Julia Ärzte zum Verlieben Band 119

 
 
Cora Verlag GmbH & Co. KG
  • 1. Auflage
  • |
  • erschienen am 16. November 2018
  • |
  • 384 Seiten
 
E-Book | ePUB mit Wasserzeichen-DRM | Systemvoraussetzungen
978-3-7337-1151-1 (ISBN)
 
DIE WÜSTE, DIE STERNE UND DU von BERLIN, AMALIE Er ist atemberaubend sexy, aber Prinz Dakan Al Rahal ist auch ihr Boss. Sie soll in seinem Land ein modernes Krankenhaus bauen. Für Architektin Nira Hathaway steht fest: Ein Flirt mit dem Arzt kommt nicht Frage. Doch ihr Herz sagt ihr etwas anderes ... EINE FAMILIE FÜR DOKTOR MAGUIRE von MACKAY, SUE Eine Frau und Kinder hat sich Notarzt Conor Maguire bisher versagt, denn die Männer in seiner Familie sterben früh. Der bezaubernden Krankenschwester Tamara kann er trotzdem nicht widerstehen. Und bald will er mehr von ihr als zärtliche Küsse ... LIEB MICH NOCH EINMAL WIE DAMALS von TAYLOR, JENNIFER Eine einzige leidenschaftliche Nacht hat Lowri damals in Italien mit Neurochirurg Vincenzo verbracht, dann entdeckte sie, dass sie schwanger war. Auf ihre Briefe hat er nie reagiert. Doch jetzt ist ihre Tochter erkrankt, und nur Vincenzo kann sie retten ...

1. KAPITEL

Die Hitze, an die sich Prinz Dakan Al-Rahal nur zu gut aus seiner Kindheit erinnern konnte, machte ihm schwer zu schaffen. Widerwillig trat er aus dem klimatisierten, neu errichteten Hochhaus im Herzen der Hauptstadt seines Königreichs.

Seines Königreichs auf Zeit, denn er war nur vorübergehend der Landesvater von Mamlakat Almas - nur solange sein Vater in England war, wo er an den Hochzeitsfeierlichkeiten seines älteren Sohns teilnahm.

Obwohl Dakan seinen Vater erst seit wenigen Tagen vertrat, konnte er sich nicht erinnern, je so schlecht gelaunt gewesen zu sein - was nicht nur an den ungewohnt warmen Temperaturen lag.

Natürlich wäre es vernünftig und dem Klima angemessen gewesen, wenn er eines der traditionellen weiten und hellen Gewänder angezogen hätte, doch Dakan zog seine maßgeschneiderten dunklen Anzüge vor. Auch wenn diese deutlich besser zum englischen Schmuddelwetter passten, in dem er sich für gewöhnlich aufhielt.

Was gäbe er in diesem Augenblick für einen ordentlichen Herbststurm. Oder auch nur für den wolkenverhangenen Himmel eines trüben Nachmittags am Meer. Doch solange weder der König noch Dakans älterer Bruder Zahir zurückkamen, saß er in Mamlakat Almas fest.

Genau wie die Architektin, die Zahir engagiert hatte, um den Bau der neuen Klinik zu leiten. In diesem Augenblick saß sie vermutlich in ihrem kleinen Büro und arbeitete an ihren Entwürfen.

Der Gedanke daran, dass dieser Klinikneubau das Gesundheitssystem seines Heimatlandes revolutionieren und endlich ins 21. Jahrhundert befördern würde, hatte Dakans Stimmung ein wenig aufgehellt. Dieses Projekt war der einzige Lichtblick an einem Tag, der bis jetzt nur aus lästiger Büroarbeit bestanden hatte.

Der Klinikneubau war für Dakan eine Herzensangelegenheit, der er sich voller Elan widmete. Umso enttäuschter und frustrierter war er, als er die Architektin nicht an ihrem Arbeitsplatz antraf. Sie hatte offenbar nichts Besseres zu tun gehabt, als zu einer kleinen Besichtigungstour aufzubrechen. Typisch.

An einer roten Ampel drängte er sich durch die haltenden Autos hindurch, seine drei Leibwächter dicht auf den Fersen. Über einen Platz, der mit wunderschönen bunten Fliesen ausgelegt war, eilte er auf den Basar zu. Doch Dakan hatte keinen Blick für die Schönheit seiner Umgebung. Ihm war warm. Viel zu warm. Und es machte ihn wütend, dass er die Architektin nicht angetroffen hatte. Aber am allermeisten störte ihn, dass er überhaupt hier sein musste.

In England war es im Winter manchmal empfindlich kalt, doch in der aktuellen Jahreszeit war das Wetter meistens angenehm. Abgesehen davon konnte er in England gehen, wohin er wollte. Er wurde nicht von Leibwächtern verfolgt, konnte sich mit Frauen verabreden, die er sich aussuchte, und durfte selbst Auto fahren. England bot ihm alles, was er wollte - insbesondere eine Freiheit, die er in Mamlakat Almas nicht besaß.

Sein Leben in England war ausgesprochen angenehm. Er hatte einen netten Freundeskreis, eine beeindruckend luxuriöse Wohnung und großartige berufliche Aussichten. Nachdem er sein Medizinstudium beendet und seine Facharztausbildung abgeschlossen hatte, war Dakan umhergereist, um sich verschiedene Praxen anzusehen. Doch noch ehe er sich für eine entschieden hatte, war er nach Hause zurückbeordert worden. Er hatte also gute Gründe, sehr schlecht gelaunt zu sein.

Noch ein Block, und der kunstvolle Fußgängerweg mündete auf eine große Geschäftsstraße, die zu einem der ältesten und imposantesten Gebäude der Stadt führte - einem Meisterwerk byzantinischer Baukunst.

Dakan ahnte, dass es im Inneren noch genauso voll wie eh und je sein würde. An unzähligen Ständen boten Händler alles an, was man zum Leben brauchte. Auch wenn rund um den Basar herum viele neue und hochmoderne Gebäude entstanden waren, war das alte Bauwerk noch immer der wichtigste Ort, an dem sich die Händler tummelten.

Dakan liebte seinen Vater sehr, doch er stimmte mit dessen äußerst konservativer Politik nur selten überein. Manchmal, wenn der König sich wieder einmal entschieden gegen Fortschritt und Reformen stellte, verspürte Dakan das dringende Bedürfnis, ihn kräftig durchzuschütteln. Oder eine Revolte anzuzetteln, um Zahir als neuen Herrscher einzusetzen. Dakan selbst würde danach natürlich nach England zurückkehren.

Doch solche Gedanken brachten ihn jetzt nicht weiter. Er musste diese Architektin finden. Als Erstes würde er sich ihre Telefonnummer geben lassen, um nicht noch einmal vergeblich in ihr Büro zu kommen. Wieso dachte diese Frau eigentlich, sie könnte sich wie eine Touristin aufführen? Sie war schließlich zum Arbeiten hier!

Vielleicht wäre auch ein dezenter Hinweis darauf, dass zahlreiche einheimische Firmen nur zu gern ihren Job übernehmen würden, eine gute Idee.

Er wusste nicht einmal, wie sie aussah.

Als Britin war sie vermutlich blond. Oder brünett. Aber mit heller Haut. Er brauchte also nur nach einer europäisch aussehenden Touristin Ausschau zu halten. Oder besser noch nach einer Europäerin mit Leibwächter. Natürlich! Er würde einfach den Leibwächter anrufen lassen. Wieso hatte er daran nicht schon früher gedacht?

"Finden Sie bitte heraus, mit wem sie unterwegs ist, und rufen sie ihn an", wies er seine Entourage an, bevor er sich ins Getümmel stürzte. Da er größer als die meisten seiner Landsleute war, hatte er einen guten Überblick. Es half auch, dass er sofort erkannt wurde und alle ihm Platz machten. Schon nach wenigen Minuten war er schweißüberströmt.

"Sie sind in der dritten Arkade, Eure Hoheit", informierte ihn einer seiner Leibwächter. Dakan nickte dankbar und machte sich auf den Weg. Nach wenigen Metern entdeckte er die vertraute Palastuniform. Neben der Wache stand eine Frau mit smaragdgrünem Kopftuch. Ob das die Architektin war? Manchmal verhüllten auch Ausländerinnen ihr Haar aus Respekt vor den örtlichen Gepflogenheiten.

Er griff nach dem Ellenbogen der Frau und drehte sie zu sich um. Mit großen, blassgrünen Augen sah sie ihn an. Nein, das konnte sie nicht sein. Diese Frau hatte einen zu dunklen Teint für eine Britin. Und sie sah zu exotisch aus.

Verdammt. Es war für ihn schon gewagt genug, eine Ausländerin einfach anzufassen, doch bei einer Einheimischen war es ein unverzeihlicher Fauxpas.

Nira Hathaway blickte auf und sah den wohl attraktivsten Mann, der ihr jemals begegnet war. Groß, breite Schultern, leicht zerzaustes, dunkles Haar und fast schwarze Augen. Als ihre Blicke sich trafen, schlug ihr Herz schneller, und ihre Knie wurden weich.

Der Mann zog seine Hand zurück und verbeugte sich. "Bitte verzeihen Sie. Ich habe Sie verwechselt." Sein Arabisch klang wie Musik in ihren Ohren.

"Kein Problem, Sir. Darf ich Sie fragen, für wen Sie mich gehalten haben?" Niras Arabisch war zwar besser als vor einigen Wochen, doch sie war noch weit davon entfernt, fließend oder gar akzentfrei sprechen zu können. Seitdem sie in Mamlakat Almas angekommen war, hatte sie kaum Gelegenheit gehabt, es anzuwenden, da sie fast immer allein war.

Vor einigen Monaten hatte sie endlich angefangen, einen Sprachkurs zu machen - ein Wunsch, den sie schon als Kind gehabt hatte. Natürlich kam sie nur langsam voran; in ihrem Alter lernte man nun einmal nicht mehr so schnell wie als Kind.

Normalerweise hätte sie sich nie getraut, diesen Mister Universum einfach anzusprechen, doch er hatte gesagt, dass er sie mit jemandem verwechselt hätte. Das bedeutete, sie erinnerte ihn an jemanden; an eine Frau, die hier im Land lebte. War das eine erste Spur?

Seine dunklen, verführerischen Augen wanderten von ihr zu ihrer Eskorte, und er runzelte die Stirn. "Sind Sie Nira Hathaway?", erkundigte er sich auf Englisch.

Sie nickte und wechselte ebenfalls in ihre Muttersprache. Sie durfte auf keinen Fall mit diesem umwerfenden Mann flirten, denn sie hatte keine Ahnung, welche ungeschriebenen Regeln dafür in diesem Land galten. Vermutlich verabredeten Frauen sich in Mamlakat Almas nicht so einfach mit fremden Männern und machten auch keine neuen Bekanntschaften auf dem Basar.

"Ja, das bin ich. Und wer sind Sie?"

"Dakan Al-Rahal", antwortete er und sah sie tadelnd an. Nira wurde flau im Magen. Natürlich! Er sah Zahir auffallend ähnlich. Genauso groß, das gleiche energische Kinn, eine ähnliche Haarfarbe. Sie hätte ihn erkennen müssen. Peinlich, dass die Begegnung mit einem attraktiven Mann sie derart aus dem Konzept brachte.

Genau wie sein Bruder Zahir war auch Dakan Mediziner. Arzt und Prinz - was für eine Kombination. Ein Adonis in einem maßgeschneiderten dunkelgrauen Anzug. Bestimmt war er es gewohnt, Frauen durcheinanderzubringen.

Vermutlich gab es irgendein Hofprotokoll, das jetzt von ihr erwartet wurde. Wie sollte sie ihn ansprechen? Was sollte sie sagen? Hallo, ich bin Nira und liebe Strandspaziergänge bei Sonnenuntergang?

"Guten Tag. Ich wusste nicht, dass wir heute verabredet waren, Prinz Dakan." Na also, es ging doch. Oder hätte sie ihn mit "Eure Hoheit" anreden müssen? Wieso hatte sie solche Etikette-Fragen nicht vor ihrer Reise geklärt? Zahir war sehr unkompliziert gewesen und hatte seinen Titel nie erwähnt. Doch hier im Land, noch dazu auf diesem Basar wie aus Tausendundeiner Nacht, erschien es ihr falsch, einfach Dakan zu sagen. Oder Mr. Al-Rahal. Mr. Universum war sowieso passender.

"Offenbar war es naiv von mir anzunehmen, dass ich Sie in Ihrem Büro antreffen könnte. Dabei dachte ich, Sie würden für die Planung des...

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