Julia Gold Band 72

 
 
HarperCollins (Verlag)
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 6. Januar 2017
  • |
  • 448 Seiten
 
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978-3-7337-0915-0 (ISBN)
 
SÜßER ZAUBER EINER NACHT von WESTON, SOPHIE
Nie hat Rachel die gemeinsame Nacht mit Riccardo di Stefano vergessen! Aber soll sie sich erneut auf den attraktiven Geschäftsmann einlassen - und riskieren, dass er ihr zum zweiten Mal das Herz bricht? Denn genau wie damals scheint Riccardo nur ein Abenteuer zu suchen .

BITTE KEINEN PLAYBOY von THACKER, CATHY GILLEN
Playboy Alec ist es gewohnt, dass die Frauen ihm zu Füßen liegen. Doch ausgerechnet die hübsche Jade lässt ihn abblitzen. Und das, obwohl sie Gefühle in ihm weckt wie keine zuvor. Entschlossen setzt Alec alles daran, sie zu erobern. Denn für ihn steht fest: Jade oder keine!

SINNLICHER SOMMER IN ST. TROPEZ von ROSS, KATHRYN
Sommer, Sonne, St. Tropez: Libby ist hingerissen von der Côte d'Azur. Erst recht, als sie sinnliche Stunden in den Armen von Marc Clayton erlebt. Hals über Kopf verliebt sie sich in den sexy Traummann. Aber verheimlicht er Libby etwas, oder darf sie ihm vertrauen?

2. KAPITEL

Kaum hatte sich die Tür hinter Riccardo di Stefano geschlossen, sank Philip in sich zusammen. Er sieht krank aus, dachte Rachel mitleidig. Der Schweiß rann über sein Gesicht. Sie war nicht die Einzige, die es bemerkte.

"Lass das lieber Rachel übernehmen, Phil", sagte Henry Ockenden, der Leiter der Kreditabteilung. Philip machte eine unbestimmte Handbewegung.

Rachel nahm es als Zustimmung. Vielleicht würde es gar nicht so schwer werden, ihn zu überzeugen. Sie stand auf. "Ich bin dann in meinem Büro. Spätestens um zwei Uhr bringe ich Ihnen meine Entwürfe." Damit nahm sie ihre Papiere und ging.

Mandy saß an ihrem gewohnten Platz und blickte überrascht auf, als Rachel hereinstürmte.

"Feuer unterm Dach?"

"Wie Sie es vorhergesagt hatten", bestätigte Rachel.

"Di Stefano greift an?"

"Und wie", sagte Rachel mit Nachdruck. "Rufen Sie das Team zusammen. Ich will in zwanzig Minuten eine Besprechung halten. Jeder soll eine Kopie hiervon bekommen." Sie legte di Stefanos Papiere auf Mandys Schreibtisch.

Mandy ging sofort damit zum Kopiergerät.

"Ist di Stefano wirklich so beeindruckend, wie man ihm nachsagt?", fragte sie, während sie routiniert verschiedene Knöpfe drückte.

"Schlimmer", sagte Rachel gepresst.

Sie wandte sich ab. Mandy war zu aufmerksam. Sie brauchte nicht zu wissen, dass Rachel heute nicht zum ersten Mal die Gelegenheit gehabt hatte, aus der Nähe zu begutachten, wie beeindruckend er war, und dass sie alles geben würde, um sich nicht mehr daran erinnern zu müssen.

Rachel seufzte verärgert. Riccardo di Stefano hatte sie offensichtlich längst vergessen. Warum konnte sie ihn nicht vergessen?

Mandy war mit dem Kopierer beschäftigt und hatte zum Glück nichts bemerkt. Sie lachte. "Ein Frauentyp ist er auf jeden Fall."

Rachel zuckte unmerklich zusammen. Ohne sich umzudrehen, sagte sie wie beiläufig über die Schulter: "Ich dachte, Sie seien ihm noch nicht begegnet."

"Leider nicht." Das Bedauern in Mandys Stimme war nicht zu überhören. "Sein Bild war gestern in der Zeitung. Er war mit Sandy Marquis in der Stadt."

"Sandy Marquis?" Der Name klang irgendwie bekannt. Dann erinnerte sie sich. "Das Fotomodell? Die Rothaarige, die zufällig entdeckt wurde, als sie gerade an einer Schule Gymnastikunterricht gab?"

"Genau die." Mandy betrachtete Rachel nachdenklich: "Er scheint auf Rothaarige zu stehen."

"Er steht auf alles, was einen Rock trägt und nicht schnell genug wegläuft", lästerte Rachel unbedacht.

Mandy drehte sich um. Diesmal hatte sie es bemerkt - und traf den Nagel auf den Kopf.

"Sie kennen ihn", sagte sie überrascht.

Das kommt davon, wenn man die Beherrschung verliert, tadelte Rachel sich im Stillen. Laut sagte sie: "Ja, wir sind uns schon begegnet."

"Wow." Mandy war überwältigt. "Ich wusste gar nicht, dass Sie heimlich in teure Clubs gehen."

"Das tue ich natürlich nicht. Selbst wenn mir so etwas Spaß machte, was es nicht tut, wann hätte ich denn Zeit dafür? Wenn ich nicht gerade arbeite, versuche ich, zwei Heranwachsende davon zu überzeugen, dass die Schule nicht nur schrecklich ist."

Mandy kicherte. "Ich kann mir di Stefano nicht bei einem Elternabend vorstellen", wandte sie ein. "Wo haben Sie ihn also getroffen?"

Nimm's leicht, beschwor Rachel sich. Es ist nie wichtig gewesen, also bausch es jetzt nicht auf.

"Es ist lange her. Er erinnert sich wahrscheinlich gar nicht mehr daran." Und ich werde alles tun, um zu verhindern, dass er es doch tut, fügte sie insgeheim hinzu.

"Haben Sie ihn darauf angesprochen?"

"Nein!", rief Rachel entsetzt aus.

Das machte Mandy nur noch neugieriger, und Rachel wurde klar, dass sie sich etwas einfallen lassen musste, wenn sie nicht wollte, dass die Fantasie ihrer Sekretärin die wildesten Blüten trieb.

"Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie es niemandem gegenüber erwähnen würden", begann sie. "Es war nichts Besonderes, aber ich war sehr jung." Es gelang ihr, reumütig und sogar ein wenig schuldbewusst zu klingen. "Es würde meine Glaubwürdigkeit erschüttern, wenn er sich daran erinnerte. Ich möchte nicht, dass er meint, er verhandle mit einem vorlauten Teenager, der sich nicht beherrschen kann." Keine Spur von ihrer inneren Panik war da herauszuhören. Gut gemacht, Rachel, gratulierte sie sich selbst. Mandy hatte es ihr jedenfalls abgenommen.

"Nicht beherrschen . Sie?"

"Jugendliches Temperament", sagte Rachel leichthin und versuchte sogar ein kleines Lachen.

Das gelang ihr offenbar nicht ganz so überzeugend, denn nun fragte Mandy weiter: "Waren Sie in ihn verknallt?"

"Nein", sagte Rachel sachlich, doch sie konnte einen leichten Schauer nicht unterdrücken.

Mandy war nicht nur eine Kollegin, sie war auch eine Freundin und dachte sich daraufhin ihren Teil.

"Wenn er sich bis jetzt nicht erinnert hat, wird er es wohl auch nicht mehr tun", sagte sie tröstend. "Schließlich hat er ja Sandy Marquis."

"Hoffentlich", sagte Rachel und ging in ihr Büro. Auf der Schwelle hielt sie noch einmal inne und blickte sich um. "Übrigens, wir haben einen Termin. Zwei Uhr mit Mr. Jensen. Könnten Sie bitte noch belegte Brötchen für das ganze Team bestellen?"

"Geht in Ordnung", sagte Mandy und wählte bereits die Nummer, während Rachel die Tür schloss.

Ohne das Summen des Kopierers war es merkwürdig still im Raum. Rachel ließ sich auf ihren Stuhl sinken und streckte die Beine aus. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie zitterten.

Zwischen ihren Schulterblättern spürte sie eine ungewohnte Spannung. Sie neigte den Kopf nach vorn und zur Seite. Die Spannung ließ nach, verschwand aber nicht ganz, und Rachel ahnte, dass es so bleiben würde, bis Riccardo di Stefano endlich wieder auf der anderen Seite des Atlantiks war.

"Verflixt", sagte sie. Sie rieb die schmerzende Stelle. Die Muskeln waren steinhart. Mit einem Mal erinnerte sie sich, wann sie das schon einmal gespürt hatte. Sie ließ die Hand sinken.

Einmal vor langer Zeit, in einer anderen Welt. Sie stand auf und ging zum Fenster. Draußen strömte der Regen grau in grau die Scheibe hinunter. Doch in ihrer Erinnerung war alles in gleißendes Sonnenlicht getaucht.

Sie lehnte den Kopf an die Scheibe. Wie hatte sie jemals glauben können, sie hätte es vergessen?

Rachel schloss die Augen und ließ die Bilder lebendig werden.

Sie hatte nicht fahren wollen. Sie hatte sich sogar geweigert. Aber sie war erst achtzehn gewesen und ihre Gegner alle volljährig und hatten schwere Geschütze aufgefahren. "Es wird der schönste Urlaub deines Lebens werden", hatte ihr Vater auf sie eingeredet. "Du hast dich viel zu lange in deinen Büchern vergraben. Jetzt, da die Prüfungen vorbei sind, sollst du endlich einmal richtig Spaß haben. Judy und ich, wir möchten beide sehr, dass du mitfährst."

Das war schon der erste Hinderungsgrund gewesen. Rachel hatte sich nie mit der zweiten Frau ihres Vaters anfreunden können, und Judy war es genauso gegangen, das hätte sie schwören können. Zwar waren sie höflich miteinander umgegangen, aber mehr nicht. Die Vorstellung, mit ihrer Stiefmutter Urlaub in der Karibik zu machen, war für Rachel schlicht abstoßend gewesen.

Natürlich konnte sie das ihrem Vater nicht sagen. Und was immer sie an Einwänden vorbrachte, er hielt nur noch mehr Argumente dagegen.

"Judy braucht Urlaub - genau wie du. Es ist ein schweres Jahr gewesen, mit der Firmenübernahme und all dem. Sie muss etwas Abstand gewinnen. Sonne, Meer und ein wenig exotisches Nachtleben." Er lachte. "Das wird euch beiden gut tun."

"Exotisches Nachtleben klingt aber überhaupt nicht nach mir", wandte Rachel ein.

Doch er ließ sich nicht beirren. "Unsinn. Alle Mädchen in deinem Alter wollen sich ein bisschen den Wind um die Nase wehen lassen."

Das hatte ihm wahrscheinlich Judy erzählt. Vermutlich hatte sie ihn auch überzeugt, dass sie und Rachel mehr oder weniger gleichaltrig und überhaupt die besten Freundinnen seien. Sosehr Rachel sich auch wehrte, es nützte nichts.

"Es war sehr nett von Judy, das vorzuschlagen", sagte ihr Vater schließlich, und an seinem Tonfall erkannte Rachel den Befehl. Ebenso gut hätte er sagen können, dass sie keine andere Wahl habe.

"Sie ist bei einigen alten Bekannten eingeladen. Sie haben ein Haus in der Karibik - ein Luxus wie in Hollywood, habe ich gehört. Judy hätte dich nicht mitnehmen müssen, weißt du. Da sie es aber angeboten hat, bist du es uns beiden schuldig, dankbar anzunehmen."

Also fuhr Rachel. Später fragte sie sich, ob ihr Vater wohl schon damals die Unbeständigkeit seiner jungen Frau geahnt hatte. Vielleicht hatte er Rachel als eine Art Anstandsdame mitgeschickt. Wenn das so war, dann hat er mit seiner Taktik bemerkenswert wenig Glück gehabt, dachte sie jetzt.

Damals hatte sie natürlich nichts davon geahnt. Ehrlich gesagt, hatte Rachel damals sowohl ihren Vater als auch Judy nur selten gesehen, besonders in jenem letzten Jahr, als das Unternehmen ihres Vaters in Schwierigkeiten geraten war. Rachel selbst lernte damals wie besessen, um die Aufnahmeprüfung für die Universität zu schaffen. Ab und zu begegnete sie ihrem Vater morgens am Frühstückstisch, und sie wechselten einige Worte, aber sie hatten nicht mehr richtig...

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