Die Ausstrahlung des Aufsichts- auf das Aktienrecht am Beispiel der Corporate Governance von Banken und Versicherungen

Zugleich ein Beitrag zur Koordination von Privat- und Öffentlichem Recht
 
 
Duncker & Humblot (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 27. Januar 2016
  • |
  • 355 Seiten
 
E-Book | PDF mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-428-54810-1 (ISBN)
 
Seit der Finanzkrise sind die Anforderungen an die Corporate Governance von Finanzinstituten sprunghaft angestiegen. Compliance-, Risikomanagement-, Vergütungs- und Aufsichtsratsstruktur werden zunehmend vom europäischen Gesetzgeber vorgezeichnet. In Anlehnung hieran wird vielerorts eine 'Ausstrahlung' der aufsichts- auf die aktienrechtliche Rechtslage postuliert. Aber kann das, was für die Deutsche Bank gilt, auch für Siemens, Volkswagen oder die Telekom verbindlich sein? Die Arbeit geht dieser Frage nach, indem sie die Unterschiede zwischen aktien- und aufsichtsrechtlicher Corporate Governance untersucht, etwaige Übereinstimmungen auslotet und die schwer greifbare Figur der 'Ausstrahlungswirkung' rechtsmethodisch fassbar macht. Diese Erkenntnisse werden anschließend anhand konkreter Fragestellungen praktisch aufbereitet.

Die Arbeit wird mit dem Esche Schümann Commichau Förderpreis 2016 ausgezeichnet.
 
'The Influence Of Corporate Governance Rules for the Financial Sector on the Interpretation of the General Corporation Law in Germany'

Regulations for the corporate governance of financial institutions have been on the rise since the financial crisis. Some courts and academics have argued that parts of these new rules do not only apply to the financial sector but also to corporations in general - a phenomenon that has been termed 'Ausstrahlungswirkung', i.e. transmission of governance standards. The question arises whether such spill-over is legally possible and can be reasonably justified and if so, what it means in practice.
  • Dissertationsschrift
  • |
  • 2015
  • |
  • Bucerius Law School HH
  • Deutsch
  • Berlin
  • |
  • Deutschland
  • 2,50 MB
978-3-428-54810-1 (9783428548101)
10.3790/978-3-428-54810-1
weitere Ausgaben werden ermittelt
Marlen Thaten hat in Hamburg an der Bucerius Law School Rechtswissenschaften studiert und dort im Jahr 2011 ihr erstes Staatsexamen abgelegt. Im Anschluss daran war sie für drei Jahre am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Holger Fleischer tätig. In dieser Zeit hat sie zu verschiedenen gesellschafts- und kapitalmarktrechtlichen Themen publiziert sowie die vorliegende Arbeit verfasst. Nach dem Abschluss ihres Referendariats, das sie u.a. bei der Europäischen Kommission, dem Bundeswirtschaftsministerium und dem OLG Hamburg verbrachte, hat sie im Jahr 2015 ein LL.M.-Studium an der Harvard Law School in den USA aufgenommen.
Einleitung

Erster Teil: Unternehmensführung innerhalb und außerhalb des Finanzsektors

Corporate Governance und deutsches Aktienrecht - 'What's different about banks?': Sonderregeln für Finanzinstitute? - Aufsichtsrechtliches Regelungsumfeld - Zusammenfassende Gegenüberstellung

Zweiter Teil: Verhältnis des Aufsichts- zum Aktienrecht

Öffentliches Recht und Privatrecht als wechselseitige Auffangordnungen - Das wechselseitige Verhältnis von Normen im Gesamtsystem des Rechts - Rechtslage in der Bank-Aktiengesellschaft - Rechtslage in der unregulierten Aktiengesellschaft

Dritter Teil: Methodischer Bezugsrahmen der Ausstrahlungswirkung

Aufsichtsrecht als Quelle der Rechtsfindung im Aktienrecht - Methodische Grenzen der Verallgemeinerung aufsichtsrechtlicher Vorgaben

Vierter Teil: Anwendung auf ausgewählte Corporate-Governance-Fragen

Compliance - Risikomanagement - Outsourcing - Qualifikation von Aufsichtsratsmitgliedern - Vergütung

Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse

Schluss

Literatur- und Stichwortverzeichnis
»Die Arbeit von Thaten bietet rechtsvergleichend eine tiefschürfende inhaltliche Analyse der aktien- und aufsichtsrechtlichen Governance, die durch grundlegende methodische Überlegungen angereichert wird. Ihre Ausführungen und Gedanken zu den speziellen Governance-Aspekten wird jeder mit Gewinn lesen, der sich mit Fragen der versicherungsaufsichtsrechtlichen Governance beschäftigt.« Dr. Jürgen Bürkle, in: Versicherungsrecht, 10/2017; VVW, Karlsruhe
DNB DDC Sachgruppen
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BISAC Classifikation

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