", fuhr sie fort. "Als ich vorhin bei ihm war - es war schrecklich. Er ist zwischendurch zwar kurz aufgewacht, aber ob er mich erkannt hat ." Sie zuckte die Achseln.

"Aber der Tumor ist jedenfalls erst mal weg", tröstete Robert sie. Wie gern hätte er sie in den Arm genommen, aber ihr Verhalten signalisierte ihm deutlich, dass sie das nicht wollte. "Ich hoffe von Herzen, dass er wieder gesund wird. Ohne irgendwelche bleibenden Schäden ." Er wollte es ihr nicht noch schwerer machen. "Ich lasse dich jetzt in Ruhe."

"Und ich muss jetzt los." Traurig sahen sie sich noch einmal an. Schlechte Zeiten für Liebende.

"Hallo, Markus!" Eva versuchte, ihrer Stimme einen fröhlichen Klang zu geben, als sie das Krankenzimmer betrat. "Ich wollte dir ein bisschen Gesellschaft leisten." Sie setzte sich an sein Bett und versuchte, sich zu entspannen. Aber ihre Gedanken fuhren Karussell: eben, mit Robert . Sie hatte es fast nicht ausgehalten. Wenn Markus wüsste, was sie ihm antat. Dabei wünschte sie sich so sehr, dass er wieder gesund und glücklich würde. Sie erhob sich wieder. Sie hatte einige der Kraniche, die sie und fast die gesamte Belegschaft des Fürstenhofs für Markus gefaltet hatten, mitgebracht. Und befestigte die Papiervögel nun an einer Kordel über seinem Bett.

Xaver hatte sich Debbie als Berater angeboten und meinte, sie solle Jacob Krendlinger durch einen tiefen Ausschnitt und einen kessen Hüftschwung verführen.

"Das bin doch gar nicht ich", protestierte Debbie.

"Du hast diese Seite vielleicht noch nicht an dir entdeckt", erwiderte der Portier. "Aber das wird Zeit, wenn du dir deinen Traummann krallen willst." Sie verzog das Gesicht. "Hast du dich nun in den Krendlinger verknallt, oder nicht?" Zögernd bejahte sie. "Na also!"

"Aber ." Xaver fiel ihr ins Wort.

"Komm mir bitte nicht wieder damit, dass er eine Freundin hat. Mit dem Thema waren wir durch." Sie winkte ab. Sie interessierte vor allem, ob Jacob und sie überhaupt irgendwelche Gemeinsamkeiten hatten.

"Mir ist das wichtig", erklärte sie. "Ich muss ihn besser kennenlernen. Ich kann mich nur auf Jungs einlassen, mit denen mich etwas verbindet. Sonst kann ich noch so verliebt sein ." Xaver verdrehte genervt die Augen. Aber dann versprach er, dafür zu sorgen, dass sie heute bei Jacob freie Bahn hatte. Er würde mit Sibylle ins Kino gehen. Am Nachmittag lief ein romantischer Liebesfilm. Ganz das, worauf Sibylle nun mal stand.

Sibylle staunte nicht schlecht, als Xaver sie ins Kino einlud. Zumal es für sie undenkbar war, Jacob nicht ebenfalls zu fragen. Das entsprach nun keineswegs Xavers Plänen. Tanja trat zu den beiden und reagierte begeistert auf die Idee, sich einen Liebesfilm im Kino anzuschauen.

"Kann ich mitkommen?", fragte sie sofort. "Nils kriegen nämlich weder zehn Pferde noch die Aussicht auf wilde Knutscherei inklusive Popcorn in so eine Schmonzette." Sie lächelte Xaver an. "Oder haben wir noch Eiszeit?" Er antwortete nicht sofort.

"Habt ihr euch gestritten?", fragte Sibylle überrascht. Bevor Tanja etwas sagen konnte, erklärte Xaver: "Klar bist du dabei." Auf diese Weise konnten sie Jacob Krendlinger auch zu Hause lassen, dachte er. Natürlich war er immer noch sauer auf Tanja, weil sie die CD mit den Daten der Steuersünder einfach zerstört hatte. Aber vielleicht war es jetzt wirklich an der Zeit, wieder Frieden zu schließen.

Debbie sprach derweil Jacob Krendlinger an, den sie am Hintereingang des Hotels getroffen hatte.

"Ich habe Ihnen doch erzählt, dass ich Architektur studiere", begann sie. "Und dafür muss ich ein Modell bauen." Sie bat ihn um Hilfe.

"Häuschen basteln ist, ehrlich gesagt, nicht so mein Ding", erwiderte er etwas irritiert.

"Sorry, Missverständnis." Sie lächelte ihn an. "Das Bauen übernehme ich. Mir geht es nur um die Planung. Wir sollen nämlich ein Nutzgebäude entwerfen. Und ich dachte an eine Farm." Er runzelte die Stirn. "Ein Bauernhof."

"Ich weiß, was eine Farm ist", meinte er.

"Natürlich, sorry ." Verlegen brach sie ab.

"Schon okay", brummte er. "Ich verstehe bloß nicht ganz, inwiefern ausgerechnet ich ."

"Sie kennen sich schließlich aus", plapperte sie eifrig los. "Sie hatten einen eigenen Hof und wissen, worauf man achten muss. Ich hab einfach zu wenig Ahnung."

"Warum suchen Sie sich das Thema dann aus?", wandte er ein. "Ich hätte gedacht, jemand wie Sie plant lieber etwas Schickeres, Spektakuläreres. Einen Wolkenkratzer, eine Arena ."

"Jemand wie ich?", fragte sie getroffen.

"Na ja ." Er wollte nicht durchblicken lassen, dass er sie oberflächlich fand. "Den perfekten Bauernhof gibt es in dem Sinne nicht. Bei uns daheim wurde jedenfalls immer viel improvisiert."

"Genau so etwas interessiert mich", erwiderte sie. "Wie man das - also Ihre konkrete Erfahrung - in Gebäude umsetzen kann. Die zweckmäßig sind, funktionieren - und trotzdem nicht steril und fantasielos wirken."

"Zumindest scheinen Sie zu wissen, was Sie tun", stellte er anerkennend fest.

"Ich versuche, es zu lernen. Aber ich brauche einen richtig guten Consultant. Bitte." Wie hätte er ihr die Bitte jetzt noch abschlagen können?

Sibylle fragte Jacob kurz darauf, ob er mit ihr, Tanja und Xaver ins Kino gehen wolle. Er erklärte, dass er mit Debbie verabredet sei. Sibylle reagierte mit leiser Eifersucht darauf, obwohl sie energisch das Gegenteil beteuerte.

"Ich finde das schön, wenn du ein bisschen eifersüchtig bist." Jacob zog sie lächelnd an sich. "Es zeigt mir nur, wie sehr du mich liebst. Und ich liebe dich!" Auch er war nicht unbedingt begeistert davon, dass Xaver mitgehen würde ins Kino. Steindl traute er keinen Zentimeter über den Weg. Aber er vertraute Sibylle. Und das war das Wichtigste.

Debbie hatte Jacob in Michaels Wohnung gebeten und ließ sich nun erklären, was man bei der Planung eines Bauernhofs alles bedenken musste. Jacob berichtete von der Kälberzucht.

"Kälber werden direkt nach der Geburt von ihren Müttern getrennt." Entsetzen breitete sich auf ihrem Gesicht aus. "Wenn man es wirklich sofort macht, leidet keiner. Und die Vorteile überwiegen. Die Mutterkühe müssen natürlich weiterhin regelmäßig gemolken werden. Ein Kalb kann...

Dateiformat: EPUB
Kopierschutz: Adobe-DRM (Digital Rights Management)

Systemvoraussetzungen:

Computer (Windows; MacOS X; Linux): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose Software Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

Tablet/Smartphone (Android; iOS): Installieren Sie bereits vor dem Download die kostenlose App Adobe Digital Editions (siehe E-Book Hilfe).

E-Book-Reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino u.v.a.m. (nicht Kindle)

Das Dateiformat EPUB ist sehr gut für Romane und Sachbücher geeignet - also für "fließenden" Text ohne komplexes Layout. Bei E-Readern oder Smartphones passt sich der Zeilen- und Seitenumbruch automatisch den kleinen Displays an. Mit Adobe-DRM wird hier ein "harter" Kopierschutz verwendet. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht vorliegen, können Sie das E-Book leider nicht öffnen. Daher müssen Sie bereits vor dem Download Ihre Lese-Hardware vorbereiten.

Weitere Informationen finden Sie in unserer E-Book Hilfe.


Download (sofort verfügbar)

4,49 €
inkl. 19% MwSt.
Download / Einzel-Lizenz
ePUB mit Adobe DRM
siehe Systemvoraussetzungen
E-Book bestellen

Unsere Web-Seiten verwenden Cookies. Mit der Nutzung dieser Web-Seiten erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen finden Sie in unserem Datenschutzhinweis. Ok