Der Antrag

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 21. Mai 2011
  • |
  • 192 Seiten
 
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978-3-86349-015-7 (ISBN)
 
Barbara und Götz geraten in ihrer Beziehung immer wieder von einem Extrem ins andere: Mal schwören sie sich die größte Liebe, dann belauern sie sich gegenseitig wie die schlimmsten Feinde. Wie wird es ausgehen zwischen den beiden? Nils wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, als sein Vater sich aus dem Gefängnis meldet und um die Hilfe seines Sohnes bittet. Michael gerät in eine lebensbedrohliche Situation, aus der er in letzter Sekunde gerettet wird und zwar ausgerechnet von Nils' Vater. Und während Eva und Marcus beschließen zu heiraten, kämpft Robert mit seinem Kummer, denn er ist sich sicher, Eva für immer verloren zu haben ...
  • Deutsch
  • 0,50 MB
978-3-86349-015-7 (9783863490157)
3863490150 (3863490150)

1. KAPITEL

Fassungslos starrte Lena den klitschnassen Robert an. Draußen standen die Gäste, die sie zur Eröffnung des Bistros eingeladen hatten. Und nun würden sie alles absagen müssen?

"Was sollen wir ihnen anbieten?", fragte Robert kläglich. Alles, was er an Speisen vorhin aus der Küche geholt hatte, war durch die Sprinkleranlage ruiniert worden.

"Das darf doch nicht wahr sein!", stöhnte Lena. Die ganze Mühe, die viele Arbeit - das sollte alles umsonst gewesen sein? "Ich kapier das nicht! Woher kam denn dieser bescheuerte Alarm? Im Vorratsraum ist doch nichts, was brennen könnte!" Robert hatte auch keine Ahnung, warum der Feueralarm ausgelöst worden war.

"Ich gehe jetzt zu unseren Gästen und sage ihnen, dass es heute keine Eröffnung geben wird." Lena nickte stumm. Und sie würde sich daranmachen, das Wasser aufzuwischen. Es war wirklich zum Verrücktwerden.

Niedergeschlagen stellte sich Robert den Gästen und den wartenden Pressevertretern. Nachdem er erklärt hatte, was passiert war, machte sich allgemein Enttäuschung und Kopfschütteln breit. Charlotte und Werner reagierten besonders betroffen. Barbara empfand allerdings ein diebisches Vergnügen bei der ganzen Angelegenheit.

"Sieht fast so aus, als stünde das Bistro unter keinem guten Stern", raunte sie Götz ins Ohr.

"Arme Lena." Götz war voller Mitgefühl für seine Tochter. Sie hatte sich für diesen Tag so ins Zeug gelegt.

Da kam André die Treppen herunter und tat verwundert.

"Was ist denn hier los? Ich denke, die Bistro-Eröffnung ist schon in vollem Gange?"

"Die fällt aus", meinte Hildegard Sonnbichler. "Ein Fehlalarm im Vorratsraum hat die Sprinkleranlage aktiviert. Die ganzen Speisen sind verdorben."

"So ein Ärger!", erwiderte André. Dabei hatte er den Feueralarm selbst mit einer Zigarre ausgelöst. Und seine Haare waren immer noch feucht von der Sprinkleranlage, die auch ihn erwischt hatte. Nun wandte er sich an die enttäuschten Gäste. "Meine Damen und Herren, was für ein Unglück! Trotzdem soll keiner von Ihnen hungrig nach Hause gehen. Wenn ich Sie ins Restaurant bitten darf ." Erfreut setzte sich die Menge in Bewegung.

"Was soll das?", zischte Werner seinem Bruder zu.

"Willst du sie so nach Hause schicken?", fragte der. "Was meinst du, was dann morgen in der Zeitung steht?" Dem konnte Werner nichts entgegensetzen. Schlechte Schlagzeilen waren das Letzte, was der Fürstenhof gebrauchen konnte. Charlotte und Robert waren derselben Ansicht.

Götz und Barbara waren in die Wohnung gegangen. Götz konnte sich immer noch nicht erklären, wie es zu dem Fehlalarm im Bistro gekommen war.

"Kann das Zufall sein?", fragte er.

"Ich habe damit nichts zu tun", erklärte Barbara spitz.

"Hab ich was gesagt?" Dennoch musterte er sie voller Argwohn.

"Da bemühe ich mich darum, dass die ganze Familie endlich zusammenwächst, und du unterstellst mir, das Bistro zu sabotieren?" Sie tat beleidigt. Aber seine Miene blieb skeptisch. "Götz! Auch wenn deine Tochter und ich nicht den besten Start hatten - ich wünsche ihr alles Gute für ihr kleines Unternehmen. Hätte ich mich sonst für ihr Bistro eingesetzt?" Er schien noch immer nicht überzeugt zu sein. "Jetzt schau mich nicht so an! Lass uns lieber überlegen, wo wir das ausgefallene Mittagessen nachholen." Sie hatte Hunger. Er behauptete, nicht mit ihr essen zu können, weil er noch einen Termin hätte. Sie nickte enttäuscht und setzte sich aufs Sofa. Dabei fasste sie sich kurz an den Bauch.

"Alles in Ordnung mit dem Baby?", fragte er besorgt.

"Alles wunderbar", antwortete sie seufzend. "Mach dir keine Sorgen. Zum Glück haben wir die kritische Phase bald überstanden."

Eva und Markus wussten noch nichts von der Katastrophe, die sich im Bistro abgespielt hatte. Sie gingen Hand in Hand im Park spazieren. Eva hatte sich inzwischen mit dem Gedanken angefreundet, ihre Skizzen von Emil einem Kinderbuchverleger zu zeigen.

"Ich finde es super, dass du es dir noch mal überlegt hast", freute sich Markus. "Es wäre wirklich zu schade um deine schönen Zeichnungen, wenn sie in einer Schublade versauern würden."

"Erst mal abwarten, was der Verleger zu den anderen Bildern sagt", bremste Eva ihn in seiner Euphorie.

"Wenn er von deinem Talent nicht überzeugt wäre, würde er dich gar nicht erst treffen wollen", sagte Markus lächelnd. Das Einzige, was ihn wurmte, war, dass Eva - vor dem Termin mit dem Verleger - mit Robert Saalfeld sprechen wollte.

"Na, hör mal!", meinte sie. "Ohne Robert gäbe es gar keinen Emil." Der kleine Alpenesel war seine Erfindung. "Er hat sich die ganzen Geschichten für Valentina ausgedacht."

"Schon klar", winkte Markus ab. "Aber erst du hast Emil mit deinen Zeichnungen Leben eingehaucht."

"Trotzdem ." Eva konnte diese Zeichnungen nicht veröffentlichen, ohne Robert vorher zu fragen.

"Hör dir doch erst mal an, was Herr Deutert dir konkret anbietet", beharrte ihr Freund. "Dann kannst du immer noch zu Robert Saalfeld gehen, wenn du unbedingt willst." Nachdenklich sah sie ihn von der Seite an. Sie spürte, wie sehr ihm die Eifersucht zu schaffen machte.

"Na schön ." Sie lächelte gequält. "Vielleicht hast du recht." Zufrieden gab er ihr einen Kuss und blickte dann auf die Uhr.

"Ich muss los. Lenas Eröffnungsparty hat schon angefangen. Sehen wir uns gleich im Bistro?" Eva nickte. Sie hatte Lena und Robert versprochen, als Kellnerin auszuhelfen, falls das nötig sein sollte. "Dann bis gleich." Markus machte sich auf den Rückweg. Trübsinnig blickte sie ihm hinterher. Auch wenn es ihm nicht gefiel - sie würde Robert auf jeden Fall um Erlaubnis fragen. Sollte er gegen die Veröffentlichung der Emil-Geschichten sein . Dann hatte sich die Sache einfach erledigt.

Jacob kam zum Hotel und entdeckte am Eingang Rosalie. Man konnte sehen, dass sie geweint hatte.

"Hey, was ist denn passiert?" Am liebsten hätte er sie tröstend in den Arm genommen, aber ihre abweisende Miene hielt ihn auf Distanz. Also reichte er ihr nur ein Taschentuch.

"Du brauchst nicht mehr zu kündigen", erklärte sie leise.

"Aber ich denke, dein Doc will nicht ." Sie ließ ihn nicht ausreden.

"Er ist nicht mehr mein Doc, und es spielt auch keine Rolle mehr, was Michael will oder nicht!", brach es aus ihr heraus.

"Heißt das, ihr habt euch getrennt?" Sie nickte. Jacobs Kündigung hatte sie bereits zerrissen. Er konnte also am Fürstenhof bleiben. "Es tut mir leid ." Vorsichtig legte er ihr die Hand auf den Arm, doch sie entzog sich sofort.

"Tu bloß nicht so, als würdest du dich nicht freuen!", giftete sie. "Ich weiß genau, was du jetzt denkst! Aber wenn du glaubst, nur weil ich mich von Michael getrennt habe, fange ich wieder was mit dir an, hast du dich geschnitten!" Damit ließ sie ihn stehen. Traurig blieb er zurück.

Eva räumte in der Saalfeld'schen Wohnung Valentinas Spielzeug zusammen, während Robert vor sich hin schimpfte wie ein Rohrspatz. Inzwischen hatte er sich trockene Kleidung angezogen.

"Und wer ist der Nutznießer?", ereiferte er sich. "Mein lieber Onkel! Bei dem jetzt meine Gäste im Restaurant sitzen und sich von ihm bekochen lassen."

"Blöder konnte es gar nicht laufen .", sagte Eva mitfühlend. Seufzend schenkte er sich ein Glas Wasser ein. Sie räusperte sich. "Robert, ich weiß, es ist kein günstiger Moment, aber ich wollte dich etwas fragen." Erwartungsvoll sah er sie an. "Hast du was dagegen, wenn ich deine Emil-Geschichte zusammen mit meinen Zeichnungen einem Verleger zeige?"

"Einem Verleger?", wiederholte Robert überrascht. Sie nickte.

"Er möchte vielleicht ein Kinderbuch daraus machen." Für einen Moment fehlten Robert die Worte. Dann lächelte er bemüht.

"Jetzt ist mir auch klar, warum Markus Zastrow deine Bilder eingescannt hat", meinte er. Er hatte den Geschäftsführer zufällig dabei "erwischt". "Natürlich kannst du die Geschichte haben. Du hättest gar nicht erst fragen müssen."

"Aber es war doch deine Idee", erwiderte sie.

"Solange du Valentina und mir ein handsigniertes Exemplar schenkst, bin ich mit allem einverstanden", erklärte er.

"Versprochen." Die beiden tauschten ein Lächeln. Und dieses Lächeln war voller Wehmut.

Barbara bemerkte Rosalie Engels Trauermiene, und sie schlussfolgerte sofort, dass Dr. Niederbühl bei der Trennung geblieben war.

"Könnten Sie Götz fragen, ob es in Ordnung wäre, wenn ich mir für ein paar Tage ein Gästezimmer nehme?", fragte Rosalie leise. Das Hotel war im Moment nicht ausgebucht.

"Ich rede mit ihm", versprach Barbara. Rosalie bedankte sich und verschwand wieder in ihrem Büro. Da kam André mit einem Tablett in die Lobby. Barbara hatte sich bei ihm etwas zu essen bestellt.

"Anstatt in deiner Wohnung allein zu essen, kannst du auch gerne mit ins Restaurant kommen", schlug er vor.

"Nein danke", entgegnete sie abschätzig. "Ich möchte deine kleine...

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